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Alle unter Soll: schwache Kiosk-Woche für Spiegel, Focus und stern

Klaus Brinkbäumer und Ulrich Reitz, Chefredakteure von Spiegel und Focus
Klaus Brinkbäumer und Ulrich Reitz, Chefredakteure von Spiegel und Focus

Die drei großen Wochenmagazine kamen in der aktuellen Cover-Check-Woche nicht an ihre Normalwerte heran. Besonders der Focus floppte am Kiosk - mit der Titelgeschichte "Genuss aus der Heimat" über regionale Lebensmittel. 68.156 Einzelverkäufe sind 15% weniger als im Durchschnitt der vergangenen Monate.

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Das Normalniveau der jüngsten 12 bzw. drei Monate liegt beim Focus in Sachen Einzelverkauf bei 80.500 bzw. 79.700 Exemplaren. Heft 38/2015, dessen Zahlen die IVW am Dienstag veröffentlicht hat, erreichte mit 68.156 also deutlich weniger. Auch wenn das Thema regionale Lebensmittel sicher ein Hype-Thema ist – die Focus-Leser interessiert es eher nicht. Im Gesamtverkauf, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren, etc. landete die Ausgabe bei einem Wert von 502.753, darunter 27.816 ePaper.

Der Spiegel landete mit seiner Ausgabe 38/2015 ebenfalls unter dem Soll, allerdings statt 15% nur 4 bis 5%. 235.648 Hefte gingen im Einzelhandel über die Ladentische, normal waren in den jüngsten 12 Monaten 244.500, in den vergangenen drei Monaten 248.400. Auf dem Titel des Heftes prangte die Schlagzeile „Als das Tier zum Menschen wurde“ – in Anlehnung an den Fund von Urzeit-Skeletten in Südafrika. Insgesamt wechselte das Heft 817.740 mal den Besitzer, darunter 53.284 mal als ePaper – wie in fast jeder Woche ein neuer Rekordwert. Positiv entwickelt sich derzeit auch die Zahl der Spiegel-Abonnenten.

5 bis 6% unter seinem Normalniveau blieb der stern mit dem Flüchtlings-Titel „Endlich gerettet“ und den Unterzeilen „Ein Volk von Helfern empfängt die Flüchtlinge. Aber es wachsen auch die Sorgen: Wie viele werden noch kommen? Und lässt uns Europa im Stich?“ Während das Thema im Netz fast täglich für wilde Diskussionen sorgt, ist es als Titelthema der Magazine erneut kein Verkaufserfolg. Mit 203.839 Einzelverkäufen wurden 12-Monats-Durchschnitt (212.600) und 3-Monats-Durchschnitt (214.600) verfehlt. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 726.559 Exemplaren, davon 14.049 ePaper.

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