Überlastung als Normalzustand – die Probleme von tagesschau.de mit den Leser-Kommentaren

„Überlastet“: tagesschau.de kämpft mit Kommentaren
"Überlastet": tagesschau.de kämpft mit Kommentaren

Das Management von Leser-Kommentaren im Internet stellt Medien vor große Herausforderung. Diese Herausforderungen werden angesichts emotional diskutierter Themen wie aktuell der Flüchtlingskrise eher größer als kleiner. Bei tagesschau.de bekennt man mittlerweile, mit der Anzahl an Kommentaren oftmals überlastet zu sein. Dabei handhabt die Redaktion der Nachrichtensendung Leser-Kommentare ohnehin schon sehr restriktiv.

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Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare ist unsere Moderation derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation

Dies ist ein Text, der einem häufiger begegnet, wenn man sich auf meta.tagesschau.de bewegt, der Plattform, auf der die ARD-Nachrichtensendung mit ihren Lesern und Zuschauern diskutieren möchte. Es gibt ein paar Varianten der vorformulierten Kommentar-Schließungs-Botschaft. Manchmal wird die Schließung der Kommentarspalte als vorübergehend bezeichnet und mit der Überlastung wegen der hohen Zahl an Kommentaren begründet. Manchmal geschieht die Schließung ohne den Zusatz “vorübergehend” und auch mal ganz ohne Angabe von Gründen.

Was aber für Leser nicht nachvollziehbar ist: Oft wird die Kommentierung geschlossen, obwohl nur wenige oder teilweise gar keine Kommentare vorliegen.

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Und auch bei harmlosen Themen, wie “Ruhrpott-Identität in Selfies” im Rahmen der ARD-Themenwoche Heimat wurden die Kommentare nach nur einem Kommentar am Morgen nach Veröffentlichung des Beitrags geschlossen. Liegt hier wirklich eine “Überlastung” vor?

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Hier muss man aufpassen. tagesschau.de schließt die Kommentierung von Beiträgen nämlich schon acht Stunden nach Veröffentlichung. Ja, genau. Nach acht Stunden ist programmgemäß Schicht im Schacht mit der Meinungsfreiheit. Das ist so vorgesehen, um die Moderation zu erleichtern und schon lange gängige Praxis. In einer FAQ-Sektion aus dem Jahr 2010 heißt es:

Meldungen lassen sich momentan nur am Tag der Veröffentlichung (normalerweise: 8 Stunden) kommentieren. Nach unseren Erfahrungen werden 95% aller Kommentare am ersten Tag abgegeben. Manchmal ist eine Meldung bei den Kommentatoren so umstritten, dass sich die Moderation vorbehält, die Kommentarfunktion für diese einzelne Meldung abzuschalten, weil sie sonst mit dem Moderieren nicht mehr nachkommt. Dies kommt aber selten vor.

“Selten” kommt dies mittlerweile nicht mehr vor. Vielmehr ist das vorzeitige Schließen von Kommentarfunktion bei Tagesschau.de bei vielen Beiträgen täglich zum Normalzustand geworden. Undurchsichtig ist die Praxis zudem, weil manchmal die Schließung der Kommentar nicht explizit von der Moderation verkündet wird, in anderen Fällen aber doch. Es herrscht ein rechtes Ducheinander.

Ende vergangenes Jahr hat die tagesschau.de-Redaktionsleiterin Christiane Krogmann angekündigt, die Art und Weise wie bei tagesschau.de kommentiert werden kann zu überdenken. Wegen der Flut an bedenklichen Kommentaren zu Reiz-Themen, wie Ukraine oder jetzt Flüchtlingen, überlege man, die Kommentierung auf bestimmte Themenfelder zu bündeln, wie es die Süddeutsche Zeitung mit ihrem Online-Angebot vormacht.  Umgesetzt wurde dies bisher nicht.

Auf Nachfrage beim NDR, warum in vielen Fällen Kommentierungen bei tagesschau.de vorzeitig geschlossen werden, hieß es: “Bei Themen, die in der Bevölkerung sehr intensiv diskutiert werden – wie derzeit die Flüchtlingspolitik – bekommt tagesschau.de allerdings extrem viele Rückmeldungen, im Moment oft mehr als 2.000 täglich. Die polarisierende Wirkung dieser Themen ist der Redaktion bewusst, deshalb legt sie Wert auf eine sorgfältige Moderation, für die sie sich die notwendige Zeit nimmt.”

Außerdem sei die Redaktion von tagesschau.de an Wochenende nicht so stark besetzt wie während der Woche. Daher bündele die Redaktion am Wochenende die Kommentarfunktion mehrerer Artikel zu einem Thema in einem Artikel.

Für Leser ist dies nicht nachvollziehbar. Die Kommentarspalten werden genauso im Laufe der Woche frühzeitig geschlossen wie an Wochenenden. Dass die Kommentarfunktion mehrerer Artikel zu einem Thema in einem Artikel zusammenführt wird, ist auf der Seite nicht ersichtlich. Auf nochmalige Nachfrage konnte der NDR auch kein Beispiel nennen, wo eine solche Zusammenführung der Kommentare stattgefunden haben soll. Macht man es sich mit dem schnellen Schließen der Kommentarspalte bei tagesschau.de und der kurzen Öffnungszeit der Kommentarspalten (vor allem wenn Beiträger nachts online gestellt werden) nicht vielleicht ein bisschen zu leicht?

Mit dem Problem, eine riesige Menge an Kommentaren prüfen und moderieren zu müssen steht die Redaktion von tagesschau.de nicht alleine da. Das betrifft jedes Medium, das auf seinen Onlineseiten Kommentare zulässt. Die intransparente und restriktive Art und Weise, wie Kommentare bei tagesschau.de derzeit gehandhabt werden, lädt einige Zeitgenossen aber zu den immer wieder gehörten Vorwürfen von “Zensur”, “Meinungsunterdrückung” und “Lügenpresse” ein.

Einfach nur zu erklären, man sei überlastet und die Kommentarspalten zu schließen, ist da womöglich keine sinnvolle Lösung. Noch im Juli dieses Jahr sagte “Tagesschau”-Chefredakteur Kai Gniffke, “im Prinzip” sei die “Tagesschau”-Redaktion interessiert am Dialog und “im Moment” sei man an einer “breiten Diskussion auf unserer Plattform interessiert”. Die Kommentare zu dem Beitrag sind natürlich geschlossen.

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Alle Kommentare

  1. Bei brisanten Themen wird seeeeehr oft bei Tagesschau.de die Meinungsfreiheit im Keim unterdrückt, teilweise fühlt es sich politisch motiviert/ organisiert an. Beispiel Raserurteile!: Ein junger Mann bekommt eine Haftstrafe für sein Fehlverhalten (3 Jahre ohne Bewährung)- Kommentarfunktion geschlossen ohne einen einzigen Kommentar. Beispiel Nr.2: eine junge Frau die Treppe runter treten, vor Gericht Quasi eine Bagatelle(zwei Jahre +-) im Vergleich zum jungen Mann mit PS-Ambitionen– Komentarfunktion grundlos ohne Kommentar geschlossen.
    Tagesschau.de ist ferngesteuert, das ist sicher! Es zieht sich durch wie ein roter Faden…

  2. Wahrscheinlich Kostenfrage.

    Ich nutze das TS-Forum auch öfters, und mein Eindruck ist genau derselbe: Eine Standard-Zeitspanne für Kommentare gibt es nicht. Wie oft habe ich schon einen Kommentar verfasst, und als ich auf „abschicken“ klickte war die Diskussion geschlossen. Umso ärgerlicher, dass das meistens die Beiträge trifft, bei denen man sich Zeit nimmt und vielleicht zwischendurch noch Dinge recherchiert.
    Auch die Zensur auf dieser Seite ist, würde ich sagen, eher willkürlich. Für mich oft nicht nachvollziehbar, warum ein Beitrag von mir gesperrt wurde – besonders dann, wenn er in identischer Form beim zweiten Versuch durchgeht.
    Letztendlich glaube ich, könnte TS mit mehr Personal durchaus mehr bewältigen. Aus obengenannten Gründen vermute ich ohnehin, dass in der Moderation hauptsächlich Praktikanten und Azubis sitzen.

    1. „Umso ärgerlicher, dass das meistens die Beiträge trifft, bei denen man sich Zeit nimmt“
      Genauso ist es mir auch schon oft gegangen, von dem häufigen Abschalten der Kommentarfunktion mal ganz abgesehen.

      Was mich bei dem einst seriösesten TV-Nachrichtenformat aber besonders stört, ist die zunehmende Zahl von TS-Beiträgen, die bestenfalls Kommentare, jedoch keine Nachrichten oder neutralen Berichte sind – dennoch sind sie oft nicht einmal als Kommentare gekennzeichnet.
      Das hat ein Geschmäckle.
      Ich denke, immer mehr Nachrichten-Journalisten fühlen sich als Meinungsmacher (siehe auch heutiger Kommentar von R. Sina in der TS: Die EU macht sich zur Karikatur). Das lässt sich nicht nur am Tenor der Texte festmachen, sondern auch an der Wahl der Themen und an der Dauer, mit der diese dann immer wieder durchgekaut werden – dem Schwerpunkt-Hype eben, während anderes Wichtiges überhaupt nicht erscheint.
      Solche Vorgehensweisen nehmen aber einem Nachrichten-Format die Legitimation und sind im Hinblick auf die Verführbarkeit zu einer Meinung gefährlich (wie man ja z. B. beim Brexit gesehen hat, an dem die britische Boulevard-Presse großen Anteil hat).

  3. Nun ja. Wenn ich die diversen Kommentare hier lese, so ergibt sich für mich nichts Neues, was der Vermutung von politischer Ausrichtung, Zensur, Willkür, Unfähigkeit usf. der Redaktion von Tagesschau.de unterstellt wird. Auch ich bekomme nicht jeden Post durch, merke aber in der Nachsicht doch, dass manche auch nicht diskussionsmäßig zielführend sind. Anders formuliert (z. B. freundlicher :-))geht’s dann meistens durch. Soweit dazu. Aktuell sieht es bei Tagesschau.de so aus, dass der Kommentarbereich nahezu abgeschaltet ist, d.h. seit gestern Abend(01.03.2017) sind keine Kommentare mehr einstellbar. Da fragt man sich schon nach den Gründen. Hoher Krankenstand in der Redaktion? Ermüdungserscheinungen, weil man nur noch Müll zu sichten hat? Oder bahnt sich ein neues Konzept an? Oder ist am Aschermittwoch alles vorbei und wir haben eine 40-tägige Fastenzeit (die uns bestimmt gut tun würde)? Man weiß es nicht und es wird auch nicht kommuniziert. Das finde ich schade, weil es den ewigen Nörglern bzgl. Tagesschau.de nur unnötig Munition liefert. Abschließend kann ich jedenfalls nur sagen, ich bin froh, dass in dem Forum stark moderiert wird und mir viele unsägliche Meinungen und schlechteste Rechtschreibung erspart bleibt. Und wünsche mir mehr echten Dialog und weniger Monolog über böse-böse EU, Merkel, Trump-Hasser, (rot)rotgrüner Untergang, ect. pp. Das langweilt auch langsam …

  4. …auch wenn die Kommentare schon älter sind,Sie treffen noch immer voll und ganz auf die Zensurpraktiken der TS Moderation zu. Meinungsäusserung, die regierungs- oder europakritisch ist,wird gerne unterdrückt. Lediglich negative Meinungen zu bestimmten,nicht flüchtlings- und islamaffinen Parteien wird sehr gerne veröffentlicht.

    Unglaublich, wie ein Herr Gniffke erklärt,der Freiburger Mord durch einen Migranten wäre ja nicht sooo berichtenswert.Doch,er war es…..aber erst nachdem die Bundespräsidentenwahl in Österreich vorüber war. Seltsamer Zufall.

    Meiner Meinung nach betreibt die TS keine Moderation,sondern Zensur

  5. für eine „öffentlich rechtliche“ Redaktion ein Armutszeugnis ersten Ranges

    Plurale Möglichkeiten der Meinungsäußerung derart unprofessionell zu

    managen wirft tatsächlich die Frage nach Überlastung der Redaktion auf

    und ob hier die richtigen Leute am richtigen Platz sind

  6. Das wirkliche Problem der Kommentierung bei tageschau.de ist die chronische Unterbesetzung der zuständigen Redaktion und deren mangelnde bzw. nicht vorhandene Kenntnis auf den meisten Diskussionsfeldern – hinzukommt eine miserable Bezahlung. Manche Beiträge werden freigeschaltet, obwohl deren Sinngehalt gegen Null tendiert und der Forist kaum in der Lage ist, sich in einwandfreiem Deutsch zu artikulieren.
    Wenn jemand unbedingt seinen Beitrag im Forum wiederfinden möchte, der aber beim ersten Mal nicht veröffentlicht wurde, ein Tip: neue Überschrift und leichte Variation des Textes. Nach einem Schichtwechsel in der Hamburger Redaktion bekommt er vielleicht eine zweite Chance.

  7. Ich möchte auf eine Besonderheit bei der Tagesschau hinweisen, die hier wahrscheinlich unbekannt ist, die den unsäglichen Zustand der Kommentarfunktion aber weitgehend erklärt:

    Im Jahr 2005 hatten gut 50 User des alten Forums der Tagesschau eine Petition gestellt, die vor allem die Unterdrückung von Themen betraf, die die User vorher frei wählen konnten (neben den redaktionellen Themen). Zur Übergabe sind fünf Foristen nach Hamburg gefahren und haben mit der Redaktion geredet. Nach dem Bericht, der uns übrigen Petenten anschließend übersandt wurde, wurde seitens der TS hervorgehoben, dass sie eine „Selbstverpflichtung“ unterzeichnet haben, Zuschauerkommentare nur vorab und nur durch Mitglieder der Redaktion(!) zu kontrollieren.

    So eine Regelung ist natürlich nicht nur höchst anrüchig bezüglich der vorgeblichen „journalistischen Unabhängigkeit“ unserer lieben Tagessschau der Politik gegenüber – vor allem ist sie auch ein schrecklicher Anachronismus: Da zensiert die TS schon die Hälfte der Posts von den Smartphones der Republik vor Veröffentlichung – und trotzdem reicht das Personal immer noch nicht…

    Ich selbst war damals in HH nicht dabei. Damals haben sie es aber wohl so gesagt, und angesichts der heutigen Probleme nehme ich schlicht an, die unsägliche Regelung gilt immer noch. Vielleicht erbarmt sich hier ja einer und recherchiert das ordentlich. Und erklärt dem Gniffke mal das Internet.
    In diesem Sinne…

  8. Seit 1-2 Tagen ist bei 90% der Artikel einfach gar keine Kommentarfunktion mehr vorhanden. So kann man natürlich auch mit Kritik umgehen….

  9. Wo ist das Problem?
    Die Gebühren werden kassiert und damit haben Leser weiter nichts/wenig zu melden.
    Staatsauftrag erfolgreich erfüllt- nicht aber Kundenmdinungen respektiert.

  10. Kann mich den Vorrednern nur anschließen, etwa 1/3 meiner Kommentare wird nicht veröffentlicht, die Gründe dafür sind mir selbst nicht ganz klar.

    Ich schreibe sachliche Einschätzungen und spicke diese höchstens mal mit ein paar polemischen Spitzen. Z. B. bezeichne ich Politiker gerne als Berufslügner, das wird dann mal geblockt, mal nicht. Maximale Intransparenz!
    Geblockt werden natürlich auch rein sachliche Kommentare ohne jede Polemik!

    Vor allem vor der Flüchtlingskrise konnte man einen klaren Kurs erkennen:
    Kritisierte ich den Regierungskurs in Bezug auf Ukraine oder Syrien war die Chance auf Block 50/50, kritisierte ich den Zusammenhang zwischen gescheiterter Integration und Islamismus war die Chance 80/20 und 100% Zensur gab es, wenn ich meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Flüchtlingsaufnahme geäußert habe. Alle anderen Beiträge kamen durch.

    Seit der Flüchtlingskrise ist die Kritik an ihr besser möglich geworden, aber ich denke nur deshalb, weil irgendwann der Großteil der Kommentare geblockt wurde und die Leute sehr wütend wurden.

    Dabei werden immer wieder sehr dumme Kommentare freigeschaltet, in denen der Schreiber zum Beispiel nicht einmal die Faktenlage kennt und mit Ahnungslosigkeit um sich wirft. Hier könnte ich eine Nichtfreischaltung ja mal verstehen…

    Ich persönlich frage mich, wieso man überhaupt inhaltliche Zensur betreiben muss. Die Tagesschau kritisiert andere Staaten für fehlende Meinungsfreiheit, duldet sie aber selbst nicht auf ihren Seiten! Kritische Kommentare kommen zwar durch, aber bei weitem nicht alle! Wie viel und warum geblockt wird, ist völlig intransparent.

    Hier mal ein geblockter Beitrag von mir zum Thema: Erdogan suspendiert 15.000 Beamte im Bildungsbereich:

    „Parallelen

    Schon vor Jahren haben ihn viele in der Türkei als den neuen Hitler bezeichnet. Offensichtlich nicht ganz unberechtigt, wie diese Vorkommnisse zeigen! Wenn es jetzt keinen riesigen Volksaufstand gibt – was unwahrscheinlich ist, weil Erdogan dafür zu viele Anhänger hat – werden die Türken ihn nicht mehr los!

    Allerdings destabilisiert Erdogan die ganze Region, er führt Krieg gegen die Kurden im eigenen Land und im Nachbarland Syrien. Generell ist es möglich, dass der Bürgerkrieg aus Syrien zu ihm überschwappt. Die Geister, die er rief…“

    Was ist hier das Problem? Zu wenig Themenbezug? Zu viel Kritik an Erdogan? Hitler-Vergleich? Den Verweis auf seine Kurden- und Außenpolitik? Ich weiß nur eins, freie Meinungsäußerung geht anders!

  11. Ich kann dem Artikel aus eigener Erfahrung zustimmen. Es macht bei tagesschau.de keinen Spaß zu kommentieren. Die Moderation verdient auch diese Bezeichnung kaum, da sie nicht moderiert, sondern lediglich schließt und Beiträge stoppt. Und ja, es ist durchaus Zensur, denn auch Kommentare, die themenbezogen sind und nicht gegen die Nettiquette verstoßen, werden verhindert. Regierungskonformität ist erwünscht 😉

  12. Auch eine Art von Zensur, Vorzensur, Meinungsunterdrueckung, Mundtotmachung oder wie man es auch nennen will. Meine US-kritischen Kommentare werden nie veroeffentlicht, dagegen die allerduemmsten, verfaelschenden, verdrehenden und verlogensten Kommentare der US-Fans.
    Vorauseilender Gehorsam, Selbstverleugnung der Oeffentlich-Rechtlichen gegenueber den Hauptverantwortlichen aller derzeitigen groesseren Konflikte auf diesem Planeten.
    Faellt es denn den, „die Freiheit verteidigenden Medien“ nicht auf, dass ueberall dort wo Erdoel, Erdgas oder andere Bodenschaetze vorhanden sind, die USA ihre Interessen total ruecksichtslos wahrnehmen ?
    Saudi-Arabien ? Nun, das ist ein besonders heikles Kapitel. Diese unheilige Freundschaft zwischen SA und USA sollte mal von den westlichen freien Medien unter die Lupe genommen werden.

  13. Heute hatte ich zu einem Thema folgendes geschrieben:

    Schon merkwürdig und nur schwer nachvollziehbar…

    …, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung immer mehr Geld mit Geld verdient, die Umverteilung von unten nach oben weiter anfeuert, sämtliche Einnahmen steigen, aber der Schuldenberg bei Staat und Bürgern wächst und wächst.
    Volkswirtschaftlich sicher zu erklären…aber nicht logisch und mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar.“

    Wurde „von der Moderation nicht freigegeben“. Eine Erklärung dazu bekomme ich nie, obgleich ich jedesmal nachfrage. Inzwischen gehen knapp 50% meiner Kommentare nicht durch.
    Zum Teil hetzte ich zum Test einfach mal gegen Russland/Türkei… ging durch! Dabei hatte ich es durch meine Wortwahl darauf angelegt, dass es nicht veröffentlicht werden dürfte. Ich löschte die Kommentare danach selbst wieder.

    Nicht nachvollziehbar und intransparent.

  14. Sobald ich etwas auf Tagesschau online schreibe, was inhaltlich sowie vom Wortwahl her sauber ist, wird es kommentarlos geblockt. Auch meine Emails an die Redaktion werden ignoriert. Dort wird massiv Türkei-Bashing getrieben. Alle Kommentare die anti Türkei gerichtet sind werden dagegen publiziert.
    Mittlerweile werden alle meine Kommentare geblockt/zensiert ganz egal was ich schreibe. Ich bin nicht der Einzige der das berichtet. Ich werde das weiter verfolgen und für die Meinungsfreiheit kämpfen.

  15. @ Gottfried

    Als linker Schreiber, wird auch vieles gerötet, also ich kann mir nicht vorstellen das dort linke sitzen, im gegenteil.
    Oft werden sinnlose Kommentare von (AFD Wählern) oder Trollen, veröffentlicht, teilweise sogar Hetze oder einfach nur Lügen und Klarstellungen gerötet.

    Manchmal denke ich das bestimmte niks auf einer schwarzen Liste stehen, meiner wohl auch, was dazu führt das ich wenig bis garnicht mehr schreibe, sofern man überhaupt kommentieren kann, denn es ist ja regelmäßig alles überlastet.

  16. Kritische Kommentare sind nicht erwünscht, staatstreu wird alles was nicht in die derzeitige Politik von Merkel, Gabriel passt zensiert. Dabei speilt es keine Rolle ob obzöne Ausdrücke verwendet werden oder der Nettiquette entsprochen wird. Sobald Kritik deutlicher wird, ist die Veröffentlichung gesperrt, oder es ist mal wieder die Redaktion überlastet. Derzeit ein häufiges Problem.

  17. @ Denkerist

    Zu Rußland oder Ttip habe ich mich noch nicht geäußert, wohl aber zu Themen, die linken Ideologen besonders am Herzen liegen. Hier zwei Beispiele:

    „Gutmensch“ ist Unwort des Jahres? Ich hätte eher auf „Flüchtling“ oder „refugee“ getippt, da dieser Begriff, der von der Genfer Flüchtlingskonvention im Jahre 1951 genau definiert wurde, heute dazu benutzt wird, wahllos allen, die sich gern in Deutschland niederlassen möchten, eine Scheinrechtfertigung dafür zu geben, selbst wenn geltendes deutsches Recht und internationale Verträge dem widersprechen. Dieser Begriff wird dazu instrumentalisiert, die Masseninvasion aus Afrika und dem Orient als eine Art „höheres“ Recht zu legitimieren.

    „Muslime beklagen eine neue Dimension des Hasses“. Wäre es nicht angemessen, Ursache und Wirkung in Beziehung zueinander zu setzen? „Im Islam sei es eine große Sünde, Frauen zu belästigen oder gar zu vergewaltigen.“ Dann handelten die jungen arabischen Männer wohl aus Unkenntnis dieses Gebots? Hätte man ihnen das vorher nur sagen müssen? Es gibt tatsächlich Leute, die glauben, daß die mindere Stellung der Frau in der arabischen Welt und die damit verbundenen Verhaltensgebote in der Öffentlichkeit, an die sich die Frauen in Köln nicht gehalten haben, die Ursache der Exzesse sind.

    Das haben die linken GenossInnen nicht veröffentlicht. Sie können davon ausgehen, daß die öffentlich rechtlichen Anstalten durchweg rotgrün bzw. links orientiert sind. Aber wie dem auch sei: Entscheidend ist, daß diesen Leuten das Handwerk gelegt wird.

  18. Es gibt Hinweise, daß sogar mißliebige Personen diskriminiert werden, ohne daß die Aufsichtsinstanzen eingreifen, obwohl sie hinreichend mit Belegen informiert worden sind. Es gibt einerseits die allgemeine Berufung auf die Netiquette. Wogegen man genau verstoßen haben soll, wird auch bei Nachfragen nicht näher erläutert. Die andere Methode besteht darin, das entsprechende Forum zu schließen, sobald ein Kommentar der betreffenden Person gesendet wird. Es geht aber auch ohne jeden Vorwand, einfach willkürlich. Zu einem Artikel über die Kölner Exzesse habe ich folgenden Brief geschrieben, der weder zu spät abgeschickt wurde noch gegen die sog. Netiquette verstößt; denn ähnliche Kommentare wurden ohne weiteres veröffentlicht:

    (Tagesschau.de 25.01.2015, ca.19.35 abgeschickt)

    “Und wie war das nochmal mit den Belästigungen und Vergewaltigungen von Frauen auf dem Tahir-Platz während der Arabellion? Die Vorgänge dort waren ein Menetekel für die arabischen Exzesse von Köln während der Silvesternacht.“

    Es folgte die Bestätigung: „Ihr Kommentar wurde gespeichert, wird aber erst nach der Freigabe durch die Moderation angezeigt. Bitte haben Sie etwas Geduld.“

    Veröffentlicht wurde der Kommentar trotzdem nicht.Ich habe den Fall in einem ausführlichen Schreiben an Herrn Marmor, den Intendanten des NDR, dargestellt und auch das NDR-Gremienbüro davon in Kenntnis gesetzt. Ich habe keine Antwort bekommen, die auf meine Darlegungen eingegangen wäre. Was tun gegen solche Selbstherrlichkeit von Leuten, die von unseren Zwangsabgaben alimentiert werden? Da fehlt offensichtlich eine neutrale Instanz, eine Art Ombudsmann.

    1. @ Peter
      „Tagesschau.de hat mal wieder zensiert. Es war mein letzter Kommentar dort.“
      Genau das will das linke Zensorenteam, genannt „Moderatorenteam“, erreichen. So werden viele anständige Menschen aus den Foren vertrieben, und es entsteht ein falsches Meinungsbild der Leserschaft. Linke Primitiv-Kommentare sind willkommen, andere werden ausgeblendet. Es wird Zeit für eine geeignete Information der Öffentlichkeit über die Machenschaften bei „tagesschau.de“. Dort ist schon Wirklichkeit, was Maas und andere antiliberale GenossInnen bei Facebook erst noch erreichen wollen.

      1. @ Gottfried
        „Genau das will das linke Zensorenteam,“

        Bestimmt ist es kein linkes Zensorenteam. Es ist absolut staatstreu. Man darf nichts gegen die Machthaber in DE und USA Sagen. Hetze gegen Rußland hingegen ist erwünscht, Kritik an der eigenen Rußlandhetzte wird nicht zugelassen.

        Versuchen sie mal was gegen US-Aggressionen oder gegen TTIP zu schreiben! Schon wirds wegzensiert!

        Also Linke sind das bestimmt nicht.

  19. Tagesschau.de hat mal wieder zensiert. Es war mein letzter Kommentar dort. Hier der Kommentar im Wortlaut:

    Topic: Islamisten planten offenbar Anschlag in Berlin.

    Hoffentlich hat das bald ein Ende. Aber vermutlich ist das erst der Anfang.

    Wir werden wohl nie mehr in Freiheit und Sicherheit leben können.

    Keine Großfeste, kein PublicViewing, kein … mehr ohne wahnsinnige Überwachungen und trotzdem Terrorgefahr.

    Wer an Silvester in München war, weiß was ich meine, nicht nur in Köln lief es so ab. Aber in der Presse hat man davon nichts erfahren.

    Vermutlich wird aber auch dieser Kommentar zensiert, obwohl er nur aus Bedenken eines einfachen Bürger besteht, der sich um seine Demokratie ernsthafte Sorgen macht.

  20. Die 8 Stunden werden schon lange nicht mehr eingehalten. Eben wurde ein Beitrag reingestellt:

    Russisches Kriegsschiff stoppt türkisches Fischerboot
    Ihre Meinung zu: Russisches Kriegsschiff stoppt türkisches Fischerboot
    Erstellt: 13. Dezember 2015 – 15:03 Uhr

    Geschlossen:
    Am 13. Dezember 2015 um 15:37 von Moderation
    Schließung der Kommentarfunktion

    „Liebe User,

    dieser Thread wurde geschlossen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    die Moderation“

    Dann kann man es auch lassen. Unglaublich. Wenn an einem Diskurs Interesse besteht, sollte dieser Raum auch gewährt werden.

    Eine andere Option wäre die Kommentarfunktion über die User selbst zu regeln. In der Regel nutzen die Plattform Menschen die sich ehrlich informieren wollen, ich geh von 15% Kommentarquatsch aus. Wenn die restlichen 85% fleißig eine Bewertungsfunktion bedienen z.B. „Spam“ oder „diskriminierender Beitrag“ anklicken, kann der Beitrag automatisch gelöscht oder deaktiviert und anschließend durch die Moderation evaluiert werden.

    Weniger Aufwand, mehr Mitbestimmung.

    Wofür zahle ich GEZ wenn ich nicht auch Leistung bekomme?

  21. Ich finde es schade, dass medienkritische Artikel seit einiger Zeit immer mit Halbsätzen wie (hier) „lädt einige Zeitgenossen aber zu den immer wieder gehörten Vorwürfen von ‚Zensur‘, ‚Meinungsunterdrückung‘ und ‚Lügenpresse‘ ein.“ relativiert werden „müssen“.

    Darüber sollte man Mal nachdenken.

  22. „Mit dem Problem, eine riesige Menge an Kommentaren prüfen und moderieren zu müssen steht die Redaktion von tagesschau.de nicht alleine da. “ Auf Seiten wie Zeit Online werden ja auch unsägliche Kommentare stehen gelassen.

  23. Wer Zwangsgebühren kassiert, unter anderem mit der Begründung, dass es nicht mehr auf den Besitz eines Fernsehgerätes ankommt, weil Menschen auch im Internet TV genießen können, der sollte auch für die Arbeit mit dem Internet genug Leute haben. Oder nicht ins Internet gehen und weniger Geld bekommen …

  24. Die öffentlich rechtlichen und ihre politischen Herren, wollen die Internetreformation zurückdrehen. Das wird dann unter Kategorie „Hass“ propagandistisch ausgeschlachtet, um überall wieder zensieren zu können.

    Warum? Weil das politischen System in Deutschland am Ende ist. Der Widerstand der Bevölkerung wird immer größer und die verlieren die Kontrolle.

    Die Situation spitzt sich immer weiter zu.

    In paar Jahren wird sich die Bevölkerung fragen, wie Deutschland jemals so abdriften konnte. Aber bis dahin müssen Gespenster des Regime erst verjagt sein.

  25. Weg mit den sog. Kommentarbereichen! Überall!!

    Da steht nur Kotze drin.

    Vertrauen Sie mir, ich weiß wovon ich spreche …. MUAHAHAHAHA

    Ne ehrlich jetz, weg damit, von jeder professionellen Seite, lasst sie in Gamerforen oder bei lachschon.de oder so ihren immer gleichen Schwampf abstuhlen.

    Niemand wird „Andy“ vermissen. Und Erwin Schabrunski auch nich

    😀

  26. Frage an Radio Eriwan: Sind Kommentare bei tagesschau.de erwünscht?
    Antwort: Im Prinzip schon, aber wir können das wegen Überlastung nicht weiter kommentieren.

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