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„Polizeiruf“-Zweiteiler verliert Zuschauer, RTL IIs „Like!“ wird zum Desaster

Die „Polizeiruf“-Ermittler aus Rostock und Magdeburg
Die "Polizeiruf"-Ermittler aus Rostock und Magdeburg

Der Abschluss des "Polizeiruf 110"-Zweiteilers "Wendemanöver" konnte das Quotenniveau des Auftakts nicht ganz halten, erreichte aber noch 6,88 Mio. Leute. "Rosamunde Pilcher" kam dem Krimi mit 6,07 Mio. aber recht nah. Im jungen Publikum brachte RTLs "R.E.D. 2" den "Polizeiruf" in Bedrängnis, RTL IIs "Like!" fiel mit AUsgabe 2 hingegen komplett durch.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. „Polizeiruf“ verliert 420.000 Zuschauer, „Rosamunde Pilcher“ kommt gefährlich nahe

6,88 Mio. sahen also den „Wendemanöver“-Abschluss am Sonntagabend, der Marktanteil lag bei 19,6%. Auch wenn das natürlich tolle Zahlen sind, liegen sie doch klar unter dem Niveau, das die „Tatorte“ sonntags erreichen. Und: auch unter den Zahlen des Zweiteiler-Auftakts. Den sahen vor einer Woche noch 7,30 Mio. (21,5%). Damit war der Vorsprung auf die ZDF-Schmonzette diesmal auch geringer als sonst. „Rosamunde Pilcher: Vollkommen unerwartet“ sahen dort 6,07 Mio. – ein toller Marktanteil von 17,2%.

2. „R.E.D. 2“ schlägt „Star Wars“ und kommt dem „Polizeiruf“ gefährlich nahe

Auch im jungen Publikum hieß die Nummer 1 „Polizeiruf 110“. 2,08 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen den ARD-Krimi – 16,0%. Auch hier ging es im Vergleich zur Vorwoche ein bisschen nach unten, die Premiere des Zweiteilers sahen noch 2,19 Mio. (17,4%). RTLs Free-TV-Premiere „R.E.D. 2 – Noch älter. Härter. Besser“ kam direkt dahinter auf 1,95 Mio. junge Zuschauer und 15,6%, schlug damit auch ProSiebens Klassiker „Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1,82 Mio. / 15,4%). Sat.1 erreichte um 20.15 Uhr mit „Navy CIS“ okaye Werte von 1,38 Mio. und 10,7%, „Navy CIS: L.A.“ fiel um 21.15 Uhr aber auf 9,0% und „Scorpion“ um 22.15 Uhr auf 8,8%.

3. „Promi Shopping Queen“ gewinnt gegen Tamme Hanken, „Like!“ wird zur Katastrophe

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In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich diesmal nicht die kabel-eins-Reihe „Tamme Hanken – Der Knochenbrecher on tour“ durch, auch wenn sie mit 790.000 14- bis 49-Jährigen und 6,3% erneut über dem Sender-Normalniveau landete. Noch ein Tick besser lief es nämlich für die „Promi Shopping Queen“ von Vox. 800.000 junge Menschen sahen zu, wegen der längeren Dauer reichten 10.000 14- bis 49-Jährige gegenüber „Tamme Hanken“ für einen ganzen Marktanteilspunkt mehr, 7,3% holte die Vox-Sendung. Ein völliges Desaster war hingegen die zweite Ausgabe des RTL-II-Programms „Like! Die größten Internetstorys“. Erkämpfte sich die Premiere im Juli mit 740.000 14- bis 49-Jährigen noch tolle 7,2%, brachen die Zahlen nun mit 280.000 und 2,5% völlig zusammen. Die neue Show „Fake Reaction“ litt im Anschluss darunter, kam mit 210.000 jungen Zuschauern wenigstens auf 4,3%.

4. Sky holt mit FCB-BVB beste Bundesliga-Quoten seit Februar, auch WDR profitiert

Abseits der großen fünf Sender hieß das meistgesehene TV-Programm am Sonntag Bundesliga. 1,68 Mio. Fans sahen ab 17.30 Uhr die Sky-Übertragungen der Spiele Bayern München – Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen – FC Augsburg. Das ist die beste Bundesliga-Quote für Sky seit Februar, also auch ein neuer Saisonrekord. Der entscheidende Faktor war dabei natürlich nicht das Leverkusen-Spiel, sondern das Match zwischen den Bayern und Dortmund. Allein 1,16 Mio. sahen die Einzeloption, 500.000 die Konferenz und nur 20.000 Leverkusen-Augsburg. Auch das WDR Fernsehen übersprang später die Mio.-Marke mit Fußball: 1,06 Mio. Fans verfolgten ab 21.45 Uhr die „Sportschau“ – 3,5%.

5. Experiment „Deutschland. Dein Tag“ stößt nur auf wenig Interesse

Es war nicht die erste Doku dieser Art, aber wohl die erste auf einem der ganz großen Sender. 12 Stunden lang begleitete Das Erste am Sonntag das Leben von 99 Menschen, gedreht wurde am 5. Oktober 2014, gezeigt wurde die Doku nun am Sonntag. Los ging es um 6 Uhr morgens, Schluss war um 18 Uhr. Unterbrochen wurde sie nur alle paar Stunden von einer kurzen „Tagesschau“. Doch das Interesse war nicht allzu groß. So sahen keinen der Abschnitte mehr als 1 Mio. Leute, die meisten waren es zwischen 15.05 Uhr und 17 Uhr mit 910.000. Die Marktanteile schwankten in den 12 Stunden zwischen 5,0% und 8,1% – nicht sehr viel für einen Sender, dessen 12-Monats-Durchschnitt bei 11,5% liegt. Auch im jungen Publikum wurde das Sender-Normalniveau deutlich verfehlt.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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