Mit Matussek als „Maschinengewehr Gottes“ starten Ex-European-Schreiber „Die Kolumnisten“

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Am heutigen Donnerstag sind "Die Kolumnisten" online gegangen. "Die Kolumnisten" ist ein neues Online-Debatten-Magazin, das von einigen früheren Kolumnisten von "The European" gemeinschaftlich betrieben wird. Zum Start werden jede Mengen Debatten angeschoben und es gibt ein paar Grüße von alten Bekannten. U.a. von Matthias Matussek, dem selbsternannten "Maschinengewehr Gottes".

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Die „Grüße zum Start“, die Matussek übermittelt und die von den Kolumnisten gleich zu einer eigenen Story verbraten wurden, sind freilich nichts weiter als eine vergleichsweise schmale Mail-Botschaft. Die allerdings in typisch ratternden Matussek-Sound:

Ach, und manchmal bin ich ja auch reingegrätscht und ich habe vor, das auch in Zukunft zu machen, sozusagen als Feldgeistlicher und Maschinengewehr Gottes, weil, einer muss den Job ja machen.

Im Sommer hatte Inhaber Bernd Förtsch den Mitarbeitern des Debatten-Magazins „The European“ gekündigt. Knapp vier Wochen später übernahm der Medien-Unternehmer Wolfram Weimer die Marke „The European“ samt Chefredakteur und Gründer Alexander Görlach aber ohne die übrigen Mitarbeiter. Weimer und Görlach kennen sich aus ihrer Zeit bei Weimers Magazin-Gründung Cicero. Ein „harter Kern“ der Kolumnisten entschloss sich, unter neuem Namen auf eigene Faust weiterzumachen. Zu dem Projekt schickt auch der frühere „The European“-Vize Sebastian Pfeffer Grüße:

Ohne die Kolumnisten wäre The European ärmer gewesen. Das Debattenmagazin wird nun von einer neuen Redaktion betreut und viele der ehemaligen Kolumnisten gehen einen eigenen Weg. Viel Erfolg dabei! Ich freue mich darauf, endlich wieder von euch zu lesen.

„Die Kolumnisten“ veröffentlichen dabei auch Texte, die sie für andere Medien geschrieben haben und die bei „Die Kolumnisten“ nur kurz angerissen und verlinkt werden. Klar: Von irgendwas müssen die freien Autoren schließlich auch Leben. „Die Kolumnisten“ ist somit eher als Plattform zu verstehen. Im Impressum findet sich auch kein Verantwortlicher Redakteur. Alles, was hier zählt, ist das Kollektiv:

Die Kolumnisten betreiben das Portal gemeinschaftlich und paritätisch. Dabei hat jede Meinung denselben Stellenwert. Erst unsere Leser und Leserinnen entscheiden individuell, welche Kolumne oder welcher Beitrag für sie am überzeugendsten ist. Sie sind ausdrücklich aufgefordert mitzudebattieren: öffentlich in den Kommentarspalten und im eignen privaten und beruflichen Umfeld.

Die Mischung zum Start ist so bunt wie das Leben. Von der VW-Krise über die Flüchtlings-Frage bis zu Israel und einer Meta-Debatte mit „Hohe Luft“-Chefredakteur Thomas Vašek über Sinn und Unsinn der Online-Debatte. Der Website selbst sieht man eine gewisse Hemdsärmeligkeit (noch) an, ein paar Bilder im nicht korrekten Format sind auf der Homepage unhübsch gequetscht. Aber von solchen Äußerlichkeiten lassen sich meinungsstarke Kolumnisten sicher nicht abhalten.

(swi)

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Alle Kommentare

  1. Super !
    Schöner Gag von Matussek. Der Junge schafft es schon mit wenigen Worten auf etwas neugierig zu machen, an dem er nicht einmal aktiv beteiligt sein muss! Chapeau!

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