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Weltklasse-Journalismus zum Dumpingpreis: Amazon integriert Washington Post in seinen Prime-Service

Jeff Bezos integriert die Washington Post in den USA bei Amazon Prime
Jeff Bezos integriert die Washington Post in den USA bei Amazon Prime

Jetzt passiert in den USA, was viele Marktbeobachter schon lange vermutet haben: Amazon integriert Digital-Abos der Washington Post bei seinem Prime-Service. Und das zu ungewöhnlich günstigen Konditionen. Prime-Nutzer können die Washington Post sechs Monate lang gratis lesen, danach kostet das Abo für Prime-Mitglieder nur 3,99 Dollar pro Monat.

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Amazon Gründer-Jeff Bezos hat die Traditionszeitung Washington Post im August 2013 für 250 Mio. US-Dollar privat gekauft und seither fleißig investiert. Schon lange war in der Medienbranche spekuliert worden, wann Bezos die Washington Post mit seinem E-Commerce Powerhouse Amazon verzahnt. 2014 gab es das erste Projekt, als Bezos die App der Washington Post auf dem Amazon Tablet Kindle HDX vorinstallieren ließ.

Der Schritt nun, die Washington Post in Amazons Prime-Club zu integrieren, ist ein bedeutend größerer. Wie Politico berichtet passt der Schritt zu Strategie, die Washington Post (WP) als eine weltweite Medienmarke in Konkurrenz zur New York Times auszubauen. Amazon Prime hat Schätzungen zufolge zwischen 25 und 40 Millionen Mitglieder – das ist ein gewaltiges Potenzial. Zumal der Preis ein echter Kampfpreis ist: sechs Monate gratis und anschließend 3,99 Dollar pro Monat. Die New York Times verlangt für ein volles Digital-Abo ohne Rabatte derzeit 26 Euro pro Monat. Politico zitiert einen Amazon-Sprecher, der das WP-Angebot bei Prime als „begrenztes Angebot“ bezeichnet. Inwiefern es begrenzt ist, darüber gibt es Amazon-typisch keine Angaben. Das Angebot gibt es vorerst nur für US-Kunden von Prime.

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Bezos setzt hier neue Maßstäbe nach unten, was den Preis für hochklassige journalistische Digitalmedien betrifft.

(swi)

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Alle Kommentare

  1. Welcher Hafer hat denn hier den Autor gestochen? „Bezos setzt hier neue Maßstäbe nach unten, was den Preis für hochklassige journalistische Digitalmedien betrifft.“ Liebe Leute, das sind doch völlig legitime Abogenerierungs-Massnahmen, die andere Medienhäuser schon lange auch in grösserem Volumen machen. Oder ist das jetzt wieder nur Amazon-Bashing?

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