Wer bockt wird geblockt: Washington Post sperrt AdBlock-Nutzer aus

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Publishing Die Washington Post testet derzeit verschiedene Strategien, um gegen Ad-Blocker vorzugehen. In einem der möglichen Szenarien, dreht die US-Plattform nun einfach den Spieß um. Wer mithilfe von Software Werbeanzeigen unterdrückt, bekommt auch keine Inhalte mehr.

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Da dürften AdBlock-Nutzer nicht schlecht gestaunt haben. Denn sie können nun keine Inhalte der Washington Post mehr sehen. Die Zeitung von Amazon-Gründer Jeff Bezso sperrt sie einfach aus. Wie BuzzFeed zuerst berichtet hat, testet die US-Plattform Mittel und Wege den Lesern begreifbar zu machen, dass die Banner die kostenlosen Inhalte bezahlen.

 

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Eine andere Option wäre eine Art Kompromiss. Durch Eingabe ihrer E-Mail-Adresse dürfen die Werbe-Verweigerer wieder auf die Artikel zugreifen und den AdBlocker aktiviert lassen. Allerdings bestellen sie damit einen Newsletter der Redaktion.

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Ein Sprecher erklärte gegenüber BuzzFeed: „Viele Menschen erhalten unseren Journalismus immer noch kostenfrei und die Werbung deckt nur einen Teil der Kosten ab… Ohne diese Einkommen wären wir aber unfähig Journalismus zu machen, wie ihn die Leser von uns erwarten. Deshalb testen wir verschiedene Ansätze.“

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Alle Kommentare

  1. Völlig kontraproduktiv. Nicht-repräsentative Umfragen in meinem Familien-, Kollegen- und Freundeskreis haben ergeben, dass Adblock vor Informationswillen geht. Die Karawane wandert also weiter – zum Mitbewerb, der sich nicht ins Hemd macht. Schuss nach Hinten also.

    Klar wird man auf kurz oder lang nicht drumherum kommen, für Artikel auch zu zahlen oder Adblocker zu definieren; aber bis dahin sitzt der Konsument am längeren Hebel. So einfach ist das.

  2. Gut für die Medienseiten und ihre Werbeeinnahmen, schlecht für werbetreibende Unternehmen und die Kampagnenperformance!

    Leute mit Adblocker haben kein Interesse an Werbung und haben sozusagen einen kompletten Opt-out gemacht. Nun wird wieder Werbung an diese total desinteressierte Gruppe ausgeliefert. Daher zahlen Unternehmen Geld für ein superschlechtes Targeting. Als Auftraggeber würde ich mich dagegen wehren.

  3. Super Lösung.
    Welchen Wert haben Besucher einer werbefinanzierten Website, die keine Werbung sehen wollen, ob nun via Adblocker oder gedanklichem Opt-Out?
    Keinen.
    Ist ja dann wohl auch für das werbetreibende Unternehmen das Beste.

    1. Ich glaube nicht, dass Leute mit Adblockern per se weniger konsumfreudig sind bzw. werberesistent. Und bzgl. „Schuss nach hinten“: je mehr Verlage und Seiten das machen, desto mehr werden nachziehen. Und je öfter User mit Adblocker auf Adblocker geblockte Seiten stoßen werden, desto eher werden sie auch den adblocker abschalten. und desto eher werden adblocker favorisiert, die man recht einfach abschalten kann.

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