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Apples neues iPhones 6s und iPad Pro ausprobiert

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In San Francisco hat Apple das neue iPhone 6s vorgestellt - und ihm das übergroße iPad Pro zur Seite gestellt. MEEDIA war dabei und verrät, was die neue Apple-Technik taugt.

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Mit den S-iPhones ist es so eine Sache: Das S im Namen bedeutet, dass wir es mit einem Zwischenmodell zu tun haben. Das bedeutet: schnellere Technik und Verbesserungen an den Bauteilen. Augenscheinlich verhält es sich so auch mit den neuen Apple-Smartphones iPhone 6s und iPhone 6s Plus. Sowohl der 4,7-Zöller als auch das 5,5 Zoll große Plus-iPhone verfügen über den neuen A9-Chipsatz, der rund 70 Prozent schneller sein soll als sein Vorgänger, der im iPhone 6 und iPhone 6 Plus zum Einsatz kam.

iOS 9 wird auf den iPhones vorinstalliert sein und ab dem 19. September für alle zum Download bereitstehen. Drehte sich bei iOS 7 alles um ein grundlegendes Redesign des Betriebssystems und führte Apple mit iOS 8 viele Neuerungen ein und öffnete sein mobiles OS für Entwickler, dreht sich bei iOS 9 vieles um Stabilität. Darüber hinaus soll Siri mit weiteren Verbesserungen die iPhones und iPads zu smarteren Assistenten machen.

3D Touch ermöglicht schnelleren Zugriff auf App-Funktionen

Neuer Chipsatz und ein neues Betriebssystem: Da hat sich, wie eingangs erwähnt, augenscheinlich nur wenig verändert. Doch das Auge trügt, gerade wenn es auf das Display blickt. Neu ist die Möglichkeit, mit stärkerem Druck auf das Display unterschiedliche Befehle auszuführen. „Force Touch“ heißt die Technologie bei der Apple Watch und im Trackpad des Macbooks, bei den neuen iPhones spricht Apple von „3D Touch“. Auf dem Homescreen genügt ein stärkerer Druck auf Icons, um direkt auf Funktionen der Software zuzugreifen. So lässt sich mit „3D Touch“ schneller ein Selfie schießen, indem Nutzer stärker auf das Kamera-Icon klicken. In Instagram können Nutzer schneller auf ihren Feed zugreifen. Und im Mail-Programm öffnen sich per „3D Touch“ Vorschauen von Webseiten, wenn man stärker auf einen Link drückt.

Das funktioniert tatsächlich erstaunlich gut. Erst vergangene Woche hatte ich die Möglichkeit, auf der IFA das Huawei Mate S auszuprobieren, das in einer Ausführung ebenfalls über Force Touch verfügt und den Nutzer in Bilder hineinzoomen und Objekte auf dem Display wiegen lässt. Apple allerdings macht bei den neuen iPhones das Touch-Feature zum zentralen Bedienelement. Statt einer netten Spielerei lassen sich so wertvolle Sekunden bei der Bedienung sparen.

Stärkeres Gehäuse soll sich nicht mehr verbiegen lassen

Was dem Auge auch zunächst verbogen bleibt, ist das robustere Gehäuse. Nach dem Launch im vergangenen September sorgte der #Bendgate-Skandal, bei dem Nutzer die Apple-Smartphones verbogen, für Kritik in den sozialen Medien. Nun verbaut der Konzern aus Cupertino im iPhone-Case das 7000er-Aluminium der Apple Watch Sport. Der Nachteil: Sowohl das iPhone 6s als auch das iPhone 6s Plus sind dadurch minimal dicker und schwerer. Allerdings fühlen sie sich auch weitaus robuster und damit auch wertiger an als ihre Vorgänger.

Auch der Kamera hat Apple ein Update verpasst. Die Auflösung der Rückkamera erhöht sich von acht Megapixeln auf zwölf, die Optik auf der Vorderseite erlaubt Facetime-Chats mit 720p und schießt Selfies mit 5 MP. Im Hands-on-Bereich des Bill Graham Center waren die Bedingungen für einen Test der neuen Kamera alles andere als optimal. Hier muss ein ausführlicher Test Aufschluss geben.

Der nächste Sprung erst mit dem iPhone 7?

Nein, die neuen iPhones haben kein 4K-Display wie das Xperia Z5 Premium, das Sony auf der IFA vorstellte. Auch keine megalauten Stereo-Lautsprecher, wie sie das neue Marshall-Smartphone „London“ besitzt. Und auch lädt der Akku weder kabellos noch superschnell mittels Quickcharge-Funktion, wie bei vielen Android-Modellen mittlerweile Standard. Apple updatet vielmehr behutsam seinen Bestseller und hebt sich die großen Sprünge für das nächste Modell auf: das iPhone 7. Kritiker sprechen hier von mangelndem Innovationswillen, Fans der Smartphones bekommen mit dem neuen iPhone 6s und dem iPhone 6s Plus aber das, was wie erwarten: Ein Gerät, das es mit den Top-Smartphones 2015 aufnehmen kann.

iPad Pro: Apple macht Microsofts Surface Konkurrenz
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Richtig viel Leistung bringt schon jetzt das iPad Pro, das Apple sogar noch vor den neuen iPhones enthüllte. Statt 9,7 Zoll beim iPad Air 2 misst das Display des Profi-iPads stolze 12,9 Zoll. Das Display verfügt zudem über 5,6 Millionen Pixeln. Mit anderen Worten: Statt 4K haben wir es mt einem 5,6K-Display zu tun. Das macht auf den ersten Blick auch einen knackscharfen Eindruck. Einzelne Bildpunkte ließen sich auch nicht mehr beim Retina-Display des Macbook Pro erkennen, doch die Auflösung im neuen iPad Pro ist noch höher.

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Damit die vielen Bildinformationen auch schnell genug zum Display gelangen, ist ein A9X-Chipsatz verbaut, der doppelt so schnell wie sein Vorgänger auf den Speicher zugreifen soll. Damit lassen sich beispielsweise rechen- und datenintensive Apps zügiger nutzen, etwa für Grafiker und Designer. Für die hat Apple dem iPad Pro den ersten Stylus aus Cupertino entworfen: den Apple Pencil. Der Stift wird über den Lightning-Anschluss des Tablets aufgeladen und gibt je nach Neigungswinkel und Drehung des Stiftes unterschiedliche Befehle an das iPad Pro weiter. Im ersten Praxistest funktionierte das auch relativ einfach, allerdings braucht es Übung und Talent, um sinnvoll mit dem Zubehör Zeichnen zu können – die Arbeit nimmt einem keine App ab.

Apple Pencil und Keyboard als Zubehör

Besser arbeiten soll man hingegen mit dem Apple Keyboard, einer Tastatur für das iPad Pro. Das Zubehör besteht aus einer Tastatur, die mit leitendem Gewebe überzogen ist, die Impulse direkt an den Smart Connector weitergibt. Abgesehen von den größeren Abmessungen und den vier verbauten Lautsprechern ist dieser Anschluss eine der Neuerungen. An den Pins auf einer Gehäuseseite dockt das Tablet an der Tastatur ein – und macht somit Bluetooth zur Datenübertragung überflüssig. Das erhöht die Akkulaufzeit, die Apple mit zehn Stunden angibt. Auch wenn das Keyboard nicht die Qualität einer guten Desktop-Tastatur hat, lassen sich Texte darauf doch recht zügig schreiben.

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So macht das iPad Pro Microsofts Surface-Geräten ordentlich Konkurrenz. Das liegt nicht nur an der schieren Größe des Displays, das längeres Arbeiten einfacher machen könnte, sondern auch an den schnellen verbauten Komponenten. Im Zusammenspiel mit dem kommenden Betriebssystem iOS 9 ist Multitasking kein Problem: Videos lassen sich als Bild-im-Bild weiterabspielen, während man Mails checkt oder ein Office-Dokument öffnet. Auch grafikintensive Apps laden zügig. In iOS 9 ermöglicht ein Split-Screen-Modus, zwei Apps auf einem Bildschirm zu laden. Bei dieser Displaygröße erscheint das Feature auch sinnvoll.

Fazit: ein bisschen Revolution, ein bisschen Evolution

Auch wenn viele das iPad Pro vor seiner Vorstellung als unwahrscheinlich abschrieben, macht das Tablet beim ersten Hands-on einen guten Eindruck. Das Design ist klar an das der Vorgänger angelehnt, mit dem Plus an Leistung und Zubehör eignet es sich aber verstärkt für den Arbeitseinsatz. Bei den iPhones wiederum hat Apple, wie erwartet, Produktpflege betrieben. Sowohl das iPhone 6s als auch das iPhone 6s Plus haben durch das robustere Gehäuse zugelegt, fühlen sich dadurch aber auch wertiger an. Das 3D Touch bleibt keine Spielerei, sondern bringt wirklichen Nutzen bei der täglichen Bedienung.

Was Apple sonst noch vorgestellt hat auf seiner Keynote, können Sie hier nachlesen.

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