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Neon reloaded: Spiegel Online umgarnt mit Bento die Generation Hashtag

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Stilecht mit einem feschen Gif sagt der junge Ableger von Spiegel Online nun erstmals "Hi!" im Social-Web. Anfang Oktober soll es dann richtig losgehen. Die Nachwuchsversion des Newsportals, das bislang unter dem Decknamen Bällebad firmierte, hört jetzt auf den Namen Bento und soll – ähnlich wie die junge Zeit Ze.tt – die "Generation Hashtag“ ansprechen. Darunter rechnen die Hamburger "Frauen und Männer zwischen 18 und 30 Jahren, die im Internet zu Hause sind“.

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Das Portal ist ein Kind der Entwicklungsredaktion von Spiegel Online und wird von einem eigenen Team unabhängig von der Mutterseite bespielt. „Neben den wichtigsten News des Tages erhalten die Nutzer alle relevanten Informationen über das, was auf Social Media und im Web passiert“, heißt es in einer Mitteilung des Verlages. Weitere Bestandteile von Bento (der Name steht eigentlich für japanischen Sushi-Lunchboxen) sollen zudem exklusive und aufwendige Geschichten werden, die aus der Lebenswelt der Nutzer kommen sollen.


Trotzdem werden die Hashtag-Journalisten auch auf die Texte und Videos von Spiegel Online zurückgreifen. Allerdings sollen sie diese, wie SpOn-Chef Florian Harms gegenüber Horizont betont, „jungschreiben“. Auf traditionelle Ressorts verzichtete der Neuling und ordnet stattdessen die Themen nach Hashtags wie zum Beispiel #Musik, #Fühlen, #Tech, #Gerechtigkeit, #Queer, #Future, #Grün, #Style, #Streaming, #Sport und #Trip. Bereits die Auswahl der Schlagworte in der Pressemitteilung erinnern an eine typische Neon-Themenmischung – nur digitaler. Aber das konnte der junge stern-Ableger bekanntlich ja noch nie.

„Bento informiert nicht nur über die wichtigsten News aus der Welt und dem Web. Die Redaktion produziert auch hintergründige Stories über Personen und Themen, die junge Menschen unter 30 besonders interessieren“, erklärt SpOn-Chef Harms. Dabei soll sich die neue Redaktion auch verstärkt um einen konstruktiven Ansatz und „Lösungen für thematisierte Probleme“ bemühen sowie „den Nutzern Möglichkeiten“ aufzeigen, „sich selbst zu engagieren. In den folgenden Monaten soll sich das Portal mit Hilfe der Nutzer schrittweise weiterentwickeln“.

Das Team ist dabei alles andere als klein. Neben Spiegel Online-Chefredakteur Florian Harms nennt das Impressum zwei Leiter, sechs Redakteure, zwei Volontäre und zwei Praktikanten. Geleitet wird Bento von Frauke Lüpke-Narberhaus und Ole Reißmann.

In der Vermarktung will Bento neben den klassischen Online-Werbeformaten auch auf Native Ads und Sponsored Posts setzen. Geschäftsführerin Katharina Bochert meint gar, dass die Zielgruppe von bento „eher mit dem klassischen Banner ein Problem“ hätte, „als mit Native Ads“. Immerhin könnten die Digital Natives „sehr gut zwischen journalistischen und werblichen Inhalten unterscheiden“. Die Beiträge müssten nur „relevant, unterhaltsam und vor allem eindeutig gekennzeichnet sein“.

Noch findet sich unter der Internet-Adresse nur eine Art Visitenkarte, die auf die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle verlinkt. Dort finden sich jeweils erste Postings, die die Besucher willkommen heißen und erste Einblicke in die Redaktion bieten. Der erste Eindruck: Alles wirkt ordentlich und professionell.

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Damit hebt sich Bento schon einmal vom flippigen Byou ab. Unter diesem Label startet die Bild gerade einen jungen Ableger, der sich an die typische Bravo-Zielgruppe der 12- bis 18-Jährigen richtet. Bereits vor über einem Monat wuchtete Zeit Online sein Jung-Portal Ze.tt ins Web. Bento wird sich sicherlich eher am Zeit-Ableger orientieren und messen als am Boulevard-Angebot.

Aus Berlin hört man, dass die Zeit mit ihrem Angebot für die Generation Hashtag sehr zufrieden sei. Vor allem in den sozialen Netzwerken gelangen Ze.tt schon einige Viral-Erfolge. Allerdings arbeitet Chef Sebastian Horn mit einem weitaus kleineren Team.

Via Twitter wurde Bento natürlich schon gefragt, wann es denn konkret losgeht. Die Antwort: „bald“. Bis jetzt haben die Hamburger  im Internet nur „schon mal unsere Handtücher auf die Liegen gelegt“.

 

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