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Springers IFA Night Cap: Ein ganzes Haus in Upday-Stimmung

Jan-Eric Peters: Für Upday wurde er vom Chefredakteur zum Chief Product Officer
Jan-Eric Peters: Für Upday wurde er vom Chefredakteur zum Chief Product Officer

Springer feiert die IFA, Samsung und vor allem sich selbst: Der Verlag hatte am gestrigen Donnerstag in seinen noblen Journalisten-Club, im obersten Stockwerk des Axel-Springer-Hauses geladen, um bei Cocktails und Snacks auf den Start von Upday anzustoßen. Schnell wurde klar: Die Berliner sind davon überzeugt, dass der Nachrichten-Aggregator nicht nur ein Meilenstein für die digitale Weiterentwicklung des Verlages werden kann, sondern auch der Prototyp für künftige Unternehmungen.

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Manche Meldungen bekommen erst durch Personalien ihr Gewicht. Ohne die Wechsel von Jan-Eric Peters und Peter Würtenberger hätte es wohl deutlich länger gedauert, um die Bedeutung von Upday für Springer zu begreifen.  Allerdings hätte es die Wechsel der beiden auch nicht gegeben, wenn das Projekt für Springer nicht so wichtig sein würde.


Und so überrascht es nicht, dass bei der offiziellen Vorstellung von Updays Beta-Version erstmal die beiden Neuen im Fokus standen. Zusammen mit dem strategischen Partner Samsung wurde im deutlich überfüllten, hauseigenen Journalisten-Club das gemeinsame Projekt vorgestellt, natürlich unter Beisein fast der gesamten Springer-Prominenz.

Unter den Anwesenden, extern wie intern, herrschte eine fast schon merkwürdige Einigkeit über die Wichtigkeit des Projekts. Egal mit wem man sprach: Die mittel- und langfristige Bedeutung von Upday für den Verlag spielte immer eine Rolle. Was bedeutet das Projekt für die Weiterentwicklung und den Ausbau des digitalen Angebots? Was für die grundsätzliche Strategie?

Mathias Döpfner machte zudem klar, dass die App perspektivisch auch um Preisvergleiche oder Kauf-Empfehlungen für Produkte erweitert werden könnte. Immerhin hätte das Medienhaus die entsprechenden Angebote (z. B. Idealo) längst in seinem Portfolio.

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Wie wichtig bei Springer die Unternehmung genommen wird, zeigt auch der Blick ins Innenleben des Projekts. Denn die gestern gestartete Beta-Version ist natürlich nicht zwischen der ersten Ankündigung am Dienstag und der Bekanntgabe der Wechsel von Peters und Würtenberger am Donnerstag entwickelt worden – zumal Peters seinen Dienst ja auch erst im Januar antritt.

Bereits seit fünf Monaten wird am technischen und inhaltlichen Grundgerüst der App gearbeitet, mit einem Team von ca. 50 Mann. Upday ist dabei nicht nur als internationales Projekt angelegt, sondern ist dies bereits. 18 Nationen sind derzeit vertreten.

Was besonders auffällt: Nicht nur an der Spitze kommen die Mitarbeiter aus unterschiedlichen Teilen aus dem ganzen Konzern zusammen. Mit dieser Mischung könnte Upday ein Vorbild für künftige Projekte sein. Denn weder ist die App einer der alten journalistischen Marken untergeordnet, noch ist es sie ein komplett autarkes Angebot und hat rein gar nichts mit diesen zu tun.

Upday könnte also das erste Projekt von vielen sein, das nach diesem Prinzip aufgesetzt wird. Man sucht die am besten geeigneten Leute im eigenen Haus und kombiniert das mit einem starken externen Partner. Über Letzteres wurde gestern weit weniger gesprochen: Ob und welche weiteren Projekte Samsung noch unterstützen wird, wurde nicht verraten. Aber zumindest bei Upday sind Rollen klar verteilt: Samsung stellt die Infrastruktur, Springer kümmert sich um App und Inhalt.

Offenlegung: Der Autor schreibt auch unregelmäßig für welt.de

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Alle Kommentare

  1. Nachdem Upday mit einem enormen Erfolg in den bisher gänzlich unerschlossenen Newsmarkt gestartet ist, feiert sich das Personal für den großen unernehmerischen Erfolg. Im Ernst: das hier ist doch kein Journalismus, sondern Selbstbeweihräucherung. Ausserdem scheint mir doch die Pointe zu sein, dass Petrers elegant wegbefördert wurde, ohne dass auch nur ein kritisches Wort geäußert wird. Dabei sendet die „Welt“ vielleicht auf allen Kanälen, aber sie ist ein reiner Gemischtwarenladen ohne publitzistisches Konzept und außerdem finanziell eher nicht so erfolgreich. Diese Springer-Leute sind schon genial. Wenn sie jetzt noch anfangen, wie Appel, teure Prestigegeräte an wohlwollende Journalisten zu verschenken, können die sogar die eigene Presseabteilung dicht machen.

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