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RTL Group Halbjahres-Bilanz: Deutsches TV-Geschäft steht weiter voll im Saft

RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen
RTL Group CEOs Guillaume de Posch und Anke Schäferkordt präsentieren zum Abschied von Schäferkordt aus dem Gesamtvorstand starke Zahlen

Die vielfach vorhergesagten Auswirkungen von Video-on-Demand-Diensten wie Netflix oder YouTube bleiben entweder aus oder sie haben die RTL Group noch nicht erreicht. Auch davon, dass RTL Deutschland damit ringt, neue, quotenstarke Formate zu entwickeln, ist in der Hochglanz-Bilanz nichts zu spüren. Die RTL Group steigert Umsatz und Gewinn und RTL Deutschland ist dabei nach wie vor die Geldmaschine des Konzerns - mit einem Rekord-Gewinn (EBITA).

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Beim operativen Gewinn (EBITA) erwirtschaftete RTL Deutschland im ersten Halbjahr 2015 demnach 343 Mio. Euro, ein Plus von 9,6% und ein neuer Rekord. Gewinntreiber waren das gute alte Geschäft mit der TV-Werbung und höhere Diversifikationserlöse – wobei der Löwenanteil auf die Werbung entfallen dürfte. Die RTL Group insgesamt erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn (EBITA) von 534 Mio. Euro (plus 3,3%). Daran sieht man die enorme Bedeutung von RTL Deutschland für die Gruppe. Beim Umsatz erwirtschaftete die RTL Group 2,788 Mrd. Euro, ein Plus von 3,8%.

Neben Deutschland haben sich auch die TV-Werbemärkte in Spanien und Frankreich positiv entwickelt, während das Business mit der Werbung in den Niederlanden, Belgien und Ungarn schwächelt. In Frankreich hat die RTL Group dabei das Problem, dass ihre dortige Groupe M6 mit rückläufigen Erlösen kämpft. Der operative Gewinn (EBITA) bei M6 ging von 111 auf 105 Mio. Euro zurück. Schuld seien vor allem niedrigere Diversifikationserlöse, so die RTL Group.

Auch digital meldet die RTL Group Wachstum. Die digitalen Umsätze seien im ersten Halbjahr um 94 Prozent auf 219 Mio. Euro angestiegen. Eine schöne Wachstumsrate, im Vergleich mit dem dicken Brocken Fernsehwerbung ist das Digitalgeschäft aber natürlich immer noch ein Pflänzchen. Die RTL hat einiges im Digitalen getan im ersten Halbjahr. So wurde in den YouTube-Vermarkter Broadband TV investiert, der zusammen mit der Huffington Post auch das Bürger-Nachrichtenprojekt Outspeak vorantreibt. Zusammen mit weiteren Digital-Investments wie StyleHaul und SpotXchange bildete die RTL Group den Digital Hub, wo alle Digitalaktivitäten gebündelt werden.

Insgesamt unterstreicht die aktuelleBilanz aber einmal mehr die überragende Bedeutung des deutschen TV-Werbegeschäfts für die gesamte RTL Group. Für die Zukunft machen sich die RTL-Group-CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch – selbstverständlich – keine Sorgen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme sagen sie:

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Lineares Fernsehen ist das stärkste Medium innerhalb des gesamten Videomarktes und das einzige Medium, das regelmäßig ein Massenpublikum erreicht. Vor allem aber schauen die Menschen insgesamt mehr Videoinhalte als je zuvor – egal ob im Lang- oder Kurzformat, linear oder non- linear, auf dem Fernsehbildschirm oder auf anderen Endgeräten. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Videoinhalten wächst rapide, genauso wie Online-Videowerbung.

Die RTL Group hat führende Marktpositionen, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette des sich schnell entwickelnden Gesamtvideomarktes erstrecken. Auf Basis unserer starken Finanzlage haben wir den Ehrgeiz, die RTL Group in den nächsten Jahren signifikant wachsen zu lassen – den führenden europäischen Unterhaltungskonzern zu einem weltweit führenden Unternehmen für Videoproduktion, -aggregation und -monetarisierung zu machen.

Und weil’s so gut läuft, wird eine außerplanmäßige Dividende von 1 Euro ausgeschüttet und das Bilanz-Ziel fürs Gesamtjahr leicht angehoben. Die Chefs erwarten nun aufs Gesamtjahr 2015 gesehen einen leicht höheren Umsatz als 2014 und einen operativen Gewinn, der in etwa auf Vorjahresniveau liegt, owohl es 2015 geringere Einmaleffekte in der Bilanz gibt.

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Alle Kommentare

  1. Die Auswirkungen von Netflix, YouTube und vor allem in Deutschland auch Amazon haben RTL längst erreicht- bei den Zuschauerzahlen. Bisher treten die neuen Konkurrenten ja noch gar nicht wirklich gegen RTL an- ausser YouTube konkurriert ja niemand um die Werbespots. Das wird sich aber ändern. Insbesondere Amazon wird sicher demnächst auch hier angreifen. Erst dann wird es wirklich interessant.

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