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Nach Kritik an „Hart aber fair“-Löschung: Plasberg wiederholt Gender-Talk mit denselben Gästen

Ampelmännchen reloaded bei „Hart aber fair“
Ampelmännchen reloaded bei "Hart aber fair"

Der WDR ordnet "hart aber fair" Nachsitzen an. Weil der WDR die stark kritisierte Sendung zum Thema Geschlechterpolitik und Gleichstellung aus der Mediathek löschte, rollte eine Protestwelle. Nun soll Talker Frank Plasberg das Thema "Gleichberechtigung" am 7. September erneut diskutieren – laut Bild mit denselben Gästen.

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Bisher habe die Redaktion von vier der damals geladenen fünf Gäste Zusagen bekommen. Lediglich Anton Hofreiter, Co-Fraktionschef der Grünen fehle noch. Laut der Bild-Zeitung wird die Gästeriege um einen weiteren Gast ergänzt. So soll bei der Wiederholung der Runde am 7. September auch eine der Beschwerdeführerinnen dabei sein, wegen der die Sendung vom 2. März aus der ARD-Mediathek geflogen ist. 

Damals waren neben Hofreiter auch FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, Schauspielerin Sophia Thomalla, die Netz-Feministin Anne Wizorek sowie Buch-Autorin Birgit Kelle eingeladen um das Thema „Gleichberechtigung“ zu diskutieren. Die Sendung trug den Titel „Nieder mit den Ampelmännchen“.

Nach der Sendung wurde Kritik laut, die Redaktion habe eine einseitige Gästeauswahl getroffen und Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik seien von Moderator Plasberg “gezielt lächerlich” gemacht worden. So lautete zum Beispiel die Kritik der  Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in NRW, die wegen der Sendung auch eine formelle Programmbeschwerde einreichte. Der WDR Rundfunkrat wies die Beschwerde in seiner jüngsten Sitzung allerdings zurück. Der Rundfunkrat kritisierte die “Hart aber fair”-Ampelmännchen-Sendung gleichfalls als “unseriös”.

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Update (17.00 Uhr):
Gegenüber der dpa bestätigte der WDR den Bild-Bericht: „Es ist üblich, dass die Redaktion in der Vorbereitung einer ‚Hart aber fair‘-Sendung mit vielen möglichen Diskussionspartnern sprich“, teilte der Westdeutsche Rundfunk mit. Dazu gehörten auch Gäste, die bereits im vergangenen März in der Sendung mit dabei waren. Der Sender betonte aber, es würden auch andere mögliche Gäste angefragt.

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Alle Kommentare

  1. Gender, definiert als „soziales Geschlecht“, wäre eigentlich ein brauchbares wissenschaftliches Konzept zur umfassenden Erforschung der beiden Geschlechter. Leider aber sind fast alle Inhaberinnen der 190 Gender-Professuren in Deutschland feministisch, pro-feministisch, links, liberalistisch o. ä. orientiert und betreiben mit öffentlichen Geldern fast ausschließlich (zuvor so genannte:) „feministische“ „Wissenschaft“, sind also deutlich feministisch-politisch bzw. gruppenegoistisch-feministisch voreingenommen/interessiert . . . Im Übrigen ist Gleichberechtigung längst realisiert und Gleichstellung (von Ungleichem?) jeweils eine hinsichtlich gehöriger Differenzierung ignorante (primär politisch motivierte) Forderung, d. h.: mit dem Gleichheitskonzept wird (soziologisch, rechtlich usw.) ohne Ende völlig unprofessionell umgegangen . . . Weitere Details hierzu – siehe relevante Kapitel unter http://www.DritterWeg.de !

  2. Sophia Thomalla ist Schauspielerin? *Grübel* … Stimmt, sie spielt gerne den Talkshow-Gast. Qualifiziertere Gäste fände ich auch besser, sie gab ja schon in der ersten Sendung zu, sich mit dem Thema nie richtig beschäftigt zu haben. Halbgares Wissen hilft bei dem Thema nicht weiter.

  3. Also, ich habe diese Sendung nicht gesehen, aber diese „Gleichstellungsweiber“ meinten wohl, die Auswahl der Gäste war “ nicht einseitig genug“ ! Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass sich die Gender – und Gleichstellungsgenossen am liebsten im einseitigen Milljöh ihresgleichen suhlen. Und lächerlich machen die sich nur selbst, da braucht es keinen Plasberg ! Welche ( echte ) Frau fühlt sich durch ein Ampelmännchen benachteiligt ? Übrigens ist „Gender“ keine Wissenschaft, nur pure Ideologie, die von ( mit täglich wechselnden Geschlechtern ) Narzisten – Honks ( Hilfsschüler ohne nennenswerte Kenntnisse ) ausgelebt wird.

  4. Wenn man Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik „nicht gezielt lächerlich“ machen“ will, dann sollte man nicht solche Hohlkörper wie Sophia Thomalla zu diesem Thema einladen… Sonst ist die ganze Wiederholung doch sowieso Quatsch!

  5. Ich fand die Senung sehr ausgewogen und Herrn Plasberg als Moderator äußerst fair und seine Moderation sehr gelungen. Das Löschen der Sendung durch den WDR ist aus meiner Sicht ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit.
    Ich bin sehr gespannt auf die neue Sendung am 7. September!

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