G+J-Empfang im Hamburger Rathaus: statt Geschenke für Medienpromis gibt’s Decken für Flüchtlinge

Empfang bei Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich des 50. Verlagsjubiläums: G+J-Chefin Julia Jäkel
Empfang bei Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich des 50. Verlagsjubiläums: G+J-Chefin Julia Jäkel

Schöne Geste: Beim heutigen Empfang anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Gruner + Jahr im Hamburger Rathaus wird auf die sonst üblichen Geschenke für anwesende Medienpromis verzichtet. Stattdessen spendet der Verlag G+J 2.000 Decken für Flüchtlinge. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz empfängt u.a. G+J-Chefin Julia Jäkel, Bertelsmann-Gesellschafterin Liz Mohn und Bertelsmann CEO Thomas Rabe.

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Insgesamt werden rund 500 Gäste aus Medien, Politik, Wirtschaft und Entertainment-Branche erwartet. Darunter auch der Bertelsmann-Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Mohn, mehrere Vertreter der Gründerfamilie Jahr mit Angelika Jahr-Stilcken an der Spitze, die ehemaligen G+J-Vorstandsvorsitzenden Gerd Schulte-Hillen, Bernd Kundrun und Bernd Buchholz sowie ein Großteil des amtierenden Bertelsmann-Vorstands. Als weitere prominente Gäste haben sich aus der Medienbranche Stefan Aust, Wolf Schneider und NDR-Intendant Lutz Marmor angesagt. Darüber hinaus werden Bahn-Chef Rüdiger Grube mit seiner Frau, der Star-Köchin Cornelia Poletto, Olli Dittrich, ZDF-Moderator Thomas Walde und viele mehr erwartet.

Nach dem Senatsempfang lädt Gruner + Jahr die Gäste zur „Nachbesprechung“ in den Rathauskeller ins Restaurant „Parlament“, um dort weiter zu feiern. Wegen der aktuellen Flüchtlingsproblematik hat sich der Verlag entschlossen, auf die sonst üblichen Geschenke zu solchen Anlässen zu verzichten und stattdessen 2.000 Decken für Flüchtlinge zu spenden. Zahlreiche Asylbewerber, die in Hamburg untergebracht werden, müssen vorübergehend in Zelten leben und benötigen dringend Decken. G+J  will die Decken in die Erstaufnahmeeinrichtungen in vier Hamburger Stadtteilen (Jenfeld, Harburg, Stellingen und Wohldorf/Ohlstedt) bringen. G+J-Chefin Julia Jäkel: „Hilfsbereitschaft für Menschen in Not und Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen sind Werte, die Gruner + Jahr schon immer wichtig waren. Wir möchten mit dieser Spende wenigstens einen kleinen Beitrag leisten für die Menschen, die in Deutschland neue Hoffnung suchen.“ Ein gutes, weil konkretes Zeichen der Hilfsbereitschaft.

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Alle Kommentare

  1. Mein Gott, da sind wir mittlerweile angekommen, die Sozialverwaltung in Hamburg ist (logistisch ?) nicht in der Lage 2000 Decken zu besorgen/einzukaufen, Kosten maximal ca. 30.000 Euro

    Am Baumwall bei G&J ist doch sehr viel Platz, warum nimmt man hier keine Flüchtlinge auf ?

    1. Bravo! Applaus! Applaus! Für die Flüchtlinge gibt es Decken! Und was ist mit den vielen Obdachlosen, die jahrein jahraus auf der Straße liegen, hungern und (nicht nur) im Winter frieren müssen? Um die wird sich nicht gekümmert, die dürfen vor sich hinvegetieren! Ein gutes, weil konkretes Zeichen der Hilfsbereitschaft!

      Ich fasse es nicht! OHNE WORTE!

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