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Brüste sind out: Ex-Spiegel-Chef Büchner will Schweizer Boulevardmedien den Sex austreiben

Wolfgang Büchner findet:  zu viel Sex in seiner Blick-Gruppe
Wolfgang Büchner findet: zu viel Sex in seiner Blick-Gruppe

Was treibt Ex-Spiegelchefredakteur Wolfgang Büchner eigentlich so als Geschäftsführer bei der Schweizer-Blick-Gruppe? Er kümmert sich zum Beispiel darum, dass im Blick weniger nackte Frauen und aufdringliche Sexthemen vorkommen. Der Zürcher Tagesanzeiger gibt in einem seiner Blogs eine lustige Debatte unter Blick-Bossen wider, bei der es darum ging, wie man die offenbar notorisch erregten Blick-Medien ent-sexen kann.

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Wolfgang Büchner finde den Boulevardkurs der Blick-Gruppe „eigentlich ganz gut“, notiert Christian Lüscher im „Tagi“-Blog „Off the record“, aber oft auch zu „trashig“. Es könne „cooler“ zugehen. Und mit „cool“ meint der Medienmann aus Deutschland durchaus im Wortsinne: weniger heiß. Wenn da die viele nackte Haut nicht wäre! Gerade das Online-Angebot Blick.ch sei „zu stark in die Schmuddelecke geraten“, so der „Tagi“. Der „starke Fokus auf nackte Haut und Sexgeschichten“ störe den deutschen Medienmanager Büchner.

Und wenn dem Chef etwas missfällt, dann findet sich schnell Zustimmung. So sollen auch Blick am Abend-Chefredakteur Peter Röthlisberger, SonntagsBlick-Chefin Christine Maier, Sex-Expertin Caroline Fux und „Blick-Legende“ Fibo Deutsch (bürgerlich: Hans Jürg Deutsch) ihr Unbehagen mit dem Sex-Kurs der Gruppe geäußert haben. Vor allem Herr Deutsche habe sich regelrecht in Rage geredet und das nackerte „Blick-Girl“, die schlüpfrigen „Blick-Witze“ und generell „Frauen mit Tattoos“ verdammt. Die Diskussion geriet offenbar so hitzig, die Belegschaft habe sich ein Eingreifen Büchners gewünscht.

Stattdessen meldete sich Klaus Lange zu Wort, laut „Tagi“ ein Intimus von Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer, und zwar mit dem geradezu brillanten Satz: „Wenn ihr den Dreck nicht machen wollt, dann macht den Dreck doch einfach nicht mehr.“ Es kann so einfach sein. Der arme Wolle Büchner. Erst die Revoluzzer aus dem Spiegel-Print-Ressort und jetzt ein Haufen Boulevardchefs mit Sex-Tick.

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Noch gibt es das Seite-1-Girl beim Blick. Online können sich interessierte Damen mit Ganzkörperfoto bewerben. Wer genommen wird, darf sich „Star des Tages“ nennen und erhält 400 Fränkli „Sackgeld“ (das ist ein lustiges Schweizer Wort für Taschengeld). Schaun mer mal, wie lange es den „Dreck“ noch gibt.

(swi)

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