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Treffendes Timing: Kundenservice von Sky geht zum Bundesligastart in den Warnstreik

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Das erinnert an den Arbeitskampf zur Weihnachtszeit bei Amazon: Pünktlich zum Start der Fußball-Bundesliga sind im Schweriner Callcenter des Bezahlsenders Sky am Samstag Mitarbeiter in einen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Verdi sprach von knapp 200 Warnstreikenden, Sky von einem Viertel der Mitarbeiter.

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Damit sei der Kundenservice von Sky schmerzlich getroffen worden, sagte der Verdi-Nord-Fachbereichsleiter Dieter Altmann. Viele Zuschauer würden sich mit technischen Problemen an den Service wenden oder das Pay TV kurzfristig bestellen. Sky widersprach: „Es gab überhaupt keine Beeinträchtigungen, weil wir das über andere Callcenter ausgeglichen haben“, sagte Unternehmenssprecher Jörg Allgäuer.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 720 Beschäftigten die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Sie hätten überwiegend nur Verträge über 30 Wochenstunden und erhielten gerade mal den gesetzlichen Mindestlohn – 1105 Euro brutto im Monat, sagte Altmann. Gefordert würden Entgelte deutlich über dem Mindestlohn, Zuschläge für Sonn- und Feiertage sowie Nachtschichten, Vollzeitarbeit von 35 Wochenstunden sowie 30 Urlaubstage und Urlaubsgeld.

Das Unternehmen Sky Deutschland will hingegen mit dem Betriebsrat über eine Betriebsvereinbarung verhandeln. Früheren Angaben der Geschäftsführung zufolge wird ein Gehaltsplus von durchschnittlich zehn Prozent angeboten. Der Urlaub solle nach Betriebszugehörigkeit aufgestockt werden. Die Beschäftigten in Schwerin waren bereits im Juni in Warnstreiks getreten.

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Auch bei Amazon versuchte die Gewerkschaft mit Warnstreiks zu besonders aufmerksamkeitsstarken Zeiten, den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen. So gingen beim Versandhändler die Angestellten kurz vor Weihnachten in den Ausstand. Damals gelang es Amazon allerdings die Ausfälle zu kompensieren und den Schaden zu begrenzen.

Mit Material der dpa

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