Absage an Übernahme-Hoffnung: Twitter interessiert Google „einen Sch…“

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Doppelter Dämpfer für Twitter: Nicht nur, dass Facebook gestern mit "Live" einen Periscope-Killer ins Rennen schickte – auch die Übernahme-Hoffnungen schwinden. Google, der wahrscheinlichste Bieter, scheint überhaupt kein Interesse am 140-Zeichen-Dienst zu haben. Die Twitter-Aktie fällt unterdessen noch weiter zurück.

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Der ungebremste Absturz des einstigen Social Media-Überfliegers Twitter setzt sich weiter fort. Wenn man nach einem Lehrstück sucht, wie sich ein Unternehmen am besten selbst zerlegt – Twitter liefert es in diesen Tagen.

Erst die überhastete Ablösung des langjährigen CEOs Dick Costolo durch Mitbegründer Jack Dorsey, der in einem Arroganzanfall alle Hoffnungen auf einen Neuanfang zunichte macht. Dann eine durchaus solide Quartalsbilanz, die durch die wahrscheinlich schlechteste Bilanzpressekonferenz in der jüngeren Geschichte der Internetbranche zerredet wurde. Die Folge: Täglich neue Kursstürze auf immer neue Allzeittiefs, das gestern standesgemäß weiter ausgebaut wurde.

James Cramer: Fairer Wert bei „19 bis 20 Dollar“

Die Wall Street hat längst komplett die Hoffnung in Twitter verloren – CNBC-Marktkommentator James Cramer nennt  „19 bis 20 Dollar“ als mittelfristiges Kursziel, an dem die zusammengeschossene Aktie zum Halten kommen könnte  – vom gegenwärtigen Allzeittief bei 28,50 Dollar wären das noch mal ein Abschlag von 30 Prozent.

Da das Twitter-Managment jegliche Hoffnung auf einen baldigen Turnaround eine Absage erteilte, bleibt die einzige Hoffnung auf steigende Kurse für Aktionäre eine Übernahme. Das Problem: Angesichts eines Börsenwertes von immer noch 19 Milliarden Dollar ist der Kreis möglicher Käufer handverlesen.

Larry Page interessiert sich „einen Sch…“ für Twitter

Dumm nur für Twitter: Google, der mutmaßlich wahrscheinlichste Bieter, hat nicht den Hauch eines Interesses, wie das gewöhnlich gutinformierte Premium-Techportal The Information kolportiert.

Der extrem gut vernetzte Techreporter Amir Efrati zitiert aus Google-nahen Kreise eine sehr dezidierte Meinung von CEO Larry Page der – off the record – mit den Worten zitiert wird, er gebe „einen Sch…“ um Twitter. In anderen Worten: Der 140 Zeichen-Dienst muss wohl alleine durch die Krise.

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