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Noch lange keine Cash-Maschine: Snapchat soll 2015 nur 50 Mio. Dollar Umsatz anpeilen

Evan Spiegel, CEO von Snapchat
Evan Spiegel, CEO von Snapchat

Mini-Erlöse reichen zur Maxi-Bewertung: Die hochgewettete App Snapchat erzielt dieses Jahr nach Informationen des Techblogs re/code Umsätze in Höhe von gerade mal 50 Millionen Dollar. 2016 sollen sich die Erlöse der Video-App aber vervierfachen. Ob das zum Börsengang reicht, bleibt abzuwarten – auf der Suche nach einem Finanzchef soll der vier Jahre alte Messaging-Dienst bereits sein.

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Evan Spiegel hat einen Plan. „Wir müssen an die Börse gehen“, macht der 24-jährige Snapchat-Boss vor wenigen Monaten auf der Code Conference des Techportals re/code keinen Hehl aus seinen Ambitionen, an die Kapitalmärkte zu streben.

Viel Geld dürfte es bei einem IPO schließlich einzusammeln geben: Auf 16 Milliarden Dollar taxierten Investoren das gerade mal vier Jahre alte US-Start-up bereits in der jüngsten Finanzierungsrunde, in der Snapchat immerhin 650 Millionen Dollar frische Mittel einstecken konnte.

Umsatzziel von 200 Millionen Dollar in 2016

Der 2011 gegründete Foto-Dienst mit Selbstzerstörungsfunktion, an dem Facebook mehrfach sein Interesse bekundete, besitzt inzwischen über 100 Millionen täglich aktive Nutzer und will nun zur Fotoplattform für große Events werden. Dazu wollen TV-Sender wie CNN und MTV ihre Videos in einem speziellen Bereich der App zeigen.

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In anderen Worten: Ein Umfeld für Werbeeinnahmen ist endlich gefunden. Wie das gewöhnlich gut informierte Techportal re/code berichtet, konkretisiert Snapchat nun auch die Absichten, sein Wachstum zu monetisieren. 50 Millionen Dollar Umsatz will CEO Evan Spiegel demnach in diesem Jahr sehen. 2016 sollen sich die Erlöse dann bereits auf 200 Millionen Dollar vervierfachen.

„Intensive Suche“ nach einem Finanzchef

Zum Vergleich: Der vor Jahren ebenfalls hochgehandelte Social Media-Liebling Twitter, der an der Börse nur mit 4 Milliarden Dollar mehr als Snapchat bewertet wird, erlöste im viel kritisierten jüngsten Quartal allein über 500 Millionen Dollar.

Es dürften für Snapchat also noch einige Jahre vergehen, um auch nur annähernd in die aktuell bereits turmhohe Bewegung hineinzuwachsen – aber das war ja bei hochgehypten IPO nie das Problem. Entsprechend befindet sich Spiegel bereits auf „intensiver Suche“ nach einem Finanzchef, berichtet re/code.

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