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RTLs schlaffe Sommer-Dschungelshow: sinnfrei und kein Spaß dabei

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Der Auftakt zu RTLs Sommer-Dschungelcamp „Ich bin ein Star - lasst mich wieder rein!“ geriet zur programmierten Enttäuschung. Mit Schrumpel-Schniedel im Vorspann und einem Sieger namens Costa Cordalis hatte die Show einen peinlichen Auftakt und das erwartete Ende.

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Natürlich war es eine schlechte Idee, Schnipsel aus alten Dschungelshows zusammenzuschneiden und mit jeweils drei Alt-Insassen sinnfreien Spiele zu spielen. Werner Böhm, Dustin Semmelrogge und Costa Cordalis „kämpften“ in der ersten Folge um den Wiedereinzug in den echten Dschungel.

Doch was war eigentlich der Sinn dieser Sendung? Was wäre geschehen, wenn die drei die gestellten Aufgaben in einem verlassenen Gebäude und einem Atombunker nicht geschafft hätten? Vermutlich nichts. Welchen Sinn hatten die beantworteten oder nicht beantworteten Fragen im abschließenden Dschungelquiz, außer dass die drei mit Flüssigkeit begossen wurden? Keinen.

Es gab keinen Sinn. Die Spiele waren reiner, öder Selbstzweck um die quälend lange Sendezeit zwischen den vielen Werbepausen zu füllen. Es wurde noch nicht einmal erklärt, was das für eine Flüssigkeit war, die da ausgegossen wurde. Alles ist egal, irgendeiner wird schon einschalten. Es läuft ja sonst nix im Sommer. Die maximale Verachtung des Zuschauers.

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Alles, was das Dschungelcamp normalerweise ausmacht: Die Gruppendynamik, das exotische Setting, unvorhergesehene Wendungen, running Gags, die sich im Laufe der Staffel herausbilden. All das fehlt hier. Es fehlt die Ausnahme-Situation des australischen Dschungels, der dramatische Erzählbogen vom Einzug bis zum Finale. Da hilft es auch nix, dass man Dr. Bob nach Hürth gekarrt hat. Das echte Dschungelcamp ist selbst bei einer schwachen Staffel wie der vergangenen immer noch ausgezeichnet produziertes Unterhaltungs-TV auf hohem Niveau. Dieser Sommerdschungel ist 08/15 Privat-Trash-TV von der Stange. Eigentlich hätte Olli Geißen vom „Duell der Jahrzehnte“, das vorher lief, gleich durchmoderieren können. Hätte ihm vermutlich nix ausgemacht. „Werner Böhm und Costa Cordalis, hier sind se wieder. Bitteschön!“

Der einzige, winzige Lichtblick war, dass sich sogar die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwig über die Einfallslosigkeit dieser Formatidee aus der Hölle lustig machten. Vielleicht wird es ein ganz kleines bisschen lustiger, wenn die Krawall-Besatzung aus der Sarah-Dingens-Staffel aufläuft oder die unverwüstliche Brigitte Nielsen. Vielleicht auch nicht. Ist ja auch egal. Irgendeiner wird schon einschalten. Oder auch nicht.

Am Ende erfuhr Werner Böhm, dass er die wenigsten Anrufer hatte und nicht wieder ins Dschungelcamp „darf“.

„Werner, Du bist leider nicht dabei.“

Werner: „Herzlichen Dank.“

Das war sicher ehrlich gemeint.

 

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Alle Kommentare

  1. Kompliment MEEDIA, das ihr euch sowas erst ansehen müßt um festzustellen das es sinnfrei ist. Hätte euch mehr Intelligenz zugetraut 😉

    Die Bachelorette guckt ihr sicher auch nur um den Usern hier mitzuteilen wie öde das ist…

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