Social Media als Nachrichten-Quelle: Für immer mehr Journalisten wird der Newsfeed zum Themen-Ticker

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Journalisten sind auch nur Normalos. Gerade erst hat eine Studie belegt, dass immer mehr Menschen News über Social Media wahrnehmen und sie gar nicht mehr selbst aktiv nach Meldungen suchen oder die Nachrichten einschalten. Doch wo bekommen eigentlich Reporter und Redakteure ihre Storys her? Nach einer neuen US-Untersuchung ist die Antwort ganz einfach: ebenfalls aus dem Social-Web.

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So befragte die PR-Tochter der Werbeagentur Oglivy & Mather 115 Journalisten nach ihrer Mediennutzung und der Meinungsmacht der unterschiedlichen Kanäle. Dabei gaben 35 Prozent an, dass sie bei ihrem eigenen Nachrichten-Konsum überwiegend auf Social-Media setzen würden. Dann folgte die Tageszeitung (33 Prozent), Nachrichtenagenturen (12 Prozent), TV und Radio (11 Prozent) und Blogs mit fünf Prozent.

Bei der Frage nach der Glaubwürdigkeit setzen die Profis allerdings noch immer auf traditionelles. So schätzen sie Zeitungen, Agenturen und Magazinen am meisten. Dann folgen allerdings schon „Influencer-Driven News“. Darunter sind Informationen zu verstehen, die von Kontakten, Freunden oder Followern aus dem Social-Web stammen, denen die Journalisten – zumindest etwas – vertrauen.

Am wenigsten vertraut die Presse Firmen-Informationen. Allerdings ist gerade die Kommunikation von Unternehmen der eigentliche Aufhänger der Untersuchung. So hat Oglivy ebenfalls herausgefunden, dass die Journalisten glauben, dass die effektivste Werbe-Methode für Firmen darin liegt, von sich aus für positives Feedback im Social-Web zu sorgen. Also auf Earned Media (Viral-Marketing, Word of Mouth, Influencer-Marketing) zu setzen.

Für 47 Prozent aller befragten Journalisten schafft Earned Media das meiste Vertrauen bei den Verbrauchern. Grundsätzlich glauben die meisten Reporter und Redakteure, dass die Marke die größte Glaubwürdigkeit erlangt, über die sie am meisten berichten, also die am meisten „Media Coverrage“ bekommt. Wie hoch dabei das Verhältnis von Werbung und redaktionellen Inhalten sein sollte, verrät die Studie jedoch nicht.

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Alle Kommentare

  1. Die Wertbeimessung für die Mundpropaganda in den SM erklärt dann wohl auch, warum unter Vertrag stehende Sportler und Promis sich ständig mit irgendwelchen neuen Dingen ablichten. Offenbar fragt sich da kaum ein Nutzer, warum ein Fußballer seine neuen Trainingsschuhe oder sonstwas postet.

    Gleichzeitig bestätigt die Studie wohl auch, dass es in Zukunft immer wichtiger wird, Informationen verschiedenster Quellen gegeneinander abzuwägen, um erst einmal herauszufinden, was „echt“ und relevant ist. Hier bieten die SM den Journalisten tatsächlich eine Fülle an Themen – die dann nur noch genauer recherchiert, verifiziert und für das eigene Publikum ansprechend aufbereitet werden müssen.

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