Chinas Smartphone-Gigant Xiaomi kündigt Markteintritt in den USA an

Top-Manager Hugo Barra plauderte über den bevorstehenden Marktstart in den USA
Top-Manager Hugo Barra plauderte über den bevorstehenden Marktstart in den USA

Apple und Samsung dürften genau hingehört haben: Der chinesische Smartphone-Riese Xiaomi, der im vergangenen Jahr im Reich der Mitte bereits für einige Quartale die Marktführerschaft übernommen hatte, deutet den Markteintritt in den USA an. Vizepräsident Hugo Barra ließ gegenüber Bloomberg durchblicken, dass es vielleicht schon im nächsten Jahr soweit sein könnte.

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Der Preis ist heiß: Mit 45 Milliarden Dollar wird der chinesische Überflieger Xiaomi nach der jüngsten Finanzierungsrunde bereits bewertet – und ist damit nach Apple und Samsung schon zum drittwertvollsten Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen, obwohl  die Verkäufe noch knapp hinter den nationalen Rivalen Lenovo und Huawei zurückliegen.

Nachdem Xiaomi 2014 bereits 61 Millionen Smartphones abgesetzt hat, will “das Apple Chinas” dieses Jahr nun zum ganz großen Sprung ansetzen. Konzernchef Lei Jun gab zum Jahresbeginn gleich sportliche Ziele aus: 2015 sollen schon 100 Millionen Einheiten verkauft werden.

Von Zielvorgabe 100 Millionen verkaufter Smartphones entfernt

Danach sieht es nach dem ersten Halbjahr, in dem Xiaomi genau 34,7 Millionen Einheiten verkaufte, eher nicht aus – es sei denn, der gerade mal fünf Jahre alte Smartphone-Hersteller zündet in den nächsten Monaten eine neue Wachstumsstufe.

Die hat Vizepräsident Hugo Barra im Interview mit Bloomberg unterdessen im kommenden Jahr in Aussicht gestellt. So deutete der frühere Google-Manager den Markeintritt in dem wichtigsten westlichen Markt an – den USA.

US-Markteintritt in „nicht weniger als einem Jahr“

Barra räumte allerdings auch ein, dass es „nicht weniger als ein Jahr“ dauern werde, bis es soweit wäre: „Man braucht vermutlich ein Team vor Ort von beträchtlicher Größe, um das operative Geschäft steuern zu können“, stapelte der Xiaomi-Vize erstmal tief.

Bei Apple und Samsung dürfte die Botschaft indes angekommen sein: Das Weihnachtsgeschäft 2016 könnte jenseits des Atlantiks ein anderes werden…

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