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Trotz Hoffnungsträger Galaxy S6: Samsung warnt vor weiterem Abschwung

Umsatztreiber für Samsung: die Premium-Smartphone-Serie Galaxy
Umsatztreiber für Samsung: die Premium-Smartphone-Serie Galaxy

Nichts Neues aus Seoul: Auch für das abgelaufene zweite Quartal hat Samsung vor einer rückläufigen Geschäftsentwicklung gewarnt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gaben die Gewinne im Juni-Quartal nochmals um vier Prozent und die Umsätze um acht Prozent nach, stellte der weltgrößte Smartphone-Hersteller in Aussicht. Der große Hoffnungsträger, das Galaxy S6, kann den hohen Erwartungen offenbar nicht gerecht werden.

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„They never come back“: Die alte Boxerweisheit bewahrheit sich auch in der Wirtschaft immer wieder, wie Samsung Quartal für Quartal eindrucksvoll beweist. Zum nunmehr bereits siebten Mal in Folge (!) schrumpfen die Quartalsgewinne beim weltgrößten Smartphone-Hersteller, wie der 77 Jahre alte Techpionier in der Nacht in Aussicht stellte.

Demnach belaufen sich die Gewinne zwischen Anfang April und Ende Juni auf nunmehr auf 6,9 Billionen Won, was rund 6,1 Milliarden Dollar entspricht – im Vorjahreszeitraum waren die Gewinne um vier Prozent höher ausgefallen. Die Erlöse gingen noch deutlicher zurück: das Umsatzminus beträgt 8,4 Prozent auf 48 Billionen Won bzw. 42 Milliarden Dollar.

Nachfrage nach dem Galaxy S6 Edge größer als erwartet

Maßgeblichen Anteil an der Bilanzverfehlung hat wieder einmal die Mobilsparte. Der Hoffnungsträger, das im April gestartete neue Smartphone-Flaggschiff Galaxy S6, konnte den großen Erwartungen, dem iPhone 6 Paroli zu bieten, offenbar nicht gerecht werden.

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Obwohl Samsung bis zur offiziellen Bekanntgabe der Quartalsbilanz Ende Juli keine gesonderten Verkäufe nach Unternehmenssparten bekannt gibt, haben Analysten bereits auf eine Fehlkalkulation in den neuen Smartphone-Modellen hingewiesen. So rechnete Samsung offenbar mit einer weitaus größeren Nachfrage nach dem neuen Flaggschiff Galaxy S6, das zum überwiegenden Teil produziert wurde.

Samsung verkauft weiter die meisten Smartphones

Tatsächlich jedoch soll die Nachfrage nach dem teueren Galaxy S6 Edge mit gebogenem Rand, das Samsung in weitaus kleinerem Umfang produzierte, aber ähnlich groß ausgefallen sein. Eine falsche Nachfrage-Kalkulation verhinderte mehr Verkäufe.

Wie viele Smartphones Samsung tatsächlich in den 91 Tagen zwischen April und Juni verkaufte, wird erst Ende des Monats enthüllt; Analysten rechnen mit 71 bis 76 Millionen Einheiten, mit denen die Südkoreaner stückzahlenmäßig weiter deutlich vor Apple auf dem ersten Platz der Branche liegen dürfte. Apple vermeldet seine Quartalszahlen in genau zwei Wochen nach Handelsschluss.

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