Nach dem #Greferendum: der Kampf um die Deutungshoheit auf Twitter

Die Entscheidung ist gefallen: Die griechische Bevölkerung hat im mit Spannung erwarteten Referendum gegen die Sparvorgaben der EU votiert. Hellas' Zukunft ist nach dem Referendum offener denn je – auf Twitter bringen sich Politiker und Kommentatoren unterdessen in markiger Rhetorik in Stellung: Der griechische Premierminister Tsipras stimmte selbstbewusste Töne an, die deutsche Linkspartei jubelt mit, die CDU/CSU stimmt den Abgesang an, während Bild-Chef Kai Diekmann von den Straßen Athens periscopt...

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Nach der Wahl ist vor dem Kampf um Deutungshoheit. Reflexartig zog es die Politiker nach dem Ausgang des griechischen Referendums zu Twitter, um sich als Sieger oder Kassandrarufer zu gerieren. Der griechische Premier Alexis Tsipras sieht sich nach mehr 60 Prozent Nein-Stimmen gegen die aktuelle Sparpolitik der EU gestärkt in neue Verhandlungen gehen:

Auch der zuletzt stark kritisierte Finanzminister Yanis Varoufakis meldete sich umgehend auf dem 140-Zeichen-Dienst zu Wort, um neuen Missverständnissen vorzubeugen.

Die Parteichefin der Linken, Katja Kipping, sprang der ideologisch gleichgesinnten Syriza-Regierung auf Twitter in einem euphorischen Post bei:

Erwartungsgemäß kräftigen Gegenwind gab es dagegen aus dem entgegengesetzten politischen Lager – von der CSU:

Auch die CDU-Hoffnungsträgerin in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, hielt mit ihrer Meinung auf Twitter nicht hinter dem Berg:

Bild-Chef Kai Diekmann berichtete unterdessen zusammen mit Online-Chefredakteur Julian Reichelt und Chefreporter Paul Ronzheimer live aus den Straßen Athens – via Twitter und Periscope:

In den internationalen Medien wurde nicht weniger heiß diskutiert – und mitunter bemerkenswerte Vergleiche gezogen:

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