Uber: Fahrdienstvermittler setzt umstrittenen Dienst UberPop in Frankreich aus

Uber schmeißt in Frankreich vorerst das Handtuch.
Uber schmeißt in Frankreich vorerst das Handtuch.

Nach massiven Taxi-Protesten und der Anklage zweier Spitzenmanager wirft der Fahrdienstvermittler Uber in Frankreich vorerst das Handtuch. Der umstrittene Dienst UberPop werde ausgesetzt, teilte Uber am Freitag mit.

Anzeige

Uber und zwei seiner Verantwortlichen müssen sich in Frankreich vor Gericht verantworten. Bei der Anhörung am 30. September geht es um den Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs, wie die Staatsanwaltschaft Paris am Dienstag mitteilte. Zudem werde dem Unternehmen und den Managern Anstiftung und Beihilfe zu einer illegalen Praxis vorgeworfen.

Über UberPop können sich Privatleute mit ihren Autos als Fahrer anbieten, die keine Lizenz haben und keine Sozialabgaben zahlen. Dies ist in Frankreich illegal, trotzdem waren bislang Wagen unterwegs und Uber hatte den Fahrer zugesagt, fällige Strafzahlungen zu übernehmen. Das Verfahren gegen das Unternehmen läuft seit November 2014. Die beiden Uber-Manager waren am Montag festgenommen worden.

Daraufhin beschloss der Fahrdienstvermittler, den umstrittenen Dienst UberPop auszusetzen. Der Uber-Chef in Frankreich Thibaud Simphal begründete dies in einem Interview mit der Zeitung Le Monde in erster Linie mit der Sicherheit der Uber-Fahrer. „Sie waren in den letzten Tagen Opfer von Gewalttaten“, sagte er. Zum anderen wolle Uber eine Entscheidung des Verfassungsgerichts zu dem Dienst abwarten.

(Dpa)

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige