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Trailer zum Steve Jobs-Kinofilm: Genie mit tiefen Abgründen

Michael Fassbender (re.) verkörpert den vor vier Jahren verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs im Film als Genie mit dunkler Seite
Michael Fassbender (re.) verkörpert den vor vier Jahren verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs im Film als Genie mit dunkler Seite

Drei Monate vor dem Kinostart des Steve-Jobs-Films hat Universal einen längeren Trailer veröffentlicht. Ob der Zwei-Minuten-Spot den Nerv von Apple-Fans trifft, erscheint fraglich: Hauptdarsteller Michael Fassbender spielt den Apple-Gründer als zerrissenes Genie, ohne ihm ähnlich zu sehen...

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Der Countdown für Apple-Hardcore-Fans beginnt mit dem Anbruch des zweiten Halbjahres wieder zu ticken. Und das doppelt und dreifach: Keine zehn Wochen bis zu neuen iPhones – und mutmaßlich nur einen Monat länger bis zu neuen iPads. Mittendrin in der Vorfreude über neue  Apple-Produkte erwartet Apple auch noch eine nostalgische Rückschau in jene Tage, als Apple zu dem wurde, was es heute – der Steve Jobs-Film naht.

Die Verfilmung von Steve Jobs‘ Leben nach dem Bestseller von Walter Isaacson hatte sich in den vergangenen Jahren zu einer selbst filmreifen Posse entwickelt. Seit 2011 suchte Sony nach einem Darsteller, der den ikonischen Apple-Gründer im Biopic verkörpert, doch die Produktion wollte einfach nicht ins Laufen kommen.

Filmstart in Deutschland im November

Der vielfach prämierte Drehbuchautor Aaron Sorkin („The Social Network“, „The West Wing“), der das Skript schrieb, verkündete immer mal wieder Wasserstandsmeldungen, doch am Ende kam es völlig anders: Nicht nur der sicher geglaubte Starregisseur David Fincher („Gone Girl“) gab schließlich entnervt auf,  selbst Sony reichte das Projekt desillusioniert an Universal weiter.

Nachdem im Winter die Dreharbeiten begannen, steht der Filmstart inzwischen fest: Am 9. Oktober debütiert das Biopic in den USA, fünf Wochen später, am 12. November, in Deutschland. Die Werbetrommel hat Universal bereits zu rühren begonnen: Vor sechs Wochen mit dem ersten Kurztrailer – und gestern nun mit ersten längeren Spot über zwei Minuten.

Ist die Rolle für Michael Fassbender zu groß?

Fans des Tech-Genies dürften auf den ersten Blick enttäuscht sein: Eine hervorstechende Ähnlichkeit, wie sie etwa bei Ashton Kutcher im wenig gefeierten Indie-Movie „jOBS“ auffiel, ist bei Michael Fassbender nicht zu erkennen. Bevor der in Heidelberg geborene deutsch-irische Schauspieler die begehrte Rolle ergatterte, waren noch George ClooneyLeonardo DiCaprio und Christin Bale gehandelt worden.

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Was Apple-Fans nun nach der x-ten Improvisierung von der aufwendigen Hollywood-Verfilmung des Erfinders des Macs, iPods, iPhones und iPads am Ende halten werden, erscheint auch nach dem zweiten Trailer ziemlich offen.

Neuer Trailer online: Steve Jobs, das Genie mit dunkler Seite

Zu sehen sind in der zweiminütigen Sequenz Filmszenen von Jobs mit Mitbegründer Steve Wozniak (gespielt von Seth Rogen), dem späteren Apple-CEO John Sculley (gespielt von Jeff Daniels) und Jobs‘ Tochter Lisa (gespielt von Perla Haney-Jardine), zu der er sich lange nicht als Vater bekannte.

Das Setting ist dunkel: Steve Jobs, das suggeriert der Trailer, ist ein Mann der Abgründe – ein Genie mit extrem dunklen Seiten wie es schon die Isaacson-Biografie vermittelte. Jobs hatte Probleme mit allen: Mitarbeitern, dem Aufsichtsrat, selbst mit seiner Ex-Freundin.

Auch wenn zwei Minuten zu wenig sind, um sich auch nur annähernd ein Urteil zu bilden, dürfte der Trailer Apple-Fans kaum die Sorgen nehmen, die sich seit Jahren um die Verfilmung der Popkultur-Ikone ranken: Man nimmt Michael Fassender den charismatischen Apple-Gründer nicht mehr ab als Ashton Kutcher im Indiepic vor zwei Jahren. Bleiben etwa 100 Filmminuten, um das Gegenteil zu beweisen…

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