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„Illoyalität schadet dem Unternehmen“: Hörfunkdirektorin Weber reagiert auf WDR Leaks

WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber ist von ihren Mitarbeitern wegen WDR Leaks enttäuscht.
WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber ist von ihren Mitarbeitern wegen WDR Leaks enttäuscht.

Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks riefen am Dienstag einen Twitter-Account ins Leben, auf dem sie interne Informationen zu Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen verbreiten. Ihr Ziel: Kritik an der “fragwürdigen” und “stillen” Programmreform. Die WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber reagierte auf die Veröffentlichungen und betonte, sie sei von ihren Mitarbeitern "besonders enttäuscht".

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Die Veränderungen des WDR Hörfunk würden zurzeit diskutiert, Organisation und Programme seien im Wandel, erklärte Weber am Mittwoch. Die Illoyalität – dass interne Beratungsergebnisse via @WDR_Leaks nach außen getragen werden – schade dem ganzen Unternehmen.

Valerie Weber: „Brainstormings oder Workshops zu neuen Formatentwicklungen oder Programmänderungen stehen für einen guten Radiosender auf der Tagesordnung. Insofern sind wir es im WDR Hörfunk gewohnt, Neues auch immer mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam zu entwickeln. Deshalb enttäuscht es mich besonders, dass solche kreativen Prozesse in dieser filigranen Phase des Entstehens – wenn noch gar nichts entschieden ist – nach außen getragen werden.“

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Außerdem würde sie als Chefin überlegen, ob sie sich, bei allem Teamspirit, künftig noch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten könne, wenn einzelne von ihnen WDR-Interna nach außen posten. „Das, was jetzt veröffentlicht wurde, sind auch Ergebnisse eines Mitarbeiter-Workshops und damit geistiges Eigentum von festen und freien WDR-Kolleginnen und -Kollegen,“ so Weber.

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Alle Kommentare

  1. Das was hier geschieht, ist bezeichnend. Zum einen fürchten WDR-Freie um im Detail sehr überbezahlte Honorare. Zum anderen wird eine Karrrieretante vom Sender eingekauft, die das „Unternehmen“ nach vorne bringen soll. Fragwürdig, warum normale Menschen für eine solche aufgeblasene Institution noch Geld bezahlten müssen, zwangsweise. Italiener, Franzosen und Spanier und viele andere Völker kommen ohne diesen Unsinn aus und sind deshalb keine schlechter informierten Menschen. Viele Menschen mit kleiner Rente müssen diese Unsinn der ARD mitfinanzieren und können sich nicht wehren, obwohl „Ihr“ Programm längst gestorben ist. Luxusproblem. ARD abschaffen,

  2. ÖRR wird oder besser soll aus Beiträgen bezahlt werden. Es gelte Transparenz über das was mit den Geldern passieren soll zu bewerkstelligen gegenüber den Beitragszahlern. Vor allem sollten Vorgänge wo es darum geht, welche Sendungen wie produziert werden sollen, sehr öffentlich und nicht im geheimen erfolgen. Egal in welchem Stadium sich diese Vorgänge befinden.

  3. Wieso regt sie sich so auf? Ich dachte immer, der WDR unterstützt Whistleblowing – so ganz im Sinne von Transparenz und Wahrheit und so. Ist nicht der WDR ein Flaggschiff unserer Demokratie, das den Armen und Geknechteten unserer elenden Gesellschaft die dringend benötigte Stimme verleiht? Insofern müsste Frau Weber den Vorgang doch eher begrüssen. Das sind doch nur Kollegen, die die eigenen Sprüche ernst nehmen und nur konsequent umsetzen. Bitte Belobigung statt Strafe!

    1. „Wieso regt sie sich so auf?“ Ganz einfach: Weil ‚hart aber fair‘ natürlich immer nur für einen selbst gilt…;-)

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