#grunerjahrzehnte: G+J twittert Highlights aus 50 Jahren

Happy Birthday, G+J: Verlagschefin Julia Jäkel, Website grunerjahrzehnte mit Highlights aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte
Happy Birthday, G+J: Verlagschefin Julia Jäkel, Website grunerjahrzehnte mit Highlights aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte

Mit einer ungewöhnlichen Aktion blickt Gruner + Jahr auf fünf Jahrzehnte Unternehmensgeschichte zurück: Zum Jubiläum der Verlagsgründung am 30. Juni 1965 hat das Medienhaus eine virtuelle Zeitreise mit 200 Fundstücken ins Netz gestellt. Verbreitet werden die Highlights aus dem Archiv ganz zeitgemäß via Facebook und Twitter.

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Mitte der 60er Jahre als klassischer Zeitschriften-Verlag und Gegengewicht zur damals in der Branche übermächtigen Konkurrenz von Axel Springer gegründet, hat Gruner + Jahr neben einer überwiegend glanzvollen Historie auch einen Wandel zum multimedialen Medienhaus durchgemacht. Zur 50-Jahre-Feier, die offiziell Ende August mit einem Senatsempfang im Hamburger Rathaus ihren Höhepunkt findet, will der Verlag beides bieten: Rückschau und Rückbesinnung auf große Momente einerseits, auf der anderen Seite auch das Signal, in der Gegenwart angekommen und für die Zukunft gerüstet zu sein.

Mit der am Montag gelaunchten Website grunerjahrzehnte.de gelingt das auf eine durchaus unterhaltsame Weise. Statt einer in der Auflage limitierten Zeitschrift oder Buchausgabe entschied man sich für eine „digitale Festschrift“ ohne Zugangsbarrieren für eine breite Leserschaft. Die dort angesammelten Fundstücke aus der Unternehmensgeschichte werden zudem über Facebook und Twitter geteilt und so auch einem Publikum nahe gebracht, dass möglicherweise Schwierigkeiten hat, die Namen der Verlagsgründer aufzuzählen und die Hintergründe des historischen Zusammenschlusses zu erklären. Viele Brancheninsider wiederum kennen die Höhe- und gelegentlichen Tief-Punkte aus dem Eff-Eff. Eine allzu staatstragende oder pathetische Rückschau wären auch dieser Klientel vielleicht nicht gerecht geworden.

So bietet der kreative Umgang mit dem Archiv ein Puzzle mit viel Entdeckungspotenzial, da unter 18 Rubriken eine Fundgrube an Covern, nie veröffentlichtem Fotomaterial, Fakten, Videos und Sprüchen zusammen gestellt wurden. Auch das berühmte Cockpit von stern.de fehlt nicht, mit dem die Website Mitte der 90er Jahre startete. Daneben finden sich dort: Geschichten, die Gesellschaft verändert haben; besondere Layouts; kuriose Spesenabrechnungen; der längste und der böseste Leserbrief; Prognosen, die sich im nachhinein als falsch erwiesen; ein TV-Spot aus den 70ern für die Zeitschrift Eltern, der heute ziemlich lustig ist; natürlich das Cover „Wir haben abgetrieben“ und Etliches mehr. Die Message: G+J geht selbstbewusst, aber auch selbstkritisch und augenzwinkernd mit der eigenen Geschichte um und präsentiert diese zeitgemäß digital und spielerisch. Der Twitter-Hashtag der kommenden Jubiläums-Tweets lautet ebenfalls #grunerjahrzehnte.

 

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