Wegen Stromausfall am Alexanderplatz: Berliner Zeitung erscheint mit Blindtext

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Wer es mit Humor nimmt, bezeichnet die heutige Ausgabe der Berliner Zeitung als "Sammlerausgabe". Die Lokalzeitung des Berliner Verlags erschien in seiner Morgenausgabe am Dienstag nämlich nicht ganz fertig. Grund soll ein Stromausfall rund um den Alexanderplatz sein, wo die Redaktion ihren Sitz hat.

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Der Shutdown, der nach Angaben der Zeitung rund 380 Haushalte und über 100 Gewerbe betraf, habe am frühen Montagabend auch die Redaktion lahmgelegt. Glücklicherweise – so könnte man sagen – war der Großteils des Blattes offenbar schon produziert. Offen blieb beispielsweise ein Artikel zur Berliner Lageso-Affäre, der zehn Zeilen zu kurz war und dessen Einblocker nur aus Blindtext bestand.

Der Vorfall wird größtenteils mit Humor aufgegriffen. So twitterte Autorin Christine Dankbar, dass die Ausgabe „einzigartig“ sei, weil Artikel mittendrin abbrechen.

Und auch Tagesspiegel-Chef Lorenz Maroldt konnte sich einen Jux nicht verkneifen und rätselte in seinem Newsletter, ob sich vielleicht „eine geheime Botschaft“ hinter den Blindtexten verstecke. „Da es mit den USA noch immer kein No-Spy-Abkommen gibt, dürfte jedenfalls in der Kryptologie der NSA heute Hochbetrieb herrschen. Übrigens: Das ist uns auch schon mal passiert (das mit dem gedruckten Blindtext) – und wir haben dafür nicht einmal einen Stromausfall gebraucht!“

Probleme gab es am gestrigen Montag auch im Westen der Republik. Während in Berlin der Strom ausfiel, waren bei der HAZ in Hannover die Telefonleitungen tot. Grund war laut Telefonanbieter Vodafone eine Baustelle. „Echt doof“, twitterte die Redaktion.

 

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