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Wall Street Journal: Rupert Murdoch streicht Stellen und schließt Büros

Das Wall Street Journal  gehört seit 2007 zum Medien-Imperium von Rupert Murdoch.
Das Wall Street Journal gehört seit 2007 zum Medien-Imperium von Rupert Murdoch.

Das renommierte und international erscheinende Wall Street Journal steht vor tiefen Einschnitten: Wie Chefredakteur Gerard Baker angekündigt hat, soll sich die zum Murdoch-Imperium gehörende Redaktion effizienter aufstellen. Das führt zur Schließung von Auslandsbüros und einiger Produkte sowie zum Stellenabbau – von vielleicht bis zu 100 Stellen.

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Das berichtet das US-Portal Capital, das auch ein Memo von Baker veröffentlicht hat. Darin erklärt er, dass die Einsparungen an anderer Stelle investiert werden sollen, um dort zu wachsen. „Wie sie wissen hat sich Dow Jones eine aggressive Strategie für uns ausgedacht.“ Oberstes Ziel ist dabei wieder die Steigerung der Auflage. Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Wall Street Journal, das über seinen Verlag Dow Jones zum Rupert Murdochs Konzern News Corp. gehört, auch eine global aufgelegte Print-Ausgabe bekommt.

Die Investitionen erfordern Kürzungen. Auf der Liste der Einschnitte stehen die Auslandsbüros in Helsinki und Prag, weitere Büros in Europa und auch Asien sollen mit weniger Mitarbeitern auskommen. Wie schon Ende vergangenen Jahres die deutsche Web-Ausgabe des Wall Street Journal wird nun auch das indonesische Produkt eingestellt. Darüber hinaus wird auch am Hauptsitz in New York und in der Hauptstadt Washington DC gekürzt. Wie viele Stellen betroffen sind, sagt Baker nicht. Laut Capital sollen es „nicht mehr als 100 werden“. Die Entlassungswelle ist die in jüngerer Vergangenheit bereits zweite. Im Juli vergangenen Jahres wurden bereits 20 bis 40 Stellen gestrichen.

Diese Schritte würden über die Arbeit und Qualität der betroffenen Teams nichts aussagen, erklärt Baker. Es gehe aber darum, sich auf Bereiche zu konzentrieren, in denen man noch wachsen könne. Neben dem Ziel der Auflagensteigerung für das Printprodukt will das Wall Street Journal aber auch im Web erfolgreicher werden. Im Gegenzug zu den Kündigungen soll es für den Digital-Ausbau neue Stellen geben. Wie viele Baker hier plant, hat er nicht gesagt.

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