Floppt die Apple Watch? Nachfrage angeblich schon schwächer als beim iPod

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Die Verwirrung um das Interesse an der Apple Watch geht weiter. Wie Analyst Andy Hargreaves von Pacific Crest basierend auf einer Recherche via Google Trends herausgefunden haben will, ist die Nachfrage nach dem Launch Ende April immer weiter abgeebbt. Aktuell liegen die Suchabfragen weiter unter denen des iPads und sogar unter denen des iPods! Hargreaves stuft sein Verkaufsschätzungen für die Apple daher weiter zurück.

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Der schwere Flop-Verdacht der Apple Watch erhält neue Nahrung. Wie Analyst Andy Hargreaves von Pacific Crest nach einer Recherche des Marktforschungstools Google Trends herausgefunden haben will, sind die Suchabfragen nach der Apple Watch als Schlagwort inzwischen auf dem tiefsten Stand seit dem Launch angekommen.

Nach Erhebungen von Pacific Crest, die dem Business Insider vorliegen, wird die Apple Watch aktuell nicht nur weitaus weniger gesucht als das kriselnde iPad, das von Quartal zu Quartal zweistellige Absatzeinbußen hinnehmen muss, sondern sogar als die inzwischen 14 Jahre iPod-Sparte, die zuletzt sogar von Apples Produkt-Homepage  von Apple Music verdrängt wurde.

Pacific Crest: „Die Apple Watch-Anschlusskäufe sind mittelmäßig“

Die verhältnismäßig geringe Internet-Suche nach der Apple Watch ist nicht neu. Bereits im März hatte  der Social Media-Marktforscher LikeFolio in einer Twitter-Analyse der ersten Schlagwort-Erwähnungen in den 24 Stunden nach der Keynote ein enttäuschendes Echo in den sozialen Medien festgestellt.

„Nach einem starken Start sind die Anschlusskäufe mittelmäßig“, zieht Hargreaves ein Zwischenfazit. Wegen des starken Starts rechnet der Pacific Crest-Analyst nunmehr mit einem Verkauf von elf Millionen Apple Watches bis Ende des Fiskaljahres, räumt allerdings gleichzeitig ein, dass sein Vertrauen in das erste neue Apple-Produkt seit 2010 schwindet. Im nächsten Fiskaljahr könne Apple durchaus unter seinen früheren Schätzungen von 24 Millionen verkauften Einheiten bleiben.

Banken uneins über Apple Watch-Nachfrage

Analysten sind sich über das Verkaufspotenzial der Apple Watch, über das sich CEO Tim Cook weiter beharrlich ausschweigt,  so uneins wie bei keinem Apple-Produkt. Seit Ende April können Kunden das neuste Produkt aus Cupertino bestellen, müssen allerdings mitunter monatelang auf die Auslieferung warten. Nachdem sich das Ende des Vorbestellungschaos nun andeutet und die Apple Watch endlich im Juni auch in den Apple Stores erhältlich sein soll,  rechnen Analysten die Absätze hoch.

In der vergangenen Woche hatte etwa der gewöhnlich treffsichere KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo seine Absatzschätzungen für die Apple Watch im laufenden Quartal um 20 bis 30 Prozent nach unten korrigiert und  fünf bis sechs Millionen verkaufte Einheiten bis Ende Juni vorausgesagt.

Global Equities Research sieht dagegen besten Apple-Produktstart aller Zeiten

Deutlich mehr Potenzial sieht dagegen Global Equities Research: Die US-Marktforscher wollen auf Basis ihrer Erhebungen festgestellt haben, dass bereits sieben Millionen Apple Watches bestellt und davon 2,5 Millionen Einheiten ausgeliefert worden seien, wie der Wall Street Journal-Ableger Barron’s berichtet.

Damit befände sich die Apple Watch auf dem Weg, zum am schnellsten verkauften Apple-Produkt zu werden. Während vom ersten iPod im ersten Quartal Ende 2001 gerade mal 125.000 Einheiten verkauft wurden, sind sechs Jahre später immerhin 1,1 Millionen iPhones im Debüt-Quartal abgesetzt worden. Das iPad wiederum pulverisierte den Erfolg mit 3,3 Millionen verkauften Einheiten, die nun von der Apple Watch getoppt werden könnten.

Wird es ein „Apple Watch-Weihnachten“?

Analyst Trip Chowdhry prognostizierte erst vor einer Woche, dass es sich beim initialen Käuferansturm keinesfalls um ein Strohfeuer handele: „Die Nachfrage nach der Apple Watch wird stärker“, äußerte sich Chowdhry gegenüber Barron’s. Bis Ende des laufenden Kalenderjahres sei Apple auf dem Weg,  40 bis 42 Millionen Einheiten zu verkaufen. „Es wird ein Apple Watch-Weihnachten“, legte sich Chowdhry bereits im Frühling auf den Kassenschlager des kommenden Winters fest.

Sollte das so kommen, dürfte das entsprechend Spuren in der Bilanz hinterlassen:  Den Durchschnittsverkaufspreis der Apple Watch taxiert Global Equities Research auf 575 Dollar. In anderen Worten: Bei Absätzen in Höhe von 42 Millionen Einheiten könnte sich Tim Cook bis Jahresende über einen satten Umsatzschub von 24 Milliarden Dollar freuen. Bei Aktionären ist die Vorfreude indes noch nicht angekommen: Die Apple-Aktie notiert bei 127 Dollar weiterhin rund fünf Prozent unter den Allzeithochs, die nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen Ende April aufgestellt wurden.

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Alle Kommentare

  1. Das Argument mit der Akkulaufzeit bringen aber auch nur Leute, die entweder nie daheim sind oder die einfach noch nie eine Smartwatch besessen haben. Es ist nun mal keine stinknormale Uhr wo sich lediglich ein Zeiger drehen muss, der Batterieverbrauch ist also logischerweise deutlich höher. Und man zieht doch seine Uhr abends eh aus. Ob ich sie jetzt auf das Induktionsladegerät lege oder direkt auf den Nachttisch, wayne?? Man kommt, egal was man im Normalbetrieb macht, immer dicke über den Tag, bei der 42mm Version inklusive Training und Co sind es abends meistens noch über 40 %. Von daher, was Akkulaufzeit angeht bin ich sehr zufrieden.

  2. @Tim

    Also ich war gestern 107 Minuten beim Sport und habe das Training komplett mit der Uhr getrackt und währenddessen auch ab und zu Nachrichten bekommen und meinem Fortschritt verfolgt. Das hat summa summarum 14% Akku verbraucht.

    Der Preis ist echt übertrieben, aber dafür wird man ja im Wiederverkauf auch mehr bekommen hoffe ich.

    Ich glaube nicht, dass Apple bei der zweiten gen die Akkulaufzeit um mehr als 30% erhöhen wird, dann machen sie die Uhr eher dünner wie das iPhone. Aber vielleicht gibt es dann ein paar mehr Sensoren.

  3. @walter-Hubert:
    Wenn ein Flop bedeutet, dass Apple 10 mal so viele Uhren verkauft wie alle anderen Mitbewerber zusammen, dann wird es wohl ein Flop werden.

    Zum Akku: Wenn man die Uhr normal nutzt hält sie auch locker mal 72 Stunden. (Immernoch nicht viel ich weiß)

    Zum iPhone: Was mache ich denn mit einer Casio Uhr (oder Rolex) ohne iPhone? – die Uhrzeit und das Datum ablesen. Da kann die Apple Watch noch mehr ohne iPhone.

    1. Was heist „normal nutzt“?

      Ich will schon am meisten die Fitnes Funktionen verwenden und ich denke da ist er sehr schnell aufgebraucht, wenn man da den ganzen Tag alles kontrollieren will.
      Oder seh ich das falsch?

      Für mich ist im allgemeinen die Akkulaufzeit noch „etwas“ zu gering.

      Preis… Naja für die Sport ok. Die normale etwas zu teuer und Gold kommt für mich eh nicht in Frage.

      Aber die 2. Generation könnte schon was für mich sein.

  4. Dieses Teil muss doch floppen. Wer kauft schon eine Uhr, deren Akku nach 18 Stunden leer ist? Eine Uhr, die nur mit einem iPhone funktioniert? Und eine Uhr, von der man jetzt schon weiß, dass sie zwei oder drei Jahren so was von veraltet ist, dass es keine Updates mehr geben wird. Und das in der billigsten Version von 400 €. So eine Uhr kann nur Erfolg haben, wenn sie nicht mehr als 60€ kostet. Alles andere ist reine Abzocke – Apple einfach. Und das besondere bei der Entwicklung von Technik ist, dass die Halbwertzeit (vgl. in welchem Rhythmus das iPhone auf den Markt kommt) sehr kurz ist. Mit der nächsten Generation ist die AppleWatch schon veraltet.

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