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Kartellamt gibt grünes Licht für gemeinsame Vermarktung von Springer und Funke

Persilschein von den Wettbewerbshütern: Der Plan von Axel Springer-CEO Mathias Döpfner (re.) geht auf, Funke-Manager Manfred Braun freut’s
Persilschein von den Wettbewerbshütern: Der Plan von Axel Springer-CEO Mathias Döpfner (re.) geht auf, Funke-Manager Manfred Braun freut's

Das Bundeskartellamt hat am Donnerstag die Gründung des Vermarktungs-Joint-Ventures von Axel Springer SE und der Funke Mediengruppe genehmigt. Damit erhalten die Medienhäuser grünes Licht für die Schaffung des größten Crossmedia-Vermarkters mit einer Netto-Reichweite von 85,2 Prozent.

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Die Ermittlungen hätten gezeigt, so die Begründung der Kartellwächter, dass die Bild-Zeitung bei bundesweiten Zeitungsanzeigen zwar über eine starke Position, nicht aber über eine marktbeherrschende Stellung im kartellrechtlichen Sinne verfüge. Ausschlaggebend für diese Einschätzung sei die Möglichkeit der Werbekunden, auf ganz unterschiedlichen Wegen Kombinationen regionaler Tageszeitungen zu buchen und damit auch eine bundesweite Marktabdeckung zu erreichen. Darüber hinaus sei die Bild-Zeitung auch starkem Wettbewerb durch andere Medien aus benachbarten Märkten, wie etwa die bundesweite Fernsehwerbung, ausgesetzt.

Geplant ist nun, dass Funke sich mit 25,1 Prozent an der Axel Springer Media Impact GmbH & Co. KG beteiligt, die bislang eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Axel Springer SE ist. Das gemeinsame Unternehmen soll die gesamte nationale Vermarktung der Medienangebote der beiden Gesellschafter umfassen. Bereits seit Mai 2014 betreut Axel Springer Media Impact verschiedene Zeitungs- und Zeitschriftenmarken von Funke im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages. Dazu zählen unter anderem die regionalen Tageszeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost sowie Programm- und Frauentitel wie Hörzu, Gong, TV Digital, Bild der Frau, die aktuelle oder Frau im Spiegel. Mit der Gründung des Joint Ventures sollen nun auch die Funke-Regionalzeitungen (u.a. WAZ) hinsichtlich der nationalen Vermarktung in das Portfolio integriert werden.

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Manfred Braun, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Kartellamtes: „Wir werden jetzt zügig letzte Details klären und das Joint Venture auf den Weg bringen.“ Andreas Geyr, designierter Geschäftsführer des Joint Ventures, erklärte: „Wir werden über deutlich mehr Reichweite verfügen, haben eine höhere Relevanz für Kunden und Agenturen und können zudem neue Impulse für unser Mandantengeschäft setzen. Gemeinsam können wir unseren Kunden eine verbesserte Umfeld- und Zielgruppenvermarktung und zusätzliche Möglichkeiten für individuelle Kommunikationslösungen anbieten.“

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