Apple News: Jetzt will auch der iKonzern stärker auf Verlags-Inhalte setzen

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Interessanteste Neuigkeit der WWDC für Verleger: Apple kündigte auf seiner Entwicklerkonferenz eine neue personalisierbare News-App an. Apple News startet unter iOS 9 im Herbst zunächst nur in den USA und Australien. Dabei sind die New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast, ESPN und die Hearst-Gruppe. Wann Apple News in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

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Fünf Jahre nach dem Start von der Flipboard bietet auch Apple seinen Nutzern eine eigene Lese-App an. iOS 9, die nächste Generation des mobilen Betriebssystems, das im Herbst  ausgerollt wird, wird die neue News-App aus Cupertino, die schlicht Apple News heißen soll, beinhalten.

Apple verspricht ein Leseerlebnis, „das die reiche, umfassende Gestaltung eines Print-Magazins mit der Interaktivität der digitalen Medien kombiniert.“ Apple News ist personalisierbar und soll anhand der Nutzerinteressen relevante Inhalte vorschlagen, die wiederum mit einem Klick in den sozialen Medien mit Freunden geteilt oder für später gespeichert werden können.

New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast: Who-is-Who der US-Verlagsbranche zum Start dabei

Mehr als eine Million Themen aus dem Fundus zahlreicher Verlage will Apple seinen englischsprachigen Lesern in den USA, Großbritannien und Australien ab Herbst anbieten – darunter etwa die New York Times, Time, CNN, Bloomberg, Condé Nast mit Wired und Vogue oder ESPN und die Hearst-Gruppe.

Die Aufbereitung der Inhalte in Apple News soll „in einem eleganten, übersichtlichen Design“ erfolgen. News wird mit einem neuen Digital-Publishing-Format betrieben, das benutzerdefinierte Typografie, Galerien, Audio, Video und interaktive Animationen unterstützt, um „großartige redaktionelle Layouts für iOS-Nutzer zu erstellen“, teilte Apple mit.

Die New York Times startet offensiv und bietet Apple News-Nutzern am Tag 30 kostenlose Artikel an – Leser der regulären Webseite müssen dagegen bereits nach dem 20. Artikel zahlen.

Zweiter Anlauf, den digitalen Journalismus neu zu erfinden

Es ist Apples zweiter Versuch, dem Journalismus im digitalen Zeitalter eine eigene Bühne zu geben. Nach dem Start des Apple-Tablets 2010 erlebten zunächst iPad-only-Angebote wie Rupert Murdochs The Daily oder Springers The Iconist zunächst einen Gründungsboom, ohne sich durchsetzen zu können – beide Angebote wurden längst wieder eingestellt.

Die kostenlose Nachrichten-App Flipboard erfreute sich dagegen jahrelanger Beliebtheit: Seit dem Launch 2010 arrangiert Flipboard auf dem iPad zahlreiche Medien-Inhalte in der Art eines klassischen Print-Magazins und galt nach dem Start des Apple-Tablets als eine der Vorzeige Apps des iPads; zwei Jahre später kam Flipboard auch auf das iPhone und wurde zuletzt sogar als Übernahmekandidat von Twitter gehandelt.

 

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