Anzeige

Vom Magazin zum Web-Rekord: Wie Vanity Fair die Macht von Print beweist

Vanity Fair-Cover mit Caitlyn Jenner, Star-Fotografin Leibovitz: ungebrochene Kraft des Gedruckten
Vanity Fair-Cover mit Caitlyn Jenner, Star-Fotografin Leibovitz: ungebrochene Kraft des Gedruckten

Ein Zeitschriften-Cover, das Mediengeschichte schreiben wird: An diesem Dienstag zeigt Vanity Fair Caitlyn Jenner auf dem Titel – ihr erster offizieller Auftritt nach der Verwandlung vom Mann zur Frau. Abgelichtet wurde sie von der Starfotografin Annie Leibovitz, die Jenners langem Weg damit ein Gesicht gibt. Zugleich beweist die Story eindrucksvoll die ungebrochene Macht von Print und gedruckten Fotos.

Anzeige
Anzeige

Sie gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Fotografinnen der amerikanischen Popkultur: Als Annie Leibovitz sich 1981 an der Gründung des US-Magazins Vanity Fair beteiligte, legte sie den Grundstein für eine legendäre Zusammenarbeit – aus der weltberühmte Cover hervorgingen: John Lennon und Yoko Ono kurz vor Lennons Ermordung oder die hochschwangere und nackte Demi Moore.

Ein amerikanisches Popkultur-Phänomen ist ebenfalls die Familie Kardashian – berühmt durch die Reality-Serie „Keeping up with the Kardashians“, in der auch der ehemalige Zehnkämpfer Bruce Jenner auftritt. Zwar war Jenner in den letzten Jahren vor allem als Stiefvater eines It-Girls bekannt, doch in den 70er Jahren zählte er zu den amerikanischen Helden: Bei den Olympischen Spielen in Montreal holte er 1976 die Goldmedaille und galt seitdem als Ikone, strotzend vor Männlichkeit. Doch Jenner spürte schon als Kind: Ich bin im falschen Körper. Trotzdem heiratete er Anfang der 90er Kris Jenner und zeugte zwei Töchter. 23 Jahre später ließ er sich scheiden – und startete seine Verwandlung zur Frau (Diese Fotogalerie zeigt die Entwicklung Jenners von 1949 bis 2015), die am Dienstag auf dem Cover der Vanity Fair öffentlich vollendet wurde.

Die Bilder geben der Verwandlung ein Gesicht

Annie Leibovitz fotografierte Jenner, die jetzt Caitlyn heißt, für das Magazin in einem weißen, edlen Body und stellt damit die ungebrochene Macht der gedruckten Bilder eindrucksvoll unter Beweis. Sie gibt der Verwandlung ein Gesicht – und zwar ein anderes, als es die amerikanischen Klatsch-Magazine in den letzten Monaten gezeichnet hatten.

1991 schoss Annie Leibovitz das berühmte Foto von Demi Moore, 2015 lichtete sie Caitlyn Jenner ab

1991 schoss Annie Leibovitz das berühmte Foto von Demi Moore, 2015 lichtete sie Caitlyn Jenner ab

Nach der Trennung von Kris Jenner machten die Paparazzi regelrecht Jagd auf Bruce, jeder Schritt auf dem Weg zur Frau – wie zum Beispiel die Verkleinerung seines Kehlkopfes – wurde dokumentiert und gepaart mit wilden, oftmals boshaften Spekulationen veröffentlicht.

Anders bei der Vanity Fair: Die schmutzige Arbeit der Paparazzi verblasst neben den stilvollen Fotos, die schon jetzt zu den berühmtesten Aufnahmen des Jahres zählen. Selbstbestimmt, schön, eine Lady der High Society – so wird Caitlyn dargestellt, für die sich genau damit ein Lebenstraum verwirklicht. In einem Video, das während der Aufnahmen gedreht wurde, erklärt sie: „Sobald das Vanity Fair Cover veröffentlicht wird, bin ich frei.“

Dadurch zeigt sie gemeinsam mit dem Power-Duo Leibovitz und Vanity Fair, welch enormen Einfluss gedruckte Magazine nach wie vor haben. Denn obwohl Jenners Weg zur Frau schon lange beobachtet wurde, steht ab jetzt dieses Cover-Foto wie kein anderes als Sinnbild für ihre Verwandlung – und die Geschichte von Caitlyn Jenner erreichte die ganze Welt und markierte gerade im Social Web Weltrekorde. Die Reaktionen: fast durch die Bank respektvoll und positiv.

Die Grenzen zwischen Print und Social Media verschwimmen
Anzeige

Doch gleichzeitig beweisen die Fotos auch: Die Übergänge zwischen Print und Online werden immer fließender. Vanity Fair twitterte das Cover – das daraufhin in den Sozialen Netzwerken sofort riesige Wellen schlug: Das Bild wurde über 30.000 Mal retweetet und zahlreiche Promis gratulierten Caitlyn öffentlich zu ihrem neuen Leben oder feierten ihren Mut.

Caitlyn selber bringt die Macht der Bilder auf den Punkt: „Bei diesem Shooting geht es nicht um Fotos. Bei diesen Aufnahmen geht es um mein Leben.“

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*