Nach „Rabauken“-Kommentar: Staatsanwalt stellt Strafantrag gegen Nordkurier-Chef Lutz Schumacher

Publishing Der Streit zwischen der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg und dem Nordkurier geht in die nächste Runde. Nachdem das Amtsgericht Pasewalk einen Nordkurier-Reporter zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt hat, reagierte Chefredakteur Lutz Schumacher mit einem Kommentar. Von seiner Meinung fühlt sich der zuständige Staatsanwaltschaft offenbar so verletzt, dass er nun Strafantrag gegen den Nordkurier-Chef gestellt hat.

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In einer Pressemitteilung vom Donnerstag hat der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg eine Stellungnahme zum bisherigen Verfahren gegen einen Reporter des Nordkurier abgegeben. Der Nordkurier berichtete vergangene Woche, dass das Amtsgericht Pasewalk einen Reporter zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt hat, weil er in einem seiner Berichte einen Jäger als „Rabauke“ bezeichnete. Der Jäger war dabei erwischt worden, wie er ein erlegtes Reh an seine Anhängerkupplung hängte und es über eine Landstraße zog. Der Vorfall machte damals überregional Schlagzeilen.

Der Nordkurier will sich die Entscheidung nicht gefallen lassen, kündigte bereits weitere Rechtsmittel an. Als Reaktion schrieb Chefredakteur Lutz Schumacher einen Kommentar, in dem er mutmaßte, dass Gericht wie auch Staatsanwaltschaft das Grundgesetz, in dem die freie Meinungsäußerung verankert ist, „verschludert“ haben könnten. Zudem schrieb er, der Staatsanwalt habe „Schaum vor dem Mund“, wenn es um die Presse ginge und erinnerte an finstere Zeiten: „Dieses Land hat zwei Diktaturen hinter sich und leider auch eine entsprechend fürchterliche Justizgeschichte. Die beiden über die freie Presse herfallenden Juristen haben daraus nichts gelernt.“

Schumachers Stück scheint bei der Staatsanwaltschaft mit wenig Begeisterung gelesen worden zu sein. Der Ermittler hat nämlich direkt am Tag nach der Veröffentlichung (22.05.2015) nun auch noch Strafantrag gegen den Chefredakteur gestellt – wegen Beleidigung. Gegenüber MEEDIA reagierte Schumacher auf das Vorgehen der Staatsanwaltschaft: „Meine Gefühlslage schwankt noch zwischen Belustigung und Entsetzen.“

Der Chefredakteur habe selbst erst aus der Pressemitteilung vom Strafantrag erfahren und erwartet nun ein Ermittlungsverfahren. Zu seinem Kommentar gesteht Schumacher ein: „Im Grunde habe ich es ja darauf ankommen lassen und wollte mit meinem Kommentar zeigen, wie weit man gehen kann.“ Er habe aber nicht erwartet, „dass sich die Staatsanwaltschaft zu einem Strafantrag erblödet. Ich habe erwartet, dass sie erkennt, dass sie über das Ziel hinausgeschossen ist.“ Über die Art, wie die Staatsanwaltschaft nun in seine Meinung eingreifen will, äußert sich Schumacher erregt. „Eine Meinung kann ethisch nicht korrekt sein, muss auch nicht geteilt werden. Aber es ist nun mal eine Meinung, bei der ich bleibe.“

2015-05-29-Pressemitteilung

In ihrer Stellungnahme will die Staatsanwaltschaft ebenfalls klarstellen, dass es bei dem Prozess nicht allein um die Bezeichnung des „Rabauken“ gegangen sei, sondern auch darum, dass die Berichtersattung den Jäger identifizierbar gemacht hätte. Schumacher widerspricht. Zum einen sei es lediglich um den „Rabauke“ gegangen, zum anderen hält der Chefredakteur den so genannten „Wildschleifer“ auch nicht für identifizierbar.

Für eine weitere Stellungnahme war die Staatsanwaltschaft am Freitag nicht mehr zu erreichen.

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Alle Kommentare

  1. Diese „Schaum-vor-dem-Mund-Typen“ kennt man. Wird Zeit, dass denen mal jemand beibringt, was sich in den vergangenen 25 Jahren geändert hat.

  2. Es ist aber schon interessant, dass in der gesamten Berichterstattung zu dieser Angelegenheit kein einziges Mal erwähnt wurde, dass der Presserat den Artikel über den „Rabauken-Jäger“ mit einer Missbilligung versehen hat und dass (bislang unwidersprochen) der beteiligte Jäger im Vorfeld gar nicht gehört wurde. Das kann’s ja wohl auch nicht sein.

    Insofern wird in dieser Sache, auch von Meedia, die diese Informationen mit der Staatsanwalt-PM verlinkt, ziemlich einseitig berichtet. Auch kein gutes Zeugnis.

    1. Hallo Herr Barg,

      dass der Presserat diesen einen Artikel des Nordkuriers und die Bezeichnung „Rabauken-Jäger“ gerügt hat, behauptet bisher allein die Staatsanwaltschaft. Ich wäre da vorsichtig. Sicherlich wird der Presserat alsbald zu der Sache eine Stellungnahme abgeben. Für das Strafverfahren ist aber eine Missbilligung des Presserates, einem Gremium der Presse, ohnehin vollkommen unbeachtlich.

      GL

      1. Das ist alles so. Dass dieser Teil der Staatsanwalt-PM aber komplett verschwiegen wird, ist doch sehr problematisch. Im Übrigen lässt sich so etwas auch relativ schnell recherchieren.

    2. Aus dem Artikel geht hervor, dass der Autor es glaubhaft versucht hat, den Jäger zu erreichen. Wenn dieser nichts sagen will, ist das kein Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht.

  3. “Im Grunde habe ich es ja darauf ankommen lassen und wollte mit meinem Kommentar zeigen, wie weit man gehen kann.”

    Anders ausgedrückt, wenn Herr Schumacher jemand beleidigt hat der sich das gefallen zu lassen denn Herr Schumacher steht über dem Gesetz? Wohl eher nicht. Also schreit er ganz laut „Angriff auf die Pressefreiheit“ um davon abzulenken das auch ein Journalist sich an Regeln zu halten hat.

    “Ich habe erwartet, dass sie erkennt, dass sie über das Ziel hinausgeschossen ist.”

    Anders ausgedrückt, Herr Schumacher in seiner Weisheit muss dem kleinen Staatsanwalt erklären wie der seine Arbeit zu machen hat. Arroganz in Reinkultur.

    1. Die Arroganz der Juristen ist es, dass diese es sich aber nicht sagen lassen.
      Staatsanwalt geht mit Hauptschulabschluss ohne juristische Kenntnisse:
      http://blog.justizfreund.de/?p=1529

      Man sagt von der Staatsanwaltschaft auch „Schneidig aber Dumm“ und dem kann ich grundsätzlich nur zustimmen. Justiz ist eine ähnliche Scheinwissenschaft wie Psychiatrie:
      http://blog.justizfreund.de/?p=1479

      Herr Schuhmacher steht übrigens nicht über dem Gesetz, sondern er verhält sich gemäss dem Gesetz rechtlich korrekt im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft und Justiz und er vertritt die Pressefreiheit, die insbesondere vor der Justiz geschützt werden muss:
      http://blog.justizfreund.de/?p=5571

      Oder haben wir das immer noch nicht gelernt?:
      “Dieses Land hat zwei Diktaturen hinter sich und leider auch eine entsprechend fürchterliche Justizgeschichte. Die beiden über die freie Presse herfallenden Juristen haben daraus nichts gelernt.”

  4. Dem betreffenden Jäger wurde mehrfach die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern. Er wollte nicht. Frank Wilhelm, nordkurier

  5. Sehr geehrter Herr Barg,

    die Staatsanwaltschaft behauptet etwas und dann „ist das alles so“. Willkommen im Obrigkeitsstaat.

    Tatsächlich ist das alles nicht „so“. Es ist eher „so“, dass es in der Mitteilung der Behörde vor Falschbehauptungen und Nebelkerzen nur so wimmelt. Das könnte man mit einem starken Wort belegen, aber wir wollen nicht gleich die nächste Klage provozieren.

    Der Presserat hat sich konkret zu diesem Artikel gar nicht geäußert. Er hat eine Missbilligung zu der gesamten Berichterstattung vor allem deshalb ausgesprochen, weil nach seiner Auffassung der Rabaukenjäger identifizierbar war. Das Wort „Rabauke“ wurde nicht kritisiert.

    Wir sind anderer Auffassung – und meinen auch, dass für diese Frage die Pressekammern von Gerichten zuständig sind. Denn Äußerungen des Presserates haben zwar moralische Bedeutung – sie sind aber rechtlich nicht relevant. Das wären Urteile oder Einstweilige Verfügungen der zuständigen Pressegerichte. Hier hatte der Jäger aber offenbar keinen Erfolg, sonst hätten wir eine entsprechende rechtliche Auseinandersetzung mit ihm gehabt. Es gab sie aber nie. Insofern ist es schon abenteuerlich, dass sich die Staatsanwaltschaft auf eine – dazu noch falsch interpretierte – Stellungnahme des Presserates als Rechtsgrundlage beruft. Das ist eine der Nebelkerzen.

    Ob identifizierende Berichterstattung vorliegt und ob das hier überhaupt relevant ist, entscheiden ordentliche Gerichte im Rahmen des Presserechts. Der Instanzenweg ist dabei: das örtlich zuständige Landgericht (sofern vorhanden die Pressekammer des Landgerichts) als Berufungs- oder Beschwerdeinstanz das Oberlandesgericht und ggfls. der Bundesgerichtshof.

    Dass wir den Jäger vor Veröffentlichung dieses (!) Artikels nicht gehört haben, ist eine Falschbehauptung des Wildschleifers. Spannend, dass eine Staatsanwaltschaft, die ja in alle Richtungen ermitteln soll, wenn sie schon meint ermitteln zu müssen, eine solche Behauptung ungeprüft übernimmt und in die Welt posaunt. Richtig ist, dass der Nordkurier immer wieder eine Stellungnahme des Betroffenen angefragt hat. Er hat bis heute nicht mit uns gesprochen. Sein gutes Recht, aber: dann bitte bei der Wahrheit bleiben. Und übrigens: Für die Frage, ob eine Meinungsäußerung auch deftige Werturteile enthalten darf (sie darf), ist es zudem auch vollkommen egal, ob mit dem Betroffenen gesprochen wurde oder nicht. Es ist sinnvoll, es ist fair, es ist richtig, es ist ethisch so zu handeln. Deshalb machen wir das so. Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht. Artikel 5 unserer Verfassung lautet nicht: Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, aber nur wenn er vorher mit dem Betroffenen gesprochen hat und der Presserat zustimmt. Das steht da nicht.

    Auch das sind also übelste Nebelkerzen der Staatsanwaltschaft, die vermutlich langsam merkt, was sie angerichtet hat und jetzt versucht wie ein Teenager, irgendwelche Ausreden und Ausflüchte zu finden. Hupps, jetzt habe ich schon wieder etwas Kritisches über die Obrigkeit geschrieben.

    Und @MF: Meine Meinung muss Ihnen nicht gefallen, Sie können alles was ich schreibe total erbärmlich und mies finden. Ich DARF es aber trotzdem tun, solange es nicht in den Wesensgehalt eines anderen Grundrechts eingreift. Und Sie DÜRFEN das auch! Ist das nicht eigentlich total schön? Sie dürfen mich sogar Rabaukenjournalist nennen, ohne dass gleich die Polizei anrückt. In vielen Teilen der Welt kann man seine Meinung nicht frei äußern, ohne seine Gesundheit, seine Freiheit oder sogar sein Leben zu riskieren. In Deutschland geht das. Ich bin dafür jeden Tag dankbar, aber ich will auch, dass es so bleibt. Und deshalb muss man auch im Kleinen dafür kämpfen, weil Grundrechte außer bei Militärputschen meist in kleinen, unmerklichen Schritten zerlegt werden.

    Dem Staatsanwalt, dessen Namen ich übrigens nicht mal kenne (und den auch kein Nordkurier-Leser erfahren hat) empfehle ich in der Tat, in seiner Freizeit ein bisschen über die Geschichte der Grundrechte zu lesen und sich tagsüber lieber um echte Straftaten zu kümmern. Die Betroffenen von Autodiebstählen und Wohnungseinbrüchen werden es ihm danken.

    Viele Grüße, Lutz Schumacher, Nordkurier

    1. Sehr geehrter Herr Schumacher,

      vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung der Fakten.

      Ich wußte ebenfalls schon bei der Lektüre des Artikels Ihres Kollegen über das Auftreten von Richterin und Staatsanwalt nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Die Bezeichnung „Rabauke“ ist an Harmlosigkeit nicht zu überbieten; daß der Staatsanwalt auf die ebenfalls zurückhaltende, bestenfalls leicht spöttische Berichterstattung so unprofessionell reagiert, zeigt schon, wes Geistes Kind er ist. Höhere Instanzen werden den Herrschaften ihre juristischen Fehleinschätzungen wohl mehr als deutlich aufzeigen.

      Das Bittere an der Nummer ist: Der Nordkurier kann sich den Instanzenweg leisten – für Ärmere gilt dank solcher Juristen leider wieder der alte Spruch: Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand.

  6. Die Justiz nimmt sich zu wichtig. Nicht anders als die des Dritten Reiches oder die der DDR. Kein Volk hat diese Menschen, welche sich anmaß(t)en, auf deutschem Boden „im Namen des Volkes“ Recht zu sprechen, jemals dazu legitimiert.

    Sollte es hierzulande einmal eine wirkliche Demokratie geben, sähe das anders aus. Für eine solche bedarf es aber freier, unabhängiger und objektiver Mainstream-Medien zur umfassenden Meinungsbildung der mündigen Bürger. Da zahlte man sogar eine „Demokratieabgabe“ – die diesen Namen dann verdient – gern.

    Zum Ärger aller Systemlinge, weltfremden Schwadroneure und sonstiger Nutznießer heutiger Zustände würden die Wahlergebnisse dann aber zweifellos deutlich anders als heute aussehen.

    Wir sind hier und heute recht weit von demokratischen Verhältnissen entfernt. CDU/CSU und SPD sowie einige wenige reiche Familien und Einzelpersonen im Hintergrund bestimmen, wie Deutschland zu denken, zu handeln und zu wählen hat.

    Sehr schön der nachfolgende kurze Text zur Thematik:

    Deutsche Justiz: Wer befördert, befiehlt

    http://muschin.blog.de/2013/04/23/deutsche-justiz-befoerdert-befiehlt-15782890/

  7. Erneut hat es der deutsche Staat offenbar versäumt, sein Justizsystem nach dem Ende einer Diktatur gründlich zu refomieren und geistig belastete Kräfte daraus zu eliminieren. Aber dafür wäre es im akuten Fall ja jetzt noch nicht zu spät…

  8. „Die persönliche Ehre des Anzeigeerstatters“, wie in der Pressemitteilung zitiert, hat dieser Mann für mich – und viele andere – schon selbst beschädigt, indem er überhaupt tat, was er getan hat! Er hat seinen ganzen Stand entwürdigt, die Jägerschaft! Warum schreien die eigentlich nicht lauter? Und ist der Staatsanwalt zufällig auch Jäger… Tät mich ja mal interessieren!

  9. Einen Kadaver (nicht “ein Tier“), der nicht geeignet ist, die benutzte Straße zu verschmutzen (anders als die Hinterlassenschaften einer Schaf- oder Rinderherde oder von Kutsch- oder Reitpferden – all dieses wird in einer landwirtschaftlich geprägten Gegend wohl gelegentlich vorkommen –), zu Transportzwecken über diese Straße zu schleifen, ist eigentlich nichts, was irgendjemanden interessieren könnte. Dass der Redakteur aus dieser unbedeutenden Handlung auf einen heftigen Charakterfehler des Veranstalters schließt, dass er diesen mit einem derben, beleidigenden Namen belegt und dass er diese seine eigene Fehlhandlung auch noch zu Lasten des betroffenen Jägers öffentlich macht, das kann er selbst doch unmöglich für rechtens halten. Wer einen anderen öffentlich einen “Rabauken“ nennt und wer Richterin und Staatsanwaltschaft, die dagegen einschreiten, zusätzlich beleidigend beschimpft, der hat, so scheint mir, für einen menschenwürdevollen Umgang mit anderen noch sehr viel zu lernen. Aber andererseits – lernen kann eigentlich jeder; auch unser Redakteur? Man wird sehen. Tacitus im alten Rom jedenfalls hat sich schon vor 1’900 Jahren darüber beklagt, wie gern sich die Menschen für angebliches Unrecht rächen: gratia oneri, ultio in quaestu habetur – Dank zu sagen gilt für eine Last, sich zu rächen dagegen wird für einen Gewinn gehalten.

    1. „menschenwürdevollen Umgang“ …?

      Sind Sie sicher, daß Sie tatsächlich wissen, was Würde bedeutet?

      Und falls ja: Menschenwürde, in Angrenzung zu welcher weiteren Art von Würde ?

  10. Nachtrag zu meinem früheren Leserkommentar. Der Chefredakteur merkt offenbar gar nicht, dass er in seinem langen Erklärungsbrief noch einmal den Ida auf den Ossa setzt – will heißen, er verlangt, und das auch noch unter Berufung auf unser Grundgesetz, dass derjenige, den er zuvor im Blatt beleidigt hat (und “Rabauke“ ist unbestreitbar eine Formalbeleidigung, gleichgültig, was der Anlass ist), sich danach auch noch in einem persönlichen Gespräch weitere Vorhaltungen machen lassen soll. Geht’s noch?

    1. Voll meine Meinung. Ergänzend möchte ich erwähnen, Daß der Jäger mit der friwilligen Wildbergung dem Steuerzahler eine teure Aufgabe abge-
      nommen hat

      1. Und nach Ansicht der Jagdbehörde deswegen seinen Jagd- und seinen Waffenschein verlieren soll. Ganz so harmlos, wie Sie hier tun, ist der Vorfall eben nicht.

      2. Was für ein Schwachsinn ist das denn: Der Jäger habe mit der „freiwilligen Wildbergung dem Steuerzahler eine teure Aufgabe abgenommen“? Entweder sind sie ein erfolgloser Satiriker – oder Sie haben schlicht keine Ahnung. Der Steuerzahler hat damit so gar nix zu tun…
        Der „Rabauke“ hat seine erlegte Jagdbeute – ja, de facto ein Kadaver, Herr O. W. Hess, aber dennoch waidmännisch gesehen denkbar unwürdig und respektlos behandelt – nach Hause geschafft. Das muss er wohl, wenn er in seinem (!) Revier Beute macht. Dazu ist er verpflichtet. Was erschütternd ist, ist die Behandlung seines Beutetieres! Man sollte Wild nicht nur „abknallen“, sondern wenn man es schon tötet, wenigstens einer sinnvollen Verwendung zufügen. Sofern man kein Vegetarier ist, ist Aufessen eine sinnvolle Verwendung. Aber aus reiner „Mordlust“ Leben nehmen, um es hinterher über die Landstraße zu schleifen, wonach man es dann hinterher nur noch dem Abdecker übereignen kann – dass ist schon mehr als „Rabaukentum“. Und wer das dann beleidigend findet, den Mann so zu nennen, dem ist schlicht nicht zu helfen. Sie leben nicht auf dieser Welt. Oder Sie wollen stänkern. Oder Sie sind ein rechthaberischer Jurist – wie Herr Hess vermutlich…

  11. Beleidigung sehr zweifelhaft. Wenn Juristen kein individuelles Ehrgefühl haben – und dafür spricht einiges – dann können sie auch kein kollektives Ehrgefühl haben und sind nicht beieidigungsfähig. Aber im Ernst: Wie kann eine Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung einleiten, wenn der „Rabauke“ nicht bekannt ist. Es handelt sich um ein Antragsdelikt und nicht um ein Offizialdelikt. Voraussetzung ist also neben der Anzeige ein ausdrücklicher Strafantrag, den nur der Verletzte stellen kann. Aber es soll auch schon in anderen deutschen Gerichtssälen vorgekommen sein, daß Delikte angeklagt wurden, die es im Gesetz gar nicht gab und nicht einmal das Gericht hat es gemerkt. Das ist die Folge, wenn in der Ausbildung Nazigeprägte Literatur dominiert (Palandt, LArenz, Dreher und ihre heutigen Nachfolger. Ingo Müller hatte mit seinem Buch „Furchtbare Juristen“, das in die Handbibliothek jedes Juristen gehörte, völlig Recht.

  12. War ja klar: Gleich wieder die Nazi-DDR-Unrechtsstaat-Keule schwingen. “Dieses Land hat zwei Diktaturen hinter sich…“ Geht`s noch `ne Nummer größer, Herr Schumacher? Meine Theorie: Da ist jemand froh, mit seinem Blatt mal selbst in den Medien zu sein. Kann der besorgniserregenden Auflage und dem Prestige in Medienkreisen sicher nicht schaden.

    1. @Manja Greß: Tja, aber irgendwie stimmt das doch… Oder verletzt das Ihr Ehrempfinden, weil auch Sie gelernte DDR-Bürgerin sind?

      Ich wette übrigens, Herr Schumacher wäre auch ohne diese Publicity zufrieden gewesen.

      1. Welches Bürger-Dasein haben Sie denn gelernt, namenloser Auf-Kommentare-Antworter?

  13. Herr Schumacher geht’s noch dicker.

    Was glauben Sie welche Instanz die richtige ist Ihnen und Ihrem Herrn Krause Bescheid zu geben wenn Sie Bockmist veranstalten.

    Richtig die Justiz. Ganz offensichtlich sind Sie aber nicht kritikfähig.

    Sie basteln sich Ihre Realität so wie es Ihnen passt. Und jetzt ist auch noch die Pressefreiheit in Gefahr. Lächerlich!!

    Niemand versucht Herrn Krause davon abzuhalten über den Vorfall zu berichten. Aber wie er es getan hat ist verabscheuungswürdig.

    Nach seinen Recherchen im persönlichen Umfeld des Betroffenen und einer Darstellung des persönlichen Profils auf beleidigende Weise die alles nichts mit dem Vorfall zu tun hatten war das Gericht der Meinung, dass hier Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.

    Und jetzt fangen Sie an Nebelkerzen zu werfen Halbwahrheiten zu verbreiten und Dinge aus dem Zusammenhang zu reißen. Fakt ist, dass der Betroffene vor den ersten beiden Artikeln von Herrn Krause keine Gelegenheit hatte sich zu äußern weil er nicht erreichbar war. Daraus wurde bei Herrn Krause er sei „abgetaucht“. Dass er nach diesen Artikeln keinen Drang mehr verspürte mit ihm zu reden kann ihm niemand verübeln. Die Arbeitsweise des Herrn Krause ist nicht erst seit dieser Hetzkampagne bekannt.

    Herr Krause ist mit glühendem Eifer im Dienste seiner „Wahrheit“ unterwegs. Und man muss ihm die zweifelhafte Ehre lassen, dass er es schafft den Eindruck zu erwecken es seien nur die Meinungen der Leute die er zitiert. Komischerweise kommt niemand zu Wort dessen Meinung in eine andere Richtung geht.

    Interessant und bezeichnend ist auch Ihre Aussage in diesem Zusammenhang, Herr Schumacher, dass Journalismus nicht ausgewogen sein müsse.

    Wie Journalisten dieser Prägung arbeiten lässt sich auch daran ablesen wie die Bild-Zeitung auf Bundesebene (letzten Donnerstag 28.05.2015, Seite 8) Schützenhilfe gegeben hat. Da hat der Jäger dieses Reh jetzt geschossen und es dann über die Straße geschleift.

    Entsprechende Wut-Kommentare von Leuten die sich natürlich nicht die Mühe machen den Fall zu hinterfragen lassen nicht lange auf sich warten. Praktischerweise wird ja gleich ein Wut-Button mit angeboten.

    Frei nach dem Motto „Dem müsste man……“

    Und natürlich interessiert Sie, Herr Schumacher, nicht die Meinung des Presserats der sich zur Aufgabe gemacht hat Journalisten zu rügen die Ihrer ethischen Verantwortung nicht gerecht werden. Sie scheinen drei Ebenen über diesen Schwätzern zu schweben….

    Sie und Herr Krause sind Vertreter der 4.Macht im Staate. Sie haben die Macht jemandem das Leben zur Hölle zu machen. Und das ist in diesem Fall in einer arroganten selbstherrlichen und mitleidslosen Art geschehen. Ich wünsche niemandem einmal in die Lage zu kommen, die der betroffen Jäger erlebt hat den ich persönlich kenne.

    Das Gericht hat nicht allein das Wort „Rabauke“ sondern die Tatsache für das Urteil zum Anlass genommen, dass Herr Krause dafür gesorgt hat, dass die Person identifizierbar ist und letztlich dafür, dass es sich um eine regelrechte Hetzkampagne handelte.

    Ich denke wir können dem Gericht vertrauen, dass zur Beurteilung der Sachlage alle Fakten vorgelegen haben.

    Und dann stellen Sie sich hin wie ein kleines bockiges Kind und provozieren Richter und Staatsanwaltschaft weil Ihnen das Urteil nicht passt. Es ist Ihr gutes Recht darüber zu lamentieren. Ich finde aber auch, dass der Staatsanwalt Ihre beleidigenden Ergüsse nicht hinnehmen muss.

    Meinungsfreiheit hört da auf wo Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

    Und allen Leuten die sich hier mit Schaum vorm Mund andere Gerichte und Staatsanwälte wünschen möchte ich fragen ob sie wirklich möchten, dass die Redaktionstuben der Bild-Zeitung und des Nordkuriers, die ich hier bewusst in einem Atemzug nenne, die Macht in diesem Lande übernehmen sollen?

    Diese Leute sollen unseren Richtern und Staatsanwälten erklären welches Rechtsverständnis angebracht ist und wie sie ihre Arbeit zu machen haben?

    Ich frage: was ist am Ende von den Beschuldigungsvorwürfen übriggeblieben als die „Bild“ mit Christian Wulf „durch“ war? Fast nichts. Aber seinen Job war er los!

    Wenn wir unser Rechtssystem auf die emotionale Ebene stellen sind wir ganz schnell wieder bei Hexenverbrennungen und anderen Formen der Lynchjustiz.

    Eine Ahnung davon bekommt man schon wenn man einige Kommentare in den Foren liest

    Dieser Fall hat längst die Ebene verlassen auf der es darum ging den Fehler eines Einzelnen aufzuzeigen. Es geht darum was von Seiten der Medien an Persönlichkeitsrechtsverletzungen hinnehmbar ist.

    Ich kann nur sagen: LEUTE WEHRT EUCH !!!! ES GEHT!!!

    Im Übrigen ist auch schon anderen Leuten aufgefallen wie beim Nordkurier Journalismus betrieben wird: http://blog.zeit.de/ost/2012/12/04/rauberpistolen-aus-neubrandenburg/

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