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Werbe-Statistik: Fernsehen wächst wieder, Online wächst schneller, Print verliert weniger

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Die Werbeerlöse aus dem vergangenen Jahr stimmen leicht optimistisch. Vor allem die Fernsehbranche setzte 2014 deutlich mehr um als im Vorjahr und auch online wächst kräftig. Insgesamt blieben die Erlöse stabil. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) bei den Gesamtinvestitionen ein Wachstum von einem Prozent.

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Die Erhebungen für 2014 haben ergeben, dass sich die Gesamtinvestitionen in Werbung auf  25,27 Milliarden Euro beliefen – und damit 20 Millionen Euro höher waren als 2013 (+ 0,1 Prozent). Auf die einzelnen Branchen haben sich die Werbegelder 2014 aber völlig unterschiedlich verteilt.

Werbeumsatz Fernsehen: Öffentlich-rechtliche wuchsen schneller als Private

Im Jahr 2014 verzeichneten vier der vom ZAW erfassten Werbeträger einen Anstieg ihrer Nettoumsätze und sieben einen Rückgang. Insgesamt sanken die Netto-Erlöse um 0,2 Prozent, blieben also stabil. Die Fernsehwerbung wuchs um 4,0 Prozent auf 4,29 Milliarden Euro. Profitiert haben private wie auch öffentlich-rechtliche Sender. Die ARD legte demnach 9,5 Prozent zu und erwirtschaftete 171,2 Millionen Euro, der ZDF-Werbe-Umsatz wuchs sogar um 12,2 Prozent auf 155,5 Millionen. Die private Konkurrenz legte 3,5 Prozent zu und setzte rund 3,96 Milliarden mit Werbung um. Fernsehwerbung wächst damit das fünfte Jahr in Folge.

Tabelle: ZAW

Tabelle: ZAW

Die Netto-Werbeumsätze beim Radio erreichten im zurückliegenden Jahr 738 Millionen Euro und lagen damit um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Werbemarktanteil der Radiowerbung lag 2014 bei 4,81 Prozent und damit etwa auf Vorjahreshöhe (4,86 Prozent). Der Verband privater Rundfunk- und Telemedien zeigte sich anlässlich der Ergebnisse optimistisch.

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Tageszeitungen verzeichneten weniger Verluste

Nach wie vor sind die Tageszeitungen der zweitstärkste Werbeträger in Deutschland. Zwar verzeichnete die Printbranche vergangenes Jahr kein Wachstum, konnte den Verlust bei den Nettowerbeerlösen aber bremsen. Sie sanken um 2,8 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 2.917,7 Mio. Euro), ein deutlich besserer Wert als 2012 und 2013, als der Rückgang 9,1 bzw. 9,7 Prozent betrug. Zeitungssupplements konnten ihr Vorjahresergebnis halten. Die Wochen- und Sonntagszeitungen mussten in 2014 Verluste von 15,2 Prozent verkraften. Online- und Mobile-Werbung haben 2014 einen deutlichen Anstieg um 6,6 Prozent auf 1.344,2 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 1.261,3 Mio. Euro) und sind damit zum viertstärksten Werbeträger aufgerückt – hinter den Nettowerbeumsätzen von 1.847 Mio. Euro der Anzeigenblätter.

Laufendes Geschäftsjahr: ZAW zeigt sich zuversichtlich

Nach aktueller Trendumfrage unter den Mitgliedern der 43 ZAW-Verbände ergibt sich für das laufende Geschäftsjahr eine leicht optimistische Grundstimmung, die sich der im vergangenen Jahr anschließt. Fast ein Drittel der Mitglieder erwarten 2015 steigende Werbeumsätze, 52 Prozent erwarten keine Veränderungen zum Vorjahr, nur 14 Prozent befürchten Verluste.

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