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Netflix: Neue Allzeithochs nach Gerüchten über China-Expansion

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Der Traumlauf geht weiter: Am Freitag sprintete die Aktie von Netflix erstmals über die 600-Dollarmarke und stellte damit neue Allzeithochs auf. Der Auslöser: Gerüchte über eine Expansion ins Reich der Mitte. So soll sich der boomende US-Streamingdienst in Gesprächen mit der einheimischen Wasu Media Holding befinden, in die auch Alibaba-Gründer Jack Ma investiert ist, berichtet Bloomberg. Netflix wird inzwischen mit bereits 37 Milliarden Dollar bewertet.

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Die Kampfansage ist gerade mal eineinhalb Wochen alt.  Auf der Digitalkonferenz re:publica ließ Netflix-Chef Reed Hastings durchblicken, dass sich die Expansionspläne, die den US-Streamingdienst im vergangenen Herbst auch nach Deutschland geführt hatten, erst im Anfangsstadium befänden: Bis Ende 2016 wolle man überall auf der Welt präsent sein – mit Ausnahme von Nordkorea.

Das schließt auch den größten Wachstumsmarkt der Welt ein – China, das bereits jetzt ein Marktvolumen für Streaming-Inhalte in Höhe von 6 Milliarden Dollar besitzt und das sich bis 2018 verdreifachen soll. Reed Hastings ist offenbar wild entschlossen, sich ein großes Stück von diesem Kuchen abzuschneiden.

Gerüchte über Kooperation mit Wasu Media Holding
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Wie der Finanznachrichtensender Bloomberg berichtet, befindet sich Netflix längst in Verhandlungen mit dem einheimischen Anbieter Wasu Media Holding , in den auch Alibaba-Gründer Jack Ma investiert ist. Der Anlass: Über eine Kooperation oder Beteiligung kommen ausländische Konzerne im Reich der Mitte schneller zum Zuge, als wenn sie erst als eigenständiger Konzern  vor eine staatliche Prüfungskommission treten müssten.

Anleger reagieren auf die unbestätigten Gerüchte regelrecht euphorisiert und schickten die zuletzt schon heiß gelaufene Netflix-Aktie um weitere 26 Dollar oder 5 Prozent auf ein neues Allzeithoch bei 613 Dollar. Seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen Mitte April hat die Netflix-Aktie Luft nach oben und verteuerte sich über 50 Prozent – seit Jahresbeginn liegen die Zugewinne gar bei 80 Prozent. Auf Schlusskursbasis am Freitag wird der US-Streamingdienst damit bereits mit 37 Milliarden Dollar bewertet.

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