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Magersuchts-Gefahr durch „GNTM“? ProSieben verschickt Unterlassungserklärung

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Laut einer Studie hat GNTM Einfluss auf die Entwicklung von Essstörungen

Während sich die verbleibenden "Germany's Next Topmodel"- Kandidatinnen auf das Finale am Donnerstag vorbereiten, verschickt ProSieben eine Unterlassungserklärung: an den Psychiater Manfred Lütz – nachdem dieser die Sendung öffentlich als "mörderisch" bezeichnete. Grund: Eine Studie hatte den Einfluss der Show auf Essstörungen belegt.

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Kurz vor dem Finale der 10. „Germany’s Next Topmodel“-Staffel schlug eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hohe Wellen: 70 von 241 bereits an einer Essstörung erkrankte Patientinnen, die für die Untersuchung befragt wurden, gaben an, dass die Sendung einen sehr starken Einfluss auf ihre Erkrankung gehabt habe. ProSieben wies die Kritik zurück und betonte: „Bei ‚Germany’s next Topmodel‘ ist gesunde und nachhaltige Ernährung ein wichtiges Thema“. Außerdem sei Übergewicht gesellschaftlich ein viel größeres Problem.

Diese Aussagen fand der Kölner Psychiater Manfred Lütz empörend und schlug gegenüber der Bild-Zeitung Alarm: „Festzustellen, dass Übergewicht gesellschaftlich ein viel größeres Problem sei, ist so, als ob ein Dealer sich damit herausredet, der Alkohol sei doch gesellschaftlich ein viel größeres Problem als Heroin.“ Lütz hofft, dass sich der Sender für diese „unsägliche Stellungnahme“ entschuldigt, denn sonst müsse man sie tatsächlich eine „möderische Sendung nennen, die eiskalt den Tod junger Mädchen in Kauf nimmt, um Kohle zu machen“.

Medianstalt will die Sendung prüfen

Nun wird die ProSieben-Show auf eine womöglich jugendgefährdende Wirkung geprüft. Das bestätigte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nach Angaben einer Referentin werde die MABB das Format in die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) einbringen auf „mögliche entwicklungsbeeinträchtigende Wirkungen“ hin prüfen.

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„Sollte die KJM zu dem Ergebnis gelangen, dass durch die Sendungen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung negativ beeinträchtigt werden könnten, werden die entsprechenden medienrechtlichen Maßnahmen gegenüber Pro Sieben eingeleitet“, kündigte die Referentin in der Neuen Osnabrücker Zeitung an. Neben Sendezeitbeschränkungen zählen dazu auch Bußgelder.

ProSieben verschickt Unterlassungserklärung

Währenddessen versuchte Günther Klum, Heidis Vater und Geschäftsführer der Modelagentur OneEins Management, die Wogen auf seine Weise zu glätten. Wie Manfred Lütz im Stern-Interview erzählte, rief Klum die Sekretärin des Arztes an, um dessen Töchter, 17 und 18 Jahre alt, zur Sendung einzuladen. „Ich habe Herrn Klum geschrieben, er nehme offenbar die Studie überhaupt nicht ernst, indem er sie durch eine solche Einladung ins Lächerliche ziehe.“ Er solle doch lieber an Magersucht erkrankte Mädchen gemeinsam mit ein paar Fachleuten zu einem ernsthaften Gespräch mit der Redaktion und Heidi Klum einladen.

Günther Klums Antwort: Ein Brief vom Anwalt mit der Aufforderung zur Unterlassungserklärung. Natürlich würde niemand behaupten, Heidi Klum sei alleine verantwortlich für die Magersucht eines bestimmten Mädchens, betont Lütz. „Aber ihre Sendung ist bei vielen Patientinnen offensichtlich von sehr großem Einfluss auf ihre Erkrankung gewesen.“ Aus diesem Grund hat Lütz die Unterlassungserklärung nicht unterschrieben.

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Alle Kommentare

  1. Es wird endlich zeit, dass diese ‚klum‘ weg ist vom fenster!!! soll sicxh mal endlich um ihre kinder kümmern und nicht die jungen Frauen in die Magersucht treiben. Sie hat einfach keinen Charakter, sondern nur Dollar scheine im auge.
    Eine gisele bündchen hat Charakter, aber diese klum gehört endlich weg vom fenster!!!..
    sie ist einfach nur medien gail…und ihr spielt alle mit!!! unmöglich…es kotzt mich als frau an, was die mit den jungen Frauen anstellt. Unmöglich…sie soll endlich mal verschwinden und es wird eit dass pro 7, diese beschuerte Sendung endlich schmeißt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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