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Peinliche Stellenausschreibung: Das ZDF sucht einen Social Media Manager, der Briefe schreibt

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte gern ein jüngeres Image. Social Media gehört natürlich dazu und deswegen sucht das ZDF einen Social Media Manager, der sich mit diesem Internet auskennt. Ein bisschen alte Schule darf es dann aber doch sein: Bewerbungen werden - ausschließlich - auf dem Postweg entgegengenommen.

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Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Bürokratieproblem hat, ist keine Neuigkeit. Mitarbeiter klagen gern mal über endlose Verwaltungsprozesse, die jedem noch so freien Geist schnell in Ketten aus Hierarchien und Formularen legen können.

Dabei geben sich ARD und ZDF seit geraumer Zeit so viel Mühe zu zeigen, dass sie es auch anders können: Man will jünger und hipper wirken, will sich öffnen für die neue Generation.

Das ZDF beispielsweise sucht dafür einen Social Media Manager. Genauer: Einen „Corporate Social Media Manager/in.“ Der neue Mitarbeiter sollte unter anderem im Bereich der Social Media-Kommunikation beraten, steuern, beobachten und analysieren können sowie umfassende Kenntnisse der Entwicklungen im Social Web mitbringen. Besonders qualifizierte Bewerber will das Unternehmen offenbar daran erkennen, wie gut sie die Kanäle auch abseits des World Wide Web beherrschen: Bewerbungen werden ausschließlich auf dem Postweg angenommen.

Von Imagewandel keine Spur. Schlimmer noch: In einer früheren Variante soll über der Positionsbeschreibung noch der ungelenke und unattraktive Begriff des „Sachbearbeiters“ gestanden haben, wie das Blog Personalmarketing 2 Null berichtet. Der Begriff nimmt nicht nur den hippen Glanz und Glamour aus der Stellenausschreibung. Er verkörpert auch das bürokratische Leiden des Verwaltungsapparats ZDF. Verstärkt wird das nur noch durch die Tatsache, dass der Sender die Ausschreibung für den Posten eines Social Media Managers, also einer Person, die sich mit der Kommunikation über soziale Netzwerke befassen soll, über keinen einzigen der ZDF-Social Media Kanäle teilte. Dieser Umstand wurde auch im Netz gewürdigt: Vielleicht eine geschickte Viral-Kampagne des Senders?

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Alle Kommentare

  1. Einziger Vorteil ist wahrscheinlich, dass sie an alten Dingen festhalten. Sollte man den Job also erstmal haben, ist es ein Job fürs restliche Leben. Ob man damit glücklich ist, ist eine andere Frage

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