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Quartalsbilanz: Apple übertrifft Erwartungen mit 61 Millionen iPhones

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Apple-Chef Tim Cook: An der Wall Street wieder auf Allzeithochs

Business as usual nach Handelsschluss: Apple konnte auch mit seiner jüngsten Quartalsbilanz die Prognosen der Wall Street deutlich überbieten. Der wertvollste Konzern der Welt verdiente zwischen Januar und März stolze 13,6 Milliarden Dollar. Großer Wachstumstreiber war auch diesmal das iPhone, von dem Apple 61 Millionen Stück verkaufte. Zudem verkündete CEO Tim Cook eine Fortsetzung des Kapitalrückzahlungsprogramms mit weiteren 70 Milliarden Dollar binnen der nächsten zwei Jahre.

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Nach dem erfolgreichsten Quartal der Unternehmensgeschichte folgte das zweitbeste: Das ist die Geschichte von Apple neuester Bilanz in einem Satz. Satte 58 Milliarden Dollar setzte der Kultkonzern aus Cupertino zwischen Anfang Januar und Ende März trotz des starken Dollars ab – ein Anstieg von nochmals 27 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit Erlösen in Höhe von 56 Milliarden Dollar gerechnet.

Noch deutlicher verlief der „Blowout“, wie Anleger das Übertreffen der Analystenschätzungen so gerne nennen, beim Konzernergebnis: Einen Gewinn von 2,33 Dollar je Anteilsschein fuhr Apple im abgelaufenen Quartal ein, die Wall Street hatte lediglich mit 2,16 Dollar je Aktie gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresergebnis, als Apple noch 1,66 Dollar je Anteilsschein verdient hatte, entsprach das einem stolzen Gewinnzuwachs von satten 40 Prozent.

iPhone-Geschäft bleibt Apples Lebensversicherung

Netto blieben in Cupertino in den ersten 90 Tagen des Jahres damit enorme 13,6 Milliarden Dollar hängen – das ist das fünftbeste Quartal, das in der Wirtschaftsgeschichte jemals erzielt wurde. In den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahres verdiente Apple damit den Fabelwert von zusammen genommen 31,6 Milliarden Dollar.

Treiber der Rekordentwicklung war erneut Apples Lebensversicherung – das iPhone. Die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus, die Apple im vergangenen September auf den Markt gebracht hatte, verkauften sich weiter blendend: „Wir sehen einen höheren Anteil an Leuten, die zum iPhone wechseln, als wir in vorherigen Zeiträumen verzeichnet haben“, kommentierte Apple-CEO Tim Cook die Entwicklung.

Apple erzielt in China erstmals größere iPhone-Erlöse als in den USA

61 Millionen Einheiten seines Smartphone-Bestsellers setzte Apple im abgelaufenen Quartal ab: Das waren drei Millionen mehr als von Analysten erwartet. Im Jahresvergleich konnte Apple den iPhone-Absatz nochmals um 40 Prozent steigern. Weil der Durchschnittsverkaufspreis wegen der teueren neuen Modelle mit 128 GB Speicher auf 659 Dollar hochschnellte, konnte Apple die mit dem iPhone erzielten Erlöse sogar um 55 Prozent steigern.

Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung hatte China. Erstmals seit Einführung des Apple-Smartphones 2007 setzte der iKonzern in einem Quartal mehr iPhones im Reich der Mitte ab als im Heimatmarkt USA. Mit Gesamterlösen von 16,8 Milliarden Dollar avancierte China zudem vor Europa zum zweitwichtigsten Absatzmarkt.

Einzige Schwachstelle: iPad-Sparte kollabiert
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Für den einzigen Dämpfer in der Quartalsbilanz sorgte unterdessen wenig überraschend die Problemsparte iPad. Allerdings gaben Apples Tablet-Verkäufe noch stärker nach als erwartet: Nur noch 12,62 Millionen iPads wurden im zweiten Quartal des neuen Geschäftsjahres verkauft – im Vorjahresvergleich ein happiges Minus von 23 Prozent, das noch größer ausfiel als von Analysten erwartet.

Die Mac-Verkäufe bewegten sich dagegen mit 4,6 Millionen Einheiten im Rahmen der Erwartungen; ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der App Store verzeichnete unterdessen erneut Rekordumsätze. Für das laufende Quartal stellte insgesamt Apple Erlöse von 46 bis 48 Milliarden Dollar in Aussicht, die im Rahmen der Erwartungen der Wall Street lagen.

200 Milliarden Dollar zur Kapitalrückführung

Im Rahmen der Bilanzverkündung äußerte sich Apple ebenfalls zur weiteren Verwendung der immer größeren Cash-Reserven, die per Ende des Quartals vor Abzug von Verbindlichkeiten auf nun schon 194 Milliarden Dollar angeschwollen sind.  Ergebnis: Apple setzt sein aktionärsfreundliches Kapitalrückführungsprogramm mit üppigen Dividendenzahlungen und weiterhin massiven Aktienrückkäufen fort.

Weitere 70 Milliarden Dollar will Apple bis Ende des Geschäftsjahres 2017 aufwenden; bislang hatte Apple von 2012 bis zum September dieses Jahres 130 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen angekündigt. Mit den frischen Mitteln in den kommenden zwei Jahren steigt das Kapitalrückführungsprogramm damit insgesamt auf stolze 200 Milliarden Dollar an.

Aktie schießt nachbörslich auf neue Allzeithoch

„Während der Fokus unseres Programms auf dem Rückkauf von Aktien liegt, sind wir uns bewußt, dass die Dividende für viele unserer Investoren sehr wichtig ist, sodass wir sie zum dritten Mal in weniger als drei Jahren erhöhen“, erklärte Tim Cook. Apple verkündete daher eine Anhebung der Quartalsdividende um 11 Prozent auf nunmehr 0,52 US-Dollar pro Stammaktie.

„Wir glauben, dass vor Apple eine strahlende Zukunft liegt, und die beispiellose Größe unseres Programms zur Kapitalrückzahlung reflektiert diese große Zuversicht“, unterstrich der Apple-CEO in der anschließenden Analystenkonferenz seinen Optimismus.

Anleger teilten Cooks Einschätzung offenbar über weite Strecken: Nachdem die Apple-Aktie bereits im Vorfeld der Quartalszahlen um mehr als zwei Prozent zugelegt hatte, verteuerten sich die Anteilsscheine nach Handelsschluss nochmals um 1,5 Prozent und notieren bei nunmehr 134,50 Dollar auf einem neuen Allzeithoch.

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