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Nicht ohne meine Mutter: Sophia Thomallas Brandbrief gegen das „Tatort“-Aus ihrer Mutter

Ob der Mutter  das Social Media-Experiment gefallen hat? Simone und Sophia Thomalla (r.)
Ob der Mutter das Social Media-Experiment gefallen hat? Simone und Sophia Thomalla (r.)

Diagnose: Alters-Diskriminierung. Bei stern.de veröffentlichte die Schauspielerin Sophia Thomalla einen Brandbrief gegen den Rausschmiss ihrer Mutter als "Tatort"-Kommissarin. Am vergangen Sonntag lief der letzte Leipzig-"Tatort" mit Simone Thomalla als Eva Saalfeld. Dazu meint die Tochter: "Was für eine Scheiße! Wir wollen keine Verjüngung."

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10,06 Mio. Zuschauer sahen den bizarren letzten Fall des Leipziger-„Tatort“-Duos Eva Saalfeld und Andreas Keppler alias Simone Thomalla und Martin Wuttke. Das war immerhin die zweit-höchste Zuschauerzahl, die der Leipzig-„Tatort“ jemals erreichte. Schon länger war bekannt, dass der produzierende MDR seine „Tatort“-Filme neu ausrichten will und das Duo Saalfeld/Keppler in Ruhestand schickt.

Thomallas Tochter Sophia, die auch des öfteren zu aktuellen Themen in Talkshows präsent ist, nimmt den Rauswurf ihrer Mutter beim „Tatort“ zu einem gepflegten Rant bei stern.de gegen einen angeblichen Jugendwahn im TV:

Die Quote stimmt nicht nur, sie ist hervorragend. Die Resonanz ist top. Besser geht es doch eigentlich gar nicht. Dann gibt es ja nur eine Erklärung für diese Entscheidung: Der Jugendwahn hat also auch die Bastion „Tatort“ erreicht.

Was die junge Frau Thomalla zu erwähnen vergisst, sind die oftmals negativen Kritiken für die Leipziger „Tatort“-Filme. Und die Quoten sind nach „Tatort“-Maßstäben auch nicht immer so berauschend wie beim letzten Fall. In ihrem offenen Brief zieht Sophia Thomalla sogar Frodo Beutlin und Gandalf aus dem „Herr der Ringe“ als Vergleich für Respekt vor dem Alter heran:

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Wenn Frodo Beutlin zum Beispiel auf seine Reisen geschickt wird, so wird er dies mild und erfahren von einem älteren Gandalf mit langem Bart und endloser Weisheit und Erfahrung. Man vertraut ihm, man glaubt ihm, dem Erfahrenen.

Sophia Thomalla schließt mit den deutlichen Worten:

Ich sage es mal gerade raus: Was für eine Scheiße! Denn auch wir, die sogenannte „jugendliche Zielgruppe“, wollen gar keine Verjüngung. Wir wollen glauben können und gut unterhalten werden. Authentisch ist uns wichtig – egal wie alt.

Nicht nur weil Du meine Mutter bist – Du warst für viele Millionen eine tolle „Tatort“-Kommissarin, Mama!

Dass sich Prominente derart pointiert äußern, ist für stern.de nichts Neues. Vor einiger Zeit schrieb Til Schweiger seine Meinung zum Fall Edathy auch bei stern.de auf.

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Alle Kommentare

  1. natürlich kann die Tochter nicht objektiv urteilen. Eine gesichtsverschönte schmollmundige Komissarin ist unglaubwürdig. Schauspielerisch war auch nicht viel Glanz zu sehen. Keppler hätte ich gern länger gesehen, aber die auf jung getrimmte Frau Thomalla war unerträglich.

  2. Versteh gar nicht, warum die veröffentlichte Meinung gegen die Leipziger Tatorte war oder ist. Nach meinem Gefühl ist es nach wie vor so, dass Wessis nix aus Ostdeutschland gut finden können.

    Gegen die irgendwie seit hundert Jahren immer gleich verschlafenen Tatorte aus Köln und München – wo die Schauspieler ja nun wirklich immer dieselbe Nuschelmiene machen – waren die beiden Leipziger doch eher erfrischend, weil auch mal schräg. Für die Drehbücher können doch die Darsteller nix. Da muss die Redaktion wohl eher mal aufwachen. Ich bin sehr für Fortsetzung des Leipziger Duos. Die Geschichte ist längst nicht zu Ende erzählt, jetzt gehts doch eigentlich erst richtig (emotional) los. Happy end – hinterm Horizont gehts weiter.

    Und die Quote… ist einzig und allein Maßstab für Werberelevanz oder vielleicht der Sender-PR, aber doch nicht für die Qualität der Sendung. Maximaler Irrtum allerseits.

  3. Die Geschichte von Saalfeld / Keppler ist eigentlich nie eine besonders spannende gewesen – und nun auch wirklich endlich auserzählt. Punkt. Das Paar und seine Drehbücher wirkten schon ziemlich lange ziemlich altbacken, und über den Humor der Leipziger Tatort-Drehbuchautoren sowie deren Geisteshaltung konnte ich auch noch nie wirklich lachen. Das war auch immer alles so antiquiert… Nicht nur bei „Türkischer Honig“. Und bei allem Respekt vor Frau Thomalla, so waren ihre darstellerischen Leistungen doch auch nicht besonders überraschend. Ein paar mehr Gesichtsausdrücke als die vorhandenden hätten durchaus belebend für ihre Figur gewirkt… Da hilft jetzt auch das Geschrei von Sophialein nix. Ist eher peinlich, finde ich.

  4. Also wenn man das Vertragsende einfach mit dem Alter begründet, dann wird ein billiges Argument hergenommen, welches ohne nachdenken angeführt wird.
    Sie mag ne tolle Mutter sein, aber die Rollen hat sie stocklangweilig verkörpert.
    Sie ist eine Schauspielerin, Durchschnitt mehr aber auch nicht! Quote allein ist auch kein Argument, viele Deppensendungen haben hohe Einschaltquoten;
    aber ich selbst traue diesen “ Statistiken “ nicht!

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