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Keine Zeitverschwendung mehr: „Timewaste Timer“ kontrolliert die Facebook-Nutzung

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Ein neues Browser-Plug-in bittet Nutzer zur Kasse, die zu viel Zeit auf Facebook verbringen: "Timewaste Timer" soll helfen, die eigene Medienabhängigkeit zu bekämpfen. Die App reagiert damit auf die zunehmende Abhängigkeit von Smartphones und Social Media. Das neue Trendwort lautet: "Digital Detox".

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Das Plug-in läuft derzeit nur über den Google-Browser Chrome. Nach der Installation und Aktivierung, müssen sich Nutzer über Facebook oder Google einloggen und 20 US-Dollar auf den „Timewasting Deposit Account“ einzahlen. Erlaubt ist eine Stunde Facebook-Konsum am Tag, jede weitere Minute kostet einen Dollar. Ist das Konto leer, muss man es neu aufladen – oder davonrennen, wie die Entwickler schreiben.

Das damit eingenommene Geld investieren die Macher, um noch mehr Menschen dabei zu helfen, die tägliche Informationsüberladung und digitale Ablenkung zu bekämpfen.

„Digital Detox“ soll Internetsucht bekämpfen

„Timewaste Timer“ reagiert damit auf die zunehmende Gefahr der Internetabhängigkeit. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit leiden allein in Deutschland 800.000 Menschen unter einer solchen Sucht. Hinzu kommen 3,6 Millionen, deren Umgang mit dem Internet zumindest „problematisch“ ist. Neben Computerspielen im Netz bergen vor allem soziale Netzwerke wie Facebook Suchtpotenzial, wie eine Studie der Chicago Booth School of Business bereits 2012 herausfand. Besonders Jugendliche sind davon betroffen. Mittlerweile gibt es gar ganze Therapieansätze für Onlinesüchtige.

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Auch Reiseanbieter sind längst auf den Zug aufgesprungen: Einige locken mit Rabatten für Gäste, die ihre Smartphones beim Einchecken abgeben. Das Stichwort lautet hier: „Digital Detox“ – die digitale Entgiftung.

Apps zur Online-Selbstkontrolle

Wer sich im Alleingang eine solche Kur verschreiben will, hat neben dem Browser-Plug-in „Timewaste Timer“ auch zahlreiche Smartphone-Apps zur Auswahl: „BreakFree“ kontrolliert die Zeit, die Nutzer aktiv an ihrem Handy verbringen – und soll dabei helfen, das eigene Suchpotenzial zu erkennen und zu kontrollieren. Ähnliche Versprechen liefert die iOS-App „Moment“. Durch selbst eingestellte Zweitlimits können Nutzer damit ihre Handynutzung begrenzen. „Pause“ wiederum soll dabei helfen, wieder stärker mit dem realen Leben in Verbindung zu treten – um nur einige Beispiele zu nennen.

 

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