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Amazon-Bilanz: mit neuen Verlusten auf neue Allzeithochs – dank der Cloud

Amazon-Gründer Jeff Bezos
Amazon-Gründer Jeff Bezos

Die Wall Street ist schon ein verrückter Ort: Da präsentiert Amazon-Chef Jeff Bezos der Börse erneut einen Quartalsverlust – und seine Anteilseigner beklatschen ihn mit satten Kursaufschlägen auf neue Allzeithochs. Der Auslöser für den Kurssprung um sieben Prozent: Das Cloud-Geschäft boomt ohne Ende.

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Das Lachen dürfte ein bisschen lauter ausgefallen sein als gewöhnlich. Jeff Bezos, notorisch gut gelaunter Gründer und knallharter Konzernchef von Amazon, hat es bei Vorlage der jüngsten Quartalsbilanz wieder einmal allen Kritikern gezeigt, die den Online-Pionier nach dem schwierigen Vorjahr schon auf dem absteigenden Ast sahen.

Dabei fährt Bezos einfach mit seiner aggressiven Wette auf die Zukunft fort. Entsprechend müssen Anleger in der Gegenwart mal wieder auf Gewinne verzichten. Ein Minus von 57 Millionen Dollar oder 12 Cent je Anteilsschein häufte der nach Google, Facebook und Alibaba viertwertvollste Internetkonzern der Welt im Bilanzzeitraum Januar bis März an – Analysten hatten sogar mit einem etwas größeren Verlust gerechnet (13 Cent je Aktie). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Amazon das Minus sogar fast halbieren.

Cloud-Sparte ist ein 5-Milliarden-Monster

Die Umsätze entwickelten sich unterdessen besser als erwartet. Statt der prognostizierten Erlöse in Höhe von 22,39 Milliarden konnte Amazon im Auftaktquartal sogar 22,72 Milliarden Dollar einfahren – ein Zuwachs von nochmals 15 Prozent. Der Heimatmarkt bleibt mit Erlösen in Höhe von allein 13,41 Milliarden Dollar mit Abstand wichtiger Treiber der Geschäftsentswicklung.

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Den eigentlichen Trumpf spielte Bezos bei der Bilanzverkündung mit einer besonderen Enthüllung aus: erstmals wies Amazon gesondert die Geschäftsentwicklung der Cloud-Sparte aus. Die Konzernsparte Amazon Web Services (AWS) bringt es bereits auf über eine Million Kunden – darunter so illustre Namen wie Netflix, Pinterest, Adobe und sogar die NASA – und einen Quartalsumsatz von nun schon 1,57 Milliarden Dollar.

Amazon-Aktie schießt auf Allzeithochs

Damit liegt Amazon im Boom-Segment Cloud Computing vor den Techpionieren IBM und Microsoft – und schreibt sogar, höchst ungewöhnlich, satte Gewinne. 265 Millionen Dollar spülte AWS in den ersten drei Monaten des Jahres in die Kasse des E-Commerce-Riesen.

„Amazon Web Services ist bereits ein fünf Milliarden Dollar-Business, das schnell wächst“, feierte Konzernchef Bezos seine Cloud Computing-Sparte. Und Anleger feierten mit: Die Amazon-Aktie sprang nachbörslich um 7 Prozent auf 417 Dollar nach oben – und damit den höchsten Stand aller Zeiten.

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