Spot des Tages: Amnesty International dreht in Sachen Flüchtlingskrise den Spieß um

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Die Nachrichtenflut über Flüchtlingsströme, die nach Europa drängen, bricht nicht ab. Für all diejenigen, die denken, das Schicksal dieser Menschen ginge sie nichts an, hat Amnesty International einen kleinen Spot gedreht. Das Video soll wachrütteln und zeigen: Es kann jeden treffen.

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Zu sehen sind die üblichen Bilder: Nachrichten, die über Flüchtlingsströme berichten, Menschen, die in Karawanen durch das brache Land ziehen, dich gedrängt in LKWs sitzen und in Decken gehüllt darauf warten, in ein besseres Leben zu fahren. Und dann werden sie eingesperrt, ohne zu wissen warum, ohne zu wissen, wie es weitergeht. Der einzige Unterschied zu den bekannten Bildern, die uns jeden Tag über die Medien erreichen: Diese Menschen, sie sind nicht dunkelhäutig, sie kommen nicht aus Afrika oder Syrien, sie sind Europäer, hellhäutig und Schutz suchend im südlichen Afrika.

Für alle, die denken, das Schicksal der Flüchtlinge gehe uns nichts an.

Posted by Amnesty International Deutschland on Wednesday, 22 April 2015

Mit dem Spot dreht Amnesty International den Spieß einmal um und nimmt einen Perspektivwechsel vor: Was, wenn wir es wären, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden? Wenn wir es wären, die mit Hoffnung auf ein besseres Leben in ein anderes Land kämen? Vielleicht verliefe die Diskussion darüber, ob Europa sich Flüchtlinge leisten kann – und will – dann etwas anders.

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Alle Kommentare

  1. Es gibt doch laut UNO über eine Million ganz frische, weisse Flüchtlinge in Europa, aus der Ukraine. Da die aber lieber nach Russland als gen Westen ziehen, sind die wohl nicht erwähnenswert. Ist auch klar, da könnte AI seine grössten Spender verlieren, die sind in der Gegend ja stark in die ‚politischen‘ Prozesse involviert.

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