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Aufgetaucht: Früherer iOS-Chef Scott Forstall jetzt Snapchat-Berater

Scott Forstall berät Snapchat
Scott Forstall berät Snapchat

Leise Comebacksignale von einer früheren Führungspersönlichkeit bei Apple: Scott Forstall, langjähriger iOS-Chef und Protegé von Steve Jobs, hat bei Snapchat als Berater angeheuert. Und das zu üppigen Konditionen: Sein 0,11 Prozent-Anteil an der boomenden Foto-App ist bereits 20 Millionen Dollar wert. Auch auf Twitter deutet Forstall sein Comeback an.

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Was fängt man mit dem Rest seines Lebens an, wenn der beste Teil der Karriere vermeintlich hinter einem liegt? Diese Frage dürfte sich Scott Forstall in den vergangenen zweieinhalb Jahren ziemlich oft gestellt haben. So lange ist es tatsächlich schon her, dass das einstige Apple-Wunderkind vom seinerzeit neuen Chef Tim Cook aus den heiligen Hallen Cupertinos befördert wurde.

„Apple gibt Veränderungen zur Steigerung der Zusammenarbeit von Hardware, Software und Services bekannt“, war Ende Oktober 2012 in einer Pressemeldung zu lesen, die in den Wirren des Tropensturms Sandy zirkulierte. „Apple hat zudem erklärt, dass Scott Forstall Apple im kommenden Jahr verlassen und in der Zwischenzeit als Berater von CEO Tim Cook fungieren wird.“ Scott Forstall – Geschichte!

Scott Forstall tauchte erst mal ab

Flankiert von einem vermutlich extrem großzügigen Abfindungspaket hielt sich Forstall an das Gentlemen’s Agreement, das in solchen Fällen besteht: Kein Nachtreten, keine Abrechnung, keine schmutzige Wäsche. Forstall, den Apple-Biograf Adam Lashinsky einst zum „CEO in Wartestellung“ hochgeschrieben hatte, schien wie vom Erdboden verschwunden.

Doch Forstall wählte ein Sabbatjahr. Der 44-Jährige entdeckte das Reisen. Damit folgte Forstall seinem Mentor Steve Jobs, der ebenfalls nach seinem Rauswurf bei Apple zunächst einmal das Weite suchte. Sogar die Reiseziele glichen sich: Wie den Apple-Gründer zog es auch seinen Zögling nach Italien. Zudem verbrachte Forstall eine längere Zeit in Südafrika.

Forstall heuert bei Snapchat als Berater an

Darüber hinaus engagierte sich Forstall zunehmend philanthropisch –  etwa als Produzent und Geldgeber des Musicals „Fun Home“ am Broadway. Zudem wurde nun im Rahmen der unendlichen Enthüllungen des Sony-Hackerskandals bekannt, dass sich Forstall als Berater verdingt hat.

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Und zwar bei einer der angesagtesten Apps der vergangenen Jahr – Snapchat! Wie aus einer Email des Sony Pictures–CEO Michael Lynton hervorgeht, der dem Aufsichtsrat von Snapchat angehört, hat sich Forstall für seine Dienste nicht in Dollar und Cent entlohnen lassen, sondern in Anteilen.

0,11 Prozent-Anteil schon 16,5 Millionen Dollar wert 

Ein ziemlich smarter Schachzug, denn die Foto-App mit Selbstzerstörungsfunktion, an der Facebook immer wieder großes Interesse hatte, hat in den vergangenen Jahren einen exorbitanten Bewertungssprung gemacht und in der jüngsten Finanzierungsrunde bereits eine Bewertung von 15 Milliarden Dollar durchgesetzt.

Der 0,11 Prozent-Anteil an Snapchat, der Forstall zugesprochen wurde, ist damit bereits 16,5 Millionen Dollar wert! Und das dürfte nur eine Zwischenstation sein: Im Februar kursierte für Snapchat eine Hausnummer von 19 Milliarden Dollar, die Forstall zum 20-fachen Millionär machen würden. Erfahrungen mit großen Aktienpaketen hat der inzwischen 47-Jährige: 2012 veräußerte Forstall kurz vor seiner Demission einen Anteil an Apple-Aktien, der 39 Millionen Dollar wert war.

Tatsächlich scheint die jüngste Enthüllung der Beratertätigkeit für Snapchat aber Forstalls Comeback in der Techwelt einzuläuten: Vergangenen Freitag versendete der langjährige Apple-Manager seinen ersten Tweet, der den Start des Broadway-Musicals ankündigte. Zweieinhalb Jahre nach dem unrühmlichen Apple-Aus ahnt man: Das war’s noch nicht!

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