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Glanzleistung von Armin Rohde: Der neue Köln-Tatort „Dicker als Wasser“ im MEEDIA-Check

ARD/WDR Tatort: „Dicker als Wasser“
© WDR/Uwe Stratmann
ARD/WDR Tatort: "Dicker als Wasser" © WDR/Uwe Stratmann

Im neuen Tatort "Dicker als Wasser" bekommen Max Ballauf und Freddy Schenk einen neuen Kollegen und Schenk gerät darüber hinaus in eine emotionale Krise – doch all das verblasst neben der schauspielerischen Leistung von Armin Rohde, der als tyrannischer Vater jeden aus dem Weg räumt, der seiner Familie zu nah kommt.

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Die Story
Max Ballauf und Freddy Schenk müssen den Mord an dem jungen Kneipenbesitzer Oliver Mohren aufklären. Seine Freundin Laura Albertz hatte ihn mitten in der Nacht tot vor seinem Lokal aufgefunden. Wer hatte eine Rechnung mit dem beliebten Szenewirt vom „Sax Club“ offen? Bei den Fragen der Kommissare verwickelt Laura sich in Widersprüche. Schnell gerät Erik Trimborn unter Verdacht. Er und Oliver waren einmal Freunde. Doch dann hatte der ihm Laura ausgespannt. Allerdings traut Olivers Vater Jürgen Mohren Erik eine solche Tat nicht zu. Da erscheint Ralf Trimborn auf der Bildfläche. Eriks Vater ist ein Mann mit einem langen Vorstrafenregister. Erst kürzlich wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Hat er sich an Oliver für seinen Sohn gerächt? Kaum zu glauben, denn die Beziehung zwischen Erik und Laura war ihm schon immer ein Dorn im Auge.

Die Story hinter der Story
Was zunächst wie eine Geschichte über eine komplizierte Dreiecksgeschichte anmutet, entpuppt sich schnell als Familientragödie. Der Bösewicht in diesem Drama: Armin Rohde als wahnsinniges und manipulatives Familienoberhaupt Ralf Trimborn, der alle Fäden in der Hand hält und jeden aus dem Weg räumt, der ihm die Kontrolle entreißen könnte.

Was taugt das Drehbuch?
Wie schon im letzten Frankfurter Tatort „Das Haus am Ende der Straße“ veredelt Armin Rohde auch den Kölner Fall „Dicker als Wasser“ – ohne ihn hätte das Vater-Sohn-Drama von Autor Norbert Ehry und Regisseur Kaspar Heidelbach sicherlich nicht eine derartige Wirkkraft. Rohde brilliert als Mischung aus Mephisto, Ozzy Osbourne und Jack Torrance (der Familienvater aus „The Shining“). Und auch Ludwig Trepte glänzt in seiner Rolle als Sohn zwischen Freiheitssehnsucht und familiärer Verpflichtung, zwischen Angst und Liebe. Die beiden Kommissare verblassen daneben – obwohl sie einen neuen Kollegen bekommen und Freddy Schenk in einer handfesten Krise steckt.

Sind die Ermittler in Form
Nein, denn Schenk ist sichtlich angeschlagen. Nachdem er zu Beginn des „Tatorts“ von zwei Jugendlichen gedemütigt wird, rennt er – um es mit Ballaufs Worten zu sagen – durch die Gegend wie ein „gereizter Büffel“. Er mobbt seinen neuen Kollegen und verrennt sich emotional in dem Fall Trimborn. Die beiden Kommissare streiten darüber wie ein altes Ehepaar: „Der ist ’ne tickende Zeitbombe!“ – „Ich glaub, DU bist ’ne tickende Zeitbombe.“

Mit diesen Hintergrundinfos können Sie punkten
Der Regisseur von „Dicker als Wasser“, Kaspar Heidelbach, war 1997 bereits für den ersten Fall von Ballauf und Schenk „Willkommen in Köln“ verantwortlich.

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Der Satz zum Mitreden
„Die Bösen sterben nie aus. Und dann trinken sie auch noch den besseren Wein.“ (Ralf Trimborn zu Freddy Schenk)

Eher peinlich
Die Anfangssequenz, in der die Figur der Laura Albertz genau das noch einmal aussprechen muss, was der Zuschauer schon längst verstanden hat: „Olli, jetzt heb‘ endlich ab!“

Offene Fragen
Warum lag das Handy so plakativ neben der Leiche?

Fazit
Man sollte niemals einen Pakt mit dem Teufel eingehen. Oder mit Armin Rohde.

Einschaltempfehlung auf einer Skala von 1 bis 10
9

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