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Hamburger SV: Sportlich miserabel, bei den Zuschauern immer noch top

Bundesliga-Spiel Hamburger SV – VfL Wolfsburg
Bundesliga-Spiel Hamburger SV - VfL Wolfsburg

Die nächste Niederlage, wieder kein Tor, letzter Platz in der Tabelle. Für den Hamburger SV läuft derzeit nichts zusammen in der Fußball-Bundesliga. Doch das Match gegen Wolfsburg war bei Sky das zuschauerstärkste des Wochenendes. Die Fans halten ihrem Verein also die Treue - und viele Schaulustige stoßen dazu.

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Bevor es am Samstag Top-Quoten für Sky gab, fing der 28. Spieltag am Freitagabend etwas verhalten an. Nur 380.000 Fans wollten das Match zwischen Hannover 95 und Hertha BSC sehen – trotz Abstiegskampf die schwächste Freitags-Zahl seit November. Am Samstag folgten dann aber starke Zuschauerzahlen für die Liga. So sahen um 15.30 Uhr zunächst 1,34 Mio. Fans die Übertragungen im Pay-TV – Kneipen- und Sportbar-Zuschauer wie immer nicht mitgezählt.

Unter den 1,34 Mio. Interessenten fanden sich diesmal sogar mehr Einzelspiel-Zuschauer als Konferenz-Konsumenten. 640.000 der 1,34 Mio. entschieden sich für die Konferenz – erst zum dritten Mal in dieser Saison weniger als 50%. Die restlichen Fans verteilten sich wie folgt auf die sechs Einzeloptionen: 290.000 sahen den Sieg des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt, 260.000 das Borussen-Duell zwischen Mönchengladbach und Dortmund, 120.000 die Nullnummer zwischen Schalke und dem SC Freiburg. Nur jeweils 20.000 Zuschauer fanden die Partien zwischen Mainz und Leverkusen, sowie Paderborn und Augsburg.

Am Samstagabend folgte dann das quotenstärkste Match des Spieltags: 810.000 Leute verfolgten die Niederlage des Hamburger SV gegen den VfL Wolfsburg. Am Sonntag sahen dann noch 410.000 den Kölner Sieg gegen Hoffenheim und starke 760.000 Stuttgarts Dreier gegen Weder Bremen.

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In der von MEEDIA errechneten Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen gibt es diesmal nur einen Plätzetausch: Wolfsburg zog wegen der HSV-Quote an Mainz vorbei, ist nun Elfter. Spanend ist aber der fünfte Platz für den Hamburger SV. Trotz der katastrophalen Leistung des Teams in der bisherigen Saison bleiben die Fans treu, sehen sich die Spiele des HSV weiter an. Für Sky wäre ein Abstieg des Vereins also ein großer Verlust. Aus Quotensicht dürfte das Nordderby zwischen Bremen und Hamburg am kommenden Sonntag ein großer Hit werden – Sechster gegen Fünfter. Ganz vorn bleiben unterdessen weiter Bayern und Dortmund, die von Schalke und Gladbach nicht mehr einzuholen sind, ganz hinten finden sich weiterhin Hoffenheim und Freiburg.

Die Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen Saison 2014/15
Platz Vorwoche Verein Mio.
1 1 Bayern München 0,78
2 2 Borussia Dortmund 0,72
3 3 Schalke 04 0,56
4 4 Borussia Mönchengladbach 0,53
5 5 Hamburger SV 0,44
6 6 Werder Bremen 0,44
7 7 Eintracht Frankfurt 0,43
8 8 VfB Stuttgart 0,41
9 9 Hertha BSC 0,39
10 10 Hannover 96 0,38
11 12 VfL Wolfsburg 0,37
12 11 Mainz 05 0,34
13 13 Bayer Leverkusen 0,33
14 14 1. FC Köln 0,32
15 15 SC Paderborn 07 0,27
16 16 FC Augsburg 0,26
17 17 TSG Hoffenheim 0,25
18 18 SC Freiburg 0,22
Stand: 28. Spieltag / Durchschnitts-Zahlen
Rohdaten-Quelle: AGF/GfK – Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Zur Methodik: Für unsere Zuschauertabelle werten wir sämtliche Einzelspiel-Quoten, zudem die der Konferenz. Die Konferenz-Zuschauer werden in dem Verhältnis unter den zu der Anstoßzeit spielenden Clubs aufgeteilt, in dem sie sich schon die Zuschauer der Einzelspiele aufgeteilt haben. So werden für unsere Tabelle aus 290.000 Bayern-Frankfurt-Zuschauern 550.000, aus 20.000 Mainz-Leverkusen-Sehern aber nur 40.000. In all diesen Zahlen sind Zuschauer in Kneipen, Sportbars, etc. nicht enthalten, da sie von der GfK nicht gemessen werden können.

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Alle Kommentare

  1. Bin zum ersten Mal auf diese Tabelle gestoßen. Leider finde ich diese wenig sachgerecht. Zum Einen werden solche Vereine mit vielen abweichenden Samstags-Terminen viel zu gut dargestellt. Bestes Beispiel ist Wolfsburg, die durch die Euro-League bspw. sehr häufig Sonntags spielten. So hatte Wolfsburg bisher alleine 16 (!) von 26 Termine außerhalb der 15.30-Konferenz. Dazu gibt es in Metropolen wie Berlin oder Köln sicherlich ein Vielfaches an Kneipen- und Sportsbar-Zuschauern. Durch die Nichtberücksichtigung werden „ländliche Standorte“ wie Wolfsburg oder Hoffenheim stark begünstigt. In Summe stellt man sich dann schon die Frage, welchen Aussagewert diese Tabelle haben soll?

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