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Spiegel: Höges fliegt aus der Chefredaktion, Blome rückt runter

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Beim Spiegel ist die neue Chefredaktion um Klaus Brinkbäumer offenbar dabei, die letzten Spuren des geschassten Ex-Chefs Wolfgang Büchner zu entfernen. Kai-Hinrich Renner berichtet im Handelsblatt, dass Clemens Höges nicht länger in der Chefredaktion ist. Der von Büchner geholte Nikolaus Blome wurde im Impressum nach unten gerückt.

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Der frühere Ressortleiter Ausland, Clemens Höges war von Wolfgang Büchner zum stellvertretenden Chefredakteur befördert worden. Er ersetzte in der Position Martin Doerry. Jetzt muss Höges laut Handelsblatt zurück ins Glied und seinen Vize-Posten wieder abgeben. Höges arbeitet nun als Autor im Auslandsressort. Der neue Spiegel-Chefredakteur Brinkbäumer hatte unlängst Susanne Beyer und Alfred Weinzierl zu seinen Stellvertretern ernannt. Mit einer Demission von Höges war darum schon gerechnet worden.

Nikolaus Blome war von Büchner als Berliner Büroleiter des Spiegel von der Bild geholt worden – gegen den massiven Widerstand der Redaktion, die Büchner damals abtrotze, dass Blome der Titel des stellvertretenden Chefredakteurs verwehrt blieb. Blome wurde nur „Mitglied der Chefredaktion“. Bislang stand er als solcher auch im Impressum hinter den Vize-Chefs. Dort ist sein Name nun entfernt, wie Kai-Hinrich Renner festgestellt hat. Blomes Name findet sich nun ein Stück weiter unten bei „Deutsche Politik – Hauptstadtbüro. Immerhin: Die Mitgliedschaft in der Chefredaktion steht noch in Klammern dabei.

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Alle Kommentare

  1. Das große Stühlerücken in allen Redaktionen der Qualitätsmedien. Welches Erdbeben hat denn diesen Redaktionstsunami ausgelöst?
    Nicht groß auf der Richterskala erkennbar, aber mit voller Wucht, wurden die Edelfedern von Pegida und dem nicht von der Hand zu weisendenden Vorwurf der Lügenpresse getroffen. Bei vielen sonst unkritischen Lesern macht es klick. Das traf unsere Journalistenriege völlig unerwartet. Dementsprechend waren die Reaktionen. Nicht vor Lügen zurückschreckend, erkennbar unfaire Berichterstattung, Angstschweiß in den Kommentaren und das Desaster war perfekt. Jetzt könnte man meinen, sie seien aufgewacht und würden die neue Chance nutzen, nein, um Gottes willen, Selbstkritik? Mit dem Personalkarussell, aber trotzdem immer mit den gleichen Leuten wird das nix. Die Leute wollen echte Infos und keinen Meinungsdauerbeschuss. Es kann aber nur gut sein, wenn der Absatz nachlässt und angebliche Journalisten beim Arbeitsamt landen, dass sich dann was ändert. Die Guten bleiben oder machen befreit vom Arbeitgeber selber Nachrichten und Meinungen. Die schlechten lassen sich wie das Orchester auf der Titanic feiern bis zum Schluss.

    1. Also, auch die Frage, ob „die Bezüge nicht reduziert werden“ kann der Öffentlichkeit völlig schnuppe sein. Was haben wir denn davon?

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