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Crowdfunding ist so mächtig wie Social Media: Dirk von Gehlens Fazit zu „Langstrecke“

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Mit "Langstrecke" hat sich die Süddeutsche Zeitung an ein neues Experiment gewagt: Ab März veröffentlicht sie vierteljährlich lange Lesestücke der SZ gebündelt als E-Book, Magazin oder Taschenbuch. Der dazugehörige Markttest auf der Crowdfunding-Plattform Startnext endet am Mittwoch. Dirk von Gehlen zieht auf seinem Blog ein Fazit.

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Sie seien nicht sicher, ob das Experiment gelingt, verkündeten die Verantwortlichen des SZ-Projekts „Langstrecke im Startnext-Video. Im Interview mit MEEDIA erklärte Dirk von Gehlen, man wolle ausprobieren, ob es auch in Deutschland Leserinnen und Leser gibt, die sich für Longform-Journalismus begeistern lassen. „Das Projekt kann schon gekauft werden, bevor es auf dem Markt ist und gleichzeitig lassen wir den Leser dabei zuschauen,wie ein Produkt entsteht. Dafür ist Crowdfunding sehr gut geeignet und das war für uns der entscheidende Faktor, den Markttest auf Startnext durchzuführen. Wir bewegen uns zwar auf einer Crowdfunding-Plattform, machen aber kein klassisches Crowdfunding“, so von Gehlen.

Knapp zwei Monate nach dem Start und 24 Stunden vor Ende der Crowdfunding-Kampagne zieht er auf seinem Blog ein Fazit und betont, man habe ihm noch vor wenigen Monaten gesagt, ein solches Experiment sei unmöglich. „Mir haben die vergangenen Wochen mit ‚Süddeutsche Zeitung Langstrecke‘ auch deshalb so viel Freude gemacht, weil sie bewiesen haben: Knapp 1.000 Leser (fast 800 bei Startnext und über 200 im SZ-Shop) halten es nicht für unmöglich, das Magazin (eines Verlages) zu kaufen, das es noch gar nicht gibt. Es ist im Gegenteil sogar möglich, dass in einem solchen Magazin vorab Anzeigen gebucht werden“, freut sich der Journalist.

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Darüber hinaus zieht er Parallelen zwischen Crowdfunding und den Sozialen Netzwerken. Als die heute großen Social-Media-Plattformen aufkamen, seien die ersten Nutzer verlacht oder zumindest naserümpfend angesehen worden und ähnlich verhalte es sich gerade mit dem allgemeinen Blick auf das Phänomen Crowdfunding. Es werde als Randthema wahrgenommen, als eine Bezahlmethode für diejenigen, die es im klassischen Betrieb nicht schaffen, so von Gehlen. Doch er glaubt an einen Trugschluss: „Die Vorstellung von Crowdfunding wird sich in den nächsten Jahren radikal verändern.“ Um seinen Ansatz zu untermauern, zitiert er Jerry Needle. Needle ist bei einer der weltweit größten Crowdfunding-Plattformen – Indiegogo – für das Marketing zuständig und ist sich sicher: In ein bis zwei Jahren wird Crowdfunding fester Bestandteil jeder Agenturarbeit sein.

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