Nach Netz-Debatte: Gute Kiosk-Zahlen für „Die Weltregierung“ des Spiegels

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Das viel diskutierte Spiegel-Cover "Die Weltregierung - Wie das Silicon Valley unsere Zukunft steuert" war für das Magazin ein Einzelverkaufs-Erfolg. Mit 250.660 Exemplaren lag das Heft hier über den Spiegel-Normalwerten. Deutlich unter dem Soll blieb hingegen der stern mit seinem Krankenhaus-Titel "Achtung! Ihre Gesundheit ist in Gefahr".

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Nachdem es für den Spiegel nach der Umstellung auf den Samstag als Erscheinungstag fünfmal gute bis sehr gute Zahlen gab – und danach zweimal unschöne – sind die 250.660 Einzelverkäufe nun wieder ein Schritt nach oben. Sowohl der 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 250.400, als auch der 3-Monats-Durchschnitt von 243.200 wurden übertroffen. Insbesondere im Netz wurde – über die Grenzen Deutschlands hinaus – heftig über den Titel diskutiert, auf dem die Chefs von Apple, Uber, Google, Yahoo und Facebook mit düsterem Blick gezeigt wurden. Aufmerksamkeitsstark war der Titel auf jeden Fall, wie sich nun auch in den IVW-Zahlen zeigt. Im Gesamtverkauf, inklusive der Abonnenten, Bordexemplare und Lesezirkel erreichte Heft 10/2015 einen Wert von 858.262, davon 51.501 ePaper.

Auch der Focus verbesserte sich gegenüber der Vorwoche, wenn auch nur um rund 2.000 Einzelverkäufe. Die 83.055 sind hier aber immerhin der Bestwert seit vier Wochen. Der Titel war ein typisches Focus-Servicethemen-Cover: „Die neue Macht der Mieter“ hieß es da und „Was Mieter und Eigentümer jetzt wissen müssen“. Zudem war ein Booklet mit den „50 wichtigsten Urteilen zum Miet-Recht“ aufgeklebt. 83.055 Leute hat das in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. überzeugt – mehr als im 12-Monats-Durchschnitt des Burda-Magazins (derzeit 82.400), aber weniger als im 3-Monats-Durchschnitt (89.400). Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 512.973 Exemplaren, darunter 25.568 ePaper.

Verlierer der Woche ist in unserem Cover-Check aber der stern. Er blieb deutlich unter seinen jüngsten Normalwerten, verzeichnete mit 188.548 Einzelverkäufen sogar eine der zehn schwächsten Zahlen seiner IVW-Heftauflagen-Geschichte. Passiert ist das mit der Zeile „Achtung! Ihre Gesundheit ist in Gefahr“ über „Krankenhäuser: Keime, Kostendruck und Kunstfehler – was sich jetzt ändern muss“. Obwohl es ein durchaus brisantes Thema ist, interessierte es unter den potenziellen stern-Käufern nicht genug. Die 188.548 Einzelverkäufe sind der schwächste Wert seit 14 Wochen, damit auch der schwächste des bisherigen Jahres und er liegt klar unter dem 12-Monats-Durchschnitt (215.400) und dem 3-Monats-Durchschnitt (210.600). Der Gesamtverkauf der Ausgabe lag bei 705.952 Heften.

Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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