Wer den Namen Andreas Lubitz nicht nennen will, sollte überlegen, seinen Presseausweis zurückzugeben

Kaum wurde von der französischen Staatsanwaltschaft der Name des Co-Piloten veröffentlicht, der die Germanwings Maschine 9525 in die Katastrophe führte, schon haben wir eine Medien-Debatte. Dürfen Medien den Namen des Täters Andreas Lubitz veröffentlichen, sein Bild zeigen? Selbstverständlich. Jedenfalls wenn man Journalismus ernst nimmt - der MEEDIA-Wochenrückblick.

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Aus besonderem Anlass mal wieder ein Wochenrückblick ohne die sonst üblichen Lustigkeiten. Die Katastrophe des Germanwings-Fluges 9525 in dieser Woche hat uns alle in Atem gehalten, Medien wie Publikum. Und es ist eine Debatte entbrannt, ob man den Namen des Ko-Piloten, der das Flugzeug und seine Insassen nach bisherigen Erkenntnissen ins Verderben führte, nennen darf. Ja, natürlich. FAZ-Digitalchef Mathias Müller von Blumencron sieht das so. Bild-Chef Kai Diekmann sieht das so. Die New York Times, der Economist, Zeit Online, die BBC, CNN, Reuters, die dpa-Tochter Picture Alliance, französische, spanische italienische Zeitungen sehen das so.

Den Namen des Verursachers eines solchen Unheils zu nennen, ist etwas anderes als die Namen der Opfer zu nennen. Die Opfer konnten nichts dafür. Sie haben sich das verdammte Schicksal nicht ausgesucht, an Bord des Flugzeugs zu sein, das von Andreas Lubitz gegen eine Bergwand geflogen wird. Der Täter aber kann alles dafür. Ohne ihn gäbe es die Tragödie nicht. Natürlich will die Öffentlichkeit wissen, wer das ist, wie er aussieht, was er vorher getan hat, welche Krankheiten er womöglich hatte. Alles, was vielleicht nur ein kleines bisschen zum Verständnis oder zur Verarbeitung dieser fürchterlichen Sache beitragen kann.

Genauso wie die Namen von Mohammed Atta, Anders Breivik und Robert Steinhäuser genannt wurden und genannt werden. Jeder weiß, wofür diese Namen stehen. Sie sind für immer mit ihren Untaten verbunden. Künftig wird das auch für den Namen Andreas Lubitz zutreffen. Der Mann mag krank gewesen sein, er mag vielleicht noch nicht einmal schuldfähig gewesen sein – das macht seine Tat nicht weniger schrecklich.

Wie kann man sich als Journalist also ernsthaft hinstellen, so wie werben & verkaufen Chefredakteur Jochen Kalka, und sagen, um Andreas Lubitz gehe es gar nicht. Kalka schreibt:

Und es ist völlig egal, was er für einen Hintergrund hat, was für Motive und wie er aussieht. Um ihn geht es nicht.

Was ist das für ein Verständnis von Journalismus? Spiegel Online verzichtete auch auf die volle Namensnennung und das Foto. Begründung:

Die Redaktion von SPIEGEL ONLINE hat sich entschieden, den Namen des Co-Piloten derzeit nicht vollständig zu nennen und ihn auch nicht im Bild zu zeigen. Noch ist der Fall nicht abschließend geklärt.

Will Spiegel Online künftig tatsächlich erst berichten, wenn Sachverhalte „abschließend geklärt“ sind. Wir dürfen gespannt sein auf diese neue Form der Zurückhaltung, auch bei laufenden Gerichtsverfahren von hohem öffentlichen Interesse. Wir dürfen zudem gespannt sein, ob der gedruckte Spiegel in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe auf die volle Namensnennung von Andreas Lubitz verzichtet. Denn nach Spiegel-Online-Logik war der Fall nach Redaktionsschluss für das Heft ja immer noch nicht „abschließend geklärt“. Was für eine Farce. (Update, 27.3.2015, 18 Uhr: Mittlerweile schreibt auch Spiegel Online den Namen aus. Offenbar wurde der Fall dort nunmehr „abschließend geklärt“.)

Einige deutsche Medien tun gerade so, als ob sie alleine bestimmen könnten, was öffentlich wird und was nicht. Dient ihre Zurückhaltung wirklich dem Schutz der Privatsphäre des Täters und seiner Angehörigen oder geht es auch ein bisschen darum, sich moralisch zu erheben und in Sozialen Netzwerken dafür auf die Schultern geklopft zu bekommen?

Die Informationen bekommt das interessierte Publikum ohnehin. Und interessiert sind die Leute ganz ohne Zweifel. Google verzeichnete am gestrigen Donnerstag alleine aus Deutschland über 500.000 Such-Anfragen nach Andreas Lubitz. Von wegen: „Um ihn geht es nicht“.

Wer ein Flugzeug mit 150 Leuten an Bord mit voller Absicht an einem Berg zerschellen lässt, der qualifiziert sich automatisch zur Person der Zeitgeschichte. Medien haben jedes Recht und sogar die Pflicht seinen Namen zu nennen, sein Bild zu zeigen. Er ist der Kern der Geschichte. Wer das anders sieht, sollte überlegen, seinen Presseausweis zurückzugeben.

Ein ruhiges Wochenende!

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Alle Kommentare

  1. Wer sich ohne Zugang zu Beweisen auf nur eine Quelle bezieht, und deren Erkenntnisse als „Wahrheit“ hinstellt, sollte seinen Presseausweis abgeben.

    1. Ach Reinke,
      dass Sie Quatsch geschrieben haben, haben Sie hoffentlich schon selber bemerkt. Betroffenheits-Bla-Bla bringt keinen weiter.

      1. 1. Wo ist da der Quatsch?

        2. Wo liegt da „Betroffenheits-Bla-Bla“?

        3. Wo hat jetzt Name/Bild in den Medien auch nur irgendeinen weitergebracht?

      2. Unglaublich anmaßend meine Herren.
        Ich bin ein Bauarbeiter der einfachsten Coloeur.
        Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft hier will jemand den Moralapostel suggerieren indem er die Identität nicht voll ausspricht.
        Präzedenzfälle sind nunmal Präzedenzfälle und wir alle müssen für uns selbst entscheiden dürfen wie wir damit umgehen können.

      3. Pressefreiheit contra postmortaler Ehrschutz

        Immer wieder ist in diesen Tagen zu lesen, etwa „Wir wissen nur: Er hat sich und die 149 Menschen getötet, deren Leben ihm als Co-Pilot des Fluges 4U9525 anvertraut wurden.“ …
        „Es ist ein schockierendes Verbrechen, das Andreas Lubitz begangen hat. Im brutalsten Sinne „ohne Rücksicht auf Verluste“ so jüngst in BILD.DE ein Bericht der Frau Marion Horn – Bams Kommentar – 29.03.2015 – 00.05 Uhr: „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd“

        WOHER WISSEN all die Berichterstatter in den Medien das? Beziehen sie sich dabei etwa auf die Ausführungen eines Herrn Brice Robin, seines Zeichens Marseiller Staatsanwalt, der nach 48 Stunden schon „festlegte“ was im Cockpit vorgegangen sein muß. Dies gegen allgemein bekannte internationale Regularien die bei der Untersuchung eines Flugzeugabsturzes lege artis sind?

        Anstelle mittels sog. negativem Ausschlußbeweises – der bei Schadensursachenermittlung im internationlen Luftsicherheitsrecht absolut zwingend ist – andere, nicht ganz fernliegende Kausalitäten erst begründet auszuschließen, gab der franz. Staatsanwalt vorläufige Mutmaßungen von sich, nur aufgrund von Audio- Aufzeichnungen des Voice Recorders – die er selbst nicht einmal vorher abgehört hat – und bezeichnete diese als „plausibelste“ Erklärung, wobei er den Co- Piloten als Verursacher und Täter für den Absturz ausmachte.

        Und selbst hier gibt es einige gewichtige Stimmen, aus den Reihen von Piloten und Flugzeugingenieuren die dies in Abrede stellen, da es aufgrund der zeit- und situationsabhängigen differierenden Geräuschsituationen, insbesondere beim Sinkflug einer A320, vor allem bei der erste Generation dieses Flugzeugtyps wegen der spezifischen dann auftretenden Geräusche, gar nicht möglich sei, den Atem eines Piloten oder Co- piloten zu hören. Das sei nicht möglich. Und die 2. Black Box ist noch nicht einmal gefunden worden.

        Unwillkürlich ist man versucht die Reporter zu fragen, ob sie schon einmal was von einer Unschuldsvermutung gehört hben, die auch nach dem Tode eines Menschen gilt?
        Vielleicht hilft ihnen da eine Entscheidung des EuGH für Menschenrechte, ein bisschen weiter:

        „Die Unschuldsvermutung ist verletzt, wenn eine gerichtliche Entscheidung oder eine andere Verlautbarung staatlicher Stellen einen Beschuldigten für schuldig erklärt, bevor er nach dem Gesetz in einem Verfahren für schuldig befunden wurde. Art. 6 II EMRK ist auch dann verletzt, wenn der Beschuldigte Selbstmord begeht und ein Gericht nach seinem Tod seine Schuld behauptet, ohne diese förmlich zuvor festgestellt zu haben.“ EGMR Nr. 33468/03 (1. Kammer) – Urteil vom 10. Januar 2012 (Vulakh u.a. v. Russland) abgedruckt in: HRRS Onlinezeitschrift für Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Strafrecht Ausgabe 3/2012, 13. Jahrgang, ISSN 1865-6277

        Dabei wird dann manchmal versichert, man schreibe „nur nach bestem Wissen und Gewissen, was passiert ist.“
        Eigentlich müßten die Journlisten den § 1 des Pressekodex doch kennen:

        „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.“
        Sicher dürfen die Redakteure und Journalisten selbst entscheiden, „wie wir unsere Zeitung machen.“
        Das dürfen sie, im Rahmen der Meinungs- und Pressefreiheit. Aber auch Art. 5 I S.1 u.2 GG haben ihre Schranken:

        Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. Art. 5 II GG

        Zunächst einmal haben Sie auch hier Ihren Pressekodex zu wahren:

        Richtlinie 8.7 – Selbsttötung:

        „Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.“

        Ob sie sich auf die Richtline zur Kriminalitätsberichterstattung überhaupt berufen dürften ist zweifelhaft, setzt dies nämlich eine Straftat voraus, oder zumindest eine Anklage – die erst nach Prüfung von Staatsanwaltschaft vor Klageerhebung und dann von einem Gericht nach Zulassung der Anklageschrift vor einem Strafgericht verhandelt wird.

        Richtlinie 8.1 – Kriminalberichterstattung:

        „(1) An der Information über Straftaten, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren besteht ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit. Es ist Aufgabe der Presse, darüber zu berichten.

        (2) Die Presse veröffentlicht dabei Namen, Fotos und andere Angaben, durch die Verdächtige oder Täter identifizierbar werden könnten, nur dann, wenn das berechtigte Interesse der Öffentlichkeit im Einzelfall die schutzwürdigen Interessen von Betroffenen überwiegt. Bei der Abwägung sind insbesondere zu berücksichtigen: die Intensität des Tatverdachts, die Schwere des Vorwurfs, der Verfahrensstand, der Bekanntheitsgrad des Verdächtigen oder Täters, das frühere Verhalten des Verdächtigen oder Täters und die Intensität, mit der er die Öffentlichkeit sucht.“

        Entscheidender ist aber folgendes:
        Auch die Meinungs- und Pressefreiheit aus Art. 5 I GG ist nicht grenzenlos.

        Der sog. Schranktrias des Art. 5 II GG ist auch für Sie beachtlich, wenn durch Ihre Berichte die Vorschriften allgemeinen Gesetze, Jugendschutzbestimmungen oder das Recht der persönlichen Ehre tangiert werden und verletzt werden können.

        Art. 1 I GG bestimmt: ist Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dies gilt auch insoweit, daß nach dem Tode eines Menschen über die §§ 185 StGB auch die Ehre, über den Tod hinaus geschützt sind.

        Vorliegend könnte auch die postmortale Ehre des Co- Piloten durch eine Üble Nachrede i.S. des § 186 StGB dadurch verletzt sein, indem man über ihn unter Namensnennung eines „schockierendes Verbrechens“ bezichtigt oder in gar als „Massenmörder“bezeichnet.

        Jedenfalls liegt in vielen Fällen eine ehrverletzende Tatsachenbehauptungen gegenüber dem Co- Piloten i.S. der Tatbestandserfüllung des § 186 StGB vor. Nach § 194 II StGB steht insoweit ein Strafantragsrecht nach § 77 II S. 2 StGB den Eltern zu.

        „Tatsachen“ sind alle Umstände, die einem Beweis zugänglich sind, also etwa auch die Beschreibung von Umständen, wie es zum Absturz kam. Nur: Momentan ist noch gar nichts bewiesen. Ob es irgendwann bewiesen sein wird, ist eine andere Frage (dazu noch unten). „Behaupten“ ist etwas, das man nach eigener Überzeugung als gewiss oder richtig darstellt.

        „Verbreiten“: ist etwas, was als Gegenstand fremden Wissens weitergegeben wird, etwa, indem man sich auf die „Meinungen“ bzw. die „plausibelste“ Einschätzung eines franz. Staatsanwaltes beruft.

        Objektive Bedingung der Strafbarkeit, ist die Nichterweislichkeit der ehrenrührigen Tatsache.
        Ein insoweit betroffener Angeklagte hat dann zwar zunächst nicht die Beweislast für die Richtigkeit der von ihm behaupteten Tatsachen zu tragen; im Hinblick auf die Feststellung der Unwahrheit der Tatsache ist allerdings zunächst die richterliche Aufklärungspflicht des § 244 II StPO zu beachten. D.h. das Gericht müßte also erst alle Möglichkeiten der Sachaufklärung ausschöpfen, um von Amts wegen die Richtigkeit bzw. Unrichtigkeit der Tatsache zu klären. Erst wenn die Möglichkeiten des Gerichts, den Wahrheitsgehalt der behaupteten Tatsache aufzuklären, erschöpft sind, muss der Angeklagte den Wahrheitsbeweis erbringen. Gelingt ihm das nicht, käme eine Verurteilung in Betracht, sofern keine Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe vorgebracht werden könnten.

        Ob hier ein Berufen auf das Recht der Meinungs- und Pressefreiheit wirklich rechtfertigt oder entschuldigt ist zweifelhaft.

        Zwar hat das Bundesverfasungsgericht mit seiner „Wechselwirkungstheorie“ – begründet im bekannten „Lüth- Urteil“, BVerfG, Urt. v. 15.01. 1958 – 1 BvR 400/51 – ausgeführt, daß Gesetze, die Grundrechte beschränken, ihrerseits im Lichte der Bedeutung dieses Grundrechtes gesehen und interpretiert werden müßen. Es handelt sich also um eine verfassungskonforme, restriktive Auslegung des beschränkenden Gesetzes im Hinblick auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.

        Erst unlängst hat das BVerfG neuerlich zu dem Problemkreis des Spannungsverhältnisses des Art. 5 I GG zu § 186 StGB entschieden:

        BVerfG, Beschluss vom 24.07.2013 – 1 BvR 444/13:

        „Ob eine Erklärung ihrem Schwerpunkt nach als eine in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 S. 1 GG fallende Meinungsäußerung oder als ehrverletzende Tatsachen­behauptung i.S.d. § 186 StGB anzusehen ist, hängt vom Gesamtkontext der Äußerung ab. Ist eine isolierte Betrachtung der wertenden und der tat­sächlichen Teile der Äußerung ohne Verfälschung ihres Sinns nicht möglich, so ist sie im Interesse eines wirksamen Grundrechtsschutzes insgesamt als Meinungs­äußerung anzusehen.“

        Insoweit könnte man sehr wohl dazu kommen, aus dem gesamte Kontext eines Artikels, der in einigen Fällen in Form von unbewiesenen Behauptungen und daher Mißachtungen nur so „strotzt“, die Schranken der Meinung- und Pressefreiheit jedenfalls als überschritten ansehen.
        Selbst wenn man sich dabei noch auf die Auskunft mehrerer Rechtsanwälte berufen wollte, käme insoweit wohl nur ein Erlaubnistatbestandsirrtum in Betracht – und der Betroffene wäre in der Situation, einen Tatsachenbeweis selbst zu führen um eine Strafbarkeit zu vermeiden; ob ihm dies anhand der jetzigen Beweislage zum Flugzeugabsturz gelingen könnte, ist mehr als zweifelhaft.

        Insoweit hätte es doch auch im Sinne der Verhältnismäßigkeit genügt, über den Co- Piloten als mutmaßlichen Täter zu schreiben; alles andere ist mehr als bedenklich und entspricht auch nicht mehr gutem journalistischen Stil.

        Ass. jur. Jochen Bauer, Sindelfingen

      4. HERR Reinke bitteschön!! weniger lax tut’s auch – und im Weiteren bitte weniger herablassendes Pseudoreportergequatsche. Sie kommen mit Ihrer Sensationshascherei der BILD qualitativ sehr nahe. Ich bin ganz Hr. Reinkes Meinung.
        Versuchen Sie – welcher Reporter auch immer sie sein wollen- etwas mehr Qualität in Ihre Aussagen zu bringen. So ernten Sie keinen Preis!!!

      5. Das ist nicht kriminell krank zu werden aber meiner Meinung, es ist kriminell einen
        psychotisch/depressiv krank geschriebenen Pilot das Fleugzeug fliegen lassen.

    2. Es ist voellig unfassbar, dass ein Man vorverurteilt wird.
      Was genau weiss man?
      „Man hoert wie der Pilot das Cockpit verlaesst“
      Woran bitte hoert man das? An seinen Worten?
      „Man hoert Atemgeraeusche und damit ist klar, der Co Pilot ist bei Bewusstsein“
      Woran macht man das fest? Selbst sich in Vollnarkose befindliche Menschen atmen hoerbar.
      “ Der Pilot versucht ins Cockpit zu kommen, man hoert ihn haemmern“
      Sieht man ihn?
      Es kann mit diesen Indizien auch voellig anders gewesen sein:
      Der Pilot verabreicht dem Copiloten- in einem Getraenk, mittels Injektion z.B.- KO Tropfen. Dann spricht er die Worte“uebernehmen sie. you have control“ und geht in den Sinkflug. Haemmert gegen die Tuer…

      Ihre Behauptung lebt, wie die aller Medien, nur vom Konjunktiv und das istr, mit Verlaub, untersters Niveau.

      Gerade spricht die Leiterin der Psychatrie der Charite. Was diese Person absondert muesste dazu fuehren, sie zu entlassen“ Angehoerige haetten merken muessen, dass Andreas krank war“ „Er haette sich kuemmern muessen“
      UNFASSBAR.
      Ebenso die Aussage der Medien und Staatsanwaltschaft Duesseldorf“ Er hat die Krankheit verheimlicht“
      Was soll das suggerieren?
      Dass sonst jeder seinem Arbeitgeber mitteilt, was er hat, dass er krank ist?
      Es ist das RECHT des Arbeitnehmers dies fuer sich zu behalten.
      Oder gehen wir mit unseren Malaisen hausieren?
      Mich kotzt diese Art der schnellen Schuldzuweisungen an.
      Hauptsache wir muessen nicht it Ungewissheit leben.
      Mir tun die Angehoerigen ALLER Opfer leid, denn selbst WENN Andreas diese schreckliche Tat begangen hat, er ist Opfer seiner Krankheit.

      1. Und Hitler war auch nur ein verkannter Künstler. Er ist ein Opfer der Ignoranz seines Umfelds.

      2. Ich würde Ihnen empfehlen nochmals Nachrichten zu lesen, besonders die PK von der frz. Staatsanwaltschaft. Sie sind wahrscheinlich auch nur BILD Schlagzeilen-Leser oder? Aber ich kläre sie gerne auf.

        1)Woher weiß man, dass der Pilot das Cockpit verlässt?

        Man hört ein normales Gespräch zwschen Pilot und Co Pilot. Das Gespräch dauert ca. 20-30Minuten. Experten sollten in der Lage sein, wer der Pilot ist und wer der Co Pilot. Es wurde dann gesagt, dass der Pilot das Steuer dem Co Piloten übergeben hat, da der Pilot aufs Klo musste.

        2)Bewusstlosigkeit des Co Piloten?

        Bei seiner Bewusstlosigkeit hatte er also noch den Finger auf dem Schalter, der die Tür verriegelt? Klingt logisch!

        3) Pilot hämmert an der Tür
        Laut Stimmenrekorder hört man den Piloten schreien, dass der Co Pilot die Tür öffnen soll. Nein, man sieht ihn nicht. Wer soll sonst an der Tür klopfen? Eine Stewardess mit männlicher Stimme?

        4) Zu deiner These mit den KO Tropfen… Hier begeben sie sich auf eine Verschwörungstheorie. Vielleicht waren auch Alien im Spiel?

        5) Angehörige müssen merken, wenn jemand krank ist und ihm helfen. Allein seit dem Freitod von Robert Enke sollte das Thema in jeder Familie sein. Man kann Menschen helfen, die krank sind. Die sollen sich nicht alleine fühlen!

        6) Ein Arbeitgeber sollte wissen, wenn man krank ist. Wäre von Vorteil. Auch hier kann man ihm helfen!

      3. Sehr guter Kommentar! Genauso sieht das aus. Dem ist nichts hinzuzufügen.
        Ätzender Jounalismus is das! Ich kann mich nur an den Fall des Jungen in Emden Kennwort: „Parkhaus“ erinnern. Dem sein Leben ist hin, dank der Journalie.
        Also: erst mal abwarten. Zumindest auf die 2. Blackbox.

      4. Jemand in Vollnarkose atmet nicht! Der Patient wird künstlich beatmet und man hört dann nicht den Atem, sondern lediglich die Geräte. Bewusstlose haben zudem eine flache Atmung. Unglaublich, was manche hier äußern. Außerdem wird der Staatsanwalt sich schon fachkundige Experten zur Analyse dazu geholt haben, bevor er dieses Statement mit großer Tragweite publiziert. Alles recht analytisch, aber auch die Tatsache, dass man trotz Krankschreibung Passagiere befördert, unterstreicht mehr und mehr das, was in den Medien geäußert wird. Mein Mitgefühl den Angehörigen der 149 dieser Tragödie.

      5. Ich schrieb“atmet hörbar“ und das soll deutlich machen, dass ‚hörbares‘ atmen nichts beweist
        Ich schrieb“woran macht man dieses Szenario fest“
        Sicher erkennt man Stimmen. Diese deuten auf etwas hin. Ich konstruiere lediglich-„hämmern“ kann genauso von der Innenseite stattfinden.

        Bewiesen ist nichts.

        Angehörige müssen solche Erkrankungen erkennen?Sind wir nun schon bei Sippenhaft für Eltern, Kindern, Geschwistern und Partnern, die „j etwas hatten wissen muessen“?

        Ngehoerige müssen merken, wenn jemand psychisch krank ist?
        Unfassbar so eine Aussage.
        Woran merken Sie diese Art Erkrankung? Oder ist für sie ein enthusiastisch wirkender Mensch gleich manisch und ein in sich gekehrter gleichan Depressionen erkrankt?

        Hier ist nichts bewiesen, alles beruht auf Konjunktiven und Das ist schlichtkeine journalistische Ehrbare Art mit Namensnennung umzugehen.

        Ja, es wäre schon, wenn über psychische Erkrankung offen gesprochen werden wurde. Wird aber NIRGENDS

      6. Ja klar, ER hämmert und hat einen ruhigen Atem dabei, Bianca. Was sind das für Hypothesen gegen jeden gesunden Verstand? Außerdem wird der andere Pilot mit Sicherheit nicht nur gegen die Tür gehämmert haben, sondern sicherlich auch gleichzeitig dabei geredet haben, was nur nicht alles im Detail berichtet wurde. Das wollte man den Angehörigen vielleicht ersparen. Und der Autopilot? Der wurde dann bestimmt auch vom Kapitän vor dem Toilettengang deaktiviert??!! Oder welche Erklärung haben Sie dafür parat? Derartige Theorien sind bei allem Respekt wohl ebenso wenig angebracht wie so manche Berichterstattung. Übrigens verwunderlich, dass Journalisten an den Pranger gestellt werden, die den Namen nennen, der ohne Skrupel schließlich erstmalig vom französischen Staatsanwalt mehrfach genannt in der PK, sogar buchstabiert wurde mit Angabe des Wohnorts! Ich bin außerdem froh, dass es (noch) investigativen Journalismus gibt. Möglicherweise wird so aufgedeckt, dass Konzerne wohlwissend Personal im Kader hat, das besser keine Lizenz zur Personenbeförderung bekommen hätte und wird dies künftig stärker überprüfen bzw. ausschließen, wenn es schon zu Beginn aktenkundig ist.

      7. Das mit den KO-Tropfen ist nun wohl ein schlechter Scherz…da fällt einem nichts mehr zu ein! Mal auf dem Teppich bleiben und mehr Respekt.

      8. Ich teile Ihre Sichtweise. Und ich denke auch, dass sein voller Name in den Medien nichts zu suchen hat. Nicht aus Schutz seiner Persönlichkeit, sondern aus Schutz der Familie und seines Umfelds. Natürlich ist es in Zeiten von Facebook und Co sowieso unvermeidbar, dass der Name bekannt wird. Trotzdem und erst recht deswegen haben der Familienname und Fotos von ihm nichts in der öffentlichen Presse zu suchen, um die Sensationsgeilheit der Leser nach der größtmöglichen Authentizität und dem stärkst möglichen wohligen Schaudern zu befriedigen. Mit Journalismus hat das jedenfalls gar nichts zu tun…

      9. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie sprechen mir aus der Seele.
        Niemand kann sagen/wissen was genau passiert ist, weil niemand dabei war. Einen Toten, der sich nicht wehren kann, post mortem derart in den Dreck zu ziehen – unfassbar! Diese Sensationsgeilheit der Medien, die im Heimatort des Copiloten Menschen 75 Euro für ein Interview bieten…
        Mein Beileid an die Familie des Beklagten.
        Medien sollen informieren, nicht verurteilen! Dafür ist die Justiz zuständig!
        Nebenbei ich studiere Journalismus und mir wurde unser Handwerk völlig anders beigebracht.

      10. Richtig ist, dass Depressionen (sollte es denn das gewesen sein) eine schwerwiegende Erkrankung sind. Richtig ist, dass A.L. vermutlich darunter litt.

        Aber falsch ist, ihn jetzt die Opferrolle zuzuschreiben. Er hat wissentlich 149 Menschen ermordet und das rechtfertigt keine noch so plausible Erklärung.

        Und zu seinen Ausführungen am Anfang: bei der sich derzeit bietenden Beweislage glaubst du doch nicht tatsächlich daran? Und die Erde ist ne Scheibe, oder was? Womöglich haben noch die gesamte Crew und die Passagiere geholfen, die Tat des Piloten zu decken, damit der arme A.L. vor den Berg fliegt…armes Opfer.

        Ich begreife nicht, welche Art von Doppelmoral sich hier gerade auftut!

      11. Werte Bianca, wenn ein französischer Staatsanwalt – als oberste Instanz eines Ermittlungsverfahrens – Ermittlungserkenntnisse, die er für gesichert hält, ja sogar einen Täter-Namen, den er für gesichert hält, per Live-PK buchstäblich in die ganze Welt verbreitet, dann ist es auch recht und billig, wenn die Welt sie erfährt… So sind die Spielregeln im Journalismus. Und wenn Sie dieses stört, sollten Sie Ihr Internet, Ihren Fernseher, sämtliche Print-Abos und auch Ihren Radio-Empfänger abschaffen…

      12. Egal wer recht hat, wie kann es bitte sein, das mittags auf allen Sendern von „ruhigem, normalen Atmen“ die Rede ist, abends vom „schweren Atmen“ ?

        Wie kann es sein, das erst die Tür versucht wurde einzutreten und nun angeblich die Notaxt benutzt wurde.

        Wie kann die USA so kurz nach dem Absturz einen Terrorakt ausschliessen. Welche Erkenntis haben die.

        Gestern kam über eine Presseagentur, die Blackbox ist gefunden, nur die Speicherkarte im Inneren fehlt.

        Nein, ich Rede nicht von Vertuschung oder Verschwörung, sollte nicht erst die Untersuchung abgeschlossen sein, die Angehörigen trauern und verarbeiten können, die „Retter“ in Ruhe arbeiten können.

        Fakten sind derzeit nicht gerade viele vorhanden, alles reine Spekulation, sollte es am Ende anders sein, so entschuldigt sich keiner bei den Leittragenden, sollte es doch so gewesen sein, eben Glück.

        Die Presse macht die letzen Jahre einen schlechteren JOB oder fanden Sie es ok das die Krankenakte von Michael Schumacher entwendet wurde, weil öffentliches Interesse daran besteht ? Ich nicht.

      13. @ Mike Bachmann:

        „Wie kann die USA so kurz nach dem Absturz einen Terrorakt ausschliessen. Welche Erkenntis haben die?“

        Das ist eine interessante Frage – auf die hätte ich auch gerne eine Antwort… Und vor allen Dingen: Woher haben die ihre Erkenntnisse, wenn es denn so war?!

      14. Irrelevantes Geschwafel. Mal alle Fakten verschiedener Quellen ansehen und nicht nur Fetzen beim Reinzappen auffangen und dann Käse äußern ohne Sinn und Verstand. 1 und 1 macht immer noch 2 oder demnächst 5? Mich “klotzt“ an, jemanden als Opfer seiner Krankheit zu sehen. Sollte es so sein, wie es derzeit aussieht, hat ein offensichtlich intelligenter Mensch andere zum Opfer seiner Krankheit gemacht, wodurch nun viele Tränen fließen und der Verlust nie zu ersetzen sein wird. Jeder, der schon einen Angehörigen verloren hat, weiß wie es sich anfühlt und das wünscht man keinem, vor allem nicht Eltern. Das ist mit keiner Krankheit zu entschuldigen. Er war auf jeden Fall krank und hatte im Cockpit nichts verloren an dem Tag.

      15. Ebend, das sag ich doch die ganze Zeit! Das würde ich auch gern wissen, wieso die so schnell ausschließen konnten, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handelt 😀

      16. Meine erste Antwort bezieht sich auf Ihre abstruse Darstellung des möglichen Ablaufes der Ereignisse im Cockpit.

      17. Durch die große Zahl der Beiträge ist leider nicht mehr zu erkennen, worauf sich die einzelnen Antworten jeweils beziehen.
        Mein Beitrag ist die Antwort auf das, was Bianca geschrieben hat.
        Diese abstruse Spekulation über den möglichen Ablauf der Geschehnisse im Cockpit ist ein solch wirres Gedankenspiel, dass selbst die erfahrensten Verschwörungstheorien-Erfinder passen müssten.

      1. Kritisch; lange nicht mehr?
        Dann lesen Sie wohl nicht die sonstigen Beiträge von Herrn Winterbauer. Er profiliert sich nur zu gern in dem er Kollegen an den Pranger stellt. Meistens beweist er in genau diesen Artikeln, dass er selbst jede angeprangerte Niveaulosigkeit übertrifft auf unverschämte undifferenzierte Weise.
        Sehr beschämend und anmaßend der Großteil Ihres Geschriebenen Herr Winterbauer.

    3. Worin liegt der I n f o r m a t i o n s w e r t für Leser, Radiohörer, Fernsehzuschauer, Internetnutzer, wenn (derzeit; leider: dass) sie den Namen jenes Co-Piloten nun kennen? Weder wird er gesucht (so dass alle Informationen ü b e r ihn bei etwaiger Fahndung nach ihm hilfreich sein könnten), noch könnte verhindert werden, was nach derzeitigen Medienberichten s o geschehen sein soll. Ein „audiatur et altera pars“ gibt es nicht, jener Co-Pilot ist tot. Es gibt offenbar auch kein „Bekennerschreiben“, aber – für mich jedenfalls – gibt es derzeit noch eine F ü l l e an offenen Fragen rund um das Geschehen; und die Art der bisherigen Berichterstattung.
      Ich habe seit über 40 Jahren einen Presseausweis; und meine nicht, dass ihn ausgerechnet d i e zurückgeben sollten, die sich an die einstigen Grundregeln des Journalismus halten. Dazu zählten einst auch: Sicherheit vor Schnelligkeit; Zurückhaltung gerade bei der Berichterstattung über mutmaßlichen Suizid, u.a. um Nachahmungstaten möglichst zu verhindern; und das sorgsame A b w ä g e n. Solange nicht a l l e Fragen rund um das furchtbare Geschehen geklärt sind (und das ist, durchaus unter M i t w i r k u n g der Medien, Aufgabe aller in den Fall eingeschalteter und hoffentlich unvoreingenommener Ermittlungsstellen) ist es mit Blick auf den derzeit lediglich mutmaßlichen Täter und mit Blick auf dessen Angehörige und sein gesamtes privates wie soziales Umfeld in meinen Augen unverantwortlich boulevardesk, über „den Täter“ und „seine Tat“ zu berichten und auch noch dessen vollen Namen zu nennen.
      Ich bin, zumal mein (verstorbener) Bruder jahrzehntelang für die Lufthansa tätig war, entsetzt über das Geschehen – und über die Art der Berichterstattung.

      1. Zitat: „Zurückhaltung gerade bei der Berichterstattung über mutmaßlichen Suizid, u.a. um Nachahmungstaten möglichst zu verhindern“

        Ist das in diesem Fall ernst gemeint ?

    4. Jemand der so eine Scheiße schreibt wie der Herr Winterlager sollte seinen Presseausweis abgeben. Sind sie Journalist oder Jurist ?
      Das ist Bildzeitungsniveau, aber anders haben sie anscheinend keine Möglichkeit Geld zu verdienen. Traurig was sie da von sich geben. Wer gibt ihnen das Recht Journalisten zu verurteilen die anders als sie Moral beweisen. Das ist ganz primitiver Aktionismus.
      Leute wie sie sollten ihren Presseausweis abgeben.Aber sie verdienen ja nicht zufällig ihr Geld bei MEEDIA.

    5. RICHTIG – hat Kodderschnauze Stefan Winterbauer überhaupt einen Presseausweis? wenn ja, sollte er ihn unbedingt abgeben …

      1. @matjes
        Ja er hat einen Presseausweis.
        Er schreibt diesen Müll weil er ein geächteter Journalist ist. Er wird unter Journalisten “ der einäugige Blinde genannt“. Er ist ein Weltverschwörungstheoretiker. Niemand will etwas mit ihm zu tun haben wegen “ unseriösem Journalismus „.
        Er ist ein frustrierter Ausgestoßener.
        Bitte googel ihn mal. Ich habe das wirklich nicht erfunden. Gruß

    6. Mit der Veröffentlichung des Namens haben sie die Familie des Copilot in Sippenhaft genommen.
      So etwas ist Naziideologie .
      Mit Verlaub Herr Bauer, sie sind ein Riesenarschloch…
      Sie haben offenbar kein Gewissen.
      Sie wiedern mich an.
      Und mit mir ganz offenbar die meisten, die ihren pubertären Scheiß gelesen haben.

      1. Unfassbar die Beschimpfungen. Sagen Sie das auch dem StArt in Frankreich ins Gesicht, der schließlich den Namen genannt hat? Erst dadurch war es allen möglich, den bei google einzugeben und übrigens auch auf die öffentlichen Profilseiten desjenigen im Internet zu gehen. Privatsphäre sollte doch jeder zunächst bei sich selbst überdenken und sich und seine Familie schützen.

    7. 100 % Zustimmung Carsten Reinke !!!! Es sind ja alles nur Spekulationen – was die Medien da abziehen, ist unter aller Sau!!!

    8. Guten Morgen und vielen Dank, Herr Winterbauer…

      Dieser Kommentar musste sein und das ist auch gut so (frei nach einem Ex-Berliner-Bürgermeister).

      Ich bin mir sehr sicher, dass Sie für viele unserer Medienkollegen sprechen, die in dieser Woche gut differenzierte (Achtung Ironie…) Tätigkeiten der „Kommentarschreiber/innen“ wie das „Kotzen“ lesen mussten oder sich mit fein pointierten Adjektiven wie z.B. „widerlich“ auseinander gesetzt haben. Nicht zu vergessen der „vorsichtig“ gewählte Begriff der „Lügenpresse“. Immer wieder war da zu lesen: „Hey Medien, geht´s noch…?!!!“ Die Aussage ist allerdings richtig…

      LIEBES (TEIL-)PUBLIKUM – GEHT´S NOCH?

      Ich weigere mich auch zu glauben – und zwar, ob das wirklich „das Publikum“ ist, was sich hier zu Wort meldet. Mit einem (geringen) Prozentsatz von „Motzer/innen“ muss eine Gesellschaft leben, dies auch aushalten. Das ist Demokratie, darauf können wir alle stolz sein. Ich weigere mich anzunehmen, dass die Zahl der Faktenverweigerer stetig steigt, dies geradezu zum Volkssport wird. Dafür hat dieses Land (hoffentlich) in den vergangenen Jahrzehnten genügend Milliarden in Bildung und Ausbildung gesteckt, dass der moderne Demokrat Informationen konsumieren, auswerten und auch einordnen kann. Oder doch nicht…?

      Woher also dieser Zorn (bei manchen Kommentarschreibern/innen), den Überbringern der schlechten Nachrichten, die hier in einem demokratischen Staat ihre Arbeit machen und zwar nach bestem Wissen und Gewissen (!), Gewalt und was nicht sonst noch alles anzudrohen? Wo bleibt denn da der Anstand und die gute Erziehung, liebes Publikum? Woher nur die stellenweise unerträgliche Anmaßung von Kommentatoren/innen in Twitter-Feed-Länge in Richtung der Medienschaffenden, die sich in dieser Woche rund um die Uhr mit stundenlangen Pressekonferenzen, Aussagen und der Flut von Informationen an vielen verschiedenen Orten beschäftigen mussten. Waren diese Schreiber vorOrt, haben sie sich persönliches ein Bild davon gemacht, wie vorsichtig sich die Medienleute gegenüber Beteiligten und Unbeteiligten verhalten haben – und zwar, um eine ganze Bevölkerung über das vielleicht schwerste Flugzeugunglück der Nachkriegsgeschichte in Deutschland zu dokumentieren? Die ausländischen Kollegen müssen sich angesichts der vielen undifferenzierten Reaktionen und Kommentaren in den sozialen Netzwerken wie auf einem anderen Planeten vorgekommen sein.

      Woher also diese Wut (einiger)? Waren wir vor nicht allzu langer Zeit nicht „noch alle Charlie“? Hat die Chai-Latte gerade nicht geschmeckt, liegt der glutenfreie Glückskeks vielleicht quer? (SORRY – aber diese ironische Zwischenbemerkung musste jetzt mal sein.)

      Das Unfaßbare bei dieser Tat fassbar zu machen kann angesichts der monströsen Fakten nur schwer gelingen. 150 Menschen sind tot, weil einer von ihnen im selben Flugzeug nicht mehr leben wollte – und diese Maschine gegen einen Berg geflogen hat. Mit einer gnadenlosen Konsequenz, die jeden erschaudern lassen müsste. Er lässt den Kollegen nicht mehr ins Cockpit, verriegelt seine eigene (Selbstmord-)Welt, leitet den Sinkflug ein. Das sind die Fakten, die der französische Staatsanwalt vor den versammelten Weltmedien verkündet hat – und zwar unter Betonung, dass dies die Auswertungen zweifelsfrei ergeben haben. Der verantwortliche Pilot hämmert von aussen gegen die Tür, deutlich zu hören. Das ruhige Atemgeräusch innen ist ebenfalls zu hören, ebenso das Drücken oder die Betätigung von Knöpfen verbunden mit dem Sinkflug. So der Staatsanwalt, der in diesem Rahmen auch den vollen Namen des Co-Piloten genannt hat. Es werden weitere Unterlagen bei dem Co-Piloten gefunden, die auf psychische Erkrankungen hindeuten. Es gibt Unterlagen und Aufzeichnungen über psychische Probleme während seiner Pilotenausbildung, weitere Belege für eine medizinische Behandlung in der Uni-Klinik Düsseldorf. Verschiedene Quellen, die zusammen genommen ein Bild ergeben, welches den Wahnsinn dieser Tat immer noch nur erahnen lassen.

      Was ist an diesen Fakten falsch zu verstehen? Sollen die Medien etwa den Intellekt einer großen Mehrheit der Zuschauer unterfordern, wenn nicht sogar beleidigen und auf den Zug der Verschwörungstheoretiker aufspringen? Ganz im Sinne einer jungen Pegida-Demonstrantin, die angesprochen auf die kaum messbare Zahl der Ausländer in Dresden vor laufender Fernsehkamera antwortete: „Das sehe ich anders…“

      Dann müssen sich die Medienschaffenden wohl leider weiter im Sinne der Fakten von einem Teil des „Twitter-Gerichts“ beschimpfen und anpöbeln lassen.

      Liebes Publikum, die (Nachrichten-)Welt da „draußen“ ist nicht bunt, sondern manchmal brutal, manchmal unfassbar. Keine Scripted Reality. Kein Hochglanz und am Ende haben sich alle wieder lieb. Wenn ein Mensch 149 andere Menschen wissentlich und willentlich mit in den Tod reißt – ob mit einem Flugzeug, einer Bombe oder Schußwaffen – dann ist es eine unfassbare Tragödie, ein Tsunamie für alle Opfer und deren Familien (auch seiner eigenen – ohne Zweifel!) .

      Es ist aber auch eine Nachricht, die viele Fragen aufwirft – auch nach dem WER und WARUM. Das ist journalistische Arbeit seit vielen demokratischen Jahrzehnten. Irgendwann will eine informierte Gesellschaft wissen, WER das getan hat und WARUM er es WO und WANN getan hat und WAS geschah. Fünfmal W für eine aufgeklärte (Medien-)Gesellschaft.

      Es gibt offenbar einen Teil des Publikums, der das nicht mehr will, weil alles ja sowieso nur aus dem Mund der „Lügenpresse“ und des „Schweinejournalismus“ kommt (unsägliche Diffamierungen aus der Nazizeit), wir alle sowieso nur Beteiligte einer weltweiten „Verschwörung“ sind und sowieso die Wirklichkeit anders aussieht, sowieso alles anders ist.. sowieso und sowieso und sowieso…

      Eine Demokratie ohne die fünf W´s ist eine Welt der Pressemitteilungen und Verlautbarungen. Bitte nur nicht die Wirklichkeit zu nah an das Pubikum heran lassen…

      Wie geschrieben: Ist das so gewünscht? Hey…GEHT´S NOCH?

      Dazu mein abschließendes Fazit: Einfach mal drüber nachdenken. In den Redaktionen machen MENSCHEN ihre wichtige (Demokratie-)Arbeit überwiegend verantwortungsvoll. Jeden Tag. Und bemühen sich dennoch freundlich zu bleiben, wenn ihnen mal wieder verbal ins Gesicht gek… wird.

      Liebes Publikum… GEHT`S NOCH?

      1. @Medienmann:
        Die Fülle Ihrer Antwort und weither geholten Vergleiche ist erdrückend. Aber ich wusste nicht dass Staatsanwaltschaft oder „Medienmänner“ Recht sprechen dürfen. Aber das kommt bestimmt auch noch.

      2. Lieber Medienmann, gehts noch?

        Worauf stützen Sie Ihre Annahmen? Wissen Sie mehr als wir? Wer sagt Ihnen, dass Andreas L. kein Sündebock ist? Haben Sie die Tonbänder selbst gehört?

        Eine Schande, wenn Sie wirklich bei den Medien arbeiten, und sich ohne kritisch zu hinterfragen von den US-Medien diktieren lassen, was Sie zu schreiben haben!!

        Geht’s noch??

      3. @Jonas behelligen Sie doch die Twitter&Co Gemeinde mit Ihrem USA-Hater-Geschwafel und Verschwörungstheorien, die springen vielleicht eher auf den Zug auf. Oder veräußern Sie Ihr geistiges Gedankengut in Form von Kurzkrimis, vielleicht reicht es ja für gering intellektuelle Leserschaft, die juristisch relevante Fakten nicht deuten können oder wollen.

      4. Was ist hier unsäglich ?
        Wann war Sippenhaft zuletzt legitim ?
        In unserer heutigen Staatsform jedenfalls nicht.
        Was können die Eltern des FO dafür ?
        Was stört sie daran die Ermittlungen abzuwarten bevor die Eltern diffamiert werden ?
        Fehlt nicht noch der FDR ?
        Es ist lediglich die Voicebox gefunden worden .
        Haben sie sich eigentlich eine Ahnung wer der Herr Winterbauer eigentlich ist ?
        Er ist nicht erst seit dem Unglück ein geächteter Journalist !!! Bitte informieren sie sich erst !
        Oder sind wegen “ unseriösem Journalismus “ geächtete Journalisten ihr Niveau ?
        Herr Winterbauer trägt seit längerer Zeit den Beinamen “ einäugiger Blinder „. Und den Namen habe ich ihm nicht gegeben.

      5. @Medienmann
        Hast du dich mal informiert wer dieser Winterbauer ist ?
        Einfach mal informieren bevor sie hier ihre Unwissenheit offenbaren !
        Oder sind sie auch ein Verschwörungstheoretiker ?
        Erst informieren schadet auch ihnen nicht !!!

    9. Ich habe nur den Hauptartikel gelesen und beziehe mich darauf.
      Stefan Winterbauer schreibt:

      „Wer ein Flugzeug mit 150 Leuten an Bord mit voller Absicht an einem Berg zerschellen lässt, der qualifiziert sich automatisch zur Person der Zeitgeschichte“

      Man sollte bedenken, dass es genau das ist, was mache Täter zu solchen krassen Aktionen animiert. Sie fühlen sich im Leben bedeutungslos, aber mit ihren Taten können sie sich als Person der Zeitgeschichte unsterblich machen. Es könnte also sein, dass das Benennen des Täters und damit das Eingehen in die Zeitgeschichte, für psychisch kranke Menschen einen besonderen Reiz darstellt, denn es ist die krasseste Form der Selbstprofilierung. Aus diesem Grund kann es auch ein ernstzunehmendes Argument sein, den Namen nicht zu nennen. Also nicht aus Datenschutzgründen, sondern aus psychologischer Sicht.

    10. „Wer ein Flugzeug mit 150 Leuten an Bord mit voller Absicht an einem Berg zerschellen lässt, der qualifiziert sich automatisch zur Person der Zeitgeschichte“

      Man sollte bedenken, dass es genau das ist, was mache Täter zu solchen krassen Aktionen animiert. Sie fühlen sich im Leben bedeutungslos, aber mit ihren Taten können sie sich als Person der Zeitgeschichte unsterblich machen. Es könnte also sein, dass das Benennen des Täters und damit das Eingehen in die Zeitgeschichte, für psychisch kranke Menschen einen besonderen Reiz darstellt, denn es ist die krasseste Form der Selbstprofilierung. Aus diesem Grund kann es auch ein ernstzunehmendes Argument sein, den Namen nicht zu nennen. Also nicht aus Datenschutzgründen, sondern aus psychologischer Sicht.

    11. Streng juristisch bewiesen mag noch nichts sein. Aber die Evidenz, dass der dringende Tatverdacht gegen Andreas Lubitz zutrifft, kann klarer fast nicht sein. Die Chance, dass der Tatvedacht durch den Flugdatenschreiber widerlegt wird, tendiert gegen null. Deshalb klar pro Namensnennung.

    12. Was stört den Bauer eigentlich daran erst die Ermittlungen abzuwarten?
      Sind sie nebenbei auch noch HobbyRichter ?
      Sie sind so primitiv.
      Alleine ihr Schreibstiel…“das verdammte Schicksal“.
      Wenn sie das nächste mal auf meiner Passagierliste stehen werde ich sie vom Flug absetzen.
      Sie sind ein ganz widerlicher Hetzer!
      Aber als Primitivling haben sie ja bereits einen Namen.

  2. 3 Tage sind seit dem Unglück vergangen und unabhängig aller Untersuchungen der Flugaufsicht hat Stefan Winterbauer von meedia entschieden, dass die Schuldfrage geklärt ist. Alles ist „abschließend geklärt“. Und wenn nicht? Dann haben Sie Hr. Stefan Winterbauer und Ihre Kollegen noch mehr Leben auf dem Gewissen. Das ist dann halt ein Kollateralschaden der neuen schnellen Medienwelt. Da braucht man nicht mehr auf gründliche Untersuchungen warten.

    Am Ende steht im Bericht vielleicht genau der heutige Stand. Dann können Sie sich auf die Schultern klopfen, wer denn die extremste Monsterschlagzeile aus einem kranken Menschen und seinen Opfern gemacht hat.

    Meine Verachtung haben Sie trotzdem.

    1. So wie sich ihr Kommentar liest, könnte man fast meinen, die Berichterstattung über die Tat hätte A.L. zur Tat bewegt. Merken Sie was?
      Und ja, den Herren Winterbaur zu beleidigen und ihm Bösartigkeit zu unterstellen, ist völlig I.O.. Zum Gluck fur Sie gibt es keinen Kommentarkodex, nicht wahr?
      Mein Kopfschütteln haben Sie. Himmel hilf…

      1. @Carlos:
        Ich lese den Kommentar anders als Sie, werter Carlos. Ich lese ihn so, dass man mit der Nennung des Namens des (möglichen ) Täters auch andere Menschen in seiner Umgebung extrem gefährdet.
        Darum müssen Sie wohl auch den „Himmel“ mißbrauchen, um Ihre (bewußte?) Fehlinterpretation gesundzubeten.
        Das finde ich abscheulich.

  3. Wer den Unterschied zwischen mutmaßlicher Täter und verurteilter Täter nicht versteht bzw. zwischen Aussagen der Staatsanwaltschaft und einem Gerichtsurteil, der sollte seinen Presseausweis zurückgeben. Ganz schwach argumentiert. Ja, der Voice-Recorder ist ausgewertet und der franz. Ermittler hat seine Schlüsse daraus gezogen. Indizien liegen vor. Aber bewiesen ist nicht, dass der Mann der kaltblütige Mörder ist, als der er dargestellt wird. Und ob sich das überhaupt jemals beweisen lässt, ist fraglich. Insofern wäre bin ich vorsichtig mit jeglicher Mutmaßung – und behalte im Übrigen gerne meinen Presseausweis.

  4. Da kann ich Carsten nur beipflichten. Es ist mehr als lächerlich ohne Handfeste Beweise ohne abgeschlossene Ermittlungen etwas zu behaupten. Zu dem sind die Eltern des Co-Pilots genauso betroffen wie die Angehörigen der Passagiere. Auf deren PRivatsphäre nimmt man so keine Rücksicht, wenn man den Namen nennt, sogar deren WOhnhaus zeigt etc. Wie die Medien heutzutage berichten ist einfach nur eine Schande auf Stammtischniveau!

    1. Ich kann Ihnen nur beipflichten. Journalismus hat eine große Verantwortung. Was dient es letztlich der Wahrheitsfindung, wenn alles bis ins Kleinste nach außen gekehrt wird, die Familie des jungen Mannes belagert wird, zu ihrer Trauer noch der ganze Medienrummel dazu kommt.
      Was Herr Winterbauer schreibt, redet einem ziemlich herzlosen, kalten Journalismus das Wort, der sich seiner Verantwortung für das, was er letztlich auslöst, nicht bewusst ist – und das nur wegen einer reißerischen Schlagzeile!! Schade!

  5. Auch wenn er kein Opfer, sondern der Täter sein sollte, was immer noch nicht mit Sicherheit erwiesen ist, sollte man wenigstens Rücksicht auf seine Familie nehmen und nicht seinen vollen Namen nennen.

  6. „Genauso wie die Namen von Mohammed Atta, Anders Breivik und Robert Steinhäuser genannt wurden und genannt werden. Jeder weiß, wofür diese Namen stehen.“
    Ich kenne den Namen Robert Steinhäuser nicht und weiß nicht, wofür er steht. Ich brauche auch keine Namen oder Fotos von 9/11 Attentätern, um die Tat zu verabscheuen.
    Und ich teile Ihre Sensationslüsternheit nicht. Warum soll es für die Öffentlichkeit wichtig (und vielleicht sogar ein Recht?) sein, alle Details zu erfahren? Was ist daran schlechter Journalismus, keine Fotos abzudrucken?
    Wer eine andere Meinung hat als Sie ist ein schlechter Journalist?
    Besonders abstoßend finde ich diesen Satz von Ihnen:
    „Die Katastrophe des Germanwings-Fluges 9525 in dieser Woche hat uns alle in Atem gehalten, Medien wie Publikum. “
    Publikum? Es ist eine Unterhaltungsshow?
    meedia = Bild 2.0

  7. Warum legen sich die französischen Ermittler so unglaublich schnell auf eine und nur eine Interpretation der Daten aus dem Voice Rekorder fest ohne den weiteren Verlauf der Emittlungen abzuwarten?

    1. Berechtigte Frage. Aber vielleicht waren bereits seine ersten Erkenntnisse schlicht und ergreifend SO eindeutig, dass der Staatsanwalt keine Skrupel hatte, sie auch schon zu einem so frühen Zeitpunkt mit der erschütterten Welt da draußen zu teilen, um eben weiteren Spekulationen vorzubeugen…?

  8. Da vergessen Sie eine wichtige Sache:
    „Der Täter(…)“
    Es ist schlichtweg noch nicht ausreichend geklärt, ob es sich hier um einen Täter handelt.

    1. Genau.
      Es besteht immer noch die Möglichkeit dass Marsianer das Flugzeug gehijackt haben.
      Diese Richtung wird zur Zeit noch nicht mal in Erwägung gezogen.

  9. Das ist keine seriöse, informative Medien-Berichterstattung, wie ich sie von Meedia gewöhnt bin. Da hat Herr Winterbauer einfach mal seine persönliche Meinung „hingerotzt“. Dass der Beitrag zudem schlampig geschrieben ist, macht es nicht besser.

  10. Sind die Angehörigen des Co-Piloten in Ihren Augen geringerwertige Opfer? Denn, durch Nennung des vollen Namens des Co-Piloten, durch zeigen seines nicht unkenntlich gemachten Bildes, durch Nennung von Heimatort und zeigen seines Elternhauses werden sie in einer Art und Weise in die Öffentlichkeit gerückt die in keinem Verhältnis zu irgendeinem Erkenntnisgewinn steht und dadurch Anfeindungen ausgesetzt die sie offentsichtlich nicht verdient haben. Sie leiden vermutlich mindestens genauso wie die Angehörigen der übrigen 149 Menschen. Womöglich sogar noch mehr. Ganz sicher noch mehr durch diese unfreiwillige Öffentlichkeit, die Menschen wie Sie ihnen bescheren.

    1. Schon mal Betroffene mit Panik erlebt? Die Atmung ist dann nicht ruhig. Klar gibt es noch einige Theorien, aber da kämen viele Zufälle zusammen…. Und richtig, Personen mit suizidaler Absicht kümmert es nicht, was andere dadurch erleben, leider. Das musste ich leider schon im Umfeld erleben.

  11. … und natürlich ist das letzte, was wir Leser wollen, dass Medien sich „moralisch erheben“. Wäre ja schrecklich, wenn das Modell am Ende noch Schule macht. Und es ist natürlich auch etwas ganz Anderes, wenn sich ein Mitglied der Chefredaktion von Meedia das Recht herausnimmt, Kollegen eine Zurückgabe des Presseausweises nahezulegen. Das ist viel dezenter und viel fundierter als eine „moralische Erhebung“. Sehr geehrter Herr Winterbauer: es sind Menschen gestorben. Man darf bei einem so sensiblen Thema gern etwas weniger dick auftragen und ein wenig Demut üben.

  12. Ja aber nein.
    Selbstverständlich gibt es hier die Unterschied zwischen Täter und Opfer und das aktuelle Beweismaterial ist erdrückend, scheint gar eindeutig zu sein. Und dennoch ist und bleibt der Fall noch nicht abgeschlossen,die 2. Blackbox noch nicht gefunden. Es wird nicht hinterfragt, es wird hingenommen, der Mann als Massenmörder bezeichnet.
    Es muss nicht der komplette Nachname gezeigt oder gar Privatfotos ausgekramt und in diversen kurzen Beiträgen 5 bis 10 mal gezeigt, sein Elternhauses, seine Zweitwohnung gezeigt werden. Sind diese Dinge wirklich notwendig? Gehört dies zur Pflicht eines Journalisten? Brauchen wir Live Schaltungen vor seiner Wohnung, Bilderstrecken? Ich denke nicht.

    Auch wenn es unwahrscheinlich scheint und ich an einem anderen Vorgang der Katastrophe nicht mehr glaube, aber was werden sie tun, wenn der Mann am Ende doch nicht insofern schuld war, wie man anfangs vermutet hat?

  13. … tja, Herr Winterbauer. Schön, wie sehr Ihnen ins investigative Hirn gekommen ist, dass auch der Copilot eine Familie hinterlässt, deren Leben ebenfalls zerstört sein wird. Wäre es einer Ihrer Lieben; sicher hätten Sie nichts dagegen Ihren Namen alsbald in der Presse zu lesen. Natürlich der journalistischen Freiheit halber. Nun ist es ganz klar so, dass in dieser unfassbaren Tragödien nicht wichtiger ist als der Nachname des ersten Offiziers. Klar, durfte man den nennen.
    Mein Gott, wohin ist die ganze Journalie nur gekommen. Mein Beileid -auch frü Sie ganz persönlich.

  14. Ich bin kein Freund von pauschalen Verurteilungen. Aber es juckt mir in den Fingern, einfach mal ein pauschales Urteil zu fällen, das diesem Text gerecht wird: Selten habe ich einen undifferenzierten Käse gelesen.

    SPON hat entschieden, den Namen vorläufig nicht zu nennen und das Bild vorläufig nicht zu zeigen. Sie setzen das gleich mit „nicht berichten“. Sie verstehen ja nicht einmal diese beiden Sätze, die SPON da geschrieben hat. Da wird es mit komplexen Zusammenhängen echt schwer.

    Natürlich wollen wir alle wissen und die Medien sollten berichten: Warum hat dieser Mann das getan? War er krank? Und wenn ja, warum konnte er dann trotzdem ins Cockpit steigen? Gehen Sie ruhig noch tiefer ins Detail. Das alles kann man doch machen, ohne dass man den vollen Namen schreibt.

    Aber was bringt es in diesem Fall für einen Erkenntnissgewinn, den vollen Namen und den Wohnort zu nennen? Oder gar Bilder seines Elternhauses? Die Angehörigen dieses Menschen haben noch viel mehr zu verarbeiten als die Trauer über den Verlust. Ein wenig Respekt davor stünde den Medien gut zu Gesicht. Aber verteidigen Sie nur weiter die Witwenschüttler von Bild & Co. Im Geiste haben die ihren Presseausweis schon längst zurückgegeben.

  15. Absoluter Schwachsinn. Und Sie machen es sich einfach nur zu einfach. Sollen die Hintergründe für die Tat geklärt werden? Ja. Aber muss man dazu den Täter benennen? Seinen ganzen Namen? Sein Gesicht zeigen? Nein. Es reicht, wenn wir wissen, dass Andreas L. das und das hatte und womöglich aus diesem Grund dieses und jenes tat. Dazu ein verpixeltes Gesicht, Altersangaben, etc. Ob er aus einer gutbürgerlichen oder zerrütteten Familie kommt, okay.

    Es ist klar, dass Journalisten früher oder später den Namen herausbekommen werden. Selbst wenn sie nur diese spärlichen Informationen von der Polizei bekommen sollten. Da ist es natürlich einfach, das alles in die Öffentlichkeit hinauszuspritzen. Wer hat als erster die Information unter die Leute gebracht? Erster! Erster!

    Und genau hier sollte ein Journalist es sich eben nicht so einfach machen und seinen niedersten Sensationsgelüsten nachgeben. Er sollte sich zurücklehnen und mal nachdenken, was die Leute wirklich benötigen, um die Hintergründe so einer schrecklichen Tat zu erahnen. Und dazu braucht man nicht den ganzen Namen und auch kein unverpixeltes Foto. Und ich weiß, dass es schwierig ist, einen Artikel mit Andreas L., der Verdächtige, der 28-Jährige, der Täter (wenn es absolut 100 prozentig bewiesen ist, dass es nur diese eine Variante des Hergangs gibt) zu schreiben… aber ich deutete es ja bereits an: Sie sollten es sich einfach nicht zu einfach machen.

    Denn eines dürfen wir nicht vergessen. Auch Herr L. hat eine Familie. Und die wird von Ihnen in Ihrem Pamphlet in keinster Weise berücksichtigt. Man kann nur hoffen, dass Herr L. ein Halbwaise ist, dann muss in Zukunft nur eine Person mit dem gleichen Namen damit rechnen, mindestens Drohbriefe und -anrufe zu bekommen. Aber was, wenn Herr L. noch beide Elternteile hat? Drei, vier Geschwister, die noch immer den gleichen Namen tragen? Eine Großfamilie, die damit fertig werden muss, dass eines ihrer Mitglieder womöglich etwas ganz, ganz Grauenhaftes getan hat? Haben Sie schon mal daran gedacht?

    Gottseidank habe ich keinen Presseausweis. Weil in dem Club, in dem Sie sind, möchte ich nicht sein.

  16. Zumindest sollte jeder die Entscheidung zur Nicht-Namensnennung gut begründen können, der die Namen des NSU-Trios seit November 2011 komplett nannte, als eine Staatsanwaltschaft wegen eines auf Indizien gestützten Verdachtes ein Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige einleitete, das Monate später in einer Anklage mündete und das noch nicht gerichtlich geklärt ist. Im November 2011 gab es als Kernindizien v.a. den Besitz von Tatwaffen und das „Panther“-Video.
    Auch diese Verdächtigen haben Angehörige und Eltern, zwei von ihnen sind tot, es geht ebenfalls um die Tötung zahlreicher Menschen.
    Wer sagt, „das kann man nicht vergleichen“ muss es seinem Publikum zusammen mit seiner jeweiligen aktuellen Entscheidung zumindest konsistent begründen können.

  17. Die Leute „interessieren“ sich auch für Autounfälle und bleiben dafür mitten auf der Autobahn stehen, das heißt aber nicht, dass man die Sensationsgier dieser Gaffer auch noch bedienen sollte, Herr Winterbauer.

  18. Meiner Meinung nach würde unserer muldimedial überhetzten Gesellschaft etwas mehr Ruhe und Gelassenheit gut tun – gerade auch im Journalismus. Die Gesellschaft nimmt uns Journalisten nicht ohne Grund als sensationslüstern und nicht vertrauenswürdig wahr.
    Grundsätzlich teile ich die Auffassung, dass ein Mensch mit einer solch grausamen Tat zu einer Person der Zeitgeschichte wird. Aber bislang gibt es tatsächlich nur eine einzige Quelle für den möglichen Hergang in der Maschine. Der Flugschreiber fehlt nach wie vor, und im Grunde haben wir nicht mehr als einen Tatverdacht der Staatsanwaltschaft. Wem hätte es geschadet, den Namen des Co-Piloten angesichts dieser Situation zurückzuhalten, bis es mehr Sicherheit über den Absturz gibt? Wem hätte es geschadet, wäre sein Foto nach Abschluss der Ermittlungen veröffentlicht worden? Der öffentlichen Information und dem Verlangen nach Aufklärung sicher nicht. Nur den Medien, die mit immer schnelleren, möglichst exklusiven Nachrichten Geld verdienen müssen.
    Ich glaube, in einerZeit, in der jedes infame Gerücht, jede noch so abstruse These binnen Sekunden die Runde um die Welt macht, stünden uns ein wenig mehr Reflektion und Sorgfalt gut zu Gesicht.

  19. in Behauptungen und schön formulierten Fragen können sich bestimmte Blätter gerne suhlen, wenn diese wieder mal von Gerichtsprozessen, in denen die Schuld oder Unschuld festegestellt wird, berichtet wird. So zerstört man Karrieren und Leben!
    Das hat mit Journalismus nichts zu tun. Lesen sie mal den Pressekodex.

  20. Vorverurteilungen und schon mal was von in Dubio pro reo gehört?
    Diese Andreas ist sicherlich nicht mit Depressionen oder Neurosen zur Welt gekommen , diese hat man ihm zugefügt, denn der Einfluss kommt von aussen. Wer das war und wieviel die Gesellschaft in der er sich aufhielt, also unser Sauber Deutschland, dazu beigetragen hat , weil wir schnell und ignorant leben , ist die Frage die nur er hätte beantworten können. er ist tot mit 149 Anderen . Was in der Kabine geschehen ist , wird keiner mehr aufklären , denn Zeugen gibt es nicht und daher : Im Zweifel für den Angeklagten. Wer gehört in die Psychatrie ? Im Zweifel immer die die draussen frei rum rennen und den vermeintlich anderen verurteilen. Möglicherweise hätte ein Gespräch mit den Menschen die in offensichtlich schwer verletzt haben, genügt um diesen Verlauf seiner psyschischen Störung zu korrigieren . Ihn als Kranken abzustempeln ist zu einfach . wann wird denn dann die nächste Sau durchs Dorf getrieben ? Hier hat das Umfeld total versagt .. Ich glaube noch nicht einmal dass er bis zum Zeitpunkt wo er das angebliche durchgezogen hat , wusste das er dazu fähig ist. Wir werden es nie erfahren. Allen Opfern ( Angehörigen ) die jetzt noch leben gilt die Aufmerksamkeit. Wäre Andreas Lubitz ein IS oder Alkaida Terrorist, na dann wäre die Gesellschaft ja eh befriedigt und hätte ihre Erklärung, da fragt sich ja auch keiner warum die Amok laufen . Hunde die oft genug getreten werden , beißen irgendwann und bei der effekt erheischenden Presse müsste es jeden Tag einen Biss in den Allerwertesten geben… da sieht man mal das es so einfach nicht ist.

  21. Traurig, dass ein Mitglied der Chefredaktion so einen Unfug verfasst!
    Gerade in der heutigen Zeit, wo alles in Sekunden tausendfach verbreitet wird, geben Sie die Familie des Co-Piloten quasi zum „Abschuss“ frei.
    Schon mal darüber nachgedacht?

    1. Lieber Kollege Winterbauer,
      Wissen Sie noch, wann der volle Name von Tim K. erstmals komplett in der Zeitung stand? (ich weiß es nicht mehr, bei Interesse genügt ein Blick in die BILD)
      Können Sie sich noch an die Medien-Debatten nach dem Fall Degowski etc. erinnern? (Ich kann es noch).
      Ich schätze, Sie haben mit Ihrem hingerotzten „Kommentar“ ein meinungsstarkes Bewerbungsschreiben an die BILD abgesetzt. Immer mit einem Finger am Textbaustein „Krokodilstränen“, falls Kollateralschäden auftreten. Das nenn ich aktuellen Journalismus.

      Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Bewerbung Erfolg hat. Dann lese ich wenigstens nichts mehr von Ihnen.
      Gruß von einem, der seinen Presseausweis selbstverständlich behält.

  22. Es ist immer wieder gleich: Sind es Einzelpersonen, wird kein Blatt vor den Mund genommen und Namen im Klartext hingeschmiert, bevor auch nur ein Gericht ein Urteil gefällt hat. Können sich ja auch nicht so wehren, wie Unternehmen, die Gammelfleisch produzieren oder sonstige Skandale verursacht haben. Da halten sich die ach so „aufrichtigen“ und den „Journalismus ernst nehmenden'“ Medien immer sehr „vornehm“ zurück. Da hat man nämlich die Hosen nämlich aus Angst vor den rechtlichen Konsequenzen gestrichen voll. Deshalb ist dieser Artikel für mich nicht mehr, aber erst recht nicht weniger als pure Heuchelei.

  23. Das meiste ist schon von den anderen Kommentatoren gesagt worden. Plus: Wenn Spiegel-Online mitten in einem breiten öffentlichen Diskurs über die Glaubwürdigkeit „der“ Medien anfängt, eigene professionelle Reflexe in Frage zu stellen, ist das für mich keine „Farce“. Es ist Ausdruck der Bereitschaft zur Reflektion.

  24. Was Sie Ihren Lesern als Begründung für das unsägliche Vorgehen der „Bild“ liefern ist für mich inakzeptabel.

    Allerdings führen Sie auf der anderen Seite nur das fort, was sich in den letzten Jahren in meinen Augen leider durch die Wirkung des Internets in der Medienlandschaft durchgesetzt hat.

    Sie helfen dem Mob dabei, Menschen vorzuverurteilen. Keine Ahnung, welche ethischen Grundsätze Sie damit zu erfüllen glauben. Es kann damit nicht weit her sein.

    Es ist so durchsichtig wie beschämend. Ihnen und Ihren Brüdern im Geiste bei der Springer-Presse geht nicht um investigativen Journalismus, sondern um Auflage und Klicks.

    Sie sollten sich einfach nur schämen. Es wird langsam unerträglich, was sich Menschen anmaßen, die sich doch angeblich dem Journalismus verpflichtet fühlen.

  25. Entschuldigen Sie, Herr Winterbauer, ich muss kotzen. Wie kann man sich Chefredakteur schimpfen und dann so einen Müll schreiben?! Schon mal über die Familie des mutmaßlichen (!) Täters nachgedacht? Offensichtlich nicht. Natürlich kennt jeder die Namen Robert Steinhäuser, Mohammad Atta oder Anders Breivik. Aber ist es hier in diesem Fall nicht ein wenig verfrüht, den vollen Namen, mit Foto, zu veröffentlichen? Die Ermittlungen haben doch gerade erst begonnen! SPON schreibt übrigens nicht, dass sie erst berichten wollen wenn die Ermittlungen abschließend geklärt sind, sondern dass sie nur den vollen Namen nicht nennen wollen. Ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Unterschied. Wenn Sie das nicht verstehen, sollten wohl eher Sie Ihren Presseausweis zurückgeben. Sollten so einen Dreck gelesen wie Ihren Artikel.

    1. Kotzen, Müll, Dreck: So argumentieren sie, die Moralschiedsrichter. Aber selbst „mal eben woanders reinklicken“ um das Gesicht mal gesehen zu haben. Kennen wir.

      1. ja soll man sich denn mit dem geistigen Abfall des Herrn Winterbauers womöglich intellektuell auseinandersetzen? Klar, selbst mit der Streitaxt kämpfen aber den anderen nur die feine Klinge zugestehen.

  26. Und ich dachte noch, jetzt kommt was kluges. Etwas, was mich zum Nachdenken bringt. Etwas, was fundiert gegen die neue Welle des scheinheiligen Moralismus in der Sache argumentiert…

    Und dann das. Einer rotzt sich selbst die gute Kinderstube aus. Juhuuu! Freiheit.

    Begründung siehe oben bei den Vorpostern.

  27. So ein Bull**it. Den Namen des Täters zu nennen ist fahrlässig und bringt Menschen (Familie) in Gefahr. Die Namen der Opfer zu nennen ist OK, wenn die Familie es bejaht. Auf die Opfer ist niemand böse, die Familien werden mit Mitgefühl bestraft. Die Familie des Täters wird offiziell mit Morddrohungen bestraft. also bitte, was ist hier die richtige Entscheidung? was bringt der Welt mehr? Trauer oder Hass? die Medien heutzutage wollen nur noch selbst überleben. Darum toppen sich die Verlage mit aufheizenden Meldungen und nehmen keine Rücksicht auf betroffene Personen. Lieber Herr Winterbauer, ein 6. Klässler hat mehr Menschenkenntnis und Vernunft als Sie. Journalisten, die sich selbst zu wichtig nehmen, sind lächerlich.

  28. Ich denke, Herr Winterbauer will nicht Unschuldige zum Abschuss freigeben, sondern regt sich eher über die Doppelmoral mancher Medien auf. Allen geht es um Klicks, aber weil eben einige Medien schon die Arbeit und Rolle des Schmutzfinken übernehmen, können sich die anderen erlauben, empört die Nase zu rümpfen.
    Und lassen Sie uns ehrlich bleiben: Ich würde so gern wissen, wie viel diejenigen schon wissen, die sich hier echauffieren und Medienschelte betreiben. Und woher haben Sie dieses Wissen denn? Ich finde es auch manchmal schlimm und unappetitlich, so nah am Elend und der Trauer zu sein, aber human nature ist nun mal sensationslüstern – und nicht erst seit heute in der schlimmen Mediengesellschaft. Heute gibt es nur viel mehr Möglichkeiten, dem zu frönen. Das macht aber Gladiatorenkämpfe oder einen öffentlichen Pranger im Rückblick nicht schöner.
    Das bedeutet nicht gleich den Untergang des Abendlandes.

  29. Sorry – in der Vergangenheit habe ich mich des Öfteren mit SPON anlegen müssen. HIER aber stelle ich mich auf die Seite der Spiegel-Verantwortlichen. Nach dem Trommelfeuer widerlicher medialer Sensationsgier der letzten Tage erfüllt mich der Kommentar von Stefan Winterbauer mit tiefer Abscheu. Wenn jemand seinen Ausweis abgeben sollte, dann ist es S.W., der offenbar nicht begriffen hat, dass Freiheit der Meinung dort aufhört, wo die Freiheit anderer tangiert wird. Sehr froh bin ich hingegen über viele Antworten hier, die ebenfalls Kritik äussern.

  30. Herr Kachelmann und Herr Wulf waren auch schnell schuldig gesprochen worden von Menschen mit Presseausweis.

  31. Na, Herr Winterbauer, wer muss sich denn jetzt in der Ecke verkrichen? Ihre Selbstgefälligkeit und Ihr absoluter Anspruch, dass nur Sie bzw. Meedia die alleinige Weisheit gepachtet haben, kotzt einem an. Ein Ko-Schlag nach dem andern, ich sehe so gut wie keinen Leser, der sich Ihrer Auffassung anschließen möchte. Kommen Sie mal wieder runter vom hohen Ross; ein bisschen Demut würde auch einem Mitglied einer Chefredaktion gut zu Gesicht stehen.

  32. Herr Winterbauer, Ihr Verständnis von Journalismus finde ich derart erschütternd, dass ich Meedia als Bookmark löschen werde. Sie haben offensichtlich überhaupt keine Ahnung von Ihrem eigenen Beruf und dann schreiben auch noch darüber?! Ein Mediendienst, bei dem Sie Mitglied der Chefredaktion sind und solche Kommentare verfassen können, hat für mich keinen Nutzen.

  33. Respekt.
    Sie haben vergessen „schlecht geschriebene Satire“
    Hinzuzufügen.
    Im Übrigen wünsche ich ihnen(und nur ihnen, nicht ihrer Familie) dass sie auch einmal erleben am eigenen Leib, was eine Hetzjagd bei ihnen als mutmaßlichen Täter anrichten könnte.
    Ich schäme mich aufrichtig für solche Kollegen und entschuldige mich stellvertretend.

  34. Breivik als Vergleich. Da haben Sie sich doch selbst ad absurdum geführt, Herr Winterbauer. Breivik hat mit Kalkül gehandelt und den Gerichtsaal als Bühne genutzt, wollte bekannt werden. Wer weiß, ob der Co-Pilot der German Wings- Maschine nicht ähnliches plant? Und gibt es nicht einen Pressekodex zur Berichterstattung bei Suizid?

  35. ..auch wenn vieles dafür spricht…und auch genau soviel dagegen…
    Wer von uns weiss genau was an Bord passiert ist?…auch wenn der „Zufall wirklich zweifelhaft ist…was passiert wenn es doch andere Komplikationen gegeben hat?
    Die unschuldige Familie des Co Piloten ist schon jetzt der Meute zum Abschuss freigeben…auch seine Eltern haben einen Sohn und einen Bruder verloren…auch ihnen gilt mein Mitgefühl.
    Und wir haben in unserer Rechtsprechung ein Leitsatz…bis die Schuld nicht einwandfrei bewiesen ist gilt die Unschuldsvermutung…ich warte auch auf die Daten des Flugschreibers.

  36. Hier wird offenbar verkannt, dass auch die Familie des Co-Piloten Opfer ist. Gilt es sie nicht genau so zu schützen, wie alle anderen Opfer auch?

  37. Tut mir leid, aber das ist ganz großes Schmierenblatt Niveau. Die Täterfrage ist nicht abschließen geklärt und alle die jetzt schon schreien tun dieses aus einem Grund: Bessere Schlagzeilen. Ich bin enttäuscht von MEEDIA.

  38. Nein.
    Und selbst wenn es rein medienrechtlich nicht angreifbar sein sollte, den Namen auszuschreiben und sein Foto unverpixelt zu zeigen, ist es eine medienethische Frage. Und es ist gut, dass darüber debattiert wird. Ein Journalist, der diese Diskussion für überflüssig oder moralinsauer hält, scheint mir ziemlich selbstgefällig.
    Was ist zudem mit dem Grundsatz des CrossChecks? Einer zweiten Quelle? Das mag in diesem Fall schwierig sein. Das entbindet uns doch aber nicht von der Verantwortung. Gerade bei derartig emotional aufgeladenen Themen sollten wir jedes Wort und jede Zeile hinterfragen. Was ist mit der Unschuldsvermutung und den Regeln der Verdachtsberichterstattung?
    Er mag, sofern sich der Verdacht bestätigt, eine Person der Zeitgeschichte werden. Momentan geht es aber um das Zeitgeschehen. Und das ist noch nicht abschließend geklärt. Das bedeutet nicht: Berichtet nicht. Es bedeutet nur: Geht sorgsam mit den Informationen und Bildern um, die ihr habt. Und macht euch bewusst, was sie bewirken. Bei Nachrichten geht es doch um Relevanz? Für wen ist sein Nachname relevant? Für wen sein Gesicht? Jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. Um herauszufinden, wer er war und was ihn womöglich zu dieser unfassbaren Tat bewogen hat, muss man den Nachnamen nicht veröffentlichen. Und die Argumentation, dass andere Medien es doch auch tun… Ich bitte Sie. Nur weil viele etwas tun, ist es doch deshalb nicht richtig.

    Was ist mit dem Schutz von Unbeteiligten, z.B. seiner Familie?
    Was trägt es zur Aufklärung bei, das Haus der Familie zu zeigen und zu belagern? Einer Familie, deren Entsetzen wir uns wahrscheinlich nicht mal vorstellen können? Nichts. Es treibt die Familie in die Isolation, im Zweifelsfall bringt es sie sogar in Gefahr. Auch das gehört zur Verantwortung von Journalisten. Wir beschreiben nicht nur die Realität, wir schaffen sie auch. Jedes Wort, jede information wird Teil der sozialen Realität der Leser /Hörer/Zuschauer.
    Eine Realität, die in diesen Tagen grausam genug ist. Da müssen wir Journalisten nicht auch noch grausam sein.

  39. Aus ruhigen Sichtweisen gewinnt man korrektere und sinnvollere Folgerungen:

    » Eine Meinung, die von falschen Voraussetzungen ausgeht, ist nichts wert. Das gilt vom Leitartikel bis zum philosophischen System. «
    – Robert Muthmann, deutscher Journalist, Jurist und Schriftsteller, geboren 1922 –

    Haltlose Schnellschüsse werden zur Rohrkrepierern.
    Wer aus Mutmaßungen Tatsachen macht, wer Indizien mit Beweisen verwechselt, sollte seinen Presseausweis zurückgeben.
    Vielen Dank.

  40. Zwischen den Namen eines mutmaßlichen Täters nicht zu nennen und nicht berichten ist ein himmelweiter Unterschied. Ich bin ehrlich gesagt entsetzt, wie leicht Qualitätsmedien wie FAZ, Zeit oder Reuters journalistische Grundprinzipien über Bord werfen und einen Menschen vorverurteilen. Von Bild & Co. habe ich ja nichts anderes erwartet. Bislang gibt es nur (starke) Indizien, die auf die Schuld des Co-Piloten hindeuten. Es sind beileibe noch nicht alle Fakten gesammelt. Es fehlt ja sogar noch der Flugschreiber. Schränkt es die Berichterstattung wirklich ein, wenn man den Namen nicht vollständig nennt? Ich finde nicht.

  41. Meine Hochachtung für alle, die hier bisher geschrieben haben. Das hätte ich wirklich nicht gedacht, dass man sich hier so einhellig für journalistisches Ethos ausspricht. Den Namen des mutmaßlichen Täters zu nennen, ihn unverpixelt zu zeigen und Fotos seines Elternhauses zu präsentieren, die es möglich machen, es zu identifizieren, ist unverantwortlich und hat mit seriösem Journalismus nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. „Bild“ und „AZ“ und leider auch Meedia sind mitverantwortlich, wenn nun Leute, die sich dazu berufen fühlen, die Angehörigen des Germanwings-Copiloten terrorisieren. Das pathetische Wort vom „Presseausweis zurückgeben“, das er anderen hinschleudert, fällt auf den Autor zurück.

  42. Ich bin einfach nur schockiert, derartige Kommentare vermeintlicher Journalisten zu lesen.
    Haben Sie Familie Herr Winterbauer?
    Bisher sind es noch keine Beweise, selbst wenn sich alles bestätigen sollte, die Familie des Piloten kann nichts für das Unglück und muss doch nicht medial niedergemacht werden.
    Mit sachlichen Journalismus hat das nichts zu tun.

  43. Herr Winterbauer, mir ist Ihr Maßstab nicht ganz klar. Wann soll der Name denn genannt werden und wann nicht?
    Warum wird an anderer Stelle Ross & Reiter nicht genannt?
    Hier gabs zB keine Namensnennung ( nicht mal Nationalität…)
    http://m.spiegel.de/panorama/justiz/a-1013097.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=https://www.google.de/

    Es kommt mir bisschen so vor, als ob sich die Veröffentlichung danach richtet, wie groß der Medienhype ist. M.E. kann das aber kein Maßstab für die Frage nach Persönlichkeitsrechten sein.

  44. Was genau die Namensnennung zum Verständnis des tragischen Geschehens beiträgt, sehr geehrter Herr Winterbauer, das erschließt sich mir nicht. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir das in ein paar Sätzen erläuterten. Dafür im Voraus recht herzlichen Dank.

  45. Eine journalistische Disqualifizierung ersten Ranges.
    Was, ausser der übertriebenen Wichtignehmerei von einzelnen „Chefjournalisten“ wird damit befriedigt, den vollen Namen zu nennen.
    Was ist der Mehrwert für den Leser?
    Warum sollte an der Stelle die amerikanische/britische Presse Vorbildfunktion haben?

  46. Auch wenn ich hier gegen einen shitstorm anschreibe – ich kann Stefan Winterbauer nur zustimmen. Diese Diskussion um die Persönlichkeitsrechte des Co-Piloten wird immer gruseliger. Die französischen und deutschenErmittler haben sich der Angehörigen wegen nicht mit Informationen zurück gehalten – und dafür sind wir ihnen zu Dank verpflichtet. Und ihre Erkenntnisse sind gut begründet. Zu ihnen gehört ein name und ein Bild – und damit auch die Möglichkeit, diese Erkenntnisse zu überprüfen. Dann kommen wir vielleicht auch zum wirklichen Problem – der Tatsache, dass ein deutscher Musterkonzern einem schwerkranken Mann bedenkenlos das Leben von Menschen anvertraute.

  47. … ohne die üblichen Lustigkeiten, wie Sie so launig einleiten, werter Kollege Winterbauer: Das Niveau im „ernsthaften“ Journalismus, die Qualität der Beiträge lassen zu wünschen übrig, es geht um Quote, um Auflagen, da lässt man schnell man Fünf grade sein, nicht? Da recherchiert man nicht mehr selbst, man hängt sich an die zweite und dritte Quelle. Diese Tendenz zeigt Ihr Beitrag nachdrücklich. Wenn es für mich irgendwann einen Grund gibt, meinen Presseausweis zurückzugeben, dann, weil ich mich mit dem derzeitigen Niveau unseres Berufsstandes nicht mehr identifizieren kann.

  48. Es ist vor allem schade, dass der Autor bereits bei der leichtesten Übung versagt: Man schreibt nicht „über“ soundsoviel…
    Was die Öffentlichkeit interessiert ist noch nicht von öffentlichem Interesse. Bei der Berichterstattung geht es meiner Meinung nach viel zu schnell. Jeder Schnipsel wird sofort von allen als „Eilmeldung“, „Breaking News“ und was weiß ich. Etwas überlegter sollte man doch an die Sache herangehen, sortieren, einordnen.

  49. Nach der allgemeinen Entrüstung darf man also annehmen, dass es ein Vergehen der gesamten deutschen Medienlandschaft war, ab November die drei Namen des NSU-Trios vollständig zu nennen – oder wo ist da der Unterschied?
    (Verdacht einer Staatsanwaltschaft, zwei tote Verdächtige, ebenfalls Eltern und Angehörige und gleicher Pressekodex, der unter Punkt 8 festhält:
    „Die Presse veröffentlicht … Namen, Fotos und andere Angaben, durch die Verdächtige oder Täter identifizierbar werden könnten, nur dann, wenn das berechtigte Interesse der Öffentlichkeit im Einzelfall die schutzwürdigen Interessen von Betroffenen überwiegt. … Für ein überwiegendes öffentliches Interesse spricht in der Regel, wenn eine außergewöhnlich schwere oder in ihrer Art und Dimension besondere Straftat vorliegt)
    Wo ist jetzt – hoffentlich weniger aggressiv als hier oben Rede und Gegenrede – der Unterschied zwischen NSU und dem aktuellen Fall?
    Und um auch noch etwas Ärger abzubekommen:
    Die Vermutung, dass die Eltern und Angehörigen mehr Aggression und Gefährdung erfahren als Schutz und Mitgefühl könnte auch mehr über den Vermutenden sagen als über die Realität. Zu „Sippenhafthandlungen“ ist es mW bisher in vergleichbaren Fällen nicht gekommen.
    Feuer frei…

  50. Schon vergessen, dass Meedia gestern unter dem Deckmantel der Kollegenschelte mal eben Klarnamen Fotos etc. komplett veröffentlicht und breit getreten hat? Winterbauers Nachschlag dient jetzt lediglich dazu, diese Entgleisungen von gestern zu rechtfertigen. Scheinheilig und erbärmlich!

  51. Sehr konsequent! Spiegel Online schreibt heute im Bericht „Heimliches Leid“: Andreas Lubitz litt offenbar unter einer psychischen Erkrankung… Für mich ist das aber hundertprozentig abschließend geklärt.
    Wie bereits erwähnt: Wir sollten erst einmal versuchen zu prüfen und einzuordnen… Mit Fingerspitzengefühl rangehen. So kann man sich von anderen absetzen.

  52. Nur mal angenommen, Andreas L. wollte sich wirklich umbringen. Ich betone „angenommen“, dann kann ich nur soviel sagen. Ein Selbstmörder denkt nicht darüber nach, das er andere Menschen vielleicht mit umbringt. Ein Selbstmörder will nur eins , sein Leiden beenden. Und die einzige Möglichkeit ist, das Leben zu beenden in der Hoffnung dadurch eine Art Erlösung zu erfahren. Ich weiss wovon ich rede, denn meine Mutter hat schon drei Selbstmord Versuche hinter sich.

    Aber noch gibt es keine Beweise, das Andreas L. sich selbst umbringen wollte. Vielleicht hätte er ja auch gesundheitliche Probleme bekommen ,wodurch er in Panik geraten sein könnte und hat dadurch vielleicht den falschen Schalter betätigt.

    Es gibt soviel Möglichkeiten. Aber die Presse denkt, das Pressefreiheit alles darf. Jeder der den Namen öffentlich voll ausschreiben, sollte seinen Presse Ausweis abgeben.

    1. Schon mal Betroffene mit Panik erlebt? Die Atmung ist dann nicht ruhig. Klar gibt es noch einige Theorien, aber da kämen viele Zufälle zusammen…. Und richtig, Personen mit suizidaler Absicht kümmert es nicht, was andere dadurch erleben, leider. Das musste ich leider schon im Umfeld erleben.

  53. Ein solcher schwarz-weiß-malender Schmarrn. Am meisten sträuben sich mir aber die Haare beim Argument: „Die Informationen bekommt das interessierte Publikum ohnehin.“ Also ist alles erlaubt?

  54. Bravo, Herr „Journalist“.
    Hoffe für Sie, dass Sie niemals in tiefster Trauer und Erschütterung von einem solchen Pack zum medialen Abschuss frei gegeben werden.
    Und das auch noch, ohne alle Beweise und Fakten final zu kennen…
    Unfassbar.

  55. Wer denkt dabei an die Angehörigen des verstorbenen Co-Piloten, die innerhalb ein paar Tagen erfahren mussten, dass ihr Sohn gestorben ist und dabei womöglich nicht nur zum Selbstmörder wurde, sondern auch zum Mörder von 150 unschuldigen Menschen?

    Für immer ist ihr Familienname und ihr Ruf gebrandmarkt, soll sich diese These bestätigt haben, was bisher übrigens nicht der Fall ist.

    Dabei können sie nichts dafür, wenn ihr Sohn wegen Depression diesen erweiterten Selbstmord tatsächlich begangen hat.

    Genauso kann ein psychisch kranker Mensch nichts dafür, wenn er Suizidgedanken bekommt und Suizid begeht. Depression ist eine schwere Erkrankung, die eben zu Selbstmord führen kann. In diesem Zustand ist der depressive Mensch nicht imstande, an etwas Anderes zu denken als das Ende seines schweren Leides. Das hat mit Egoismus, Boshaftigkeit nichts zu tun, ein Suizid ist die Folge einer schweren Erkrankung des Gehirns, die ihn zum Denken/Mitfühlen unfähig macht.

    Ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe trotz eines Ehemannes und 2 Kindern mehrere Selbstmordversuche hinter mir, die Folgen sehr schweren depressiven Tiefs waren. Ich war in dem Moment unfähig, an das Leid meines Angehörigen zu denken, ich spürte nur noch einen tiefen unvorstellbar unerträglichen psychischen Schmerz und dachte, es gäbe nur diese eine Lösung, damit dieser Schmerz endlich für immer aufhört. Ich war mir im Moment überhaupt nicht im Klaren über die Folgen eines möglichen Todes für meine Angehörigen.

    Manche schwer depressive Eltern begehen sogar ein erweitertes Suizid, indem sie Kinder/Ehepartner mit in den Tod nehmen. Das ist die Folge einer sehr schweren psychischen Erkrankung.

    Wer den Namen des Co-Piloten veröffentlicht und somit den Name der Eltern, setzt diesen dem Hass, der Neugier des Volkes aus, was sie sicher nicht verdient haben. Diese Leute haben wie die Angehörigen der 150 toten Passagiere ein schweres Trauma erlitten. Jetzt wird durch die Veröffentlichung des Namen ihres Sohnes ihren Namen und Ruf, den Ruf ihres möglicherweise schwer kranken und somit unzurechnungsfähigen Sohnes in den Dreck gezogen und sie werden öffentlich als die Eltern eines Selbstmörders und mehrfachen Mörders gebrandmarkt.

    Journalisten, die sich bewusst entschieden haben, den vollen Namen dieses Co-Piloten zu veröffentlichen, sollen versuchen sich vorzustellen, wie sie sich gerade fühlen würden, wenn dieser Co-Pilot ihren Sohn, Vater, Bruder wäre!

    Darüber hinaus trägt die Veröffentlichung dieses Namen keinesfalls zur Aufklärung und Aufarbeitung dieser Tragödie bei. Sie schürt nur Volkshass. Denn es spielt keine Rolle, welchen Namen der Co-Pilot trug. Wichtig ist nur, die wahren Motiven seiner Tat herauszufinden, um eine ähnliche Tragödie zukünftig verhindern zu können.

    Ich wünsche mir, dass das Gesetz eine solche Veröffentlichung verhindert, um Angehörigen von „Massenmördern“ zu schützen und ihnen ein „normales“ Leben nach einem solchen schwer zu bewältigendes Trauma zu ermöglichen.

    Denn jeder sollte das Recht auf ein normales Leben haben, egal was seine Angehörigen gemacht haben.

    Meine Gedanken sind bei ALLEN Angehörigen der Verstorbenen durch dieses Flugzeugabsturz, auch den Eltern des Co-Piloten. Ich wünsche ihnen, dass sie so schnell wie möglich dieses schwere Trauma überwältigen können und wieder ein normales Leben führen können.

  56. Lieber Herr Winterbauer,
    um das vorweg zu sagen: Das Folgende ist nicht ironisch, sondern genau so gemeint, wie ich es schreibe.
    Ich heiße zufällig auch Andreas Lubitz und bin Journalist (und nein, ich gebe meinen Presseausweis nicht zurück, würde es aber begrüßen, wenn die Kollegen es täten, die den Namen in aller Welt verbreiten).
    Sie können sich nicht im Mindesten vorstellen, was bei mir seit gestern los ist – dank der medialen Verbreitung des vollen Namens des Crashpiloten. Wildfremde Leute (ja, auch viele Journalisten), die bei mir anrufen und fragen, ob ich der Unglückspilot sei. Leute, die mir per Mail oder Twitter schreiben „I bet today you wished you had a different name“. Ein Postfach, das überquillt von dämlichen, teils sehr makabren Kommentaren.
    Und genau das, was Sie hier schreiben befürchte ich für mein künftiges Berufsleben. Ich zitiere: „Jeder weiß, wofür diese Namen stehen. Sie sind für immer mit ihren Untaten verbunden. Künftig wird das auch für den Namen Andreas Lubitz zutreffen. “
    Muss ich jetzt meinen Beruf an den Nagel hängen? Oder eine Namensänderug beantragen? Denn unter meinem Namen kann ich ja wohl mein Leben lang nichts mehr veröffentlichen. Welche Zeitung würde noch einen Artikel von einem Autor veröffentlichen, mit dem Namen eines Massenmörders.
    Ein hoher Preis, den ich für die Freiheit der Medien bezahlen muss, finden Sie nicht?

    1. – sehr sinnig, dass Leute bei Ihnen anrufen und fragen, ob Sie der Unglückspilot seien? Diese Leute wüßten offensichtlich, obwohl so interessiert an dem Vorgang, dennoch nicht, dass Sie wohl kaum der „Unglückspilot“ sein können, da keiner der Piloten überlebte? Na ja.
      Ihnen wird schon keiner was tun. Und ganz sicher wird Ihr weiteres Leben nun auch nicht wegen dieser Namensgleichheit ruiniert sein. Etwas weniger Aufgeregtheit wäre vielleicht ganz angebracht?

    2. Tja, schöne Sch…., Kollege L. 🙁

      Namensänderung beantragen? Können Sie gerne versuchen, wird aber nicht genehmigt werden. Wurde bei mir auch abgelehnt. Ich kann unter meinem Namen auch praktisch nicht mehr arbeiten, den Ruf, den ich mir in zwei Jahrzehnten erarbeitet hatte, nicht mehr nutzen, weil ich auch auf einen ärgerlichen Vorfall reduziert werde. Und der Richter damals sogar sagte, ich könne als Journalist doch unter Pseudonym arbeiten. Er verwechselte das wohl mit Schriftstellern.

      Allerdings, die Sorge kann ich Ihnen nehmen:

      > Welche Zeitung würde noch einen Artikel von einem Autor veröffentlichen, mit dem Namen eines Massenmörders. <

      Viele. Das bringt ja Aufmerksamkeit. 🙁

    3. Hallo,

      Sie sind also der Meinung, der Name des Co-Piloten sollte geheim gehalten werden? Obwohl der Name von der Staatsanwaltschaft bereits öffentlich gemacht wurde. Nur eine völlige und dauerhafte Geheimhaltung des Namens würde Ihnen den Ärger, den Sie bedauerlicherweise erdulden müssen, ersparen.

      MfG
      SW

      1. Herr Winterbauer,

        Sie haben sich doch selbst mit Ihrem Artikel ins Abseits manövriert und brauchen sich nirgendwo mehr zu bewerben!!

        😀

      2. Ok, Herr Winterbauer.
        Der Staatsanwalt war es also, achso.

        Nicht Sie wiederholen den Namen so oft es nur in einem solch kurzen Statement geht sondern der SA…
        genau, und der SA fordert auch jeden auf, den PA zurückzugeben, der den Namen nicht oft genug nennen will-

        ach Gott, Sie sind ja noch viel viel armseeliger als ich dachte. Jetzt mal im Ernst, haben Sie nach der Hilfsschule wirklich noch einmal eine weitere Schule besucht.

  57. Eine etwas hochmütige Haltung, Herr Winterbauer, wenn Sie anderen Journalisten vorschreiben wollen, wie sie abzuwägen und zu berichten haben. Dass der Name genannt werden darf, ist nicht die Frage und ob der Copilot Maier, Schulz oder Lubitz heißt, ist (vorerst) ebenso irrelevant wie das Gesicht, das dahinter steckt. Wichtig ist seine Biografie und die möglichen Brüche darin sowie seine aktuell letzten Lebensumstände.
    Zudem habe ich den Eindruck, dass Sie öffentliches Interesse mit öffentlicher Neugier verwechseln.

  58. Was ihr ganzen Hobby-Detektive, sogenannten Journalisten und die BLÖD-Zeitung einfach nicht checken wollt:

    Durch die vollständige Namensnennung und Aufarbeitung seiner Geschichte schafft ihr für diese kranken Hirne willkommene und attraktive Anreize.

    Diekmann und Reichelt sind sich ja nicht mal zu schade, diese Taten als „historisch“ zu adeln und andere Massenmörder namentlich zu nennen.

    Seid ihr echt so grenzenlos bescheuert oder wollt ihr das nicht verstehen?

    Ihr habt Blut an den Händen.

    1. Da sich ja weiter alle Empörten tapfer am Unterschied zur Namensnennung im NSU-Fall vorbeischummeln (staatsanwaltschaftlicher Verdacht und Ermittlungsverfahren seit November 2011, noch keine Verurteilung, komplette mW komplett unbeanstandete Namensnennung seit November 2011, ebenfalls Eltern und Angehörige vorhanden) zu einem Zitat von weiter oben: „Eine Realität, die in diesen Tagen grausam genug ist. Da müssen wir Journalisten nicht auch noch grausam sein.“

      Wenn das die konsequente dauerhafte Berufsauffassung sein sollte, würde ich meinen PA gerne zurückgeben, wenn ich ihn nicht noch bräuchte. Das klingt wie ein Arzt, der keine Spritze setzt, weil das dem Patienten ja weh täte; der nicht amputiert, weil das verstümmelte. Hallo? Zwischen verbalem Ausweiden und nüchterner, aber schmerzhafter Berichterstattung besteht ja wohl noch ein Unterschied. In welchen Wohlfühlbiotopen des Berufs kann man denn leben, wenn man ernsthaft alles „Grausame“ vermeiden will, was Betroffenen oder Angehörigen Schmerzen zufügen könnte?
      Schreiben Sie dann nicht mehr über den Prozess zu einer brutalen Vergewaltigung; einen Vater, der seine Kinder tötet; eine Mutter, die ihr Neugeborenes tötet? Selbst ohne jeden Voyeurismus verletzt das Angehörige und ist so „grausam“ wie es hier bei der Namensnennung kritisiert wird. Wer da nicht schreiben muss, tut sich nachher leicht von ganz hoher moralischer Warte zu kritisieren.
      Ja, man kann mit seinem Geschriebenen Menschen wehtun – aber das geht weit, weit über den herausgepickten Punkt Namensnennung hinaus. Für die meisten sicher ethisch zu primitiver Maßstab: Man muss es im direkten Gespräch mit den Angehörigen vertreten können. Wer oft genug mit direkt Betroffenen seiner Berichterstattung zu tun hat, ihnen regelmäßig wieder begegnet oder jederzeit begegnen kann, weiß wie das gemeint ist.

      Ich fand in den vergangenen Tagen auch vieles abstoßend, aber die Namensnennung zählt nicht dazu.
      Und noch mal: Jeder, der schon einmal beruflich die Namen Zschäpe, Mundlos oder Böhnhardt veröffentlicht hat, hat dann doch hoffentlich einen Grund gehabt, dies trotz der garantierten Verletzung der noch lebenden Eltern zu tun. Doppelte Maßstäbe gibt es angesichts der (hier fast schon rüden) laut gezeigten Sensibilität ja sicher nicht.

  59. Das war wohl ein Eigentor. Wann gibt Herr Winterbauer seinen Presseausweis zurück? Offensichtlich gelten für ihn andere Maßstäbe und genau dieser sensationsgeile Journalismus der nur auf ein paar schnelle Klicks und Absatzzahlen aus ist, ruiniert den Ruf der ganzen Branche. Seriös berichten sieht jedenfalls anders aus, aber wer die Bild oder amerikanische/englische Medien als Vorbild nennt kann, mit Verlaub Herr Winterbauer, nicht als seriöser Journalist eingestuft werden. Der Shitstorm erwartet ihren Ausweis 😉

  60. Und das soll jetzt besonders Journalistisch sein? Wenn man sich alles so zurecht rückt das es für eine provokante Schlagzeile passt? MEEDIA könnte und sollte es besser wissen und können. Weder der Sachverhalt das es vermeintlich alle machen ist ein legitimer Grund etwas zu rechtfertigen, noch dass 500.000 Menschen bei Googel danach gesucht haben. Darf man Kinderpornografie veröffentlichen wenn nur genug danach suchen? Das einzige Argument das halbwegs schlüssig ist, ist jenes das die Öffentlichkeit bei einem so schwerwiegenden Fall ein anrecht darauf habe den Namen des Verursacher zu kennen.
    Doch zum einen ist trotz der vielen sehr klaren Indizien der Verursacher nach rechtsstaatlichen Prinzipien noch nicht festgestellt. Zum anderen geht es auch um den Schutz der Angehörigen des 1. Offiziers und die haben, ob Sie es glauben oder nicht, auch ein Recht auf Trauer und ein freies selbstbestimmtes Leben. Auch nach diesem tragischen Vorfall. Wie sehr die Angehörigen dazu noch Möglichkeit haben nach dem enormen öffentlichen Druck, verursacht durch die Berichte die den Namen des 1 Offiziers und damit auch indirekt die Namen der Angehörigen nennen, darüber kann man nur spekulieren.

  61. Lieber Herr Winterbauer,

    Der Typ, der die Maschine zum Absturz gebracht hat, ist wohl in der Tat der Kern der Geschichte, was aber bringt mir die Information, wie er heißt? Was bringt mir der Name Breivik, was bringt mir der Name Steinhäuser, was bringt mir der Name Tim K.? Was nützt den Opfern der Name? Was für einen Informationswert besitzt der Name, welchen nachrichtlichen Wert? Möglicherweise übersteigt das ja meinen intellektuellen Horizont, aber ich sehe diesen Wert nicht. Und was ist mit den Angehörigen? Bei dem, was sich heutzutage in den sozialen Medien so austobt, setzt man die vermutlich unschuldige Familie durch die Nennung des Familiennamens zusammen mit dem Erwähnen des Wohnorts und einem dpa-Foto des Namensschildes an L.’s Elternhaus einer unnötigen Hetze aus, denn der angemessene Umgang mit der Namensinformation ist nicht gegeben. Und das sollte man dabei bedenken. Meinen Presseausweis kann ich leider nicht zurückgeben, ich hatte vergessen, einen zu beantragen.

  62. Ich stimme dem Autor zu. Und bin damit wohl in der Mindermeinung. Egal.

    1.
    Seit wann entscheiden Journalisten, was der Leser wissen möchte und darf und was relevant ist? Gerade in der heutigen Zeit. Warum ist der Name von Andreas L. wichtiger oder schützenswerter als der von Beate Z.? Beide sind Personen der relativen Zeitgeschichte. Und bei letzterer ist weit weniger bewiesen.

    In dieser Woche haben wir gelernt, dass es für Angehörige wichtig ist, schnell und möglich umfassend informiert zu werden. Zu diesem Gesamtbild gehören auch Name und Aussehen. Ein Erkenntnisgewinn zeigt sich doch schon in dem Interesse der Menschen an ihm. Es zeigt doch, dass er ein „Jedermann“ war. Ein Mensch wie du und ich. In letzter Konsequenz auch die Antwort auf die Frage ob es zu verhindern war: Nein. Das ist letztlich wichtig für alle.

    2.
    „Es gibt genau so viele Anhaltspunkte die dafür, wie Anhaltspunkte die dagegen sprechen“
    „In dubio pro reo“.
    Nein! Leider scheint es uns verloren gegangen zu sein, logische Schlüsse zu ziehen. Im Zweifel für den Angeklagten? Welcher Zweifel? Ein Zweifel ist auch dann ausgeschlossen, wenn es keine logische Alternative gibt. Fakt ist, es gab einen achtminütigen Sinkflug in normalem Winkel ohne Kommunikation. Fakt ist, dass der Sinkflug ohne Erlaubnis eingeleitet wurde. Fakt ist, dass der CoPilot atmete und der Kapitän nicht ins Cockpit gelangte. Fakt ist, dass der Notfall-Code nur dann nicht funktioniert, wenn entweder die Tür defekt ist oder der Tür manuell durch einen Schalter abgeriegelt wurde, eine manuelle Verriegelung daher wahrscheinlich ist, usw. Für einzelne dieser Punkte mag es Erklärungsversuche geben. Ein schlüssiges Gesamtbild kann jedoch nicht abgeleitet werden.

    Hier ein anderes Szenario zu erstellen welches plausibel ist, dürfte unmöglich sein. Experten bezweifeln es nicht. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt es nicht. Wir sollten aufhören, es zu bezweifeln.

    3.
    Die Familie des Andreas L. Wir tun so, als sei die Presse schuld. Selbst wenn weder sein Name noch ein Bild veröffentlicht worden wäre, hätte jeder in der Umgebung von Montabaur gewusst um wen es sich handelt. Die Nachbarn hätten gemunkelt. Das liegt in der Natur des Menschen. Der Freundeskreis wäre zerbrochen. Ähnliches berichtete der Vater des Amokläufers Tim K. So oder so, muss die Familie den Wohnort wechseln und den Namen ändern. An ihrem Leid ist also nicht die Presse schuld, sondern Andreas L. Nicht das hier, bei aller moralischen Überlegenheit, etwas verwechselt wird.

    4.
    Bei aller moralischen Integrität dürfen wir nicht vergessen worum es bei Journalismus geht: Aufklärung.

    1. Zu 1. stimme ich zu, es mag für die Angehörigen extrem wichtig sein, diese Info zu besitzen. Dass ich dafür keinen rationalen Grund sehe, sollte ein ungenügender Einwand sein. 2. Die Unschuldsvermutung hingegen sollte gelten bis zu einem abschießenden offiziellen Ergebnis, so wie sie bei Prozessen bis zum Urteilsspruch und nicht bis zum Ende der Beweisführung der Anklage gilt. Zu 3. habe ich die Bedenken, dass eine Verbreitung des Namens oftmals Idioten auf den Plan ruft, die diese Information missbrauchen. Deswegen sollte man – trotz Munkelei in Montabaur – sehr genau abwägen, welchen Wert diese Info hat. Was mich zu 4. führt: Bei der Aufklärung helfen die Biographie, die Lebensumstände und die Geschichte des Mannes sehr vielmehr als der Name.

      1. Im Fall Ullrich H. wurde vor dem Prozess berichtet, dass er schuldig ist. Formaljuristisch galt die Unschuldsvermutung auch für ihn. Denn ob ein Geständnis glaubhaft ist hat der Richter zu entscheiden.

        Der vorliegende Fall ist zu unterscheiden. Die selben Ermittler, die gestern den Zwischenbericht veröffentlicht haben, werden den Abschlussbericht veröffentlichen. Sie haben sich nach meinem Eindruck festgelegt. Die folgenden Ermittlungen dienen der Bestätigung der These und der Vollständigkeit. Am Ergebnis scheint sich nichts mehr zu ändern.

        Ich möchte auch nochmals darauf hinweisen: Wir leben in einer freien zivilisierten Gesellschaft. Mein Eindruck ist, dass diese Diskussion nur in Deutschland geführt wird. Und es führt mich zu einer grundsätzlichen Frage: Dürfen Medien, außerhalb des Pressekodex, den Bürger bevormunden? Ihm vorschreiben was er wissen darf und was nicht? Sollte der mündige Bürger dies nicht selbst entscheiden?

        Nochmals zur Familie: Im Ernst, wenn jemand die Interesse herausfinden möchte, dann wird er es auch. Selbst wenn nur der Ort Montaubaur genannt und weder Haus noch Name gezeigt wird. Ich will Ihnen darin zustimmen, dass die Gefahr von Dritter Seite angegangen zu werden gestiegen ist. Dennoch: Eine neue Identität wird in jedem Fall notwendig sein.

      2. Die Frage mit der Bevormundung ist durchaus interessant. Ich bin jedoch der Meinung, dass ich niemanden essenzielle Information vor enthalte, wenn ich in diesem Fall den Namen nicht vollständig oder gar nicht nenne. Eine Aufgabe des Journalismus ist es meiner Meinung nach schon, den relevanten Zusammenhang darzustellen. Wie viele interessierte Zeitungs- und Internetleser haben Zugang zu den Informationen, die Minute für Minute von den Agenturen dpa, reuters und AFP einlaufen. Eine Bevormundung durch die Presse findet schon in dem Moment statt, in dem ich mich entscheide, irgendetwas nicht zu vermelden, aus welchen Gründen auch immer – Ressourcen, Relevanz, Unaufmerksamkeit. Kein Medium, dass ich kenne verbreitet alle Meldungen, die es am Tag zu vermelden gibt, dabei fallen relevantere Dinge unter den Tisch als der Name eines Co-Piloten. Ich sage nicht, dass das richtig ist. Aber wenn das Nichtnennen dieses Namens die Frage der Bevormundung des Bürger aufwirft, dann muss man so ehrlich sein und eingestehen, dass der Bürger jeden Tag um sehr viel Relevanteres bevormundet wird.

        „Ihm vorschreiben was er wissen darf und was nicht? Sollte der mündige Bürger dies nicht selbst entscheiden?“ Das wäre wünschenswert, scheitert aber allein schon an der Menge der Information. Dazu kommen Dinge wie ‚Sperrfristen‘, wenn ich die einhalte, beginnt schon die Bevormundung. Soll ich sie also einfach ignorieren.

        Was die Angehörigen angeht, haben Sie absolut recht. Für die war es leider spätestens gelaufen, als sie in Frankreich von den anderen Angehörigen ’separiert‘ wurden – zu dem Zeitpunkt war der Name noch gar nicht öffentlich bekannt.

        Ich weiß nicht, ob die Diskussion nur in Deutschland geführt wird, könnte sein, könnte daran liegen, das der Mann Deutscher ist. Ich nehme für mich nicht in Anspruch, mit meiner Meinung Recht zu haben, halte diese Diskussion aber durchaus für sinnvoll, könnte sensibilisieren, gerade in Bezug auf Social Media wäre das gut.

        Sie sagen „Am Ergebnis scheint sich nichts mehr zu ändern“, völlig ausgeschlossen, wenn auch unwahrscheinlich, ist das aber nicht

      3. Zu ihrem Post #2. Es gibt leider keine direkte Antwortfunktion.

        1.
        Es gibt zwei Unterschiede zur „täglichen“ Bevormundung der Journalisten, welche auch sinnvoll ist um eine völlige Informationsflut zu verhindern und Informationen einzuordnen.

        a.
        Es findet hier eine mittelbare Bevormundung der Bevölkerung durch eine Bevormundung von Journalisten statt. Im Gegensatz zu den täglichen Meldungen die wir für irrelevant halten, hielten viele Journalisten auch von angesehenen Medien wie der FAZ die Informationen für sinnvoll.

        b.
        Es gibt ein riesiges Interesse an der Person. Das zeigen die Google Suchen. Bei den meisten Ticker Nachrichten wird dies anders sein.

        Zu dem: Andere Länder haben ja auch Katastrophen und auch dann kommt diese Diskussion nicht auf. (selbst in der Schweiz nicht). Vielleicht haben wir ein besonders Bedürfnis vor der Presse zu schützen. Ich weiß es nicht. Aber warum schützen wir dann nicht Mundlows und Bönhardt?

        Für mich gibt es keine Zweifel an der Tat, weil (nochmal) es keine plausible andere Möglichkeit gibt, welche bei der Sachlage ohne erhebliche Widersprüche auskommt.

  63. Es ist genau die Denke, für die, werter Herr Winterbauer heute ein großer Teil sogenannter ‚Journalisten‘ steht. Es ist schlichtweg zum kotzen, wie Leute wie Sie glauben, die Wahrheit und Klarheit für sich gepachtet zu haben. Typen wie Sie sind es, die dem ‚Qualitäts‘-Journalismus zu seinem derzeitigen Ruf verholfen haben. Aber begreifen werden Sie und Ihresgleichen das vermutlich nie. Hauptsache die Quote stimmt. Alles andere ist in Ihren Augen ‚rührseeliges Blabla‘. Es sind nicht nur charakterliche Defizite, die Menschen wie Sie kennzeichen – es ist schlichtweg dumme, unreife Kaltschnäuzigkeit. Pfui Teufel!

  64. Nein Herr Winterbauer, sie haben Unrecht. Und dabei maße ich mir nich nicht einmal an, die Presse als solche zu kritisieren, denn diese erfüllt nur das Bedürfnis der Menschen. Und ein solches Bedürfnis besteht – sowohl bezogen auf den Namen, als auch auf das Foto etc. Nur deshalb googeln Menschen den Namen etc.
    Allein – dies reicht nicht aus. Und das ist auch richtig so. Das Bedürfnis der Menschen mag nachvollziehbar und sogar berechtigt sein, aber dennoch kennt das Recht Grenzen. Justizia wird nicht umsonst mit einer Augenbinde abgebildet – ihr ist die Dramatik der Situation egal. Und das ist – auch wenn es kühl klingen mag – richtig so. Dafür ist das Recht da. Und rechtlich ist nun einmal das Persönlichkeitsrecht des Co-Piloten und dessen Familie zu achten. Unabhängig davon, was er mutmaßlich getan hat.

    Ich selbst mache mich als Mensch nicht frei von voyeuristischen Gedanken; als Jurist sehe ich es aber anders.

    Ich habe diese Erwägungen hier einmal heute morgen ausführlich zusammengefasst: http://www.juraexamen.info/der-mediale-umgang-mit-dem-germanwingspiloten-ein-zwischenruf/

  65. Ich kann dem nicht zustimmen. Wen interessiert es, wie die Person heißt? Und jetzt, da er tot ist, kann man ihm grob gesagt vielleicht nicht mehr schaden, aber man kann seinen Hinterbliebenen schaden. Und, wie wir sehen, gibt es sogar Namensgleichheiten, die nun darunter leiden müssen. Ein „Andreas L.“ hätte vollkommen genügt. Zu diesem Thema lesen Sie doch auch einfach mal diesen Text und denken dann nochmal darüber nach, was Sie geschrieben haben … : http://www.infodocc.info/co-pilot-germanwings-die-hetze-geht-los/

    Gleichzeitig frage ich mich, warum ein psychisch kranker Mensch so weit kommen muss. Pilot ist ein angesehener Beruf und löst bei fast jedem ein anerkennendes „ah“ und „oh“ aus. Wenn aber jemand psychische Probleme hat, drehen sich alle peinlich berührt weg. Und plötzlich wird so jemand zum Mörder. Und alle fragen sich, warum hat denn niemand etwas bemerkt … Mir tun die Hinterbliebenen leid, die sich jetzt alle diese Fragen stellen. Und Ihnen zum Schutz hätte der volle Name nicht erwähnt werden dürfen.

  66. Es trifft aber nicht mehr den Täter selbst, dass sein Name gebrandmarkt ist, sondern seine Angehörigen, die auch nichts für die Krankheit des Co-Piloten können. Die momentan ebenfalls trauern, und zwar um einen Menschen, der für sie nicht nur mit negativen Eigenschaften behaftet ist.
    Und diese Angehörigen sind genauso unschuldige Opfer, die zumindest soweit geschützt werden könnten, dass in den Medien nicht der volle Name und Wohnort genannt wird!!!

  67. „Genauso wie die Namen von Mohammed Atta, Anders Breivik und Robert Steinhäuser genannt wurden und genannt werden. Jeder weiß, wofür diese Namen stehen. Sie sind für immer mit ihren Untaten verbunden. Künftig wird das auch für den Namen Andreas Lubitz zutreffen. Der Mann mag krank gewesen sein, er mag vielleicht noch nicht einmal schuldfähig gewesen sein – das macht seine Tat nicht weniger schrecklich“, schreibt dieser Mann, der sich als „Mitglied der Chefredaktion“ präsentiert, also seinen Sätzen noch einmal Gewicht qua hierarchischer „Autorität“ verleihen will (oder ist das etwa Meinung der Meedia-Chefredaktion?). Das allein wäre nicht nur in diesem Zusammenhang hinreichend erbärmlich. Aber die Position, die er an dieser Stelle bezieht (die anderen sind mindestens ebenso flach), heißt: Alle Terroristen sind psychisch krank oder alle psychisch Kranken sind potentielle Terroristen – und sind journalistisch einer entsprechenden Behandlung zu unterziehen. Das, was dieser Mann in seinem, wie ein Mitforist schon richtig schrieb, BILD-Bewerbungsschreiben formuliert, das ist die immanente Forderung nicht nur nach Ächtung qua Rufmord, verbunden mit Sippenhaft und einer Absage an verantwortlichen (Hintergrund-)Journalismus, sondern die Forderung nach weiterer Emotionalisierung, Personalisierung und Skandalisierung. Dieser Schreiber betrachtet offenbar mit vollem Willen und Bewußtsein Menschenhatz als journalistischen Auftrag. Könnte es evtl. sein, dass dieses „Mitglied der Chefredaktion“, das da auch noch stilistisch ungekonnt „die Sau herausgelassen“ hat, seinen Presseausweis mittlerweile durch einen Jagdschein ersetzt hat?

  68. So ein Quatsch. Muss Frau Lieschen Müller aus Castrop Rauxel unbedingt den Nachnamen wissen? Muss die Familie von Andreas L. völlig ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden – mit all den Auswirkungen? Wozu das führt zeigt die „Name the shame“ Pressekampagnen in England als damals Pädophile mit Foto und vollem Namen veröffentlicht wurden. Journalisten sollten sich von öffentlichen Prangern fernhalten. Ich werde weiter von Andreas L. schreiben. Und sorry, wegen irgendeinem Vogel werde ich meinen Ausweis nicht zurückgeben.

  69. Vielleicht sollten all die Menschen, die sich hier schützend vor Andreas Lubitz stellen, mal Richtung Frankreich reisen. Dort könnten sie sich nützlich machen bei der Bergung von ein paar Dutzend Kinderleichen – oder dem, was von ihnen übrig ist…

      1. Zur Aufklärung gehört auch, im Umfeld zu schauen, um Verdacht zu stützen oder zu widerlegen. Der Name mag dem interessierten Journalisten nützlich dabei sein und der Druck der Öffentlichkeit, um künftig zu vermeiden, dass Airlines künftig keine auffälligen Piloten in ein Cockpit setzt, damit nicht Hunderte in Trauer geraten. Das ist doch die Kernfrage, die die Menschen bewegt. Wie kann einem bereits psychisch auffälligem Menschen diese Verantwortung übertragen werden? Das wäre m.E. vermeidbar gewesen. Nicht ohne Grund gab es schon entsprechende Einträge und andere bereits veröffentlichte Indizien untermalen das.

    1. Dieser Aspekt wird nämlich nicht bei der Debatte beleuchtet. Aber so läuft es oft in diesem Land. Plötzlich stellt sich die Masse vor einen zur grausamen Tat (egal von welchen Motiven geleitet) möglichen Verdächtigten und die wahren Opfer treten in den Hintergrund. Wenn Mütter, Väter und all die jetzt leidenden Angehörigen dies lesen, wie eine Person in den Schutz genommen wird, dessen Aktenlage nicht für ihn spricht, werden sie sicher keinerlei Verständnis für die Fürsprecher grotesker Theorien haben. Wieso wird einem Ermittlerteam und Staatsanwalt ein logisches Denkvermögen anhand der Indizien abgesprochen? Es wurde bestimmt nicht jede Einzelheit der Audiodatei offenbart, um es den Angehörigen nicht noch schwerer zu machen. Die werden schon genau abgewogen haben, was sie in welcher Form verbreiten und auch unter dem Aspekt, dass es zwar nicht exakt bewiesen ist, aber an hohe Wahrscheinlichkeit grenzt. Mit Sicherheit in Zusammenarbeit mit Experten und wer weiß schon, ob dem StA nicht schon längst zu dem Zeitpunkt weitere Erkenntnisse zum Gesundheitszustand des Piloten vorlagen. Der StA hat für alle den Namen buchstabiert und den Ort genannt bei der PK, nicht irgendein Journalist. Und ja, die Bevölkerung hat ein Recht auf Aufklärung und möchte keine zensierte Berichterstattung. Die Fakten und Analysen sprechen nun nicht gerade für Herrn L. aus M., was doch mal alle hier einsehen sollten. So schrecklich das auch für seine Familie sein mag, aber wie schrecklich ist das für all die anderen, die jetzt in tiefster Trauer sind. Die vielleicht noch viele andere Sorgen dadurch haben. Oder glaubt ihr etwa auch, dass zugesagte (finanzielle) Hilfen ad hoch geleistet werden? Dann träumt mal weiter. Mühlen mahlen langsam…

      1. Verzeihung, aber sich „vor einen möglichen Verdächtigen stellen“ und seinen vollständigen Namen nicht zu nennen, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Auch spreche ich dem Staatsanwalt und dem Ermittlerteam damit kein logisches Denken ab. Im Gegenteil, bislang finde ich das höchst schlüssig. Einer Aufklärung steht es nicht im Weg, wenn man nicht den vollständigen Namen nennt, und eine Zensur ist auch nicht, da der Name für den Sachverhalt zurzeit völlig irrelevant ist. Wer ihn nennen möchte, soll das tun, es aber bitte nicht mit Aufklärung verwechseln.

  70. Ja, vielleicht habt ihr recht … vielleicht muss ich meinen Presseausweis wirklich zurückgeben. Nur um nicht mit den Schmierulanten in einen Topf geworfen zu werden, die hier im Zuge von Sensationsgier ein Zerrbild dessen erstellen, was Journalismus ausmacht.
    Sicher, es ist bisweilen wichtig und richtig, dass Namen genannt werden. Zum Beispiel, wenn es gilt Verfilzungen in Politik und Wirtschaft aufzudecken, oder Hinterleute in krimineller Vereinigungen …
    Aber im vorliegenden Fall, ist das Veröffentlichen des Namens des Co-Piloten reine Aasgeierei. Der Name birgt keinen Informationswert und keine Relevanz … der Mann ist tot. Und selbst um den Hintergrund seiner Tat zu beleuchten, wenn es dann einmal Fakten gibt (ich wiederhole: FAKTEN), braucht es immer noch keinen Namen, um dies darzustellen. Wohl aber bringt man durch die Nennung seines Namens seine Familie in Verruf, schlimmer noch: in Bedrängnis. Vater, Mutter, Angehörige, Freunde, die sich in einer schweren Zeit befinden. Die jemanden, den sie liebten, verloren haben und sich zudem damit konfrontiert sehen, dass er ein Mörder sein könnte, wenn die Fakten dies belegen.
    Eine Familie unschuldig an den Pranger, ein Haus, eine Stadt unter Belagerungszustand zu stellen, um jeden noch so kleinen Splitter einer möglichen neuen Sensationsmeldung zu erhaschen, hat nichts mit neutraler Berichterstattung zu tun. Was hier durch Bild, MEEDIA und andere sensationsheischende Medien als Journalismus propagiert wird, ist eine Schande. Hier wird gewertet und der Versuch unternommen, sich selbst neue Meldungen zu schaffen. Vielleicht ist das Ziel dieses „Journalismus“ ja wirklich, eine trauernde Mutter, oder eine verzweifelnde Freundin an einem Seil im Treppenhaus baumeln zu sehen – durch die eigene Hand, oder noch besser durch einen medial verblendeten Lynchmob, denn dann, wären die Schlagzeilen für die kommenden Tage gesichert. Hoffen wir, dass es nicht zu einer derartigen Tragödie kommt. Hoffen wir, dass die Sensations-Schmierulanten sich klar sind, dass sie das ansonsten allein zu verantworten hätten. Doch die Wahrheit ist wohl, dass sie sich eher freudig die Hände reiben und eine Kerbe in ihre Tastatur schnitzen würden.

  71. Ich schrieb“atmet hörbar“
    Da steht nicht wie dieser Atem zustande kommt.
    Und genau DAS ist ein Beispiel für Interpretation wie sie auch im Bezug auf die Schuld momentan stattfindet.

    Ich schrieb, zitierend, „hämmert“ und weise darauf hin, dass niemand WEISS ob von innen oder aussen gehaemmert wird

    Wer behauptet oder erwartet, dass Angehörige psychische Erkrankungen erkennen müssen, betreibt exakt das, was Kranke davon abhält, sich zu oeffnen und gleichzeitig unterstellt diese Aussage, dass diese Angehoerigen …Ja, was denn eigentlich?

    Selbstverständlich sollte man KrankMeldungen abgeben. Ich Frage mich grade, warum es über haupt noch Grippe gibt. Schließlich bleiben alle immer und bis zur Genesung zuhause..

    Mein Beitrag zeigt lediglich, dass Konjunktive kein Journalistisches Können begrue det und, hier, jedem Ethos entgegensteht.
    Ross und Reiter, Name, Nationalität sollen nur unter bestimmten Aspekten benannt werden. Diese sind hier, mehrfach benannt, nicht gegebwn

    Wer behauptet

  72. Zwar deutet im Moment alles auf den Kopiloten hin, jedoch kann nach Ansicht des französischen Premierministers Manuel Valls im Moment keine Möglichkeit ausgeschlossen werden. Siehe Meldung von nTV heute um 10.53 Uhr. Wer das macht, betreibt eine Vorverurteilung und sollte noch mal in die Journalistenschule oder ein Seminar zu journalistischer Ethik besuchen.

    Zitat nach nTV heute um 10:53:

    +++ 10:53 „Keine Möglichkeit kann ausgeschlossen werden“ +++

    Die Suche nach den Überresten der Passagiere könnte noch Wochen dauern. Bei der Suche nach der Ursache müssen nach den Worten des französischen Premierministers Manuel Valls alle Optionen verfolgt werden. Derzeit deute alles auf einen Vorsatz hin, sagte der Regierungschef. „Im Prinzip kann aber keine Möglichkeit ausgeschlossen werden.“ Angehörige und Freunde der Opfer hätten ein Recht auf Wahrheit. Es sei Sache der Justiz, der deutschen Ermittler und auch von Lufthansa, alles aufzudecken.

  73. Sehr geehrter Herr Wimmer,

    Dem einzigen, dem hier der Presseausweis entzogen gehört, sind Sie und alle Journalisten der Mainstream Medien, die in ihrer Ausbildung wohl nicht gelernt haben, dass es die Aufgabe und Pflicht eines Journalisten ist, erst einmal alles kritisch zu hinterfragen und nicht gebetsmühlenartig Berichte der New York Times abzuschreiben und Meinungen eines Staatsanwaltes für bare Münze zu halten!!

    Sie sollten sich schämen für Ihren Artikel als sogenannter Chefredakteur!!

    Noch ist überhaupt nichts bewiesen!! Oder haben Sie die Aufnahmen des Voice Recorders persönlich gehört? Die zweite Black Box wurde auch noch nicht gefunden!! Warum sind die Flugzeugteile komplett pulverisiert, wie es eigentlich nur von einer gigantischen Explosion herrühren kann??

    Einfach unfassbar, wie tief die vierte Macht unseres Staates gesunken ist und sich die sogenannten „Wahrheiten“ vordiktieren lässt!!

    Einfach unfassbar!!

    1. Oh nein, jetzt doch nicht bitte wieder die Anschlagstheorien. Was bleibt von einem PKW übrig, wenn es nur mit 150 km/h mit einem Baum kollidiert? Und nun das Szenario einer Kollision mit einer Felswand bei 700-800 km/h. Wen wundert da, dass überhaupt noch irgendwas erkennbar ist? Aber die Terrortheorie liegt dem Menschen wohl lieber, als die Vorstellung, dass derartiges von einem netten Menschen verursacht sein könnte und andere damit in den Tod reißt, Eltern die Kinder nimmt, Kindern die Eltern und Witwen und Witwer hervorbringt. Man glaubt als nicht davon Betroffener oft nicht, zu was manche verzweifelten Menschen in der Lage sind, wenn man nicht annähernd mit manchem Berufsfeld in Berührung kam. Mal wieder typisch!

      1. Schon mal mit psychisch Erkrankten beruflich zu tun gehabt? Wage ich zu bezweifeln.

  74. Sehr geehrter Herr Winterbauer, auch ich teile Ihre Meinung nicht. Ich halte sie gar für immens fehlgeleitet und auch für gefährlich. Doch obwohl Ihr Kommentar Vermutungen als Tatsachen verkauft, obwohl er Witwenschüttler wie Diekmann zu Kronzeugen für guten Journalismus macht und obwohl Ihre Meinung zum Glück (noch) nicht mehrheitsfähig ist in deutschen Medien, RESPEKTIERE ich sie (und ich respektiere Sie!). Niemals würde ich mich dazu herablassen, Sie in einem Wutanfall aufzufordern, Ihren Beruf an den Nagel zu hängen. Niemals würde ich (offenbar) ohne noch einmal nachzudenken oder kritisch gegenlesen zu lassen mit so viel Wut im Bauch den Senden-Knopf drücken. Nicht Ihre Meinung, sondern die Art wie sie die Mehrheit der deutschen Journalisten hier durchbeleidigen, ist unerträglich. Herr Winterbauer, manchmal kann so eine ereignisreiche Woche lang und anstrengend werden. Machen Sie sich bitte mal ein entspanntes Wochenende – und überlegen sich bis Montag mal ein paar versöhnliche Zeilen…

  75. Guter Kommentar!

    Der Spiegel hat nun endlich seine „Angst vor der Wahrheit“ abgelegt und nennt den Copiloten bei vollem Namen. Die Begründung liest sich so, als wenn bei Mathias Müller von Blumencron abgeschrieben wurde.

  76. Auch er war kein Massenmörder sonder er war ein kranker Mensch und war nicht Herr seiner Sinne! Er war kein Mörder sonder sehr stark psychisch krank.

    Man sollte das nie vergessen auch wenn es sicherlich bei sowas schwer fällt.

    1. Dann befassen Sie sich mal mit der Gefühlswelt derer, denn diese sind ebenfalls zumeist psychisch stark erkrankt und werden als unzurechnungsfähig eingestuft. Welcher Massenmörder ist schon geistig als völlig gesund einzustufen?

  77. Ist ja lustig, dass in dem Artikel unterm Strich andere Medien kritisiert werden, weil sie einen Namen nicht nennen. (Wie gesagt, kommen dir Informationen ja sowieso zum Leser)
    Und der Rest des Artikels nur verbales Gelaber ist, wie geil man sich fühlen sollte, wenn man den Namen doch nennt.
    Der ‚wahrheit‘ bringt uns das nicht näher. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ein Mensch ‚grundlos‘ in ein Flugzeug steigt und mit 140 Leuten in einen Berg fliegt. Genauso wie man bei Amokläufern Mitschuld in der Gesellschaft suchen muss. Schreiben wir also am besten noch 82 millionen Namen in den Artikel, um uns endgültig von Fakten zu distanzieren und zu der Klatschpresse werden, die nur auf reisserische Schlagzeilen aus ist.

  78. Wir haben ihn nicht genannt und werden ihn auch weiterhin nicht nennen, auch wenn das jetzt höchstens noch Symbolwert hat. Und ja, ich behalte meinen Presseausweis!

    Die deutsche Medienlandschaft legt gerade systematisch alle Hemmschwelle ab. Aufgrund der (mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffenden) Anschuldigung eines Staatsanwalts tastet man sich zuerst über Vornamen + Initiale an die Identifizierung des F/O an. Dann legt man jede Hemmung ab und verwendet den Klarnamen („hey, Bild macht es ja schließlich auch“). Die halbärschige Begründung des SPIEGEL dafür ist übrigens besonders schön. Dann fallen alle Hemmungen – Haus und Namensschild der Eltern (!) werden gezeigt, es wird in Krankenakten gekramt und beiläufig im Liveticker per Breaking News darüber berichtet, dass „400 bis 600 Leichenteile geborgen wurden“! Dann hat man vll doch irgendwann ein latent schlechtes Gewissen – aber man kann sich ja selbst bzw den Kollegen die Berufsabsolution erteilen – indem man behauptet, dass alle, die den Klarnamen nicht in ihrer Berichterstattung verwenden, ihren Presseausweis abgeben müssen. Das ist mindestens sehr anmaßend. Ach was, das ist eine Unverschämtheit! 150 Menschen sind tot, ihre Angehörigen und Freunde trauern. Das sollte respektiert werden! Nie traf „Advertising Space“ von Robby Williams besser zu als heute.

    Dennis Dahlenburg

  79. Ich bin gegen die Veröffentlichung von überführten oder toten Straftätern.
    Die Namensnennung hilft niemanden! Ganz im Gegenteil, sie führt in „kranken Hirnen“ im schlimmsten Fall zu Glorifizierungen und Nachahmungstaten, die nur den Medien bei der Steigerung ihre Auflagen helfen. Warum also?

  80. Der Unterschied in diesem Falle liegt aber darin, dass der vermeintliche Täter sich anders als all die anderen im Artikel genannten Täter nicht zu dieser Tat bekannt hat und dass Zu dem Zeitpunkt als der Name bekannt gegeben wurde außer der Tonbandaufnahme, die viele Fragen offen lässt und die niemand von den Menschen da draußen und niemand von der Presse persönlich gehört hat, keine weiteren Beweise vorlagen!
    Zudem trifft die Bekanntgabe der Namen jetzt in erster Linie seine Angehörigen. Er ist durch seinen Tod raus aus der Affäre, aber die Angehörigen, wer denkt an die? Diese können nichts dafür und leiden ohnehin schon durch den Verlust eines geliebten Menschen, jetzt auch noch die Hetzjagd, weil IHR Journalisten den Familiennamen verbreitet! Furchtbar, wisst Ihr eigentlich, was Ihr den unschuldigen Angehörigen dadurch antut?
    Davon mal abgesehen ist es möglich, dass gerade Amokläufer ihre Tat begehen, damit alle Welt von ihrem Namen erfährt. Ihr Journalisten schafft somit einen Anreiz für künftige Amokläufer, denn diese wissen nun, auf Euch ist Verlass, Ihr macht sie berühmt! Herzlichen Dank auch…

    1. Also auch keine Namensnennung Böhnhardt, Mundlos, richtig? Sind ja auch tot und haben auch unschuldige Eltern. Dann mal los mit der Kritik an Deutschlands Medienlandschaft, Teil II.
      Dass Amokläufer aus dem von Ihnen genannten Grund ihre Tat begehen, ist eine Hypothese, die nach meiner Beobachtung erheblich schwächer ist als die Entladung von lange angestautem Hass in den kurzen Momenten, sich eimal nicht klein und ungerecht behandelt zu fühlen. Aber Sie wissen es sicher besser…

  81. Schämen Sie sich was!
    Wer solchen unreflektierten Unsinn verzapft und wessen Qualität seiner Artikel -in Schulnoten ausgedrückt- nicht über mangelhaft hinaus käme, sollte seinen Presseausweis zurückgeben und über einen Berufswechsel nachdenken.

  82. Werter Herr Winterbauer,
    Sie ziehen zum Schluss Ihres Beitrages, der kein Kommentar ist sondern dumpfe Polemik, den Schluss, dass der Ko-Pilot von 4U9525 an den Pranger gehöre. Wechseln Sie ihren Beruf. Gehen Sie in sich. Und meedia sei zu empfehlen: schalten sie die Kommentarspalte ab: sie öffnen der Hetze sonst Tür und Tor. Es ist entsetzlich.

  83. Wer den Namen Andreas Lubitz nennt sollte seinen Presseausweis zurückgeben.

    Ganz ehrlich, was bringt es ihrem „Publikum“ (was für ein abscheulicher Ausdruck in diesem Zusammenhang) den Namen des vermutlichen Verursachers der Tragödie zu wissen? Nichts, rein gar nichts!

    Ich spreche hier bewusst nicht von Täter, sondern Verursacher. Sie sollten sich vielleicht mal mit dem Thema schwere depressive Episode auseinandersetzten. Möglicherweise hat sich der Verursacher sein verdammtes Schicksal auch nicht ausgesucht.

    Die Nennung des Namens und unverpixelter Bilder bringt nur einer Personengruppe etwas. Den Angehörigen des Verursachers. Diese Personen müssen jetzt nicht nur mit ihrer Trauer umgehen, sondern sind auch noch den möglichen Hasstiraden von irgendwelchen irrgeleiteten ausgesetzt. Dazu müssen diese Angehörigen sich auch noch damit auseinandersetzten, wieso ihnen nichts an einer möglichen Wesensänderung des Verursachers aufgefallen ist. Und glauben sie mir, ich weiß aus eigener Erfahrung wie gut jemand seine Depressionen verstecken kann.

    Mir persöhnlich ist es vollkommen egal, ob ein Verursacher / Täter nun Andreas Lubitz, Mohammed Atta, Anders Breivik, Robert Steinhäuser oder Stefan Winterbauer heißt.

    M.E. sollte lieber hinterfragt werden, weshalb es in einer solchen Position, wie sie der Verursacher inne hatte, keine regelmäßigen Überprüfungen der Berufstauglichkeit gibt.

  84. Es dauert in der Regel länger bis die Ursache für einen Flugzeugabsturz endgültig geklärt wurde. Jemand, der wissentlich ein Flugzeug gegen eine Bergwand lenkt, hat sicher keine ruhige Atmung. Schließlich ist das keine normale Tat.

  85. Der Artikel ist richtig und es ist mal wieder verwunderlich, wie viele Deutsche hier einen mutmaßlichen Massenmörder verteidigen und seine Familie, die immerhin einen Massenmörder gezeugt, erzogen und (vielleicht erst) dazu gemacht hat, hat natürlich Schuld, wer außer den nächsten Angehörigen kann denn besser wissen, erkennen und (vielleicht) verhindern das es vielleicht zu so einer Tat kommt. Vielleicht ist die Familie wirklich unschuldig, desinteressiert und blauäugig gewesen, aber vielleicht wurde der liebe Andreas auch von seinen Eltern geschlagen und missbraucht und hatte dadurch psychische Probleme? Wer weiß das schon außer den Eltern? Niemand! Aber wir wissen was dieser kranke Massenmörder Andreas Lubitz gemacht hat, er hat im Cockpit gesessen und als einziger als das Flugzeug abstürzte. Der liebe Andreas war an diesem Tag krankgeschrieben, nicht weil er fit war, sondern weil er KRANK war. Aber war es nicht bei den Nazis und Hitler ebenso, egal ob sie 2, 3 oder 6 Millionen vergasten, die Deutschen haben sich in Schutz genommen und was konnte denn die arme Familie von Hitler, Goebels und wie die Geisteskranken noch so hießen denn dafür und überhaupt, welche Beweise gibt es für Gaskammern? Nur eine Quelle, das ist zu wenig! Bitte mehr Beweise, bis dahin ist Hitler, Lubitz und Konsorten unschuldig und die armen Familien der Täter, die müssen unbedingt in Schutz genommen werden. Die 149 Opfer und deren Angehörige müssen warten und ob die Nazis überhaupt etwas Schlechtes getan haben ist ja gar nicht bewiesen, sind doch alle auch schon tot, die armen. Also an alle Opfer wartet bitte solange bis dem Umfeld der Täter ausreichend Schutz, Intimsphäre und Verständnis zugebracht wurde, denn die Opfer sind ja erst Opfer, wenn die Schuld des Täters 100% sicher ist.

    1. Welche Beweise es für Gaskammern gibt? Zigmillionen inhaftierte!!

      Welche Beweise es für Andreas L. gibt??

      Keine!! Denn die zeugen sind alle tot!!

      Es gibt bisher nur INDIZIEN, die durch wenige Hörer der Tonbandaufnahmen getroffen wurden!!

      Nicht mehr und nicht weniger!!

      Mal schön den Ball flachhalten!!

    2. Danke für ihren Beitrag. Er zeigt exemplarisch, warum die Medien mitschuldig wären, falls jemand die Eltern des vermeintlichen Täters umbringt.

  86. langsam habe ich das gefühl, dass manche leute mehr mitgefühl mit den täter als mit den opfern haben..trotz der wirklich erdrücknden beweislast, wird verzweifelt versucht den kopiloten zu rechtfertigen…ich hatte in meiner bekanntschaft zwei menschen, die sich das leben genommen haben.. jedes mal ohne rücksicht auf ihre familie. da ging es nur noch um den selbstmord und seine inszenierung. leider

    verschwörungstheoretiker vereinigt euch

  87. Was soll die Schelte auf die französische Staatsanwaltschaft und die Journalisten. Die Beweislage könnte doch klarer nicht sein, wohl schon vom ersten Tag an, da ja die Flugaufsicht in Marseille versucht hatte zu intervenieren. Das Mitleid mit einem Massenmörder ist unangebracht. Wer bewusst, krank eine so verantwortungsvolle Tätigkeiten ausübt und jede Hilfe ablehnt, hat keine Nachsicht verdient. Jeder, der wusste, dass er krank war und nichts getan hat, sollte sich schuldig fühlen. Ich kann da mit den Tätern nicht mehr Mitleid haben, als mit den Familien der Opfer.

    Vielleicht soll sich unsere Gesellschaft fragen, ob der Datenschutz nicht dort aufhört, wo Menschenleben geschützt werden müssen. Auch die ärztliche Schweigepflicht muss dort aufhören.

    1. So ein schmarrn!!

      Hast du die Tonbandaufnahmen selbst gehört? Erst hieß es, man kann die gar nicht hören, da beschädigt. Dann wurden sie von den Franzosen (hauptanteilseigner von Airbus) und ihren amerikanischen Freunden in einer Heldentat rekonstruiert, dass man sogar atemgeräusche plötzlich hören kann!! Welch Wunder!!

      Aber die Black Box finden sie leider nicht, genau wie bei MH370, obwohl doch die NSA immer alles gleich findet!!

      Das stinkt doch alles zum Himmel!! Auch dass die New York Times als erster wusste, dass nur einer im Cockpit war und der andere ausgesperrt. Wieso wissen die das über dem Teich eher als unsere Medien, die nur abschreiben??

      Ein Sündenbock ist schnell gefunden worden!!

      Mal bisschen Gehirn einschalten und eins und eins zusammen zählen, würde manchem hier nicht Schaden!!

      1. Dann fangen Sie mal an damit. Immer nur gleich bei den USA Verschwörungen zu sehen, unglaublich! Die eine Blackbox ist zerstört, der Chip wird akribisch gesucht. Vielleicht hat die internationale Presse Informationen schneller für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, denn bei uns wird jede Meldung auch nur mit Skepsis aufgenommen, was in gesundem Maß angebracht scheint, jedoch nicht in diesem Ausmaß. Dann brauchen wir auch keinen Journalismus mehr, wenn jegliche Meldung als falsch angesehen wird und jeder, der News hervorbringt, in die “Bild“-Schublade gepackt wird. Fakt ist, dieser Mensch saß trotz Krankschreibung in einem Cockpit und die AU war nicht wegen einer Grippe von einem Neurologen (mutmaßlich, gem. internat. Presse, unsere hält sich ja mehr als zurück). Da wollte jemand unter allen Umständen fliegen.

    2. Was bringt Ihnen persönlich jetzt das Wissen um den Namen des Verursachers?

      Sie sprechen von den Familien der Opfer. An die Familie des Verursachers denken Sie nicht?

  88. So einen Bullshit habe ich lange nicht mehr gelesen.
    Man muss sich schämen für Menschen die solche Urteile in die Öffentlichkeit bringen wie sie. ich weiß ehrlich gesagt nicht mit wem ich hier am Meisten Mitleid haben soll.

  89. Bei allem Respekt: Ich habe selten einen solch hanebüchenen, schlimmen und katastrophal wirren Mist von jemandem gelesen, der sich Journalist nennt und NICHT zu Kai Diekmanns Kollegen gehört. Von mir aus kann des Täters Vita bis ins Detail durchleuchtet und offen gelegt werden. Vielleicht hilft das den Menschen – und allen voran den Angehörigen der Opfer – dabei, die Tat irgendwie einzuordnen. Ich vermag es nicht zu sagen, kann es mir aber irgendwie vorstellen. Jedoch die Nennung des Namens verbietet sich aus Gründen der Moral, der Ethik und des Anstands. Und Moral, Ethik und Anstand gelten auch für Journalisten und ihre Arbeit, Herr Winterbauer. Die Nennung des Namens führt unter anderem dazu, dass die Angehörigen des Co-Piloten belagert wurden, in Zukunft belagert werden, in aller Öffentlichkeit bis ans Lebensende stigmatisiert sein werden – und das als Menschen, die nicht nur mit dem Tod ihres Sohnes zurechtkommen müssen, sondern auch mit dem wahrscheinlichen Umstand, dass dieser Sohn knapp 150 Menschen mit in den Tod gerissen und auf dem Gewissen hat. Jeder, der es als normal oder gar notwendig erachtet, den Namen zu veröffentlichen, darf sich nicht Journalist nennen – Informationspflicht und Pressefreiheit hin oder her – , weil er damit einen ganze Berufsstand der Lächerlichkeit und der Unanständigkeit preisgibt. Herr Winterbauer hat offensichtlich seine Lektionen über Anstand und Moral nicht gelernt – und vom Beruf des Journalisten rein gar nichts verstanden. Traurig. Sehr traurig – sagt jemand, der selber Journalist ist. Ich würde es begrüßen, wenn Sie Ihren Presseausweis zurückgeben würden, Herr Winterbauer!

    1. Es wird hier geschrieben „knapp“ 150 Menschen, welche Menschen definiert man(n) und Frau denn als „knapp“, gibt es halbe Menschen, also nicht so richtige Menschen oder sind Babys nur ein Viertel. Es sind 149 Todesopfer, individuelle Leben, die ungefragt beendet wurden von einem Täter, dazu mindestens jeweils 2 Elternteile mal 149 und weitere Freunde und Verwandte. Natürlich sollen die Angehörigen belagert werden, denn sie sind Schuld daran, dass hunderte und auch ich, als nicht unmittelbar Betroffener, trauern und weinen. Wäre ich der Vater des Massenmörders Andreas Lubitz würde ich mich sofort hinlegen und einfach sterben wollen, denn bei so einer Tat meines Sohnes habe ich als Vater, als Erziehungsberechtigter und als Mensch komplett versagt und warum sollte ich dann noch weiter atmen und leben, wenn durch mich so ein unfassbares Verbrechen passiert wäre. Auch wenn ich es nicht selbst getan habe, die Taten meiner Kinder spiegeln doch meine Erziehung, mein Mensch sein, und meine vermittelten Prinzipien wider. Anscheinend gibt es hier viele Menschen, die keine Kinder haben oder ihnen das Leben ihrer Kinder egal ist.

      1. Du solltest dir auf jeden Fall schnellstens mal einen Termin bei einem Facharzt besorgen. Das ist ja nur krank was du da absonderst. Die Eltern sind also schuld daran?! Dass ihr Sohn an Depressionen oder anderweitigen Erkrankungen litt? Du wagst es auch noch, dich selbst als „indirektes Opfer“ darzustellen, weil du jetzt „trauerst“? Merkst du eigentlich wie kaputt du bist? Ganz ehrlich, such dir bitte schnell Hilfe. Man ist ganz einfach gestört, wenn man so ein Ereignis direkt auf sich selbst bezieht und dann auch noch den Eltern dieses Menschen die Schuld daran gibt. Dann sage ich jetzt einfach mal, dass deine Ur-Ur-Ur-Großeltern Schuld waren am Holocaust. Hätten sie ja schließlich alles ahnen müssen, damit dein extrem simples Weltbild weiterhin funktioniert… Das im ersten Satz ist übrigens vollkommen ernst gemeint. Wer so etwas schreibt hat wirklich ein schwerwiegendes Problem.

  90. Wir wir den meisten Kommentarten hier entnehmen, will das Volk dumm bleiben. Und keinesfalls aufgeklärt werden. Medien hatten einst die Rolle, Türen zu öffnen, dem Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, sich zu informieren. Einige Medien verstehen sich auch heute noch so. Sie nennen im aktuellen Fall den Namen des Menschen, der wohl 149 Leben auf dem Gewissen hat – und geben ihren Nutzern und Lesern so die Möglichkeit, sich über diese Person im Netz und anderweitig zu informieren. Doch das ist offenbar nicht gewollt. Traurig…

    1. wir sollten erst mal die Ergebnisse der zweiten Black Box abwarten, bevor hier vorschnell Schlüsse gezogen werden.

      Bewiesen ist mit Verlaub noch gar nichts, das sind alles nur Indizien!!

      Und die Black Box wird doch sicher noch gefunden werden

    2. Meine Rede, genau aus diesem Grund beziehe ich meine Infos auch schon aus den internationalen Medien, wo der Maulkorb weniger angelegt wird und Informationen nicht so vorenthalten werden. Andere Nationen sehen auch eine Namensnennung nicht kritisch. Hätten unsere Journalisten ihn nicht offiziell gemacht, nachdem der StAdt ihn bereits in alle Welt buchstabierte, kann sich jeder den Namen über die internationale Presse holen, wenn er Interesse daran hätte.

  91. Armes, armes Deutschland.
    Wenn ich solche Artikel und Kommentare lese tut das echt weh.
    Ich will mal erleben was die Leute die jetzt am lautesten schreien machen würden, wenn eines Ihrer Familienmitglieder genau das gleiche getan hätte. Was würden diese Leute davon halten, wenn Ihre Adresse veröffentlicht und dauerhaft von den Medien gefilmt würde?
    Da hat ja selbst ein Straftäter mehr Rechte.
    Das Argument, dass das veröffentlichen gerechtfertigt ist da er schuldig ist ist doch Heuchelei. Name und Bild wurden doch sofort bei Bekanntwerden der Gerüchte veröffentlicht.
    Und jetzt auch noch die wenigen Journalisten die noch einen Funken Anstand besitzen dermaßen zu beleidigen.
    Natürlich ist es gut, dass die Menschen Erklärungen bekommen warum ein Mensch so eine schreckliche Tat begeht. Aber warum braucht es dafür schon bei dem Verdacht einen vollen Namen? Der bringt doch höchstens den Angehörigen nur noch mehr Leid als sie sowieso schon zu ertragen haben. Oder meinen Sie etwa die freuen sich über so eine Tat?
    Wenn ich dann noch lese dass den 149(!) Opfer Angehörigen das Beileid ausgesprochen wird, den Angehörigen des Vermutlichen Täters aber nicht würde ich am liebsten kotzen. Als ob diese Menschen nicht auch gerade eine Tragödie zu durchleiden hätten?!
    Zudem werden sie ja gerade auch noch als das Mensch gewordene Böse dargestellt. Wie fällt es denen auch ein eine psychische Krankheit nicht zu erkennen? Gerade diese Art der Krankheit ist doch bekannt dafür, dass Angehörige lange Zeit nichts bemerken. Dabei möchte ich vorallem auf Amokläufer verweisen, bei welchen dies schon oft gezeigt wurde.
    Aber es ist ja so einfach Beschuldigungen zu äußern, solange man selber nicht betroffen ist. Mobbing wird von allen an den Pranger gestellt, aber so über die Angehörigen zu reden ist natürlich vollkommen gerechtfertigt. Irgendwer muss ja schließlich herhalten wenn das schon der Täter nicht mehr kann weil er tot ist.
    Armes, armes Deutschland…

    1. Lange Zeit über Jahre nichts gemerkt? Da würde ich mich doch als Angehöriger, resp. Mutter/Vater fragen, wie eng man sich als “Angehöriger“ sehen kann. Selbst in jugendlichen Jahren sind mir im Umfeld Depressionen bei Mitmenschen aufgefallen. Da fragt man sich doch, wie oberflächlich ist unsere Welt geworden, Probleme gar nicht mehr im engen Umfeld zu erkennen.

      1. @MaEl

        zum Glück hatten Sie noch keine Depressionen!!

        Bei Ihrem Geschwafel ist man geneigt zu wünschen, dass Sie mal eine bekommen!! Aber Sie bestrafen sich am Ende nur selbst mit ihren Vorverurteilungen!!!

      2. @Jonas
        Sie kennen mich nicht und es entzieht sich Ihrer Kenntnis, ob ich unter Depressionen leide, aber nett, dass Sie in Ihrer zunehmenden Respektlosigkeit diese Erkrankung einem Menschen, den Sie nicht einmal näher kennen, wünschen. Da blickt Ihr Intellekt durch.
        Eine gute Kinderstube scheinen Sie ebenfalls nicht genossen zu haben. Ich vermag es nicht zu sagen, aber gehe eher mal davon aus, dass Sie noch nicht auf so viel Lebenserfahrung zurückblicken können.
        Sowohl beruflich als auch privat war ich schon vor Jahrzehnten beginnend mit an Depressionen erkrankten Personen in Kontakt. Ich glaube nicht, dass Sie sich annähernd mit dem Krankheitsbild auskennen. Zur Beruhigung, ich leide nicht darunter, höchstens kurzweilig an akuten Kopfschmerzen, weil ich diesen Schmarrn hier von Schreibern wie Ihnen lese. Ihre Vorurteile sind schlimmer als die derer, die einen Co-Piloten anhand der Indizien als mutmaßlichen Verursacher deklarieren. Ihre Doppelmoral macht Sie lächerlich und disqualifiziert Sie als seriösen Kommentator.

    2. Aber Maria, die Eltern haben doch die Möglcihkeit, sich weltexklusiv in einer BILD-Homestory für ihren Sohn öffentlich zu schämen unn zu erzählen, was bei ihm so schief gelaufen ist…
      Aber im Ernst: Es ist schon schlimm, wie unverblümt hier und anderswo die Sippenhaft gefordert wird und wie Leute (wie MaEl) zwar offenbar keine Ahnung von depressiven Erkrankungen haben, aber dennoch ganz genau wissen, dass mit den Eltern was nicht stimmen kann, wenn sie nichts davon bemerken.
      Der Name und die „Fotos aus glücklichen Tagen“ des Piloten haben einen klaren Zweck: Sie produzieren wegen des scheinbaren Gegensatzes Emotionen, sie sorgen dafür, dass die Wut des „Publikums“ überkocht. Das ist billig und beschämend. Nur wenige Medien haben gut reagiert in dieser Woche: leise, traurig, zurückhaltend, sensibel gegenüber allen Angehörigen, verantwortungsbewusst gegenüber der Fluggesellschaft, geduldig was die Ermittlungen angeht.

  92. es ist doch eigentlich unstrittig: juristisch ist der Pilot ein Beschuldigter und diese Namen werden in seriösen Medien nicht genannt – auch wenn es sich um einen mutmaßlichen massenmörder handelt! Natürlich kann jeder, spätestens nach der Pk der französischen Staatsanwaltschaft, den Namen herausfinden. Das ist aber kein Argument, ihn zu schreiben und zu zeigen! Und danach Praktikanten rauszuschicken, um „das Umfeld zu befragen“. Ich finde es ganz schlimm, bereue nicht, den Beruf gewechselt zu haben!

  93. Ja, man sollte seinen Presseausweis zurückgeben, wenn dies die Mehrheitsmeinung unter Kollegen werden sollte. Was sie aber nicht wird.

    Kai Diekmann faselt jetzt von

    „Geschichte wird von Menschen gemacht. Menschen haben Namen. Namen sind Geschichte.“

    „Natürlich war Andreas Lubitz psychisch krank. Wer nicht psychisch krank ist, entschließt sich nicht zu einer solchen Tat, aber das macht Andreas Lubitz nicht weniger historisch.“

    Und das wird Nachahmer aufd en Plan rufen, die auch mit ihrem Namen in den geschichtsbüchern stehen wollen.

    Und diesen Gefallen sollte man ihnen nicht tun!

  94. Ein kurzer Gedankenblitz: Noch sind die Untersuchungen nicht vollends abgeschlossen. Daher den vollen Namen und das Bild des Co-Piloten zu veröffentlichen, sehe ich sehr kritisch. Jeder seriöse Journalist wartet ALLE Fakten ab.

    Im Grunde geht es bei der Vermeidung des vollen Namens ja auch darum, die Familie des vermeintlichen Täters zu schützen. Denn die ist unschuldig und hilft trotz dem eigenen Verlust und Schmerz den Behörden bei der Aufklärung. Mit der Nennung des vollen Namens wird diese Familie zur Zielscheibe, für alle, die nicht unterscheiden können zwischen tatsächlichem Täter und unschuldiger Familie.

    Dieser „Artikel“ – der meines Erachtens nur eine Wichtigtuerei des Verfassers ist, unter dem Motto „ich weiß was und muss es veröffentlichen“ – zeigt, dass professionelle Medien ihre Daseinsberechtigung verdienen und Möchtgern-Journlisten besser ein Tagebuch, als einen sogenannten Medienblog schreiben sollten.

    Lernt erst einmal den Job, bevor ihr Journalisten für eine professionelle Berichterstattung anprangert. Bis dahin rate ich: Stellt Euch in eine Ecke und schämt Euch!

    1. „…die Familie des vermeintlichen Täters zu schützen. Denn die ist unschuldig…“, woher wissen Sie das, haben Sie sie gesprochen, ihr Innenleben durchschaut, warum gehen Sie davon aus, dass die Familie des Täters Andreas Lubitz unschuldig ist?

      1. Du bist ja so richtig krank, Mann. Natürlich muss es in deinem kaputten Weltbild irgendwen geben, der noch lebt und an dem man seinen krankhaften Geifer auslassen kann. Du brauchst dringend Hilfe. Unfassbar. Ich könnte annehmen, dass du einfach nur ein etwas dümmlicher Zeitgenosse bist. Aber es spricht sehr viel dafür, dass du ein waschechter Soziopath bist.

    1. Ich fordere dies für Piloten und das Flugzeugpersonal und für alle Menschen, die Verantwortung für sehr viele andere Menschen in ihrem beruflichen Alltag haben!

  95. Dieser Artikel von Herrn Stefan Winterbauer ist einfach nur schrecklich und menschenverachtend. Es ist absurd und zynisch das Herr Winterbauer überhaupt das Wort „Journalismus“ im Zusammenhang seines Artikels, missbraucht und pervertiert.

    Sie sind vielleicht Chefredakteur bei Meedia, aber niemals ein Journalist. Sie wären eine Schande für diesen Berufszweig.

    1. Sie können doch eine Stiftung gründen für Journalisten, die nur konform DEUTSCH berichten, deutsche Massenmörder bitte erst nach 100%er Sicherheit nennen, also bitte Adolf H. sagen, denn die Schuld ist ja nicht genau 100% bewiesen und für zu Unrecht behandelte Massenmörder. Für die Staatskonformen Journalisten unter den Nazis waren auch die meisten „freidenkenden“ Journalisten eine Schande, ein schönes Wort aus der ehemaligen Zeit. Jede Meinung ist wichtig und nur Freiheit zählt!

      1. Ich bin mir nicht sicher was „konform DEUTSCH“ in diesem Zusammenhang bedeutet und was Hitler und die Nazis damit zu tuen haben.

        Es geht ja im „Artikel“ um die Argumentation, warum der Name genannt werden soll, ja sogar muss, wenn man ein richtiger Journalist ist.

        Seine Argumentation hierzu ist menschenverachtend und zynisch. Das ganze hat null mit Journalismus zu tuen und ist ein Missbrauch dieser Berufsgruppe.

        Herr Winterbauer ist alles, aber sicherlich kein Journalist. Ich glaube auch nicht das er als „Hobbyblogger“ überhaupt einen Presseausweis bekommen hat. Wenn das der Fall wäre, sollte er diesen wirklich auch wieder zurück geben.

        Dieser Artikel ist unerträglich perfide und einfach nur abstoßend.

  96. Oh, Stefan W., ein gelungener Kommentar, weil dieser unsägliche Blödsinn aus Ihrer Feder nun für die Ewigkeit per Google im Internet präsent ist. Jahrzehnte gelunger Presse-Arbeit der anderen Art sind an Ihnen spurlos vorbeigegangen: die stillschweigende, aber medienübergreifende Übereinkunft, durch Verhinderung der Klarnamen-Nennung zur Glorifizierung der Täter beizutragen. Schon wird der nächste Pilot versuchen, den Highscore dieses prominenten Andreas L. zu knacken. 150 Leute sind immerhin 3 mehr als alle 9/11-Attentäter gemeinsam geschaft haben. Wie wäre es mit einer Meedia-Rangliste? Ihr Meta-Journalisten, die nur an den Arbeiten anderer Schreiber herumnagen, ihr kotzt mich an.

  97. Die Presse kann den Namen des Mannes nennen und ein Foto von ihm zeigen oder es sein lassen. Das ändert nichts an der schrecklichen Tat dieses Mannes, seinem Selbstmord und seinem Mord an den 149 Menschen und dem Leid der Angehörigen und Freunde.
    Die Journalisten, die den Namen nicht nennen und das Foto nicht zeigen, sind keine besseren Menschen, als die, die den Namen nennen und das Foto zeigen.
    Der Streit darüber zeugt von mangelndem Respekt gegenüber dem schrecklichen Geschehen und dem Leid der vielen betroffenen Menschen.
    Hier wollen sich einige moralisch auf eine höhere Stufe stellen als andere Menschen. Ein treffendes Beispiel lieferte Mats L. am Freitag um 22:52 Uhr im Bildblog. Ob sich Stefan N. auch noch äußern wird?
    Dem Artikel von Stefan W. kann ich weitestgehend zustimmen.

  98. Was für eine Debatte. Namen und Fotos des Täters ( eigentlich das wahre Opfer) zu veröffentlichen, ist total daneben und pfui! Viel wichtiger: die Gefühle der Angehörigen, Freunde, Kollegen, Bekannten und Versteher dieses Psychopathen werden nicht unangemessen beeinträchtigt.
    Armer Andy L.! Womit hat er das verdient? Und erst seine Eltern! Was ist dagegen schon das Leid von läppischen 149 Opfern und deren Familien?
    Die sensationsgeile Lügenpresse kriegt hier völlig zu Recht (mal wieder) aufs Maul. Auch Wikipedia sollte es endlich kapieren. Ab jetzt bitte: „1939 ließ Adolf H. (Foto bitte pixeln) Polen überfallen.“ Namen und Bilder tun schließlich rein gar nichts zur Sache.

    1. Total witzig was du da schreibst. Nein, natürlich brauchen so minderbemittelte Schwarz-Weiss-Denker einen klaren Sündenbock. Das muss ja zwangsweise Andreas L. sein. Ohne das die Tatsachen wirklich abschließend geklärt wären. Selbst wenn, wie man zurzeit annehmen muss, der Co-Pilot absichtlich diese Tragödie herbeigeführt hat, so gebrauchst du doch das Wort „Psychopath“ direkt als Beleidigung und Stigmata. Er war dann halt psychisch krank und hätte aus der Gesellschaft für immer und ewig ausgeschlossen werden müssen, auch wenn natürlich vorher keiner ahnen konnte, wie sich diese Erkrankung (sofern sie denn tatsächlich ursächlich war) auswirken könnte und er sich diese wohl kaum freiwillig ausgesucht hat. Bei Eigen- und/oder Fremdgefährdung (deren Einschätzung nun einmal subjektiv ist, da sie von Menschen abhängt), gibt es eben die Möglichkeit einer zwangsweisen Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung, auch gegen den Willen des Erkrankten. Nur war diese wohl eben nicht so zu erkennen, wie sie sich für uns im Nachhinein nun darstellt. Aber das ist eben die reaktionäre Denke, wonach sich psychisch Erkrankte sich ihr Leid wohl selbst ausgesucht/zugefügt haben. Eine Stigmatisierung in diesem Zusammenhang wird wohl kaum dazu führen, dass sich Betroffene in Zukunft eher einer angezeigten Therapie unterziehen. Depressionen sucht man sich auch nicht aus, genauso wenig wie Krebspatienten sich ihre Krankheit freiwillig aussuchen. Mit so einer billigen, stumpfsinnigen Pseudo-Argumentation kannst du vllt. deinen persönlichen Hass/Frust abbauen. Der Sache, um die es hier zu gehen scheint, erweist du einen Bärendienst. Auch dieser Andreas war angesichts der vermuteten Umstände ein Opfer, nicht Täter. Nur werden das solcher Menschen wie du einer zu sein scheinst wohl niemals begreifen. Gerade den Außmaßen dieser Katastrophe sollte man dann eine Erkenntnis entnehmen: Diese Problematik geht uns alle an und es liegt an jedem von uns, den Mesnchen in unserem Umfeld bei derartigen Symptomatiken jede mögliche Hilfe zukommen zu lassen, soweit es eben möglich ist. Wo genau der Erkenntnisgewinn für die nicht direkt betroffene Öffentlichkeit liegt, wenn man den vollen Namen und die Adresse der völlig traumatisierten Angehörigen nennt, hast du in deinem ironischen Pöbel-Kommentar auch nirgends erwähnt. Hätte ich aber auch kaum erwartet, wenn ich ehrlich bin.

      1. Vielleicht werden ja die Depressiven eher dadurch stigmatisiert, dass man momentan so tut, als seien Depressionen (oder gar psychosomatische Erkrankungen) eine hinreichende Erklärung dafür, dass jemand einen Airbus gegen die Alpen fliegt?

  99. Winterbauer? Wer ist Winterbauer?
    Hoffe diesem Winterbauer wird sein Presseausweis abgeknöpft. Naja, vielleicht sollte man mal beim Presserat insistieren. Damit der … Winterbauer, mal einen kleinen Verweis bekommt. Und den sich an die Wand hängen kann.
    Warum? Weil ich ihm mal ganz kurz & ohne weitere Kenntnisse seiner Kenntnisse auf Grund seines »Artikels« die Befähigung zum Vertreter der Presse abspreche.Fupp, so schnell geht das. Also gib sie ab die Plastikkarte.
    Was? Der kann auch etwas Ordentliches schreiben? Nun ja dann verurteile ich Ihn mal so schnell wie er andere.
    Winterbauer? Und ich dachte Meedia wär was ordentliches … da hab ich wohl auch zu vorschnell geurteilt .. 🙂

  100. Schön das man sich auf die Medien verlassen kann wenn man ein kranker Mensch ist und seinen Namen irgendwie im Gedanken der Menschen verewigen will. Wie macht man’s nachweislich am besten??? Man reißt viele Menschen mit in den tot um dann doch bitte mit Namen und Foto verewigt zu werden ! Medien sind Spitze und verlässlich! Ne Lachnummer seid ihr alle Sensationsgeilen Presseleute!

  101. Nachdem ich nun den Artikel nochmals gelesen habe, scheint es mir so, das Herr Winterbauer nur eine Motivation hatte für diesen Artikel:

    Sich jetzt einen aufzugeilen an den Reaktionen.

    Immerhin wird jetzt über diesen Winterbauer diskutiert. Das Herr Winterbauer dazu eine solche Tragödie missbraucht, zeigt welch Geistes Kind dahinter steht.

  102. Die Geschehnisse und Abläufe sind in keiner Weise abgeschlossen. Hier wird eine Person von den Medien mehr oder weniger als Massenmörder dargestellt, deren Schuld in keiner Weise zweifelsfrei durch Ermittlungsbehörden festgestellt wurde.
    Bisher ist nur bekannt, dass der Copilot alleine im Cockpit war und die Tür nicht mehr geöffnet hat. Nicht mehr und nicht weniger!
    Solange der technische Flugschreiber nicht gefunden und ausgewertet ist, kann hier nicht mal ansatzweise eine Schuldfrage geklärt sein.
    Vielleicht gab es ein technisches Problem, dass die Piloten in Schockstarre versetzte und in Panik falsch handeln ließ. Vielleicht hat der Pilot tatsächlich ein gesundheitliches Problem gehabt und war nicht zu Reaktionen fähig.
    Das erfahren wir aber alles erst nach Auswertung der technischen Aspekte.

    Das was gerade in den Medien geschieht, ist eine Vorverurteilung, die in keiner Weise Begründung findet.

    1. Man kann auch alles verschweigen und schön unter den Teppich kehren. Ist das besser für möglich künftig Betroffene, die sich eines Tages vertrauensvoll in ein Flugzeug begeben? Mir ist lieber, es wird im Umfeld gründlich recherchiert und die Allgemeinheit wach gerüttelt. Der Name ist ohnehin publik geworden. Dafür braucht man keine deutschen Medien. Die Krankmeldung war sicher auch nicht wegen einer Grippe! Nicht so einen irrelevanten Quatsch schreiben. Wir reden hier nicht von einem Schnupfen, sondern offensichtlich von psychischer Störung und mit Verlaub, ich möchte keinen psychisch gestörten Piloten beim Flug im Cockpit sitzen haben! Das sollte jede Airline mehr beherzigen, um Angehörigen der Passagiere und anderen Crew-Mitgliedern Leid zu ersparen. Diese Form der Rechtfertigung hier ist nicht nachvollziehbar, bis auf ein paar Ausnahmen. Denkt mal eher an die, die einen Menschen so vermeidbar verloren haben. Wie wäre denn die Meinung, wäre einer von Ihren Kindern oder anderen Nahestehenden unter den Opfern?

    2. Meines Erachtens gehörte er zu keiner Zeit mit Lizenz in ein Cockpit, da er bereits in der Vergangenheit als flugunfähig wegen psychischer Erkrankung eingestuft war! Arbeitsunfähigkeit wurde aktuell laut Medienberichten von einem Neurologen und Psychiater bescheinigt. Weshalb wohl? Wohl kaum wegen eines banalen Schnupfens. Egal, welches sich bewahrheitet, ob nun absichtlich herbeigeführt oder wegen Krankheit, fahrlässig bleibt es dennoch und grenzt an Verantwortungslosigkeit. Schade nur, dass es die, die davon etwas wussten, wovon ich schon ausgehe, dass zumindest eine Freundin etc. Wissen hatte, wenn auch nicht im vollen Umfang, es nicht gemeldet haben, wie angedacht. Es ist den CEO sichtlich unangenehm gewesen, als die (berechtigte) Frage wegen der Unterbrechung der Ausbildung gestellt wurde. Für mich ein Rätsel, dass erneut eine Ausbildung gestartet wurde, was nun möglicherweise nach Aktenlage vielen zum Verhängnis ist wurde. Diese Frage wird auch die Hinterbliebenen bewegen.

  103. Ich erwarte das nun auch bei jeden Messerstecher, Ehrenmordler und anderen „Einzeltätern“ der vollständige Namen genannt wird!
    Oder gibt es da Unterschiede?

  104. Man muss als Familienmitglied merken, dass der Sohn, die Tochter, der Bruder oder die Schwester depressiv ist und darunter leidet? Das ist der wohl größter BLÖDSINN, den man bisher hörte. Menschen mit schweren Depressionen sieht man das nicht an. Man merkt nicht mal einen Unterschied in der täglichen Handlung des Kranken. Denn diese Menschen spielen ihrem Umfeld Gesundheit und Lebensfreude bis zur absoluten Perfektion vor.

    Rechtlich ist es auch so, dass man jederzeit einen Krankenschein unterbrechen kann. Denn auf dem Schein steht „voraussuchtlich bis“ und nicht „bis einschließlich“. Rechtlich liegen da Welten zwischen. In den Fall also: man kann, muss aber nicht bis zum letzten Tag im Krankenmodus bleiben. Ja, man muss nicht mal einen Tag davon in Anspruch nehmen.

    Bis der Endbericht nicht vorliegt gilt die Unschuldsvermutung. Daher werde ich mich nicht an Spekulationen beteiligen. Ich werde den Endbericht abwarten und bilde mir dann selbst mein Urteil über die Gesamtsituation.

    Ansonsten müssten wir das Grundgesetz ändern. Denn dann gilt nicht mehr die Unschuldsvermutung, bei der man die Schuld beweisen muss, sondern dann muss man seine Unschuld beweisen. In so einer Nation will keiner leben…oder??

    1. Entschuldigung, aber das stimmt so nicht! Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist verbindlich! Warum lässt sich ein Patient die dann überhaupt erst geben? Versicherungstechnisch ist bei vorliegender AU kein Schutz gewährleistet, wenn der Arbeitnehmer eine AU hat. Der Arzt rechnet den Besuch mit AU auch gegenüber der Krankenkasse ab und somit ist die AU auch aktenkundig. Eine Ignorierung seitens des AN ist dann fahrlässig! Man kann sich dann nicht entscheiden, dies zu ignorieren oder früher zu kommen. Es steht auch “einschließlich“, mal darauf schauen demnächst. Ich hatte erst kürzlich wegen eines Infekts eine AU länger als mir überhaupt in den Kram passte, aber musste mich daran halten und “durfte“ nicht früher wieder anfangen.

      1. Der Arbeitgeber erfährt bei einer Krankschreibung erst mal überhaupt nichts durch die Krankenkasse, das muss der AN schon selbst melden!

    2. @Jonas: Darum ging es im Beitrag zuvor nicht. Richtig, der AG erfährt (finde m Fall leider) nichts von der AU. Es wurde aber zuvor die Behauptung aufgestellt, der durch ärztl. Attest krank geschriebene Patient und AN könne sich selbst entscheiden, dennoch arbeiten zu gehen und das ist schlichtweg falsch und grob fahrlässig, wenn es im Dienst zu einem Unfall kommt. Alleine diese Fakten lassen den gesunden Menschenverstand schon zum Nachdenken bewegen. Man geht nicht krank als Tellerwäscher in die Hinterkammer eines Restaurants, sondern sitzt als Pilot mit 149 anderen im Flieger und Kollegen sowie auch Passagiere vertrauen einem oder taten es bislang, dass sich derjenige zum Zeitpunkt seines Dienstes im vollen Besitz seiner physischen UND psychischen Kräfte befindet. Da gibt es nichts abzumildern!

  105. Eigentlich wollte ich mich zu diesem ganzen Shitstorm nicht äußern, weil ich es Menschenverachtend finde und gegenüber der Angehörigen und Betroffenen unfassbar pietätlos. Erst war nicht klar, wie es dazu kommen konnte, dann die Nummer, das der Pilot rausging und der Copilot keinen mehr ins Cockpit liess und dann das unfassbare, das er mit Absicht das Flugzeug ins Unglück riss und jetzt taucht zur allerhöchsten Krönung auch noch eine Krankmeldung auf…..in jüngster Vergangenheit wurde doch schon öfter festgestellt, dass irgendwelche Gase oder was auch immer, in den Flugzeugen ausströmte….warum flog unsere liebe Bundeskanzlerin denn so schnell dort runter??? Bestimmt nicht um zu helfen und Schmalzbrote zu verteilen….wir, die Bevölkerung werden doch total verarscht. Uns werden doch durch diese UNFUCKINGFASSBARE Lügenpresse Dinge impliziert, das schreit doch nur nach Verschleierung. Den Copiloten jetzt so vorzuführen, sein Elternhaus zu zeigen und seine Familie da mit reinzuziehen ist schäbig. Die Zeit vom Absturz bis zum Aufprall wird immer länger und keiner der Insassen hat das Handy gezogen und etwas geschrieben oder irgendwen zu Hause angerufen, obwohl sie doch mitbekommen haben müssen, wie angeblich der Pilot auf die Tür einschlug und erst kurz vorm Aufprall kamen Schreie…..wer BITTE soll das glauben. Was BITTE soll DAS? Aber hätte hätte Fahrradkette….ich denke nicht, dass wir wirklich irgendwann mal die ganze Wahrheit erfahren werden. Aber glauben kann ich niemandem was. Weder der Lügenpresse, noch unseren obersten Politikern…was Frau Merkel wohl alles zu besprechen hatte mit dem lieben Herrn François Hollande??? Das schlimmste ist, dass dort Familien ein unfassbares Unglück erlebt haben und das sollte man sensibel behandeln und mit Respekt und sich nicht auf die Lauer legen, wo man die sensationellsten und geilsten Bilder herbekommt und die müssen dann auch noch mit Tränen und Schmerz verbunden sein, damit man die Dramatik noch mehr hervorbringt und die Auflagen dieser verlogenen Zeitungen, die uns nur Mist mitteilen, noch um ein vielfaches erhöhen kann. Viel anständiger hätte ich es von der Presse und allen andere entscheidenen gefunden, wenn sie die Familie und Angehörigen auch die, des Copiloten geschützt hätten und erstmal Ursachenforschung betrieben hätten. Die Menschen schützen, die betroffen sind. Viel besser hätte ich gefunden, wenn keine Vorverurteilung stattgefunden hätte. Das Unglück an sich ist doch schon so unendlich schlimm. Was würde denn jetzt passieren, wenn all die Informationen nicht stimmen und man feststellt, das weder der Copilot noch sonstwer an dem Unglück Schuld ist, sondern wirklich ein technischer Defekt – arme Germanwings….dann werdet ihr aber extrem hohe einbußen haben, aber das wollt ihr ja nicht, dann nehmt ihr lieber menschliches Versagen…und dann lieber ein Sündenbock nehmen, der sich nicht wehren kann und nichts mehr dazu sagen kann, als die Tatsachen mal wirklich auf den Tisch zu legen…..!!! Was soll ich noch dazu sagen…..die Medien sind einfach schäbig und unsensibel und das schlimmste, es wird immer ein Stück mehr dazu erfunden und aufgewiegelt…echt zum Kotzen ( sorry für den Ausdruck ) Ich wünsche den Angehörigen nur von ganzem Herzen, das sie eines Tages mit diesem schlimmen Drama irgendwie leben können und den Verlust ihrer liebsten irgendwie schaffen, auf ein lebensfähiges Level zu bekommen. In deren Haut möchte ich um nichts in der Welt stecken. Sie kommen ja überhaupt nicht zur Ruhe, weil täglich immer schlimmere Infos kommen und sie sich diesem Mist einfach nicht etziehen können und sich nicht auf ihre Trauer einlassen können, weil von den Medien sekündlich nachgetreten wird. Wie ekelerregend ist das bloß!

    1. Kann mich dem nur anschließen!

      Fast 10 Minuten und keiner hat etwas mitbekommen von den Passagieren?

      Nicht eine SMS an die Angehörigen am Boden? Schreie erst kurz vor Aufprall, obwohl der Kapitän wie wild an die Tür geklopft hat?

      Selbst bei 9/11 hagelte es tausende SMS aus den Maschinen!!!

      Keine der Mainstream Medien ziehen die Möglichkeit in Erwägung, dass alle bewusstlos wurden durch giftige Dämpfe und die Piloten absichtlich den Sinkflug eingeleitet haben, um auf normaler Höhe wieder atmen zu können??

      Warum findet man die zweite Black Box nicht?? Ist sie vielleicht schon vom „Tatort“ verschwunden??

      Warum stieg eine Mirage auf?? Was hat der Pilot von der Mirage sehen können??

      Wieso wissen amerikanische Medien als erstes und einen Tag vor den europäischen Medien von dem angeblichen Umstand, dass ein Pilot alleine im Cockpit war, obwohl der Fall in Europa passiert ist??

      Warum haben sich die Statements von Holland, Merkel und Rajoy so lange nach hinten verzögert, wenn doch alle über dem Teich schon wussten, was passiert ist??

      Vielleicht sollte man im Interesse der Öffentlichkeit auch mal die Tonbandaufnahmen veröffentlichen?? Die New York Times oder Ihr Freund BILD hat sie doch sicher vorliegen!

      Fragen über Fragen, die alle noch nicht geklärt sind! Aber einen Sündenbock zu finden, der psychische Probleme hat, ist einfacher und gutes Opium fürs Volk!!

      Ein Wahnsinn, was da gerade abgeht in unserer Medienlandschaft, der angeblichen vierten Macht des Staates, aber eigentlich nur der Handlanger der Mächtigen im Hintergrund und der Politik!!

      Eine Schande für den Journalismus!!!!

      1. Verschonen Sie einen doch von den Hollywood-reifen Verschwörungstheorien, erbärmlich. Und irgendeine Macht hat sich den Flug mit dem Co-Piloten ausgesucht, den man so leicht als Verdächtigen ausmachen kann oder was kommen noch für fadenscheinige Hypothesen hier? Schon abenteuerlich!

      2. Dann beantworten Sie doch bitte meine Fragen und geben nicht jedes Mal ihren Senf mit den Verschwörungstheorien ab.

        Das hat mit Verschwörung nichts zu tun, sondern mit Vernunft, dass man nicht gleich vorschnell jemanden verurteilt, wenn man überhaupt noch keine Beweise hat, sondern nur Indizien!!

        Wir leben schließlich zum Glück immer noch in einem Rechtsstaat!!

      3. Der einzige der hier erbärmlich ist, sind Sie mit Ihrem Hitler-Vergleich und Nazi-Geschwafel!!

        Warum haben denn die Passagiere keine SMS geschrieben und zumindest in der Business-Class sich nicht aufgeregt, wenn der Kapitän nicht mehr in sein Cockpit gekommen ist?

        Bleiben die alle seelenruhig, wenn sie merken, dass das Flugzeug mit mehr als 1.000 m in der Minute sinkt?

        Fängt da keiner zu schreien an und bricht Panik aus? Erst kurz vor dem Aufprall?

        Das stinkt doch alles bis zum Himmel!!

  106. Wer verantwortungslos lügt, denunziert und verleumdet…so wie es ein großer Teil des deutschen „pressecorps“ zum Thema Krim, Russland, Griechenland, Syrien, Gaza, Euro, …. hat seinen Presseausweis abzugeben! Wer wider besseren Wissens die Menschen FÜR die er eigentlich dasein sollte hintergeht hat seinen Presseausweis abzugeben, wer Familie und Freunde an den Pranger stellt, weil deren Angehöriger vermutlich ein Verbrechen begangen hat, hat seinen Ausweis abzugeben, wer die Trauernden wie „Zirkustiere“ in der Manege der „breiten Öffentlichkeit“ vorführt, gehört weggesperrt….
    Auch ihr Schmierenfinken habt einen Ehrenkodex! Aber ihr tretet diesen jeden verdammten Tag mit Füßen!
    Kein Wunder das die Zeitungsverkäufe stark rückläufig sind!

    1. Stimmt, das genialste ist, dass die BILD-Zeitung von gestern mit dem Riesen-Foto von Andreas L. beim Joggen und dem reißerischen Titel „DER AMOKFLUG“ in unserem Dorf kaum Absatz gefunden hat! 😉

      Der ganze Stapel Zeitungen lag kurz vor Feierabend noch fast unberührt da!! Das macht mir schon wieder Hoffnung, dass unser Volk doch noch einen gewissen Anstand hat und sich die Leute nicht für dumm verkaufen lassen!!!

      Vielleicht sollte her Diekmann mal seine Absatzzahlen von gestern veröffentlichen antstatt dauernd neuklug über Twitter zu posten!!

  107. Wer sich jedoch wie Sie nicht an Fakten hält sollte seinen Presseausweis auch abgeben.
    Ohne die Daten des Flugdatenschreibers ist gar nicht klar was geschehen ist.
    es werden Spekulationen zur Realität. Was wenn der Co-Pilot die Tür nicht blockiert hat und der Kapitän in der Aufregung nur den Falschen Code eingegeben hat??
    Wie oft wird denn dieser Code geändert??
    Ich bin gespannt auf das Abschlussergebnis der Untersuchung.
    Als Seriöser Journalist sollte man sich an die Fakten halten und sich nicht an einer Hetzjagd beteiligen ist meine persönliche Meinung.

  108. Was ist denn das hier für ein unprofessionelles und menschenverachtendes Zec…blatt? Ich bin über einen Link (Kritikbericht) auf diese Seite gestoßen. Hoffentlich mein letzter Besuch …

  109. Bislang gibt es keinerlei wirklichen Beweis für die „Schuld“ des Co-Piloten, außer dass auf dem Voicerecorder HINWEISE auf die mutmaßlichen Geschehnisse zu hören sind. Was, wenn die Auswertung fehlerhaft war? Was, wenn zwei unglückliche Zufälle, z. B. eine Ohnmacht des Co-Piloten UND ein technischer Fehler an Bord die Ursache waren?

    Was nimmt sich die Presse da heraus, aus (zugegeben naheliegenden und vielleicht auch schlüssigen) Vermutungen und Hinweisen eine unumstößliche Wahrheit zu machen?

    Ein Beschuldigter gilt nach deutschem Recht – und ebenfalls in den meisten anderen zivilisierten Staaten der Welt – solange als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist.

    Was nimmt sich die Presse da heraus, diesen Rechtsgrundsatz einfach über den Haufen zu werfen?

    Meine Herren, geben Sie Ihre Presseausweise nicht einfach zurück, sondern verbrennen Sie sie bitte öffentlich.

    1. Der Copilot ist tot, deswegen wird niemals gegen ihn als „Beschuldigten“ ermittelt werden, und er wird für sein Tun niemals rechtskräftig verurteilt werden. Die Unschuldsvermutung greift hier also nicht.

  110. Ihre Ausführungen, Herr Winterbauer, sind die peinlichsten Selbstrechtfertigungsversuche, die man je gelesen hat. Den Namen des Piloten hätte man allenfalls nach Abschluss der Ermittlungen veröffentlichen dürfen, nachdem feststeht, dass der Pilot wirklich vorsätzlich gehandelt hat. „Will Spiegel Online künftig tatsächlich erst berichten, wenn Sachverhalte „abschließend geklärt“ sind.“ Wozu bitte schön, braucht es die Veröffentlichung des Namens um zu berichten? Sie beweisen einmal mehr, an welchen Tiefpunkt der Qualität ein Großteil der deutschen Presse angelangt ist. Das kann man nur so betiteln: Schäbig! Geben Sie Ihren Presseausweis ab.

    1. …was wohl eher der Tatsache zuzuschreiben wäre, dass Printmedien im Zeitalter des Internets nicht mehr zeitgemäß sind. Mahlzeit!

    2. In jedem Gerücht steckt ein Funke Wahrheit. Immer noch häufig zutreffendes Sprichwort. Sollte dies wahr sein, frage ich mich sogar eher, warum sie es so spät geäußert hat.

    3. das frage ich mich auch!! Warum wird Sie nicht mit vollem Gesicht gezeigt und ihr Name voll geschrieben!!

      Stewardess Maria W. !! Dass ich nicht lache!! Blöder gehts wohl nimmer!!

      Kann ich auch so eine mit dem Rücken zur Kamera ablichten lassen und mit vielleicht noch falschem Namen zitieren lassen. Werd ich vielleicht sogar berühmt!!

  111. Der Presseausweis ist kein Freischein zur Umgehung geltender Rechte odes gar des Grundgesetzes. Wer hier eine solche Auffassung vertritt gehört Strafrechtlich verfolgt, da er wissentlich eine Hetze einleitet. Der CO-Pilot ist derzeit noch Tatverdächtiger aber kein Täter, einem studierten Journalisten sollte dies im Studium begebracht worden sein. Das Bedrängen und die Anprangerung der Eltern des CO-Piloten wird noch für einige Medien strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn auch für diese gilt das Opferschutz-Gesetz. Die Presse hat auch einen falschen Menschen publiziert und dessen Privatsphäre verletzt, das Bild von Twitter widerrechtlich benutzt, das sind alles Straf- und Zivilrechtliche Argumente. Es wäre nun an der Zeit das die UNO sich dieses Pressegau an nimmt. Persönlich hoffe ich auf richtig deftige Strafen für die Inhaber des Presseausweises, die solche Verstösse begehen.

  112. Nur ein wirtschaftlicher Einwurf da sich alles ums Geld dreht in der Welt.

    Würden 30 000 Euro einem Spezialisten reichen, der die Blackbox auswertet und vielleicht die Ergebnisse frisieren kann?

    Oder anders: Wie viel wäre es der Lufthansa oder Airbus wert, dass ein massiver Defekt, der allerdings bekannt war, verschleiert wird? Sicherlich mehrere Millionen um den Ruf zu retten.

    Was wenn die Probleme des Copiloten bekannt waren und nun willkommen sind um andere Probleme zu verheimlichen.

    Gibt es nicht Fäll “ oh, das ist beschädigt, es gibt keinen Ersatz weder Teil noch Ersatzfahrzeug/-Flugzeug, stehen lassen kostet zu viel, für die eine Strecke geht’s noch“

    Klar klingt es nach Verschwörung und klar kann das Unglück auch aus den veröffentlichten Gründen einher gegangen sein. Doch warum glauben Menschen immernoch alles was man in den Medien sieht und hört, wo sich doch alles nur um Geld und Macht dreht?

  113. Liebe Kollegen,

    mich irritiert hier der zunehmend aggressive, feindliche Ton der Debatte zutiefst. Es ist kaum zu glauben, wie ihr Euch hier fetzt und gegenseitig fertig macht – anstatt konstruktiv über dieses nicht ganz einfache Thema zu debattieren. Bitte kommt alle mal wieder runter!

    Wir haben es hier mit einer schweren Tragödie zu tun, deren ganz genaue Umstände noch nicht zu 100 Prozent bekannt sind. Vieles erschöpft sich in Vermutungen und Indizien. Wir als Medien sollen/müssen einerseits über den Fall berichten und aktuelle Entwicklungen einordnen und verständlich machen, bei alldem jedoch auch Grenzen der Pietät/des Opferschutzes/des Persönlichkeitsrechts beachten.

    WO DIESE LIEGEN, DARÜBER SIND DIE MEINUNGEN GETEILT. ES GIBT SICHERLICH KEINE ALLGEMEINGÜLTIGE, ÜBER ALLE ZWEIFEL ERHABENE SICHTWEISE.

    Eben, auf meiner Morgenrunde mit den Hunden, habe ich mir intensive Gedanken über das Thema gemacht – und das Für und Wider durchdacht, den vollen Namen und/oder das Foto (verpixelt oder auch nicht) zu drucken.

    Eine endgültige Meinung habe ich hierzu noch nicht. Für Stefan Winterbauers Argumentation spricht einiges, ebenso wie z.B. für jene des BILDblogs, die eine gegenteilige Position einnehmen. Aber etwas mehr Sachlichkeit und Konstruktivität täte uns allen gut, um eine für alle akzeptable Rahmen-Vorgehensweise bei solchen Unglücksfällen zu finden!

    1. Vielen Dank für eine abgewogene Stimme. Ich bin ehrlich gesagt fassungslos von dem aggressiven Ton derer, die sich hier als die scheinbar alleinigen Inhaber der unangreifbaren moralischen Oberhoheit ansehen. Wie hoch wurde zuletzt erst die Meinungsfreiheit gehalten – und welch Toleranz für andere Meinung tobt sich hier aus 🙁

      Unbeantwortet blieb meine mehrfache Frage an die Empörten, wo ihre Empörung war, als nach dem November 2011 völlig unkritisiert die Namen der NSU-Verdächtigen (bei vergleichbarer Indizienlage) vollständig geschrieben wurden – für mich genauso zu rechtfertigen wie jetzt die Namensnennung des Copiloten – und übrigens durch den Pressekodex auf jeden Fall abgedeckt.
      Es ist jeweils die Einzelentscheidung eines Mediums, hat aber niemals auch nur annähernd die moralische Höhe, die hier herbeigeschrieen wird. Es geht um einen Verdacht in einem bisher beispiellosen Verbrechen, nicht um den Namen eines Autofahrers, von dem die örtliche Polizei berichtet, dass er in der Nacht aus ungeklärter Ursache allein mit seinem Auto von der Straße abgekommen und vor einen Baum gefahren sei – der natürlich den Schutz der Anonymität verdient.
      In einem Tweet las ich als recht plausible Erklärung für die manchmal etwas gekünstelt klingenden Empörungsäußerungen, dass sich die Wut mal wieder gegen die Überbringer der Botschaft richtet – weil das Geschehen für sich kaum versteh- und verarbeitbar sei. Journalisten haben genug Sünden begangen, aber die Namensnennung gehört nicht dazu im Vergleich zu vielen Opfernbildern etc.
      So Feuer frei, liebe Inhaber der wahren Empathie.

      1. Weil die Menschen hierzulande leider mit zweierlei Maß messen. Da kommt Verständnis auf für einen mutmaßlichen, noch dazu Opfer seiner selbst, mutmaßlichen Verursacher. Die werden geschützt. Das ist hier deutlich zu sehen und hat für mich auch wenig mit objektivem Journalismus zu tun.

      2. Ich bin bei Ihrer Petition dabei.

        @Winterbauer: Los gib den Presseausweis zurück!

  114. „Wer den Namen Andreas Lubitz nicht nennen will, sollte überlegen, seinen Presseausweis zurückzugeben.“ Fassungslos macht mich eine solche Überschraft, wie viele andere Journalisten hier sicher auch. Wer so etwas in ungezügelter Leidenschaft mit der vermeintlichen Gerichtigkeit auf dem Banner schreibt, sollte nicht für einen Mediendienst arbeiten. Er zeigt, dass er wohl eine starke Meinung, ein starkes Selbstbewusstsein, aber keine Ahnung von Journalismus hat. Selbst wenn hundertprozentig bewiesen sein sollte, dass der Co-Pilot die Maschine zum Absturz gebracht hat, könnte man noch diskutieren, ob es ratsam ist, seinen Namen zu nennen und ihn so zu dem Antihelden zu machen, der er dann evtl. sein wollte.

  115. Selten so einen unreflektierten Blödsinn gelesen. Das ist noch weit unter Bild-Zeitungs-Niveau, denn dort tun sie wenigstens nicht so erhaben… in die Ecke und schämen, Herr Winterbauer.

  116. Ich stimme dem Autor nicht zu. Den Namen des Täters sollte man erst nach einer gewissen Zeit nennen. Es hilft niemandem wenn dem unbeteiligten Lesern der Name des Co-Piloten bekannt ist. Schlimmer noch, die unschuldigen Verwandten müssen sich nun beschuldigen lassen und werden von Kamera-Teams vor deren Wohnhaus verfolgt. Ein normales Leben wird für die Eltern des Täters in ihrem Heimatort nur schwer möglich sein. Und das ist eine Folge dessen, dass der Name so früh in den Medien genannt wird.
    Wenn man als Vertreter der Presse seine Meinung einer großen Masse präsentieren kann, hat man auch eine Verantwortung. Und die Verantwortung gegenüber den Verwandten des Täters ist meiner Meinung nach größer, als unbeteiligte Leser über den Namen zu informieren.

  117. Was treibt sie um, all die Massenmörderangehörigenversteher, die sich hier in so zahlreichen Kommentaren als solche offenbaren?

    Seht her, unsere Empathie ist so so groß, unser Mitgefühl so umfassend, demonstrieren sie uns, sie weisen eindringlich darauf hin, dass man auch an die Angehörigen des Täters denken müsse, die ja schließlich genauso trauern würden wie die Angehörigen der Opfer.

    Was für ein abgrundtiefer Irrtum! Nein, die Trauer der Eltern von Andreas Lubitz ist mitnichten dieselbe wie die der Opferangehörigen, kann es gar nicht sein.

    Wer vorsätzlich einen anderen Menschen tötet, muss mit dem Hass, der Verachtung oder zumindest der Ablehnung seiner Mitmenschen rechnen.
    Und vielleicht muss man es den vielen Massenmörderangehörigenverstehern (MMAV) einmal an einem simplen Beispiel verdeutlichen:

    Angenommen Sie würden erfahren, dass Ihr Nachbar seinen Sohn durch einen Verkehrsunfall verloren hat. Es würde sie bestürzen, das Leid, das er durchmacht, ginge auch Ihnen nahe.
    Und dann erfahren Sie einige Zeit später, dass dieser Sohn den Unfall absichtlich als Geisterfahrer herbeigeführt und willentlich einen unbeteiligten Verkehrsteilnehmer mit in den Tod gerissen hat. Augenblicklich würde diese Information alles für Sie ändern; ihre Gefühle, ihre Einstellung zu dem Verlust des Nachbarn kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dieselbe sein.
    Der Sohn war kein tragisches Unfallopfer, sondern er hat sich absichtlich umgebracht und sogar schuldig gemacht am Tod eines anderen Menschen.
    Das zunächst reine tiefe Mitgefühl paart sich nun mit dem inkompatiblen Gefühl des Abscheus und der Ablehnung

    Ähnlich muss man sich die Situation auch für die Eltern von Andreas Lubitz vorstellen.
    Sie müssen nun zwiespältige, nicht miteinander vereinbare Gefühle, die der Trauer und die des Abscheus für die schier unvorstellbare Tat eines Massenmörders, als der ihr Sohn nun gelten muss, aushalten.

    Können oder wollen all diese MMAV solche Überlegungen nicht anstellen? Was hält sie von diesen notwendigen Differenzierungen ab? Möglicherweise, dass hierdurch verhindert würde, sich weiter in der Öffentlichkeit als die wahren Masters of Empathy präsentieren zu können ?

    1. Danke für dir tiefgreifende Analyse meiner tiefsten Charakterzüge. Zufälligerweise kannte ich jemanden, der sich als Geisterfahrer das Leben nahm. Warum mein Mitgefühl für die Angehörigen, sowie engen Freunde geschmälert sein sollte, verstehe ich trotzdem nicht.
      Ein Selbstmord ist anders zu betrachten, als Mord. Auch wenn es beim Flugzeugabsturz einher gehen sollte, bleiben Motive und Hintergrund verschieden.

    2. Wir leben in einem Rechtsstaat, der weder Vorverurteilungen noch Sippenhaft vorsieht. Wenn Sie das respektieren, erübrigt sich Ihr Kommentar.

      1. @Caversfield

        Was sind Sie überhaupt für ein Mensch, der sich anmaßt zu bestimmen, wer welche Trauer haben darf und wie groß die sein darf??

  118. „Wer das anders sieht, sollte überlegen, seinen Presseausweis zurückzugeben.“

    Selten habe ich eine so selbstgerechte, überhebliche und von oben herab geschriebene Zeile gelesen. Herr Winterbauer, seien Sie sich meiner vollen Abneigung gewiss.

  119. Schon merkwürdig der Artikel und so manche Kommentare.

    1. was soll die verbale Attacke mit „Massenmörderangehörigenversteher“? Sollte dann jeder Angehörige eines mutmaßlichen Täters am besten gleich an die Wand gestellt werden, ihrer Ansicht nach? Ist das Ihr Rechtsverständnis?

    Ich lebe in der Nähe von Winnenden. Die Eltern des nachweislichen Täters können nicht mehr unbehelligt leben, müssen von der Polizei beschützt werden, um nicht der Lynchjustiz anheim zufallen. Bravo.

    2. es gibt keinen abschließenden Bericht, aus dem eindeutig hervorgeht, dass es sich beim Co-Piloten um einen bewusst handelnden Täter handelt. Die Presse hat ihn dazu gemacht. Auch andere Ursachen wären denkbar. z. b. Die toxische Belastung der Kabinluft. Siehe diesen Artikel der Deutschen Welle, in dem die Lufthansa selbst von einem Fall auf der A320 im Jahre 2010 berichtet.
    http://www.dw.de/lufthansa-kämpft-gegen-schlechte-luft/a-16274492

    Nein Ihr Bericht beweist eins: dass ein seriöser Journalismus gestorben ist. Das ist wirklich beschämend, was Sie hier von sich geben.

    1. Und der Sinkflug, der eingestellt wurde, beruht auf technischen Defekt just in dem Moment, als er allein im Cockpit saß, ja klar. Wir können auch an den Osterhasen glauben. Ich bleibe da lieber bei dem glaubwürdigen “Puzzle“ anhand vorliegender Indizien und den aktuellen Meldungen nach Prüfung der gefundenen Dokumente. Demnach stand ein Termin für ein psychologisches Gutachten bevor, was für jemanden mit dem Traum vom Fliegen das Berufsende in dem Beruf bedeuten könnte. Das Luftfahrtbundesamt wird weiteres prüfen.
      Mal abgesehen davon, für eine Airline wäre der Schadensersatz wegen eines technischen Defekts geringfügiger als wenn sich die bisherigen Ermittlungen weiter erhärten, mal so für die, die an Vertuschung glauben. Gut, dass sich jeder noch eine eigene Meinung bilden und vertreten darf.

      1. @MaEl

        Haben Sie wohl Beweise, dass er wirklich alleine im Cockpit saß? Oder haben Sie auch nur die Erzählungen des französischen Staatsanwaltes?

  120. Trotz sicher guter Klickzahlen kann ich meedia.de nur empfehlen sich von diesem Text schleunigst zu distanzieren. Nicht, weil er Publikumsbeschimpfung ist, sondern weil er beweist, dass jegliche berufsethische Diskussion an dem Autoren vorbei gegangen ist. Dieser Text steht pars pro toto für das Problem der deutschen Presse, die immer schnell mit einer Meinung zur Hand ist, aber selten mit Falten und Argumenten und einer Auseinandersetzung damit. Wenn Journalisten sich wie Stammtischbrüder gerieren und nur ihrer Leidenschaft folgen, diskreditieren sie sich selbst und ihre Zunft. Umso schlimmer bei einem Mediendienst. Es heißt doch meedia.de und nicht mob.de. Ich jedenfalls werde den Dienst bis zu einer Distanzierung nicht mehr nutzen, weil ich ihn nicht mehr ernst nehmen kann.

  121. „wer den vollen Namen nicht nennen möchte, sollte den Presseausweis abgeben. “ Ich finde diese Aussage einfach widerwärtig und abstossend. Die Medienberichterstattung der letzten Tage hat sowie schon ein Niveau der Gladiatorenkämpfe. Aber fast die gesamte Presse und Medienwelt hat ja schon länger eine Art und Weise zu arbeiten…ich würde mich eher schämen dieser Branche anzugehören.

  122. Herr Winterbauer ist, wie so oft, einfach nur anmaßend und peinlich.
    Selten hat mich ein Mensch derart fremdschämen lassen.
    Sein Niveau mit dem der Bildzeitung zu verleichen ist schon fast eine Beleidigung gegenüber des Springerkindes.
    Entweder Herr Winterbauer kopiert, oder er wirft beschämendes Stammtischgeschwafel in die Runde. Erschreckend, wie diese inszienerte Hetze doch immer wieder funktioniert und Anklang findet.
    Vielleicht wäre eine tragische Geschichte wie diese der verunglückten Germanwingsmaschine mal eine gute Gelegenheit für Menschen wie Sie sich in Zurückhaltung zu üben und einfach mal die Klappe zu halten. Nutzen Sie gerne weiterhin Jauch-Sendungen & Co. um auf sich aufmerksam zu machen. Geschmacklos und armseelig ist das.

    1. Hier wird nicht verurteilt und schon gar nicht vorverurteilt. Ein Toter wird nicht angeklagt und schuldig- oder freigesprochen.

      Die Fakten liegen auf der Hand:
      Die Stimmen wurden dem Piloten sowie dem Kopiloten zugeordnet – mit Sicherheit von Leuten die beide kennen.
      Am Ende eines 20-minütigen Gesprächs hat der Pilot das Cockpit verlassen, weil er aufs Häusl musste. Dass es der Pilot war, der hinausgegangen ist, ist bewiesen, weil ja seine Stimme zu erkennen war, als er wieder zurück ins Cockpit wollte.
      Die Cockpittür kann von außen mit einem Code geöffnet werden, es sei denn, sie wird von innen mit einem Riegel bewusst versperrt. Um aber zu verhindern, dass bei etwaiger Bewusstlosigkeit der Person, die alleine im Cockpit zurückbleibt, der zweite Pilot ausgesperrt bleibt, wird nach 5 Minuten diese Sperre automatisch freigegeben und die Tür ist wieder mit dem Code zu öffnen. Die Tür kann nur dann nicht geöffnet werden, wenn von innen diese Blockade nicht freigegeben wird.
      Der Sinkflug kann auch nicht durch ein zufälliges Antippen eines Knopfes eingeleitet werden, sondern dieser muss zuerst mit einer 360-Drehung freigegeben werden.
      Der Kapitän hat in seiner Todesangst angegebene 8 Minuten, in denen das Flugzeug etwa 70 km im Sinkflug in Richtung Gebirge gesteuert wurde,versucht ins Cockpit zu gelangen, zuletzt angeblich mit der Bordaxt, die zum Aufbrechen der Fenster nach Notlandungen dient.
      Der Kapitän und das Bordpersonal haben 8 Minuten lang ihren Tod kommen gesehen!
      Den Passagieren ist diese Todesangst Gott sei Dank erspart geblieben, weil sie nichts von ihrem nahen Tod gewusst haben.

      Der Flugschreiber ist zwar noch nicht gefunden worden, aber wenn es ein Problem gegeben hätte, hätten die beiden Piloten vorher nicht Smalltalk gemacht, sondern hätten das Problem diskutiert und der Kapitän hätte seinen Harndrang vergessen.

      Das sind Tatsachen. Mehr kann Keine Untersuchung finden. Die 149 Zeugen dieses Massenmordes sind alle tot.
      Sie sind tot, aber wahrscheinlich zehnmal mehr Menschen trauern um Sie und viele Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkelkinder verloren haben werden den Rest ihres Lebens mit diesem Schmerz leben.

      Wie menschenverachtend zynisch muss man sein, im Angesicht so viel menschlichen Leides den Angehörigen der Opfer zu sagen, sie dürfen nicht VORverurteilen – NACH dem Mord an ihren Liebsten Menschen.
      Ich bin aber überzeugt davon, dass Sie nicht so denken. Ich glaube vielmehr, dass Sie einfach zu kurz über diese Katastrophe nachgedacht haben.

      Bleibt noch die Frage nach dem Warum.
      Man kann und wird hier viel spekulieren, aber nichts wirklich wissen.
      Stephan Doering, Leiter der Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der MedUniWien sagt, es gibt bei der menschlichen Psyche nichts, was es nicht gibt. Er sagt aber auch, dass so eine Tat für psychische Erkrankungen untypisch ist, und hält einen politischen Hintergrund für möglich. (Nachzulesen unter www:science.ORF.at)
      Selbstmordattentate dieser Art sind uns allen bekannt, und dass sich keine bekannte Terrororganisation damit gerühmt hat bedeutet nichts.

      1. Meinem Beitrag fehlt noch die Beantwortung der Frage der Sinnhaftigkeit der Bekanntgabe des Täternamens. Ich weiß nicht, welcher Teufel den zuständigen französischen Staatsanwalt geritten hat, ihn in seiner Pressekonferenz bekannt zu geben.
        Es macht keines der Opfer wieder lebendig, erfüllt jedoch dem Täter seinen angeblich größten Wunsch: dass ihn alle Welt kennt!

        Die Presse in ihrer Gier nach Sensationen ergreift natürlich diese Gelegenheit völlig ungestraft: Sie gibt diesmal keine geheimen Informationen exklusiv als erste bekannt – alle Welt kennt den Namen schon aus seriösester Quelle.

        Das Leid der Familien der Opfer zählt hier nicht. Sie sind ja doch als gute Bürger gefordert, den Medien darüber Auskunft zu geben, damit die Gesellschaft erfährt, wie sie sich fühlen.

        Der Schmerz der Eltern und Großeltern, die Kinder und Enkel verloren haben, wird bis an ihr Lebensende mit Ihnen sein.
        Die Familie des Täters trifft es allerdings noch schlimmer. Die Eltern haben nicht nur einen Sohn verloren. Sie werden sich sicher auch fragen, ob sie etwa selber Fehler im Umgang mit ihrem Sohn gemacht haben, und dadurch Mitschuld an der Tragödie haben. Größere Qualen sind schwer vorstellbar.

        Wir können nur beten, dass sie die Kraft aufbringen, weiterzuleben.

  123. So grässlich und unvorstellbar diese Tragödie ist, alle Medien sollten sich auch etwas in ihrer Überfülle der Berichterstattung zurücknehmen. Ich glaube es genügt doch, dass die Öffentlichkeit immer dann neu informiert wird, wenn auch neue Fakten bekanntwerden. Dieses tägliche „Ausschlachten“ und gebetsmühlenartige Wiederholen schon allseits bekannter Tatsachen ist nicht nur marktschreierisch, es ist aus bar jeglicher Rücksichtnahme auf die Hinterbliebenen. Die müssen, ob sie wollen oder nicht, tagtäglich die „Ergüsse von beschränktem Journalismus“ bei jedem Zeitungsstand ansehen! Es wäre wünschenswert, wenn die lieben Kollegen/Innen auch über gute Taten so ausführlich berichten würden. Über Lebensretter, die sich selbst in Todesnot gebracht haben, über Feuerwehr- und Rotekreuzmänner- und Frauen, die ständig ihr Leben für uns alle riskieren. Und….den Namen dieses Massenmörders kann man ruhig nennen, er hat immerhin an die 160 unschuldige Menschen auf seinem kranken Gewissen. Mehr Ausgewogenheit auch in der Berichterstattung wäre höchst angebracht.

  124. Ich verstehe die Häme gegenüber den Kollegen von spiegel /spon nicht. Man kann den Namen nennen oder nicht, für beide Varianten gibt es Gründe, die Abwägung ist schwierig, der mediale Umgang mit dieser Katastrophe ist schwierig, und jede Redaktion trifft für sich eine Entscheidung. Die Aufforderung seitens eines durchaus respektierten und viel gelesenen Mediendienstes, den Presseausweis zurückzugeben (= den Beruf aufzugeben, das ist ja anscheinend gemeint) und die Häme gegenüber Kollegen, die eine Entscheidung aufgrund neuer Entwicklungen oder Überlegungen revidieren, ist absolut unangebracht.

  125. Es ist schon verräterisch, und zeigt, wie schlimm der Journalismus sich entwickelt hat, dass man beim Copiloten vom Täter spricht. Sicher, es deutet alles darauf hin, dass er die Cockpittür verriegelt hat und den Absturz herbei geführt hat. Aber bewiesen ist noch gar nichts. Das waren noch Zeiten, in denen Journalisten sich die Mühe gemacht haben zwischen Meinung, Bericht, Reportage, Vermutung und Dokumentation zu unterscheiden.
    Und das waren auch noch Journalisten und keine „Schreiberlinge“.

    1. …und sich auch schon oft kaufen und zensieren ließen. Früher ließ sich lediglich nicht alles so gut überprüfen. Eine Gegendarstellung war erschwert. Die Weltpresse ist heute jedem durch das Internet problemlos zugänglich, zum Glück.

  126. ONLINE-PETITION

    Ich schlag hiermit vor, dass Herrn Winterbauer aufgrund vorangegangenen Artikels der Presseausweis entzogen wird!

    Wer sich der Petition anschließen möchte, kann dies gern unter „Antworten“ tun!

    😉

      1. Einem Journalisten per Petition den Presseausweis entziehen lassen zu wollen, ist derselbe Impuls der Selbstjustiz, wie einen Tatverdächtigen mit vollem Namen öffentlich schuldig zu sprechen: „Ah, da hat ein Journalist einen bekloppten Meinungsartikel geschrieben und einen Tatverdächtigen vorverurteilt, da nehmen wir die Sache doch gleichmal selbst in die Hand und lassen ihm… hm, ja genau, dem entziehen wir jetzt mal standrechtlich den Presseausweis! Oder vielleicht flechten wir ihn doch lieber aufs Rad?“. Viel Spaß! Wer in dem Beitrag einen Verstoß gegen journalistische Grundsätze erkennt, kann sich beim Presserat beschweren. Der kommt dann auf die Idee, zunächst mal den Verfasser in der Sache anzuhören und hinterher über mögliche Sanktionen wie z.B. eine Rüge zu entscheiden. Ein Entzug des Presseausweises wiederum ist aus gutem Grund (Pressefreiheit) nur vorgesehen, wenn jemand ihn missbräuchlich verwendet. Dazu bedarf es keiner Petition. Dies ist übrigens keine Verteidigung des Beitrages von Herrn Winterbauer, den ich inhaltlich auch für verfehlt halte. Falls der ganze Vorschlag eine besonders tricky Satire auf das exzessive Petitionswesen war, die ich allerdings nicht erkannt habe, erübrigt sich dieser Beitrag.

      1. Wenn Du den Smiley nicht gesehen hast, dann tut es mir leid, TangoZulu! Aber trotzdem danke für den Vorschlag mit dem Presserat! Das könnte man wirklich mal in Erwägung ziehen! Merci

    1. Danke, @Jonas, für die Reaktion. Leider nimmt mein Urteilsvermögen, Satire und Wirklichkeit zu unterscheiden, in letzter Zeit ab;-).

  127. A.L. hat, wie es zunehmend aussieht, eine neue Kategorie von Terrorismus geschaffen: Terror in eigener Sache. Nachdem selbst psychologische Kategorien wie Mitnahme-Suizid als Erklärungsversuche scheitern, kann man zu keinem anderen Ergebnis kommen. Wo ist der Unterschied zwischen einem politisch oder religiös motivierten Fanatiker der massenweise Unschuldige umbringt und einem Fanatiker, der einsehen muss, dass er offenbar nicht das Zeug für den von ihm fanatisch verfolgten Lebenstraum hat und deshalb meint ein Fanal setzen zu müssen. Eine der erbärmlichsten Gestalten die dieses Land bislang hervorgebracht hat, hat sich mit dieser Tat tatsächlich, wie gegenüber seiner Exfreundin angekündigt, unsterblich gemacht.

    1. Aber er erregt Mitleid, wie hier wie auch auf anderen Foren deutlich zu lesen ist. Völlig unbegreiflich und erst recht für die Angehörigen der Opfer. Mal die Theorie, alle Mutmaßungen bewahrheiten sich, wer sollte sich dann wie oft gefordert in die Ecke stellen? All die Verteidiger hier, die die Hinterbliebenen mit Hypothesen erschüttern, dass sich die Nackenhaare aufstellen.

  128. @Winterbauer:
    Heute darf leider jeder Schmierfink a‘ la Winterbauer seine Meinung in die Welt posaunen, Privatfernsehen und Online-Portalen wie diesem hier sei Dank!
    Undifferenziert, schlecht recherchiert, dummfrech, diffamierend und dem Volk nach dem Maul redend. Sich als solcher auf die Stufe von wirklichen Journalisten zu stellen ist anmaßend dazu.

    Den Angehörigen der Opfer gilt mein tiefstes Mitgefühl.
    Es tut mir aber auch in der Seele weh, was den Angehörigen des Co- Piloten mit dieser Art der effekthaschenden Zerfleischung ihrer Privatsphäre unnötigerweise angetan wird.
    Vielen Dank denen, die einfühlsam, vorsichtig, aber genau recherchiert berichten und auch denen, die den Zombies hier die Stirn bieten.

    @Jonas: ich bin für Deine Petition

  129. Was hier die Leute diesen Bastard schützen….
    Er hat diese Tat wissentlich begangen
    Dazu gibts nichts hinzu zufügen…..
    So ein Egoismus von diesem Vollspacken!!!!!

    1. Lieber Pat,

      vielen Dank für den Kommentar. Ich stimmte Ihnen in der Bewertung bezüglich des Textes von Herrn S. Winterbauer zu.

    2. Woher weißt du das Pat?

      Warst du dabei?

      Warum gab es keine Hilfe-SMS aus der Maschine an die Angehörigen am Boden?

      Wenn der Kapitän doch laut klopft und nicht mehr ins Cockpit kommt, müsste doch zumindest unter den Business-Gästen, die das Geschehen direkt dahinter mitbekommen, Panik ausbrechen!!?

      Aber Schreie erst kurz vor Aufprall? Warum veröffentlichen Sie das Tonband nicht NYT und BILD???

      Haben Sie es nicht selbst gehört als Quelle, wenn sie so etwas schreiben??

      Das wäre schließlich vorerst das einzige Beweismittel oder sagen wir besser Indiz, warum wird es dann nicht veröffentlicht??

      Hat die Bevölkerung hier wohl kein Recht, das zu erfahren??

    3. @Pat:
      1. Solltest DU mich nicht Vollspacken nennen.

      2. Glaube ich nicht, dass ein Mensch der sich wegen seiner Depression umbringt, das „wissentlich“ tut- er ist als solcher garnicht in der Lage einen anderen Willen zu haben. Wenn es überhaupt so gewesen sein sollte.

      3. „Den Bastard“ kann man nicht mehr schützen, seine Familien muss man schützen.

      4. Warte ab, bis sich der Erste Deiner nahen Freunde umbringt, oder Dein Kind, Dein Bruder, dann wirst Du wissen was damit gemeint ist.

      1. @ Bomber Ich bin zu 100% der der gleichen Meinung. Eigentlich ist so ein Winterbauer es nicht wert auf ihn einzugehen. Er ist bereits seit langer Zeit ein geächtet Journalist. Bitte Google mal seinen Namen oder MEEDIA. Da verschlägt es dir die Sprache.

      2. Sie sind ebenfalls geschmacklos und dann diese Heuchelei als vermeintlicher Menschenfreund und Beschützer. Ich hoffe nicht, dass es sich hier um Nachwuchsjournalisten handelt. Dann sollte man Mitleid mit der deutschen Medienwelt haben.

  130. UND…? WAS ist damit gewonnen, dass man den Namen nennt?
    Das bringt höchstens noch die Familie des ‚Verursachers‘ in Bedrängnis die aber genauso wenig etwas dafür kann, wie die Opfer!

    Den Vorname mit abgekürzten Nachnamen zu nennen reicht doch völlig aus um seine Wut auf DIE EINE Person zu fokussieren (die allerdings auch schon tot ist und somit bringt auch das kaum etwas), anstatt auch noch die ganzen Angehörigen u. die Familie zu Opfern zu machen, die sehr wahrscheinlich nichts mit der ganzen Sachen zu tun haben!

  131. Der Schuss kann noch ganz heftig nach hinten losgehen > Stichwort Kohlenmonoxid Theorie von Flugexperten, dann atmet man auch weiter und sehr ruhig..man will die Tür öffnen und kommt auf „Lock“ Geht zu 35:50min > passt zu allen Fakten > Tim van Beveren > Hier direkt zur Stelle > https://youtu.be/uuPKyeLlIXY?t=35m49s << P.S. Franz.Behörden haben schon öfters versucht AIRBUS rauszuhalten.. mal googeln und besser man hat dann einen Einzeltäter, am allerbesten immer tot und noch besser: ganz ganz ganz schnell

    1. Danke für den Link, Steppi!

      Wirklich guter Mann der Flugexperte!

      Und der Frau Prof. Isabella Heuser,Charité Berlin,Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, gehört auch die Approbation entzogen!!

      Nächste Online-Petition 😉

      Hier der Link, wo Sie empfiehlt, Studenten Aufputschmittel zu verordnen!

      https://www.youtube.com/watch?v=ps6dHAZ_Nw8

      Und so eine will Andreas L. richtig einschätzen!! Armes Deutschland sag ich nur!!!

      1. Warum gehört ihr die Approbation entzogen? Weil sie ausspricht in ihrer Professur als Expertin ihres Fachs, was viele ihrer Kollegen nicht mit derartiger Deutlichkeit zu sagen vermögen? Wenn wir von einer Spezies genug haben, dann die Psychiater, die zu genüge Leute als “geheilt“ auf Freigänge entlassen und andere Fehleinschätzungen tätigen. Die, die aus Tätern Opfer machen und durch “mildernde Umstände“ juristisches Strafmaß herabsetzend erwirken. Oder die, die vorerkrankte Wunschpiloten psychologisch für geheilt und flugtauglich erklären und auf uns, die Allgemeinheit loslassen? Da sind mir Professoren, die Klartext reden ohne zu beschönigen doch lieber. Auch wenn ihre Worte den einen oder anderen erschüttern mögen.

    2. Sehr verwunderlich und befremdend, was hier für Kommentare abgegeben werden. K.o.-Tropfen, giftige Gase im Cockpit, Ohnmacht und dabei unabsichtliches Betätigen der Türverriegelung usw. usw. usw.
      Wer die Nachrichten verfolgt hat, dürfte inzwischen wissen, dass der Schalter zum Aktivieren des SINKFLUGES ein DREHSCHALTER ist!!!! Den kann man nicht versehentlich auslösen!!! Wie erklärt sich auch so mancher Schreiber auf dieser Seite, wieso A.L. die Krankschreibungen nicht abgegeben hat!!! Wie erklärt man, dass seine Exfreundin die Aussage machte, dass er so eine Tat mehr oder weniger schon vor längerer Zeit angedeutet hat!!! A.L. wusste, dass ihm eine psychologische Untersuchung bevorsteht und hatte wohl eine unglaubliche Wut auf die Fluggesellschaft. Tatsache ist ja wohl: Er war psychisch total gestört. Hätte er sich doch zu Hause mit Schlaftabletten umgebracht und nicht unschuldige Menschen mit in den Tod gerissen. Aber er wollte wohl einen spektakulären Abgang. Den hat er jetzt auf alle Fälle.
      Fakt ist: Die Angehörigen können keinen Körper beerdigen. Nur „biologische Elemente“. Unglaublich, welchen Schmerz sie aushalten/ertragen müssen.
      Mitleid habe ich allerdings auch mit den Eltern von A.L. Mit diesem Wissen über die Tat ihres Sohnes weiterleben zu müssen ist sicher furchtbar.

      1. @doris

        und wie erklärst Du Dir dann bitte, dass kein einziger Passagier eine SMS an den Boden geschickt hat?? Haben die das wilde Klopfen und Schrein vom Kapitän wohl seelenruhig hingenommen?

        Warum ist die zweite Black Box bislang noch nicht aufgetaucht? Und warum konnte die erste nicht ausgewertet werden?

        Der Voice Recorder war doch auch beschädigt und die Stimmen konnte man trotzdem auswerten!

        Warum zeigt sich seine EX-Freundin nur mit dem Rücken, wenn Andreas L. doch eh schon tot ist und sagt das nicht selbst der Staatsanwaltschaft??

        Wahnsinn, wie schnell hier geurteilt wird. Aber die Sündenbock-Funktion kennen wir ja alle aus dem 3. Reich!! Da war ja auch schnell einer gefunden, der den Reichstag niedergebrannt hat!!

      2. Suizid mit Schlaftabletten ist schon lange nicht mehr möglich. Das war früher mit Barbituraten der Fall. Aber ein medienträchtiger Abgang steht leider bei so einigen mit Suizidalgedanken auf der Liste, kein Einzelfall.
        Zu Jonas: Die 2. Blackbox wurde beschädigt und bislang nur die Hülle gefunden, daher wird nach dem kleinen Chip gesucht. Laut Experten ist in dieser Region und der Höhe dort kein Handy Empfang möglich. Funklöcher gibt es sogar im Himmel, stellt euch mal vor. No additional comment!
        Zerbrecht euch nicht den Kopf über wildeste Theorien. Es ist auch so schon ein Horrorszenario.

      3. Und wer hat dann bitte den Chip aus der Black Box rausgerissen, super schlaubi MEc MEc MEC?

        Müsste ja noch drin sein, der kann nicht einfach so rausgehen, auch nicht durch einen Aufprall oder eine Explosion!! Den MUSS jemand entfernt haben!!

        Und der wird sicher auch nicht mehr gefunden werden, genau wie bei MH370!

  132. Es sind noch längst nicht alle Fakten bekannt, aber das ist ja auch nicht nötig. Herr Winterbauer übernimmt mal schnell die Rolle des Ermittler und Richters. Wer braucht da noch so etwas altmodisches wie einen Rechtsstaat oder die Unschuldsvermutung? So ist es doch viel einfacher. Nur mit Journalismus oder gar Anstand hat so eine Haltung rein gar nichts zu tun.

  133. So, wie sieht nun die Erklärung weiterer an das Tageslicht kommender Fakten aus? Wahrscheinlich wurden Psychopharmika sichergestellt. Unter Einfluss derartiger Präparate wird häufig sogar die Verkehrstüchtigkeit beeinflusst und somit wäre die Ausübung gewisser Berufe kontraindiziert. Ach, vielleicht wurden die Präparate auch nur “untergeschoben“, um vom Verdacht eines technischen Defekts abzulenken. Man gut, dass manche hier keinem kriminaltechnischen Dienst oder sonstigem juristischen Dienst angehören. Lieber auf Journalisten herumhacken, als mal der sich abzeichnenden Realität in das Auge zu blicken.

  134. Oh mann, hab hier noch nie was gelesen – und werde ich sicher auch nie wieder, willkommen in der Populistisch reißerischen Welt der BILD Zeitung, ihr seid gan tolle, Eisenharte Journalisten hier!

  135. Bisher kannte ich „Meedia“ nicht einmal…. Und nach dem Artikel des Herrn Winterbauer ist mir klar…ich habe nichts versäumt !
    Ein Medium, das solch einem Schwachsinn auch noch eine Plattform bietet, braucht man nicht zu kennen…
    Es ist keinem damit geholfen, den vollen Namen des (wahrscheinlichen) Unfallverursachers zu kennen, oder irre ich mich?
    Außer der Sensations- und Aufmerksamkeits-Geilheit des Autors kann ich hier wahrlich nichts erkennen?!

    Es wäre besser gewesen sich vorher zu überlegen, welche Auswirkungen solch ein Geschreibsel auf die Angehörigen des A.L. hat… Doch dies scheint ihnen, lieber Herr Winterbauer gelinde gesagt scheissegal zu sein?! Denn selbst ein Vollidiot dürfte im Vorfeld wissen, was er damit anrichtet?! Aber wie gesagt: das scheint ihnen einfach egal zu sein…
    Man fragt sich gerade, ob es Ihnen JETZT leid tut, die Angehörigen zusätzlich diffamiert zu haben und ob Sie nun (ehrlich) denken „oh Mist, an das hab ich gar nicht gedacht“?
    Von den Namensgleichungen mal abgesehen… Auch wenn es nicht so ist, wird der ein oder andere wohl mal angesprochen werden „wie war der Name? Darf ich Sie fragen? Sind Sie mit DEM Herrn verwandt?“ Unabhängig von eventuellen Konsequenzen….

    Wie gesagt….Meedia? Winterbauer? Kenn ich nicht….nix versäumt !

    1. Als Angehöriger würde ich mich sowieso eher verkriechen und nicht die Nachrichten rauf und runter und die Foren studieren.

      1. Selten dämliche Bemerkung! Wäre schön wenn das die lieben Reporter auch so sehen würden… Doch die Familie vorsichtshalber unter Polizeischutz stellen zu müssen sagt wohl alles aus…
        Und man kann sich vorstellen, dass es auch für die Angehörigen nicht gerade ein Spaziergang ist, wenn versucht wird Ihnen permanent ein Mikro unter die Nase zu halten, um eine „Exklusiv-Reaktion“ auf blöde Fragen zu bekommen…

  136. Französische Ermittler untersuchen nach der Germanwings-Tragödie auch die Möglichkeit eines technischen Defekts. „Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden“, sagte der Chef der in Düsseldorf eingesetzten französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, am Samstag dem französischen Sender BFMTV. Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch „technische Details“. Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Unglücksort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

    http://www.focus.de/panorama/welt/germanwings-absturz-im-news-ticker-copilot-andreas-l-litt-an-schwerer-psychosomatischer-erkrankung_id_4576917.html

      1. Ja schön, Renate, lesen können wir auch und da wir des Lesens mächtig sind, fasse ich die News kurz zusammen: Es werden Medienvertreter darum gebeten von Anfragen bei den Angehörigen Abstand zu nehmen. Was soll der Link- Post hier dann bitte???

      2. Der ist extra für Sie, damit Sie sich wieder aufregen können. Sie sind ja darauf angesprungen!

      3. Aufregen? Wie niedlich, da haben Sie mich nicht erlebt, wenn ich mich richtig aufrege. Aber betreibt mal weiter den Täter-Opferschutz und schön die Augenbinde umfassen.

      4. Renate, posten Sie doch mal themenrelevante Details oder aktuelle Meldungen. Es kommen immer mehr Aspekte zu seinem Krankheitsbild zum Vorschein. Eine “Dame“, die nicht namentlich bekannt sein möchte, wird nicht unbedingt alles aus der Luft greifen. Sie hätte womöglich berufliche Konsequenzen zu befürchten.
        Vielleicht sehen inzwischen auch andere Fürsprecher jeglicher Theorien, dass sich die Beweislage verhärtet und zunehmend gegen A.L. spricht und keiner unterstellt mehr den Ermittlern in Frankreich und Deutschland Korruption.

      5. „Renate, posten Sie doch mal themenrelevante Details“

        Danke für den Hinweis, könnte es sein, dass Sie von sich selbst sprechen?

  137. Vielleicht sollten sich hier einige als Nachahmer der Gebrüder Grimm outen und ihre Märchenstunde bei anderen abhalten Anstatt mal den Fakten Vorrang zu gewähren, wird hier ohne Anhalt spekuliert. Auch ein technischer Defekt, der erwartungsgemäß einbezogen wird, erscheint dennoch aufgrund des Sachverhalts eher unwahrscheinlich bei derzeitiger Aktenlage. Ich frage mich nur, weshalb so viele die Augen vor der möglichen bitteren Realität verschließen. Es zeigt nämlich auf, zu was möglicherweise auch nett erscheinende Menschen von nebenan vielleicht in der Lage wären. Geht es noch?

  138. Man könnte sich auch fragen, was geworden wäre, wenn der Flugkapitän später oder gar früher seine „biologische Pause“ gemacht hätte. Wäre dann vielleicht noch eine Großstadt in Mitleidenschaft gezogen worden? Für mich ist es – falls wirklich bestätigt wird, dass es ein absichtlicher Akt war – MORD.

    1. Die Frage kam mir auch schon. Doch wahrscheinlich hätte man dann auf eine andere “günstige Gelegenheit“ gewartet und es hätte andere getroffen.

  139. Haltet doch einfach mal die Schn…, MaEl und Mec Mec Mec!

    Ich kann das gelaber echt nicht mehr hören!!

    Ihr habt keinerlei Beweise!! Genau wie die Medien nicht!!

    Keiner da draußen hat die Tonbandaufnahmen wirklich gehört!!

    Aber jeder stempelt einen Verdächtigen auf Indizien-Basis gleich zum Massenmörder ab!

    Echt widerlich so was!!!!

    Euch ist doch nicht mehr zu helfen mit eurem selbstgerechten EGO-Trip!

    1. Respectabilis Jonas,
      wenn Argumente ausgehen, begeben Sie sich auf eine Ebene der Kommunikation, die nicht akzeptabel ist. Da sind Sie nicht besser mit Ihren haltlosen Kommentaren. Jedem steht es frei, eine Meinung zu äußern. Sie verdrehen Tatsachen. Massenmörder wurde von besagten Meinungsvertretern nicht mal erwähnt.
      Eine Diskussion wurde vom Autor gestartet, die verschiedene Ansichten hervorbringt. Nicht mehr und nicht weniger. Aber auch Sie könnten sich zurückhalten, denn Ihre phantasievollen Thesen verursachen Augenrollen und könnten allenfalls als Vorlage für Krimiautoren dienen. Vielleicht bleibt man doch mal bei Fakten und unterstützten Analysen. Danke Herrn W. für diesen Thread. Das Thema scheint doch sehr zu polarisieren.

    2. Ich schenke einem französischem Staatsanwalt mehr Vertrauen als auch nur einen Cent auf Ihre vom Dauerzweifel an den USA geprägten Thesen hier zu setzen. Noch dazu lasse ich mir von Ihnen nicht den Mund oder Finger verbieten. Ich bin alles andere als ein Egoist, ich stehe auf der Seite der Angehörigen der Opfer und musste erst kürzlich erneut den Verlust eines Familienmitglieds bewältigen. Also wer betreibt hier eine Vorverurteilung, wenn nicht Sie selbst gegenüber eine Person, von der Sie noch weniger wissen als von Herrn L.! Aber Sie sind amüsant. Danke!

    3. Jo Jo Jonas ( ich begebe mich mal absichtlich auf Ihr allmählich infantiles Niveau), wenn einer mal aufhören sollte, die Leser mit Ihren Märchen zu überschütten, dann Sie. Zu viele RTL-Dokus über Verschwörungstheorien gesehen? Eine Blackbox ist nicht gänzlich unverwüstlich und ein Chip nicht mit Panzernieten befestigt. Da kann es laut Expertenmeinung passieren, dass aus der gefundenen beschädigten Box des Datenschreibers der Chip irgendwo in dem Absturzareal zwischen anderen Kleinstteilen gelandet ist. Oder bezichtigen (vorverurteilen) Sie nun die aufopfernden Helfer, diesen beiseite geschafft zu haben oder welche Instanz verdächtigen Sie in dem Punkt? Dafür gibt es weitaus weniger Indizien, wenngleich keine, im Gegensatz zu den ermittelten Tatsachen im Fall des A.L. Aber Sie können sich gerne nützlich machen und bei der Suche helfen und bei der Gelegenheit gleich das Ausmaß vor Ort erleben, damit Sie vielleicht mal Sensibilität dafür entwickeln, was Angehörige der Opfer durchmachen, anstatt hier nur Ihre dubiose sowie die Realität verzerrende Story aufzutischen und mit anderen verbal auf Herrn W. und andere zu schießen, der ein Kind beim Namen genannt hat, wie zuvor der Rest der Welt schon öffentlich.

  140. Der Vergleich mit den ÜBERFÜHRTEN Attentätern und Terroristen hinkt massiv. Was, wenn sich herausstellt, dass dieser Copilot doch unschuldig ist? Dann wurde halt mal das Leben einer Familie zerstört. Ich hab das jetzt schon öfter erlebt: wird jemand unschuldig wegen Mord oder Kinderschändung ins Rampenlicht gezerrt (namentlich), bekommt derjenige das trotz Unschuld nicht mehr weg.

    Und eigentlich leben wir mit Deutschland in einem Land, in dem die Unschuldsvermutung gilt, solange, bis jemand entsprechend rechtskräftig verurteilt ist. Ist das der Copilot? Nein! Es mag sich anders darstellen, wenn er denn schuldig ist. Aber selbst dann sollte taktvoller damit umgegangen werden. Denn wie man derzeit erleben kann, wird nun wirklich sein gesamtes Leben in die Öffentlichkeit gezerrt. Und damit auch das seiner unschguldigen Familie. Oder müssen die das einfach hinnehmen, frei nach „selbst schuld, dass ihr ihn gezeugt habt, oder was“. Das kämme der mittelalterlichen Sippenhaft gleich. Der Name ist nicht relevant. Man könnte ihn nennen, aber es ist immer noch eine unschuldige Familie dahinter, die mit den „Medienergüssen“ fertigwerden muss. Ist das fair? Ist das gerecht? Außerdem bin ich mir sicher: hätten die Befürworter der Namensveröffentlich selbst jemanden wie den Copiloten in der Familie, würden sie das sehr schnell ganz anders sehen. Denn schließlich messen Menschen immer mit zweierlei Maß. Im Übrigen ist der ganze Absturz inzwischen ein medienspektakel, wie ich es noch nie erlebt habe. Tausende menschen sterben jeden Monat. Pech nur für die meisten, dass sie in Entwicklungsländern sterben und es keinen kratzt. Der ganze Flugzeugabsturz zeigt in beschämender Art und Weise, wie sensationsgeil alle geworden sind. Ginge es tatsächlich um die Toten, würden auch andere Tote entsprechend bewertet werden. Aber damit lässt sich kein Geld verdienen, daher kratzt´s auch keinen.

    1. @Tom: Am konkreten Beispiel diskutiert es sich ja am sachlichsten, also noch mal den wohl konkretesten Vergleich: Wo sehen Sie den Unterschied zur Namensnennung bei den drei NSU-Verdächtigen seit November 2011?
      (jeweils „nur“ Indizien der Staatsanwaltschaft, keine endgültige rechtskräftige Feststellung der Schuld, Ihr „überführt“ gibt es in diesem Fall ja auch noch nicht, alle drei mit ebenfalls noch lebenden Eltern und Angehörigen).
      Finden Sie die seit 2011 erfolgende Nennung der Namen Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos in der gesamten deutschen Medienlandschaft kritikwürdig oder nicht – und was wäre der Unterschied zum aktuellen Fall?
      Angesichts der hier hochwappenden grundsätzlichen Emotionalität zur Namensnennung müsste es sie doch seit 2011 auch im NSU-Fall gegeben haben – warum gab es sie nicht?

  141. Allmählich muss ich Stefan Winterbauer beispringen. Offenbar ist ihm eine glänzende Polemik gelungen, wenn die Wellen hier so hoch schlagen. Eine Polemik ist grundsätzlich ein scharfer Meinungsartikel, der heftige Reaktionen auslöst (und letztlich zur eigenen und öffentlichen Reflexion zwingt). Das ist absolut gelungen.

    Insofern Glückwunsch, auch wenn ich mich weiter oben auch kritisch geäußert habe!

    1. Herr Bauer, das ist das primitivste was ich zu dieser Katastrophe gelesen habe. Die letzten die in unserem Lande hinter der Sippenhaft standen waren die Nazis. Jetzt nehmen sie die Familie des Opfers in Sippenhaft. Aber wer sie kennt wird sich sicher nicht wundern.
      Mit Verlaub Herr Bauer, sie sind ein Riesen##ars**lo*h, und alles andere als ein seriöser Journalist.
      Sie wiedern mich an !!!

    2. Herr Bauer, das ist das primitivste was ich zu dieser Katastrophe gelesen habe. Die letzten die in unserem Lande hinter der Sippenhaft standen waren die Nazis. Jetzt nehmen sie die Familie des Opfers in Sippenhaft. Aber wer sie kennt wird sich sicher nicht wundern.
      Mit Verlaub Herr Bauer, sie sind ein Riesen-rs**lo*h, und alles andere als ein seriöser Journalist.
      Sie wiedern mich an !!!

  142. Alle sollten sich in Zurückhaltung üben, denn wer war dabei? Niemand – man muss abwarten, was die andere Blackbox aussagt! Sollte es so gewesen sein, trauern auch die Eltern um einen Sohn und Familienangehörige um ihren Verwandten, oder Freunde um ihren Kameraden….egal was er gemacht hat, auch er hinterlässt Menschen, die trauern und verzweifelt sind, sie müssen damit weiterleben, mit einem schrecklichen Gedanken! Urteilen und verurteilen hat keinen Sinn, denn so schlimm alles ist, wir können niemanden zurück holen. Sich gegenseitig so anzugehen löst dieses schreckliche Ereignis nicht – Kommentare sind hier erwünscht und man sollte respektieren, was ein jeder zu sagen hat, wenn man sich mitteilen möchte! Ich finde es so schade, das sich Menschen angehen, die sich nicht kennen und sich gegenseitig niedermachen. Respekt ist hier gefragt – von allen Seiten, vor allem den Trauernden gegenüber!

  143. Der Staatsanwalt hat den Namen des Co-Piloten in einer Pressekonferenz buchstabiert, die weltweit live übertragen wurde. Damit ist der Name in der Welt – nicht rückholbar. Die Indizien liegen zumindest soweit klar, dass es einen begründeten Verdacht gibt. Das kann niemand leugnen, auch wenn theoretisch andere Versionen möglich sind. In einem Fall von diesem öffentlichen Interesse ist eine Namensnennung im schwerwiegenden Verdachtsfall in Ordnung, weil hier das öffentliche Interesse klar überwiegt. Aber wie gesagt: Der Name ist seit der PK ohnehin in aller Welt bekannt. Insofern: eine Phantomdebatte. Es wäre angemessen, wenn einige in diesem Forum ihre Wortwahl überdenken. Wer dazu aufruft jemandem „in die Fresse“ zu schlagen, sollte auf jeden Fall keinen Presseausweis besitzen.

    1. Hat sich hier dann vielleicht schon mal jemand gefragt, warum der Staatsanwalt auf der PK den vollen Namen gleich genannt hat??

      Hat er vielleicht sogar gewusst, dass er damit eine Welle in den Medien lostreten wird?

      Und was soll denn das Bitteschön von der BILD heute?

      Stewardess Maria W.?

      Fällt denen nix besseres ein?

      Wenn man Maria W. bei google Suche eingibt kommt automatisch gleich Stewardess Maria Wernle, das einzig überlebende Crewmitglied von AUA-Flug 901!!

      Geht’s noch geschmackloser?

      Wer kontrolliert eigentlich die Quellen der BILD? Muss man sich da an den Presserat wenden?

  144. Persönlichkeitsrechte werden bei uns besonders stark betont, Warum nicht auch die eines offenbar psychisch sehr kranken Co-Piloten und vor allem die seiner nächsten Angehörigen, die ebenso leiden wie die Angehörigen der anderen Passagiere, nun aber auch noch damit leben müssen, dass ihr Sohn/Bruder/Freund ect. das Unglück verursacht hat–welch eine Bürde!
    Jeder, der nachweislich krank ist, bekommt für eine Straftat mildernde Umstände. Für Andreas S. scheint das nicht zu gelten.
    Denkt dabei auch mal an seine Angehörigen, die nicht nur den Verlust eines geliebten Menschen zu betrauern haben, sondern auch mit dem ihnen entgegenschlagenden Hass fertig werden müssen. Und daran ist nicht zuletzt auch die Art der Berichterstattung über den Co-Piloten Schuld.

  145. Derzeit müssten fast viele ihre Presseausweise abgeben:
    1. Nachnamen NICHT veröffentlichen = zum Schutz der Hinterbliebenen. Schon einmal darüber nachgedacht was das ganze für seine Eltern bedeutet?!?
    2. Ohne Fakten jemanden für etwas furchtbares verantwortlich machen. Ja, derzeit liegt die Vermutung nahe das alles was seit Tagen durch die Medien geht so passiert sein könnte ABER Beweise liegen dennoch keine vor. In dubio pro reo – im Zweifel für den angeklagten!!!
    Qualitätsjournalismus sieht anders aus!!! Die Sensationsgeilheit der Medien hat leider gesiegt…

  146. Ich denke der Name von Tätern sollte generell NICHT GENANNT werden und auch keine Fotos. Und zwar aus folgendem Grund: Täter die so etwas machen haben ein übersteigertes EGO sie wollen dass ihr Name bekannt wird, dass man sich an sie erinnert, das die Welt weiss das sie ihrem Leben ein Ende gemacht haben. Genau aus diesem Grund verlassen sie diese Welt nicht mit einem „normalen Selbstmord“ die Presse berichtet, der Täter erlangt, wenn auch traurige, Berühmtheit. Der Nächste Kandidat steht bereits in den Startlöchern und überlegt wie er sich unvergesslich machen kann. Berichtet nicht mehr über tote Täter, denn sie haben es nicht verdient das man sich an sie erinnert. Berichtet über die Opfer denn sie haben es verdient das man sie nicht vergisst und sie haben auch verdient das man ihnen ein Gesicht gibt.

  147. @ Alki…Ne, stimmt nicht. Der Winterbauer weiß alles. Deswegen verurteilt er die Journalisten, welche Moral beweisen und den Eltern, die selbst Opfer sind nicht das Leben zerstören wollen bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind.
    Aber erkundigt euch alle mal was MEEDIA eigentlich ist. Dagegen ist die Bildzeitung noch Seriös.
    Und wenn der WinterBauer ein richtiger Journalist wäre dann würde er doch nicht für so einen geistigen Abfalleimer arbeiten. ODER ???

    1. Bitte Google alle mal den Namen Stefan Winterbauer !!!
      Dann werdet ihr erfahren das er als Verschwörungstheoretiker einen Namen hat. Er wird von den meisten seiner Kollegen wegen unseriösem Journalismus abgelehnt. In der Presse wird er “ der Blinde unter den Einäugigen“ genannt.
      Das was er macht ist Journalismus für Dumme.
      Nicht einmal die Bildzeitung würde ihn einstellen.
      Einen Hetzer nennt man solch eine Kreatur. Bei mir wird er jedenfalls nicht mehr mitfliegen !
      Das er Seriöse Journalisten so verunglimpft liegt daran, daß er einen Hass auf diejenigen hat,die ihn wegen seiner schwachsinnigen und bösartigen Arbeiten ablehnen.
      Er ist sozusagen ein Frustrierter. Darum arbeitet er bei MEEDIA.
      Forscht mal in seriösen Quellen über ihn und überlegt euch gut ob dies wirklich euer Niveau ist.
      Ein von anderen Journalisten ausgestoßener Weltverschwörungstheoretiker.
      Er wird schon seit vielen Jahren in Fachkreisen nicht mehr ernstgenommen. Und denkt bitte alle mal darüber nach warum er bei MEEDIA arbeitet. Weil er eben ein populistischer Hetzer ist und ihn niemand anders haben möchte.
      Bitte überprüft das was ich geschrieben habe und macht euch selbst ein Bild.
      Sie können dazu gerne auch was schreiben, Herr Winterbauer. Freue mich schon auf ihre populistische Antwort !

      1. Populistisch, lieber Herr Chris, ist das, was Sie tun: Sie verallgemeinern und bringen Ihre Pauschalkritik auf knackige Verkürzungen, die gut zu klingen scheinen:
        1. „Er wird von den meisten seiner Kollegen wegen unseriösem Journalismus abgelehnt.“ Gab es eine repräsentative Umfrage unter Journalisten? Mit scheint eher, Sie haben sich da mit der selektiven Brille des Internet-Rechercheurs die für Sie passenden Ergebnisse zusammengegoogelt.
        2. In „der Presse“ wird er „der Einäugige unter den Blinden“ genannt. Wer ist „die Presse“?
        Ich habe weder für oder gegen Herrn Winterbauer etwas. Aber in Anlehnung an „Thom“ (12:29 Uhr): Hier äußern sich sehr viele Leute, die sich vorher nie mit Medienrecht befasst haben und jetzt meinen, über alles richten zu können. Das ist natürlich und zum Glück erlaubt in unserem Land. Aber es eben nicht in jedem Fall sonderlich fundiert. Um nicht falsch verstanden zu werden: Es sind natürlich Aussagen aufgrund eines Bauchgefühls in Ordnung, das dem einen oder anderen sagt „Man sollte Namen und Foto nicht veröffentlichen“. Dann sollte das aber auf einer sachlichen Ebene passieren und unter Berücksichtigung elementarer Umgangs- und Ausdrucksformen.

      2. @Chris
        Wenn ich mal bei Ihnen zitieren darf: „Einen Hetzer nennt man solch eine Kreatur.“

        Haben Sie das jemals jemandem im echten Leben ins Gesicht gesagt?
        Würden Sie es jemandem im echten Leben ins Gesicht sagen?

        Wie ernst könnten Sie jemand nehmen, der Ihnen das bei einem inhaltlichen Streit sagt oder schreibt?

        Was soll dieses – sorry – Auskotzen aus vergleichsweise nichtigem Anlass?

        Und wie sähe ein Artikel oder ein Medium aus, das mit diesem Erregungs- und Aggressionslevel gemacht würde – da könnten die Angehörigen der Opfer aber beruhigt sein, wenn solch eine sanftmütige Seele die Journalisten befehligt.

        Nüchtern: Kommen Sie einfach runter: Wir streiten über eine Frage, für die es keine eindeutige Antwort gibt. Namensnennung ist eindeutig vom Pressekodex gedeckt, jedes Medium kann entscheiden und da wir nicht in einer Diktatur leben, entscheidet das eine Medium so und das andere Medium anders.

        Für polemische Meinungen wie von Herrn Winterbauer aber von „Kreatur“ zu reden, lässt einen rätseln wie ernst die ganzen „Je suis Charlie“-Verteidigungen der Meinungsfreiheit gemeint waren.

        Gruslig das alles.

  148. Ich glaube das Perfide und Kalkül dieses Artikels ist der Wunsch, die PageImpressums und damit Werbeeinnahmen für Meedia zu pushen. Geldgier kennt halt keine Grenzen. Wenn Tragödien wie diese, aus reiner Raffgier ausgeschlachtet werden, ist das wirklich erbärmlich.

    Ich hoffe das einige Werbepartner Euch den Rücken kehren. Und das über die Verlagsgruppe Handelsblatt, die ja hier das sagen hat, ein Shitstorm einbricht der sich gewaschen hat.

  149. Ich habe nicht alle Kommentare gelesen, denn die Diskussion wird mir hier, genau wie der Artikel, zu emotional geführt. Ich kann @Bianca und anderen Kritikern der Berichterstattung in diesem Fall nur zustimmen. Was trägt die vollständige Namensnennung zur Klärung des Falls oder zur Information der Öffentlichkeit bei? Das Einzige, was sie bewirkt ist, dass die Leute den Copiloten googeln können, wie natürlich längst geschehen, und seine Angehörigen ausfindig machen können.
    Wie ein Bekannter von mir richtig sagte: Es geht allein um Sensationsgier und die Befriedigung von Rachegelüsten. Entspricht das der Verantwortung, die der Journalismus fordert? Und dass die Bild sich entschieden hat, den Namen vollständig zu nennen, ist hoffentlich kein Kriterium. Dass viele andere Zeitungen es tun, ebenfalls nicht. Wenn alle die Klippe runterspringen, macht man es selbst dann auch? Ich kann Spiegel Online nur beglückwünschen, dass die Redaktion den Mut hatte, „informationstechnisch“ hinter so vielen Zeitungen zurückzustecken und den Namen nicht zu nennen. Ja, man sollte in der Tat abwarten, bis alles geklärt ist, und dann entscheiden, ob man einen Namen vollständig nennt. Vor allem sollte man Menschen mit Depressionen nicht verteufeln und voreilige Schlüsse ziehen. Das schuldet man sowohl den Angehörigen des Copiloten als auch den Angehörigen der Opfer. Ja, der Absturz ist tragisch und erschütternd, und ich verstehe die Ungehaltenheit, mit der diese Diskussion hier geführt wird – schließlich gibt einem so ein Ereignis ein Gefühl von Hilflosigkeit und macht damit wütend – aber das macht uns nicht frei von unserer Verantwortung als Menschen. So, und jetzt dürfen Sie über mich ebenfalls herfallen. Aber vergessen Sie nicht: Meinungen sind verschieden. Ob wir uns hier attackieren, ändert nichts an den Tatsachen. Ich bin eben der Meinung, dass in jedem Fall als Erstes genau überlegt werden muss, wie viel Nutzen solch eine Information bringt und wie viel Schaden sie anrichtet. Der Schaden überwiegt hier klar, denn der Informationsnutzen ist gleich null.

  150. Also liebe Meedia Menschen, denkt nochmal drüber nach, ob ihr lieber Werbepartner verlieren wollt und einfach weiterhin individuell, wenn auch nicht, in Augen der Massenmörderunterstützer, berichten wollt oder ihr habt jetzt die Möglichkeit noch Pegida konform zu berichten, es war ja ein deutscher armer Kranker und kein Migrationsmensch, denn denen würden es viele zutrauen, aber bei einem deutschen jungen, gutaussehenden Mann aus Montabaur darf man(n) und Frau nicht zweifeln, ein deutscher Pilot tut so etwas nicht, es waren mal wieder die vorschnellen Franzosen und die Amerikaner und die NSA und als die Marsmenschen den Geist des krankgeschrieben Co-Piloten Andreas Lubitz vereinnahmt haben, da war es schon zu spät, er wurde ohnmächtig, weil er sich so dagegen wehrte, atmete deshalb so schwer und monoton und im Anfall der Bewusstlosigkeit bei Übernahme durch die Marsmenschen hat seine Hand einen Krampf bekommen und den LOOK Schalter nach unten gedrückt, er gab alles als Held um es zu verhindern, in guter Vorahnung so was verhindern zu wollen, hat er auch seine Krankmeldung für den Unglückstag zerrissen um dieses Unglück verhindern zu wollen, denn nur er sah es kommen und darum sagte er seiner Freundin einmal, dass er in die Geschichtsbücher eingehen wird.
    Also wer das nicht sieht, ist klar im Vorteil und nochmals an alle Angehörigen der Opfer, bitte warten bis dem Umfeld von Andreas Lubitz genug Freiraum, Respekt und Intimsphäre eingeräumt wurde, sie werden sich dann in ein paar Jahren erholt in einer Talkshow präsentieren um nochmals zu berichten wie wenig sie Ihren Sohn kannten und wie schwer sie zu leiden haben und ihr Buch in Co-Produktion mit einem Ghostwriter präsentieren, in dem die Wahrheit und nichts als die Wahrheit auf der Strecke verloren ging.

  151. Journalisten müssen endlich lernen, dass sie keine Sonderstellung in unserem Rechtssystem und Wertesystem einnehmen. BILD und die redtliche Schweinepresse hat erneut Grenzen überschritten, die eine resolute Bestrafung nach sich ziehen müssen. Der Autor dieses Artikels hat sich ebenso wie die meisten Blätter von unseren geschätzten Werten distanziert und sie mit Füßen getreten.

  152. Unverständlicherweise werden bei solchen „unfassbaren“ Taten die unberechenbaren Nebenwirkungen von Antidepressiva und Psychopharmaka immer wieder unter den Teppich gekehrt. Bei der Hausdurchsuchung des Co-Piloten wurden diese, wie mittlerweile berichtet wird, gefunden, er hatte solche offenbar eingenommen und das wohl auch am Tag der Tragödie. Es würde ausreichen, sich als Jounalist mal die Mühe zu machen, den Beipackzettel dieser legal verschriebenen Drogen zu lesen – die darin aufgeführten Nebenwirkungen würden möglicherweise so Manches erklären.

    Liegt die Schuld für den Absturz tatsächlich bei Lubitz? Oder liegt sie vielmehr bei der Pharmaindustrie und deren Handlangern – sprich Psychiatern und Psychologen – die diese Hämmer bedenkenlos und in unverantwortlicher Art und Weise verschreiben?

    Wer depressiv ist, wirft sich deshalb nicht gleich vor den nächsten Zug oder reisst 150 Menschen mit in den Tod. Ein Depressiver, dessen Wahrnehmung (und einem jedem Menschen innewohnendes Verantwortungsgefühl und Hemmschwellen) durch die Wirkung von Psychodrogen getrübt ist, allerdings schon eher. Die Liste der Beispiele an ähnlichen Fällen ist so dermaßen lang, das man sich nur darüber wundern kann, das dies nie jemandem auffällt… Robert Enke, Robin Williams u. v. m… alle standen bei ihrem Suizid unter Einfluss von Psychopharmaka… und es war ihnen wahrscheinlich weder bewusst oder haben die Realität noch bewusst so wahrgenommen, das sie mit ihrer Tat Ehefrauen, Kinder, Familienangehörige und Freunde ins Unglück zu stürzen… oder 150 Passagiere eines Flugzeugs.

    Das Lubitz vermutlich hat ein Flugzeug abstürzen lassen, ist ihm primär als „Schuld“ anzulasten. Sekundär liegt die Schuldfrage meiner Ansicht nach allerdings ganz wo anders.

  153. Es ist dich noch gar nicht bewiesen, dass A.L. die Maschinen absichtlich hat abstürzen lassen, selbst wenn der Staatsanwalt vorschnell einen Schluss gezogen hat, den er vielleicht jetzt sogar bereut.

    Selbst der französische Chefermittler ermittelt jetzt sogar in Sachen technischer defekt und will den nicht ausschließen!

    Hier müssen sich alle vorverurteiler vielleicht noch bald warm anziehen, wenn denn endlich mal der Chip gefunden wird!!

    1. Warum warm anziehen? Werden SIE über die richten? Medien zu zitieren begründet keine Verleumdungsklage. Blasen Sie sich doch nicht so auf oder braucht das Ihr Ego, weil Ihnen sonst keiner mehr auf Ihrem Niveau entsprechenden Teenie-Foren folgt?
      Der Staatsanwalt wird nichts seiner verkündeten Einschätzung bereuen, was er sorgfältig anhand der Indizien und mit Experten abgewogen hat. Sie stellen alles nur in Frage, was bislang ermittelt wurde und “vor“-verurteilen genau diese ausführenden Organe höchster Instanz. Alle Aspekte, auch technische Defekte werden in das Prozedere der Ermittlung einbezogen. Ein üblicher und nicht außergewöhnlicher Prozess, doch das wissen Sie sicherlich selbst. Sie nutzen diese Tragödie, um sich auf einer Plattform fernab des Kernthemas hervorzutun. DAS finde ich menschenverachtend, pietätlos und zeugt nicht von Respekt gegenüber allen Trauernden. Dagegen ist eine Namensnennung eines sowieso schon geläufigen Namens harmlos und nicht annähernd besser als eine Meute von Journalisten, die ihre Arbeit verrichten. Einen angenehmen Sonntag allen!

    2. Lieber Jonas,
      sind denn schon Osterferien oder warum toben Sie sich derartig unqualifiziert aus? Da wird einem unbehaglich durch Ihr juveniles Geschwätz. Schlimmer als Blogger bei der Bild und Facebook.

      1. Ja, es sind schon Osterferien!

        Dann legt mir doch einfach mal Beweise vor, dass Andreas L. wirklich das Flugzeug absichtlich crashen hat lassen.

        Bis jetzt gibt es nur einen Staatsanwalt, der das aus den Tonbandaufnahmen schließt, die wir alle hier nicht gehört haben! Selbst wohl die BILD nicht!

        Vielleicht wäre es besser, wenn statt des Namens von Andreas L., den besagter Staatsanwalt genannt hat, er auch mal seine Quellen veröffentlichen würde, auf die er seine Thesen bezieht!

        Und es geht sehr wohl auch um den Artikel von Herrn Winterbauer und vielen anderen Journalisten von Medien wie Zeit, BILD, Süddeutsche, ARD, ZDF, N24….etc, die nicht von einem MUTMASSLICHEN Täter sprechen, sonderen so schreiben, als ob es schon bewiesen ist, dass Andreas L. der Täter ist und absichtlich 149 Menschen umgebracht har.

        Wer von Ihnen erwachsenen Menschen darf sich das Recht heraus nehmen, das zu behaupten, wenn er die angeblichen Beweise überhaupt nicht gehört hat?

        Wie oft haben die USA angebliche „Beweise“ schon gefälscht in der Geschichte??

        Aber wenn man das erwähnt, wird man ja gleich wieder als Verschwörungstheoretiker beschimpft!!

        Da frage ich mich, wer wohl hier im Kindergarten ist!!

  154. Ja – natürlich darf man das Foto zeigen. Und natürlich darf man es nicht zeigen, so what?

    Mir scheint, dass sich so manche Hass-Artikler hier in eine Welt wiegen, in der sie selbst nicht zuhause zu sein scheinen. Ja – man will wissen, wer das was gemacht hat. Und so mancher Beitrager hier scheint sehr genau gelesen und eingeatmet zu haben, was denn da alles herausgefunden, gemutmaßt und verdachtet wurde. Ansonsten kann man sich den ganzen „Es könnte aber doch ganz anders gewesen sein“-Mist nicht erklären, der auch hier gepostet wird und der kein Stück anders ist als mancher Dreck, den ganz normale Medien herausgeblasen haben.

    Ich habe noch kein Stück gelesen, bei dem sich Kommentatoren nicht an den Berichten und Medien bedient haben, die sie nun so verabscheuungswürdig befinden. Ich warte nur darauf, dass irgendeiner aufgrund der Cockpit-Aufnahmen oder der Umfeldbeschreibung auf die helle Idee kommt, die Alpen selbst könnten ja doch gegen das Flugzeug geflogen sein, während der Held Lubitz da durch KO-Tropfen gelähmt usw. usw…

    Wenn ich dann hier lese, das ohoh… Meedia doch Werbekunden verliert, ganz sicher und gefälligst, dann denke ich mir zum einen, dass ein Shitstorm doch gefälligst anders anzufangen hat. Dass dieses Möchtegern-Gebaren von Leuten, die sich vielleicht in 5 Minuten ebenso empört der Kuhhaltung in der Ost-Schweiz oder sonstwas zuwenden und eine Meinung haben. Und das die meisten dieser Empörten genau das alles gelesen haben, was sie gelesen haben, weil sie es wollten. Die ganzen Geschichten rund um Flug.

    Es mag das interessante an 2.0 sein, dass jeder sehr meint, Klamottenindustrien in Bangladesch online anzugehen und morgen früh das getrennte Altpapier in der Primark-Tüte wegzutragen. Das kann man auch bescheuert nennen.

    Und für die obligatorischen „Bild-Freunde“… wäre es die Bild gewesen, die allein und fürchterlich in Haltern, Montabaur oder Düsseldorf gewütet hätte, dann wären da 4 Leute durch die Vorgärten getrampelt. Es waren rund 200. Was die da gemacht haben? Ihren Job – so wie ihr ihn verstanden habt und wollt, zumindest solange ihr neugierig wart. In Teilen zu Recht. Nur in Teilen.

    Ja man darf das Foto zeigen. Habt ihr euch das angeschaut?

  155. Was wollte der Copilot mit seiner Tat erreichen? Er wollte das sein Name in die Geschichte eingeht, er wenigsten einmal im Leben beachtet wird und jeder seinen Namen weiß. Die Medien erfüllen dem Täter den Gefallen offenbar nur zu gerne! Das wird Nachfolgetäter magisch anziehen, die ähnliches im Sinn haben.

  156. Erwiesen ist in diesem Fall nichts, bestenfalls gibt es eine Version der Geschehnisse, die momentan als wahrscheinlich gilt. Viele Medienkonsumenten gieren bei solchen Ereignissen nach Persönlichem, noch besser, Intimem, und da haben Medien, die sich an die Regeln des Persönlichkeitsschutzes halten, einen echten Wettbewerbsnachteil. Die empfindliche und harsche Reaktion von Winterbauer („Ausweis zurückgeben“) zeigt meiner Ansicht nach, dass er sich der Fragwürdigkeit der medialen Entblößung von Andreas L., bewusst ist

  157. Immer schön daran denken: Abschließende Urteile werden von staatlichen Gerichten gefällt, nach eingehender, womöglich langwieriger Untersuchung, nicht von Medienmenschen, aufgrund von Anschein, und Erfordernissen des Wettbewerbs.

  158. Natürlich kann man einen Namen eines Täters nennen, wenn erwiesen !!! ist, dass er der Täter ist, bzw. er durch einen Richter verurteilt wurde. Zumindest bei uns in Deutschland. Was ich bei der Berichterstattung der letzten Tage allerdings vermisse, sind die dafür letztendlich erforderlichen Beweise, – mal ganz unabhängig von einem rechtsstaatlichen Verfahren. Wer dem franz. Staatsanwalt aufmerksam zugehört hat, der sollte bemerkt haben, dass das was er keine 48 Stunden nach dem Absturz erklärte, seine „zu diesem Zeitpunkt“ gewonnene „Arbeitshypothese war. Auf der Grundlage eines einzigen Indizien, dem Abhören von 30 Minuten eines (deutschsprachigen) Voicerecorders, der auch noch beschädigt war. Die eigentliche Flugunfalluntersuchungsbehörde (BEA) hat sich bisher dazu nicht geäussert. Die Hypothese des Staatsanwaltes, der ja inzwischen auch zurückgerudert ist („Wir können technische Ursachen nicht ausschliessen.“ – Mitteilung Gestern Abend in Düsseldorf) kann nur mit Hilfe des 2. Datenschreibers überhaupt validiert werden, und der ist immer noch in einem 4 Hektar grossen Trümmerfeld! Aus dieser dünnen Faktenlage den Copiloten Andreas Lubitz – rein medial – zu einem „Amok-Flieger“ und „Massenmörder“ abzustempeln entbehrt jeglicher Raison, selbst wenn er wirklich in der bislang auf nicht erwiesenen Tatsachen geschilderten Art und Weise dafür verantwortlich sein sollte. Jedes Detail der aktuellen Berichterstattung wirft für mich weitere Fragen auf: – Wo ist nur ein einziger Beleg für die angebliche „schwere Depression“, die sich jetzt in ein „Augenleiden“ gewandelt hat? Was steht auf der zerrissenen Krankschreibung? – War es z.B. etwa nur eine Muskelzerrung? Sein Eintrag in seine Lizenz? War er wirklich bis zum Schluss bei Bewusstsein? – Und: was war sein Motiv? Wir erleben hier leider eine Reihe von journalistischen Fehlleistungen, einschliesslich eklatanten Verstössen gegen die Sorgfaltspflicht bis hin zu einer nie da gewesenen Präjustiz, die nicht nur die Persönlichkeitsrechte der Opfer, sondern auch die der Angehörigen mit Füssen tritt. Diese „Hexenjagd“ hat längst alle Schwellen der in jeder Redaktion ausliegenden Ethik Codes und freiwilligen Selbstverpflichtungen, denen wir als Journalisten unterliegen, überschritten. Grundsätze die jedem Volontär und angehenden Journalisten eingehämmert werden. – Ich denke, die „Ausuferungen“ der Berichterstattung in diesem Fall wird und sollte schon bald den Presserat beschäftigen… Und für die Kolleginnen und Kollegen, die es vergessen haben sollten: Art. 1 GG. Aus meiner 25 jährigen Erfahrung im Bereich Flugunfalluntersuchung und -Sicherheit kann ich nur sagen: das wäre in der Tat der erste Flugunfall, der nach nur 48 Stunden aufgeklärt worden wäre und das von einem Staatsanwalt, der noch nicht einmal Deutsch versteht und dem noch sehr viele Teile eines grossen Puzzlestücks fehlen. Von den Erkenntnissen derjenigen, die hier eigentlich den Ermittlungsauftrag haben, nämlich der offiziellen Untersuchungskommission BEA, wissen wir zu diesem Zeitpunkt, fünf Tage nach der Tragödie, noch überhaupt gar nichts…

    1. Hmmm, wenn Argumentation in einer Sachfrage auf Kaliber wie Art.1 GG zurückgreifen muss, wird es mir etwas zu fett. Das ist wieder die gleiche Grundsätzlichkeit wie hier in so vielen Kommentaren.

      Meine Standardfrage in diesemZusammenhang auch an Sie: Wo sehen Sie den Unterschied zur Namensnennung im NSU-Fall (Primärquelle ist ebenfalls „nur“ eine Staatsanwaltschaft mit ihren Indizien zu Noch-Verdächtigen und noch keine „Täter“, die aber ebenfalls Angehörige haben, keine rechtskräftige Verurteilung usw.).

      Nach Ihrer Argumentation wäre die Namensnennung Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos in der gesamten deutschen Medienlandschaft seit November 2011 (Eröffnung des Ermittlungsverfahrens mit Hauptindizien Besitz einer Tatwaffe und Besitz der Dienstpistole einer getöteten Polizistin) also ein vergleichbarer Verstoß gegen alle Regeln?
      (was es IMHO auch nach dem Pressekodex in beidne Fällen nicht ist)

      Ich sehe es als sehr ernste Abwägungsfrage, die jedes Medium auch anhand eigenrecherchierter erhärtender oder widersprechender Indizien selber entscheiden muss.

      Zur Schnelligkeit der momentanen Erklärung eine Frage: Bei mutmaßlich gezieltem menschlichen Handeln erscheint mir auf Anhieb eine schnelle Erklärung einleuchtender als wenn erst das Puzzle bei technisch bedingten Unglücken zusammengesetzt werden muss. Hier können Sie sicher einen Vergleich für uns beisteuern: Wie schnell oder langsam waren sich die Ermittler bei der offenbar von einem Piloten gezielt in den Boden geflogenen namibischen Maschine sicher?

      Die Grundsätzlichkeit in der hier beide Seiten aufeinandereinschlagen ist aber IMHO das eigentlich Gefährliche, weil sie wieder – jeder für sich – Dinge rechthaberisch als alternativlos darstellt anstatt eine Sachdiskussion zu führen. Andere Meinungen werden inzwischen in einem Ausmaß verteufelt, dass es zumindest mich gruselt.

      Ich kann als Journalist ein fundamentales und sicher oft auch berechtigtes Unbehagen an vielem in unserem Tun wahrnehmen, aber auch – und jetzt hole ich mir sicher einen kleinen Shitstorm – sehr sehr viel Heuchelei, so als ob sich ein Restaurantkunde nach Verzehr des Filets mit aggressiver Sensibilität beim Koch über die Produktionsverfahren beschwerte, die seinen Vorstellungen von Tierliebe widersprächen.

      Es gibt endlos viel an unserer Zunft zu kritisieren, aber diese Grundsatzverdammung der Herstellungsmethoden des erkennbar intensiv konsumierten Materials ist – nun ja – an der Grenze zur Heuchelei. Wer bei entsetzlichen Geschehen vollkommen schmerzfreie Recherchemethoden erwartet, will auch Ärzte, die zugunsten von Schmerzfreiheit auf Spritzen oder Bohren verzichten. Das gibt Journalisten natürlich keinen Freibrief, jede aber auch jede Recherchemethode anzuwenden. Da gibt es viel Grund zu berechtigter Kritik.

    2. Logisches und optional medizinisches Denkvermögen, wenn schon nicht erlangtes Wissen auf diesem Gebiet ist vorteilhaft. Dass ein FA für Neurologie und Psychiatrie wegen einer Muskelzerrung eine Krankschreibung ausstellt, gar behandelt, wäre doch sehr ungewöhnlich. Ein Urologe schreibt auch keine AU wegen einer Rachitis. Bei Bewusstlosigkeit ist die Atmung selbst in physischer Nähe zum Patienten akustisch kaum wahrnehmbar. Der Beweis für eine psychische Vorerkrankung (explizit Suizidgedanken) wurde heute in der Erklärung des Düsseldorfer Staatsanwalts verkündet. Man könnte noch mehr aus diversen Kommentaren aufgreifen und mit gesunder Logik widerlegen. Diese Argumentationsversuche sind recht amateurhaft und im Detail schlecht recherchiert. Da sollte man es lieber ganz lassen, um nicht für noch mehr Verwirrung unter den Hobbyermittlern zu sorgen oder seinen Presseausweis beim Pförtner abgeben.

    1. @ lenka: WIDERLICH !!! Finde ich weder des Themas „Flugzeugtragödie“ noch des Themas „was machen die Medien daraus“ würdig.

      1. Ich könnte ja jetzt ernsthaft antworten, aber besser so: Ihr Kommentar klingt wie der eines Veganers, der es mal wieder nicht lassen konnte, sich über ein Schnitzel herzumachen, und dafür jetzt umso herzhafter die Fleischesser verflucht.

        Ganz sachlich: Namensnennung ist legitim und vom Pressekodex gedeckt. Jedes Medium muss seine eigene Entscheidung dazu treffen – beide Varianten sind möglich und niemand steht es an, dann den anderen mit ätzender oder nur scheinbar moralisch vornehmer Kritik zu überschütten.

        Viele praktische Dinge der Berichterstattung sind unterirdisch, unwürdig und bleiben hoffentlich weit genug von den Hinterbliebenen selber entfernt.

        Ansonsten erlaube ich mir shitstormfördernd die Beobachtung, dass sich die emotionale Aufgewühltheit bei dem Fall in einer teilweise scheinheiligen und unverhältnismäßig maßlosen Medienbeschimpfung grundsätzlichster Art entlädt.
        Noch rätsele ich, woher der auch sehr verbreitet zu spürende Unwille kommt zu glauben, dass der junge Pilot das tatsächlich getan haben könnte, worauf sein zumindest in zwei Punkten eigentlich nicht mehr abstreitbares aktives Handeln hindeutet (mehrere Umdrehungen des Knopfs für den Autopiloten um den Sinkflug einzuleiten und die ein- oder zweimalige Abweisung des Eintrittscodes durch den Piloten).

  159. Was soll die Veröffentlichung des Namens inklusive persönlicher Details, fast einer Homestory mit intimen Details von einer Ex-Freundin, bringen? Außer ein Opfer auf die öffentliche Schlachtbank zu zerren? Das hilft den Angehörigen nicht und es verdrängt zudem die wichtige Frage nach Konsequenzen, vielleicht auch für ein fehlerhaftes System. Der Co-Pilot soll vor seinem Tod von hohem Druck gesprochen haben. Das findet in den Medien kaum Gehör. Wer eine solche Berichterstattung verteidigt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Sensationsjournalismus zu billigen.

  160. Ob der Co-Pilot Andreas Lubitz oder Max Meier hieß ist für das Geschehene vollkommen egal. Das scheinheilige Argument die Presse mpßte das „Informationsbedürfnis“ der Öffentlichkeit befriedigen ist lächerlich. Das einzige was befriedigt wird ist ein Voyeurismus, der dem der Schaulustigen bei Unfällen gleicht. Eine sachliche, zurückhaltende Berichterstattung, ohne den Betroffenen und auch den vielen Hifskräften auf die Pelle zu rücken wäre schön gewesen. Leider zählt das „altmodische“ Wort Anstand nicht mehr viel.

  161. „den Namen des Täters“

    Herr Winterbauer, sie stellen genau den Typus von BILD-Journalisten dar, der für den zurecht schlechten Ruf dieses Revolverblatts verantwortlich zeichnet. Von einem Journalisten im Sinne von Kisch oder Scholl-Latour sind Sie Lichtjahre entfernt. Aber spielen Sie ruhig weiter, der heutigen Generation gönne ich Sie !

  162. Aus gutem Grund wird die (unberechtigte) Verdachtsberichterstattung mittlerweile als schadenersatzbegründender Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht gewertet und von Gerichten entsprechend geahndet. Natürlich, 50.000 EUR Schmerzensgeld sind für einen Verlag wie Springer Peanuts und in den Rechtsverstoß eingepreist. Dass Sie, Herr Winterbauer, den Schutz des Persönlichkeitsrechts offenbar für völligen Unfug halten, mag sein. Bleibt Ihnen zu wünschen, dass Sie nicht irgendwann einmal der Vergewaltigung oder eines anderen Kapitalverbrechens bezichtigt werden. Mir wünsche ich, dass Leute wie Sie nicht über Verbrechen berichten, sondern besser über die „Grüne Woche“ oder ähnliche Themen.

    1. @Jay Boehner: dem ist nichts hinzuzufügen. Wobei ich ehrlich gesagt auch der Grünen Woche einen professionellen Vollblutjournalisten mit entsprechender Ausbildung wünschen würde.

    2. Ich will von den Medien „Fakten“ und bestimmt keine Verdachtsberichterstattung.
      Wie war es, als Fakten nicht mehr genannt werden durften:
      über z.B. Röhm, Reichtagsbrand usw durfte nur gleichgeschaltet berichtet werden.
      Das war wg. Persönlichkeitsschutz – klar!
      Weißt Du noch wer Röhm war? Ihr habt alles vergessen (oder nie gelernt) und das macht mich vomitieren!! Aber sonst ist alles möglich: WEIL WIR GEBÜHREN ZAHLEN!!

      Ich empfehle jedem seine Nachrichten von „BBC“ „Ö“ oder „SRG“ zu beziehen.

  163. Warum gibt es nur den Voicrecorder.Fast jedes russisches KFZ hat eine Dashcam.
    Es soll 4 Microphone in dem Airbus gegeben haben.
    Warum werden parallell keine Viedeoseqenzen im und vor dem Cockpit mit aufgezeichnet.
    Sollte doch im Jahr 2015 kein technisches Problem sein die Flugzeuge nachzurüsten.
    Bitte um Ihre Meinung

  164. Kleine Korrektur: Narzissten (und ein solcher war der Täter nicht nur aufgrund seines Tatprofils) haben NIE Depressionen. Narzissten erleben Burnout, was sie deprimiert, erhalten sie jedoch gesellschaftliche Position/Ansehen (zB Arbeitsplatz) zurück oder finanzielle Zuwendung (auch Erbe), verflüchtigt sich die vermeintliche Depression direkt wieder und der Narzisst wird meist auch umgehend manisch (Schulbuch-Psychologen sprechen dann gerne von Bipolarität). Ein echt depressiver Mensch funktioniert anders (keine Fremd-Schuldzuweisung) und hat daher auch nie das Bedürfnis Andere mitzureißen (stellvertretende Rache für vermeintlich schuldlos Erlittenes), allenfalls dass sie ohne ihn unversorgt wären, aber selbst das hat narzisstische Elemente. Trauriger Fakt: in unserer heutigen Gesellschaft gibt es kaum echte Depressive! Lass sie zufällig zu Geld oder Einfluss kommen und erlebe das Heilungswunder, wenn sie wieder mitspielen können/dürfen…

  165. Egal, was nun die medizinisch-technisch exakte Unglücksursache ist: Andreas Lubitz war der einzige Mensch im Cockpit, der etwas dazu hätte sagen und beitragen können. Es gibt keinen Grund, sein Wohnhaus zu zeigen, aber auch keinen Grund, seinen Namen vor der Öffentlichkeit geheim zu halten, so furchtbar das für die Angehörigen ist.

    Nur einige vom Staat legitimierte Journalisten pflegen ihre Skrupel. Sie verfahren nach der typisch deutschen Devise “nichts veröffentlichen, solange nicht ein ordentliches Gericht möglichst in letzter Instanz die Informationen bestätigt hat.” Hier tritt wieder offen zutage, was längst zu einem Knebel von Journalisten geworden ist: Der Schutz von Verursachern und Tätern wird immer häufiger über die journalistische Pflicht einer umfassenden Berichterstattung gestellt. Während Opfer in allen Lebenslagen gezeigt und vorgeführt werden, haben Täter in Deutschland einen fast einzigartigen Anspruch auf Zurückhaltung. Alter, Herkunft, Name, Biografie – immer weniger erfahren Leser und Zuschauer über die Verursacher von Katastrophen und Straftaten. Pseudo-Verständnis und politische Correctness allenthalben. Ja, Journalisten machen Fehler und reden und schreiben auch viel dummes Zeug. Aber das ist Teil eines Kommunikationsprozesses, den man Aufklärung und Meinungsäußerung nennt. Für alle, die mehr nicht wissen, was das ist, sei auf das Grundgesetz verwiesen.

    http://www.bastianundwitt.de

    1. Sehr interessanter Beitrag, der die gegenwärtige deutsche Pressesituation sehr gut aufzeigt. Kein anderes demokratisches Land führt diese Grundsatzdiskussion, wie sie hier nur beschämend als Beispiel zu verfolgen ist. Journalismus beinhaltet auch einen gewissen Mut als Tugend des Einzelnen, der den Beruf gewählt hat. Demnach auch bitte Mut zur Wahrheit, wie grausam sie auch erscheinen mag.

  166. Lieber Autor,

    so einen Blödsinn habe ich lange nicht gelesen und kann nur hoffen, dass Sie bei einer solchen Einstellung schnell Ihren Presseausweis abgeben müssen. Damit schließe ich mich auch der Mehrzahl der Kommentatoren hier an und hoffe, es gibt Ihnen zu denken. Zwei Dinge stören mich an Ihrem Beitrag am Meisten:

    a) die Gutheißung öffentlicher Vorverurteilung, obwohl noch nichts bewiesen ist
    b) Ihre Kurzsichtigkeit, was die Folgen einer solchen Namenveröffentlichung für das Umfeld des Co-Piloten angeht; denn diese werden nun mehr als nur bestraft; sie müssen sich fortan gegenüber vorschnellen Anschuldigungen und Belagerungen wehren.

    1. Lieber Christian,

      harte und scharfe Worte mein Lieber.
      Aber glaubst Du wirklich, daß es in DüDo oder Montabauer noch einen einzigen Menschen der lesen-schreiben-denken kann gibt, der die Identität des Co-Piloten nicht kennt? Der die Straße und Hausnummer und Telefonnummern nicht kennt?
      OK – Informationsfreiheit bedeutet also:
      DIE dürfen – aber die anderen, DIE dürfen nicht.
      Weil: in Kinshasa oder Oberpfaffenhofen geht das keinen was an.
      Was der Co-Pilot jetzt wirklich gemacht hat? Ich werde es erfahren, wenn es faktisch belegt ist. Aktueller Fakt ist momentan nur sein Name. Und Fakten soll „jeder“ wissen dürfen. Aber das ganze Halb- oder Null-Wissen über Schuld oder Unschuld, das jetzt unterwegs ist, ist widerwärtig.
      Tatsachen in die Medien und kein Geschwafel. Und Tatsachen nicht nennen zu dürfen = Zensur!!

  167. +++ 17:48 US-Luftfahrtbehörde zeichnete Lubitz aus +++
    Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat den Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz im September 2013 mit Auszeichnung in ihre Datenbank aufgenommen – als Beispiel für einen besonders tauglichen und gut ausgebildeten Piloten. Die Datenbank beinhaltet Piloten, die die Standards der FAA erreichen oder sogar übertreffen. Die Anforderungen gehören zu den höchsten der Welt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Auszeichnung-fuer-angeblichen-Qualitaetspiloten-Lubitz/story/18470725
    Auszeichnung für Lubitz
    Die amerikanische Luftfahrtbehörde testete den Co-Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine. Mehr…
    Vincenzo Capodici. 27.03.2015
    Dieser Artikel ist nicht mehr verfügbar!!!!

    1. Ändert nichts an der von der Staatsanwaltschaft bestätigten und bewiesenen Tatsache, dass er ein Suizidgefährdeter war und sich bereits in Therapie befand. Hier haben ein paar Kontrollorgane versagt, denn die Lufthansa kann sich nicht mehr mit ihrer guten Auswahl rühmen. Eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht wird seitens der Politik geprüft.
      Er hat zumindest bei der Einstellung bewusst gelogen und gar unterschrieben, dass keine Erkrankungen vorlagen. Diese Indizien lassen kaum noch Raum für andere zweifelhafte Theorien.
      Ob ein Name des Verursachers Relevanz hat, kann und sollte jeder mündige Bürger selbst entscheiden. In anderen Fällen wird sich nicht darüber aufgeregt, wenn die Familie durch Namensnennung gefährdet werden könnte. Bei einem “Vorzeige-Piloten“ scheint das nach Meinung (zu) vieler unangemessen zu sein. Da wird Partei ergriffen und Objektivität vorgeheuchelt.

  168. Der Journalist/in soll objektiv und wahrhaftig berichten. Oder?
    Eine Namensnennung (merke: Namen-) nach dem Muster Andreas L, Mahmud P, Jaqueline S usw. usf. ist weder das eine, noch das andere, sondern nur „schwachsinnig“ und für mich als Hörer/Leser ekelhaft.
    Denn: wenn ich etwas zu sagen habe, sag ich es – wenn nicht, dann halt ich die Schnauze und verschmutze nicht die Umwelt mit meinem „Herrenwissen“ (ich weiß was, das Du (Doofkopf) nicht wissen darfst, ätsch!!).
    Die gleiche Kategorie sind die komplett verpixelten Fotos: Bildunterschrift etwa – Bild des Suleiman P – oder …..
    Wenn das alles ist, was Euer geschützter Berufsstand sich zu leisten traut – dann weiterhin FU!
    Und für die Befindlichkeitswinsler (wie schreibt man jetzt Autoerotik?) und Vorredner im Forum: Wer sein Köpfchen hoch über die Oberfläche schnellen läßt, fordert ja wohl das Recht ein, sowohl als Roß und auch als Reiter genannt und gehuldigt zu werden. Wollt Ihr denselben postmortem diesen Triumpf noch verweigern? Oder wollt Ihr sie damit strafen?
    In jeder europäischen Postille kann ich den Suleiman und die Jaqueline mit ihrem richtigen Namen vorfinden. Nur nicht in Vollpfostenland.

  169. Es geht doch nicht darum ob man Namen nennen soll oder nicht. Ob der CoPilot selbstmord gemacht hat oder nicht.

    Es geht darum, das Herr winterBauer allen Journalisten die nicht den Namen veröffentlichen wollen diskreditiert und auch noch anzweifelt, das diese Personen überhaupt Journalisten sind.

    Anders formuliert. Jeder Journalist der sich auf Bild-Niveau bewegt, ist ein echter Journalist und alle anderen die vielleicht auch etwas investigativen Journalismus betreiben wollen, sollen ihren Presseausweis abgeben.

    Das ganze gepaart im Zusammenhang dieser brutalen Tragödie. Da eigentlich ein normaler Mensch nicht so denken kann, unterstelle ich wirtschaftliche Interessen seitens der Meedia. Mehr Klicks mehr Werbeeinnahmen. Und das funktioniert ja ganz gut hier. Das ist halt wahrer Journalismus.

  170. Herr Winterbauer, ein bißchen weniger Ekstase und Schaum vor dem Mund und mehr Sachlichkeit und journalistische Sorgfalt täten Ihrem Kommentar gut. Es wäre nicht das erste Mal, das sich Ermittler und Journalisten voreilig festgelegt haben. Und für den Fall bringen Namen und Foto genau was? Das „so“ psychisch Kranke aussehen? Das der aussieht und heißt wie du, ich und mein Nachbar?

  171. Sehr geehrter Herr Winterbauer, mit welcher Arroganz Sie hier Kollegen angehen, die zu einer anderen Entscheidung als Sie kommen, ist schon erstaunlich. Wer das Prinzip einhält, dass nicht überführte Menschen nicht als schuldig gelten, sollte also seinen Presseausweis zurückgeben. Aha. Sie schreiben hier fröhlich mehrfach vom „Täter“. Selbst in laufenden Gerichtsprozessen, in denen Verdächtige gestanden haben, wird bis zu einem Urteil vom „mutmaßlichen Täter“, „Angeklagten“ etc. gesprochen. Davon haben Sie offenbar noch nie etwas gehört. Und wer den Namen nicht nennt und kein Privatfoto zeigt, will sich also mit Arroganz moralisch über die anderen erheben. Pardon: So eine Pauschalunterstellung ist geballter Unsinn. Im Übrigen lässt sich die Wissbegierigkeit der Leser, Hörer, Zuschauer nach der Unglücksursache und dem möglichen Schuldigen auch hervorragend befriedigen, ohne dessen vollen Namen zu nennen und ihn zu zeigen. Das macht nämlich nicht den geringsten Unterschied.

  172. So schöne Diskussionen hier…. aber bitte und die gestorbene, wie endet diese Albtraum? jetzt ist sogar alles nachgefunden und wird mit weitere Info analysiert (also bitteschön für viele das oben geschrieben haben fehlen Fakten um einen Schuld zu zeigen) Namen nennen oder nicht nennen ist irrelevant! es keinen Hexenjagd, wird gesucht einen Schuld und die wahrscheinlich gibt…. die Medien sowie bei anderen Nachrichten werden immer alles ausgraben… die Nachrichten sind weltweit gegangen, in diese Globalizierte Zeit, dauern nicht ein paar Stunden sogar…. auf deutsch, spanisch, englisch usw. … ich habe auch hier gelesen dass die französen sogar keine Deutsch richtig Vorurteilen können…. das ist ein Witz? und was denken Sie machen die Deutschen da? was denken wird gemacht? nur die französisch Behörden und ihre Berichten? Was ist mit der Fachleute aus DE und die Übersetzer? denk man daran wird Fehler gemacht? aber egal, man kann weiter recherchieren, weiter diskutieren… es ist passiert, und jeder sicher wird wissen wie endet alles oder?

  173. Wieso wird man hier mit „du“ angesprochen? Dein Kommentar „deine Email-Adresse“ wird nicht veröffentlicht….nun gut, seid ihr alle fertig mit eurer Meinung. Habt ihr alle nichts Sinnvolleres zu tun, als zu jeder Tages – und Nachtzeit Geschehnisse zu kommentieren. Ein Tsunami ist höhere Gewalt, da hat der Mensch keinen Einfluss, hier geht’s wahrscheinlich um einen sehr kranken Menschen. Wenn er es getan hat, stellt sich die Frage warum. Warum wollte dieser Mensch nicht mehr Leben? Was hat man ihm angetan? Darüber macht euch mal Gedanken. Genießt die Natur, erfreut euch an die kleinen, schönen Dinge auf dieser Kugel, das Singen der Vögel etc. und:jeder greift jeden an, geht liebevoller miteinander um.Es steht doch alles geschrieben, was geschehen muss, schwere Erdbeben, schlimme Zeichen am Himmel. (Lukas) , fangt an zu lesen. Ich sage nur, Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. Und ihr Presseleute schreibt doch was ihr wollt, wenn ihr euere Kohle damit verdienen müsst…..schade.

  174. Ein Bekannter sagte mal, in jedem Menschen steckt ein Mörder, da kriegt man schon Angst. Er hatte Recht.Ich wünsche, das Ihnen allen, auch Ihren Familien, so etwas nicht passiert…..und „ihr“ alle davon verschont bleibt. Gott mit Euch.

  175. Auch wünsche ich, dass überhaupt noch jemand dieses liest, da nach 14 Tagen eh schon alles vergessen ist, durch die Trauerfeier. Für die Familien nicht. Alle sollten achtsamer miteinander, Ursachen für das Tun und Handeln der Menschen erkennen, um es evtl zu stoppen, solche Taten. Nur wenn man die Ursache erkennt, kann man das Problem evtl.beheben.Wir können nur hoffen und beten, das nicht jemand ausflippt in dieser Gesellschaft, auf einen Knopf drückt und diese schöne Kugel, auf der sich eigentlich gut leben lässt, auch mit weniger Geld, in die Luft sprengt. Alles Gute….

  176. Was hat der Nachname mit der Berichterstattung zu tun – NICHTS. Sie können alles recherchieren, schreiben, abbilden, nur bitte nicht die Nachnamen und die Wohnungen, Häuser der „Täter“. Dort leben meist Familienangehörige, auf die die Hatz dann losgeht. Nennung von Details, die unwichtig für den Artikel sind, sollten vom Grundsatz her weggelassen werden.
    MfG
    Bernd

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