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Der Co-Pilot und die Foto-, Namens- und Pixel-Frage: So titeln die Zeitungen

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Wer titelt wie? Seit die französischen und deutschen Ermittlungsbehörden am Donnerstag die Identität des Co-Piloten kommunizierten, diskutieren Blattmacher und Leser fast schon hysterisch: Darf man den Namen nennen und soll man ein Foto des Mannes drucken? Beim Blick auf die aktuellen Tageszeitungen zeigt sich, welche Redaktion wie mit dem Thema umgeht.

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Die Bild nennt und zeigt alles: Voller Name und ein exklusives Foto des Co-Piloten
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Die Süddeutsche und die FAZ sprechen über den Co-Piloten in ihren Zeilen, zeigen ihn jedoch nicht.
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Die Welt und Welt kompakt bringen jeweils ein kleines Foto des Germanwings-Angestellten, verpixeln aber das Gesicht.
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Die taz und Hamburger Abendblatt enthalten sich jeglicher Aktualität in der Bildsprache und zeigen nur ein Flugzeug-Cockpit.
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Die Hamburger Morgenpost liefert die wohl härteste Zeile und nennt auch den vollen Namen. Die B.Z. setzt auf einen ähnlichen Ansatz.
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Alle Titelseiten der wichtigen deutschen Zeitungen finden Sie hier

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Alle Kommentare

  1. Bilder von Kinderschändern und Vergewaltigern werden nicht öffentlich gezeigt, obwohl diese bei ihrer Freilassung oft immer noch eine Gefahr darstellen.
    Das Gesicht und der Name des Copiloten werden aber verwendet, um damit Schlagzeilen und Geld zu machen! Welchen anderen Zweck hätte dies sonst?? Es ist ein Witz, dass das ganze unter dem Deckmantel der „Trauerbewältigung“ geschieht! Von der Bild-Zeitung war ja nichts anderes zu erwarten, aber es ist einfach nur ein Armutszeugnis, dass sich so viele andere Nachrichtenagenturen anschließen!
    Die Hintergründe dieses unfassbaren Dramas sind nicht restlos geklärt, und werden es vermutlich auch nie sein, und die Famile des Copiloten kann weder etwas für die Tat, noch haben sie weniger Recht zu trauern als alle anderen!

  2. So wie wir über dieses Flugzeug-Unglück zutiefst betroffen sind, sind wir aber auch empört über die Berichterstattung der BILD-Zeitung von heute, Freitag, denn 27.03.2015. Eine volle Titelseite des Co-Piloten mit vollem Namen und weiteren Angaben und Hintergründe zu seiner Person und auch Hinführung zu Hetzte gegen dieses Person und wahrscheinlich auch gegen die Hinterbliebenen, da der Todespilot bereits als „Massenmörder“ bezichtigt wird.
    Hier ein Statement aus dem Bereich der „seriösen Medien“:
    Wir alle müssen diese Grenze dort ziehen, wo Betroffene empfindlich in ihrer Privatsphäre verletzt, in Angst und Schmerz der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ignorieren sollten wir deren Schicksale und Emotionen jedoch nicht, denn das zeichnet (Mit-)Menschlichkeit aus.

    Dieser Schutz steht allen Betroffenen zu – auch der Familie des Co-Piloten, der den Absturz bewusst verursacht haben soll. Sie haben einen nahestehenden Menschen verloren, dessen letzte Handlung womöglich für immer ein Rätsel bleibt. Ein schweres Paket. Sie alle haben das Recht, auf ihre Weise zu trauern. Es darf nicht zu einer öffentlichen „Hexenjagd“ kommen.

    1. Es ist unfassbar ! Die Angehörigen den Co Piloten sind genauso zu behandeln wie die der anderen Opfer ! Lesen wir Ihre Namen ? Es sollte bestraft werden solch eine Hetzerei der Presse usw.Sie sind alle Tod und niemand hat Schuld von den lebenden!

  3. Finde ich zum jetzigen Zeitpunkt…..unterste Schublade. Man sollte auch an seine Angehörigen denken. Das hat mit guten Journalismus nichts mehr zu tun

  4. Merkt ihr eigentlich nicht, dass ihr kein deut besser seid, wenn ihr die Fotos hier ebenfalls ohne Unkenntlichmachung veröffentlicht?

    Denkt mal drüber nach…

    1. Kein Fernsehen und kein Radio. Ich bin froh darüber, dass ich erst am nächsten Tag von dem Vorfall erfahren habe und dann von diesen Bildern verschont wurde. Am schlimmsten finde ich die Heuchelei der Politiker und der Firmenbosse. Wer macht denn den Druck und wer erlaubt Drucksituationen? Ich empfinde kaum noch etwas und denke, dass ich damit nicht der einzige Mensch bin. Mensch? Menschlich?

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