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Süddeutsche Zeitung: So sieht die neue Netz-SZ aus

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Rundumerneuerung bei der SZ: Süddeutsche.de heißt ab heute Süddeutsche Zeitung – und stellt damit alle Inhalte der SZ komplett im Netz zur Verfügung. Außerdem wurde das neue Bezahlmodell eingeführt: der Leser hat die Wahl zwischen dem "SZ Plus"-Abo oder einem Tagespass; die ersten 10 Autorentexte sind immer frei.

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Seit dem heutigen Dienstag zeigt sich die Webseite der Süddeutschen Zeitung in einer neuen Aufmachung: Aus Süddeutsche.de wurde Süddeutsche Zeitung, das heißt die komplette SZ ist ab sofort im Netz abrufbar. „Für eine Zeitung im modern verstandenen Sinne soll es keinen Unterschied mehr machen, wo und wie sie erscheint, ob als ständig aktualisierte Nachrichtenseite oder als tägliche Ausgabe, digital oder auf Papier“, so Stefan Plöchinger, Mitglied der Chefredaktion der SZ. Er präsentiertet die neue Seite als „aufgeräumter, simpler zu bedienen“ und „auf allen Geräten zu Hause“. Zusätzlich gibt es mit der neuen Kategorien „SZ-Espresso“ einen überarbeiteten Newsletter sowie einen Live-Ticker aus dem Newsroom der SZ und mehr Platz für leichtere Themen – wie zum Beispiel „Ihre Nachbarschaft auf einen Blick“.

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Während der Arbeit an der Seite hat die SZ eng mit ihren Lesern kooperiert und zum Beispiel abgefragt, wie diese sich eine moderne Zeitung vorstellen. Auch auf der neuen Webseite setzt die Redaktion auf Transparenz und beantwortet in der Kategorie „Leser fragen, Redakteure antworten“ die zentralen Fragen zur Rundumerneuerung.

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Des Weiteren wurde am Dienstag die neue Bezahlschranke eingeführt: ein flexibles Metered-Model, wie es auch die New York Times einsetzt. Bis zu zehn Autorentexte pro Woche und Gerät können die Leser auf SZ.de kostenlos lesen, danach werden sie zur Kasse gebeten: Sie haben die Wahl zwischen dem Premium-Angebot „SZ Plus“ und einem Tagespass. Mit „SZ Plus“ wird das bisherige Digital-Abo der SZ erweitert; die Leser haben jetzt unbegrenzten Zugang zu allen digitalen Angeboten, das heißt auf die gesamte Zeitung, das Magazin, das E-Paper und die App. Der SZ-Plus-Tagespass beinhaltet 24-Stunden uneingeschränkten Zugriff auf SZ.de und die Ausgaben, die in diesem Zeitraum erscheinen. Das Plus-Abo kostet 29,99 Euro im Monat, der Tagespass 1,99 Euro. Stefan Plöchinger betont, hierbei stünde auch im Vordergrund, in Zukunft aus möglichen Fehlern zu lernen: „Trial and error ist noch unbeliebt. Dabei ist es hier wohl der beste Lösungsansatz.“

Ob und wie erfolgreich die SZ mit ihrem neuen Bezahlmodell sein wird, bleibt abzuwarten: ein vielversprechender Ansatz ist sowohl das Metered-Modell mit immerhin 10 freien Artikeln als auch der „Trial and error“-Ansatz in jedem Fall. Allerdings hatte Süddeutsche.de nach Ende der IVW-Kooperation mit der Abendzeitung im Dezember 11,4 Prozent der November-Visits eingebüßt und lag mit 40,87 Mio. Besuchen nur noch knapp vor Zeit Online (39,95 Mio.) und deutlich abgeschlagen hinter der Welt (53,99 Mio.). Das Süddeutsche-Minus betrug 5,25 Mio. Visits, darunter dürften auch einige sein, die den SZ-Angeboten zuzurechnen sind.

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